Direkt zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen Jump to sub navigation

Jessica Wagner, Praktikum in der Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit, Oktober 2022

Zu meiner Person: mein Name ist Jessica Wagner und ich studiere in Berlin im 9.Semester Tiermedizin und habe im Rahmen des praktischen Jahres 3 Wochen am Friedrich-Loeffler-Institut im Labor für Pathologie mein Praktikum absolviert.

Aufgrund eines Gastvortrages von Frau Dr. Breithaupt an meiner Universität hatte ich mich entschieden, ein Praktikum in ihrer Abteilung zu machen und habe dann nach einigen E-Mails mit ihr einen Praktikumsplatz in der Pathologie bekommen.

Am ersten Tag gab es eine kleine Führung durch verschiedene Bereiche des Friedrich-Loeffler-Instituts und im Anschluss bekam ich eine Übersicht der verschiedenen Aufgaben, die mich die nächsten drei Wochen erwarteten.

In dieser Zeit habe ich in alle Bereiche der Pathologie hineinschnuppern dürfen. So habe ich zum Beispiel bei der Sektion einer Ziege geholfen, histologische Schnitte für eine Mäuse-Studie angefertigt und ausgewertet und ein Review ausgearbeitet. Insbesondere hat es mich gefreut, dass ich in alle Arbeitsschritte grundlegend eingebunden worden bin und eigenständig arbeiten konnte. Bei Unklarheiten oder Wissenslücken wurde ich sehr gut von Frau Dr. Breithaupt und meinen Kollegen unterstützt und mir wurde alles gründlich erklärt, sodass ich mich schnell willkommen und wohl fühlte.

Alles in allem habe ich reichlich dazu gelernt und meine Zeit am Institut sehr genossen. Auch bin ich außerordentlich dankbar dafür, einen Einblick in das Leben einer Pathologin am FLI bekommen zu haben. Ein Praktikum am Friedrich-Loeffler-Institut kann ich jeder/m nur empfehlen!
 

 

Justina Rath, Wahlpflichtpraktikum „Arbeitsmethoden der Molekularen und Klinischen Virologie“, Oktober 2022

Im Rahmen des Masterstudiums Humanbiologie der Universität Greifswald ist im Vertiefungsmodul Virologie ein zweiwöchiges Praktikum vorgesehen, welches normalerweise im Schulungslabor des FLI mit allen Teilnehmenden des Moduls durchgeführt wird. Aufgrund der erhöhten Anzahl Teilnehmender hatte ich dieses Jahr die Möglichkeit, dieses Pflichtpraktikum im Labor für Arenavirusbiologie unter der Leitung von PD Dr. Groseth zu absolvieren.

Das Labor nimmt regelmäßig an Ringversuchen teil, in denen es gilt, aus unbekannten Proben Arenavirus-Spezies zu identifizieren. Bisher wurde dies stets einwandfrei durch die etablierte Endpoint-PCR durchgeführt. Um jedoch eine höhere Sensitivität zu erreichen, versuchte ich, die Diagnostik auf eine quantitative PCR (qPCR) umzustellen. Nach erfolgreichen Vorversuchen konnte ich schließlich Referenzproben mittels qPCR nachweisen. Im weiteren Verlauf gelang es mir, auch die Detektionsgrenzen einzelner Assays zu bestimmen.

Ich bedanke mich bei PD Dr. Groseth und dem gesamten Labor für Arenavirusbiologie für die sehr gute Betreuung und Unterstützung bei allen theoretischen und technischen Fragen. Darüber hinaus danke ich dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die Übernahme der Fahrtkosten.

Mit freundlichen Grüßen,

Justina Rath
 

Hauke Schröder, Praktikum am Institut für Epidemiologie, August - Oktober 2022

Im Rahmen meines Studiums der Informatik an der Hochschule Emden-Leer habe ich von August bis Oktober 2022 ein zwölfwöchiges Pflichtpraktikum am Institut für Epidemiologie absolviert.

Mein Praktikum startete mit einer soliden theoretischen Einarbeitung in maschinelles Lernen. Dabei konnte ich meine Kenntnisse in den verschiedenen Teilbereichen (überwachtes Lernen, unüberwachtes Lernen und bestärkendes Lernen) vertiefen. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf unüberwachtem Lernen, konkret künstlichen neuronalen Netzwerken, um mich auf die Arbeit mit dem Algorithmus YOLO  (You Only Look Once) vorzubereiten.

YOLO ist ein Algorithmus zur Objekterkennung, damit dieser Algorithmus selbstständig Objekte identifizieren kann, war es meine Aufgabe diesen zu trainieren. Das Ziel war es, dass YOLO den Verwesungszustand von Wildschweinkadavern erkennen sollte. Zunächst musste dazu ein entsprechender Satz an Trainingsdaten erstellt werden. In diesem werden in Bildern die Objekte markiert und mit einer Klasse versehen, für diesen Schritt habe ich das Tool Labelimg verwendet. Anhand dieses Trainingsdatensatzes erstellt der Algorithmus eigene Regeln, um nicht annotierte Bilder einer Klasse zuordnen zu können.

Darüber hinaus wurde mir die Möglichkeit gegeben mir die Programmiersprache R anzueignen. Im Zuge dieser Einarbeitung konnte ich mir Kenntnisse für die Arbeit mit geographischen Daten und Analysen aneignen sowie Cluster- und Zeitreihenanalysen. 

Ich möchte an dieser Stelle meinen Betreuern Dr. Hartmut Lentz und Dr. Jörn Gethmann danken sowie allen weiteren Mitgliedern des Instituts für Epidemiologie für die freundliche Aufnahme und fachliche Anleitung.

Ein besonderer Dank gilt dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die Übernahme eines Teils meiner Wohnkosten.
 

Maren Wieja, Praktikum am Institut für Immunologie, August - Oktober 2022

Im Rahmen meines Masterstudiums der Humanbiologie an der Universität Marburg hat es mich für ein Praxismodul auf die Insel Riems verschlagen. Während meines 9-wöchigen Praktikums am Institut für Immunologie hatte ich die Möglichkeit mich im Labor für antivirale Immunität mit der Herstellung und Charakterisierung von ORFV-Rekombinanten, die immunogene Strukturproteine des FMD-Virus exprimieren, zu beschäftigen. Neben der Analyse der Expression des Vorläuferproteins der viralen Strukturproteine ging es in Co-Infektionen auch darum die Prozessierung des Vorläuferproteins durch die ebenfalls auf einem viralen Vektor codierte FMDV-Protease zu zeigen.

Ein besonderes Dankeschön an Dr. Christine Luttermann und ihre Arbeitsgruppe, die mich herzlich aufgenommen und über die Zeit betreut haben. Ebenso möchte ich mich beim Förderverein des FLI bedanken, der das Praktikum finanziell unterstützt hat.

 

Sebastian Reißel, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, September/Oktober 2022

Im Laufe meines Bachelorstudiengangs Biologie an der Universität Greifswald habe ich mich für das Spezialmodul „Berufspraktikum“ entschieden, welches ich am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems absolvieren durfte.

In meinem einmonatigem Wahlpflichtpraktikum im Labor von Frau Dr. Kore Schlottau hatte ich nicht nur vielseitige Einblicke in die unterschiedlichsten Projekte erhalten, sondern durfte auch tatkräftig und selbstständig molekularbiologische Methoden anwenden. Während dieser Zeit lernte ich viel über verschiedenste Viren, wie zum Beispiel Rubella-, Rustrela-, Vesikuläre Stomatitis- und Nidoviren. Methodisch bestand meine Hauptaufgabe in der Aufreinigung von Proteinen (Antikörper) und Nukleinsäuren (DNA / RNA), sowie der Sequenzierung der gewonnen DNA aus zuvor transformierten Bakterien. Zudem lernte ich mir zuvor unbekannten Methoden, wie beispielsweise die Behandlung und Anzucht unterschiedlicher Zelltypen oder die virale Titration, kennen.

Ich möchte mich besonders bei Gabriela Adam, Franziska Sick und Sophie-Celine Weinert für meine tägliche und stehts lustige Betreuung bedanken. Des Weiteren möchte ich mich bei Frau Dr. Kore Schlottau für die Möglichkeit, mein Berufspraktikum in Ihrem Labor durchführen zu dürfen, bedanken.
Ein herzliches Dankeschön auch an den Förderverein des FLIs für die finanzielle Unterstützung bei den Fahrtkosten.
 

Madita Kudla, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, September/Oktober 2022

Bereits während meines Bachelorstudiums wurde mein Interesse für die Virologie geweckt und immer weiter vertieft, sodass ich mich ohne zu zögern in meinem Masterstudium der Humanbiologie an der Universität Greifswald für Virologie als Hauptfach entschied. Daher freute ich mich umso mehr, dass ich in diesem Rahmen ein 5-wöchiges Forschungspraktikum im Labor von Prof. Dr. Stefan Finke am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie absolvieren durfte.
Der thematische Schwerpunkt meines Praktikums bestand in der Frage, wie der selektive Transport des Glykoproteins von Tollwutviren zur postsynaptischen Membran infizierter Neuronen erfolgt. Im Zuge von Bindungsvorhersagen waren bereits drei zelluläre Proteine als mögliche Interaktionspartner des Glykoproteins ausgewählt worden, die an der Organisation von Proteinen an eben jener Membran beteiligt sind. Als Grundlage der Interaktion zwischen dem viralen und den zellulären Proteinen wurden PDZ-Domänen angenommen, die typische interaktionsvermittelnde Domänen darstellen. Meine Aufgabe lag nun darin, die Beeinflussung der Lokalisation des Glykoproteins in Abhängigkeit von der Expression der zellulären Kandidaten zu untersuchen.
Im Rahmen dieser Fragestellung konnte ich nicht nur meine Fähigkeiten bei Klonierungen vertiefen, sondern weiterhin Erfahrungen in der Zellkultur sowie bei der gezielten (Co‑)Expression von Proteinen sammeln. Darüber hinaus hatte ich die Möglichkeit, viele neue Methoden wie die Immunfluoreszenz zu erlernen und sogar ein eigenes Infektionsexperiment mit einem Impfstoffvirus durchzuführen, bei dem das Gen für das Glykoprotein deletiert worden war. Besonders Spaß hat mir die Arbeit am konfokalen Laserscanning-Mikroskop gemacht, wobei die Stunden des Imagings wie im Fluge vergangen sind.

Ich möchte mich hiermit ganz herzlich bei Prof. Dr. Stefan Finke für seine tolle Betreuung und seine Unterstützung bedanken, vor allem wenn zwischendurch Troubleshooting und das Überarbeiten der Strategie des Projektes anstand. Ein großes Dankeschön möchte ich darüber hinaus an die gesamte Arbeitsgruppe richten, besonders an Angela Hillner, Henriette Schwotzer und Ola Bagato für die tolle Einarbeitung im Labor und in die Methoden, aber auch für die vielen Einblicke in die Forschung außerhalb meines Projektes.

Weiterhin bedanke ich mich sehr bei den Mitgliedern des Fördervereins des FLIs für die finanzielle Unterstützung bei den Fahrtkosten, die es mir trotz der leider sehr hohen Spritpreise ermöglicht haben, jeden Tag auf die Insel kommen zu können.
 

Constantin Klein, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, September/Oktober 2022

Gegenwärtig befinde ich mich im 5. Semester meines Bachelorstudiums der Biologie an der Universität Greifswald. Während meines Studiums entwickelte ich ein besonderes Interesse in den Bereichen der Molekularbiologie und Virologie. Aus diesem Grund wollte ich unumgänglich die Chance nutzen, ein vierwöchiges Berufspraktikum am Friedrich-Loeffler-Institut Riems in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Beer zu absolvieren.
Am ersten Tag wurde ich freundlich von PD Dr. Kerstin Wernike empfangen, erhielt zunächst eine generelle Belehrung und wurde anschließend mit der entsprechenden Sicherheitsbekleidung ausgestattet. Im Labor traf ich Doreen Schulz, welche mir bei den praktischen Arbeiten des Praktikums über die Schulter schaute. Nach einer sehr kompetenten theoretischen Einführung konnte ich aufgrund meiner bereits erworbenen Erfahrungen ohne Umschweife mit den praktische Arbeiten im Labor beginnen.
Die erste Woche verbrachte ich vor allem mit zellkulturtechnischen Arbeiten an verschiedenen permanenten Zelllinien. Zudem habe ich Western-Blots mit verschiedenen Pestivirus-Proteinen durchgeführt und eignete mir dabei außerdem viele Kenntnisse bezüglich deren Auswertung an.
In der zweiten Woche meines Praktikums beschäftigte ich mich vorrangig mit der Titration von Viruskulturüberständen zur Titerbestimmung von Pestivirusstämmen. Des Weiteren habe ich über einen längeren Zeitraum mehrere Viruspassagen von mit Schmallenberg-Viren und deren Deletionsmutanten infizierten Zellen durchgeführt. Um nach jeder Passage die infizierten Zellen sichtbar zu machen, wurden die Zellen zunächst hitzefixiert und anschließend mittels Immunfluoreszenz angefärbt.
Ab der dritten Woche meines Praktikums widmete ich mich im Wesentlichen einigen molekularbiologischen Methoden. So habe ich zusammen mit Frau Schulz mehrere Transformationen in E. coli-Zellen durchgeführt, um die Chimären von mehreren Pestiviren in die Bakterien einzubringen. Die positiven Klone wurden anschließend für Mini-Preps gepickt und die DNA der Bakterien aufgereinigt. Mit dieser aufgereinigten DNA als Template habe ich PCRs zur Vorbereitung der Probensequenzierung durchgeführt. Die aufgereinigten PCR-Produkte wurden im Anschluss im Sequenzierlabor nach der Sanger-Methode sequenziert. Im Zuge der Auswertung der Sequenzierung konnte ich einen Einblick in den Umgang mit Geneious als wichtige bioinformatische Software erlangen.
In der letzten Praktikumswoche ergab sich die Möglichkeit, im Labor von Frau Dr. Wernike einige ELISAs und Surrogat-Virusneutralisationstests durchzuführen. Ich erhielt somit einen Exkurs in eine weitere Möglichkeit, abgesehen von der indirekten Immunfluoreszenz, Antikörper in Serum und Milch nachzuweisen. In diesem Zusammenhang konnte ich neues Wissen zur grafischen Darstellung meiner selbstgenerierten Daten mittels spezieller Software erwerben.
Ich möchte mich an dieser Stelle sehr herzlich bei Frau Dr. Wernike und Frau Schulz für dieses tolle Praktikum und die vielen Eindrücke und Erfahrungen die ich sammeln konnte, bedanken. Überdies möchte ich ebenso dem Förderverein des FLI danken, der mir meine Fahrkosten teilfinanziert hat.
 

Monique Bergmann und Hans Theodor Wieland, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, September 2022

Im Rahmen des Bachelorstudiengangs Humanbiologie durften wir unser zweiwöchiges Rotationspraktikum im Friedrich-Leoeffler-Institut auf der Insel Riems absolvieren. Während unseres Aufenthalts im Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie (IMVZ) erhielten wir verschiedene Einblicke und lernten die Arbeit im Labor kennen.

In der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Finke wird unter anderem an dem Tollwutvirus geforscht und wie sein Oberflächenprotein zur postsynaptischen Membran gelangt. Einer der ersten Aufgaben war die Herstellung von phosphatgepufferter Salzlösung. Dieser sogenannte PBS-Puffer dient zur Verdünnung immunfluoreszierender Antikörper. Weitere Aufgaben bezogen sich auf Klonierungen. Als wichtige Plasmide dienten Vektoren, in welche DNA-Stücke, sogenannte Inserts, mittels Hot Fusion eingefügt werden sollten. Sowohl zur Herstellung der Konstrukte als auch zu ihrer Überprüfung auf Korrektheit nutzten wir die PCR und die Gelelektrophorese. Das Produkt wurde anschließend in E. coli eingeschleust und daraufhin vermehrt. Um die Aufnahme der gewünschten DNA zu überprüfen, durften wir Agarplatten bestreichen und anschließend die gewachsenen Kolonien picken. Der Teil der Kolonien, der die Plasmide aufgenommen hatte, wurde weiter vermehrt und als abschließende Untersuchung sequenziert. Ein Highlight unseres Praktikums war das Durchführen einer Transfektion. Den Großteil der vorher isolierten DNA haben wir in Zellen eingebracht, mit dem Ziel, dass diese die in der DNA kodierten Proteine exprimieren. Zum Vergleich nutzten wir einen sogenannten Leervektor, bei dem die proteinkodierenden Bereiche fehlten. Im Anschluss daran folgte die Fixierung der Zellen auf einem Deckgläschen, um sie später mikroskopisch zu betrachten. Dabei war handwerkliches Geschick notwendig, wobei unsere Betreuer viel Geduld mit uns hatten. Zu den weiteren vielseitigen Aufgaben zählte unter anderem das Versorgen und Umsetzen von Zellen. Dabei haben wir uns unter dem Mikroskop die Zellkulturen angeschaut, ihr Wachstum eingeschätzt und dementsprechend die Zellen aufgeteilt sowie ein Versorgungsmedium für das optimale Wachstum hergestellt.

Ein großes Dankeschön geht an Prof. Dr. Finke, Angela Hillner, Henriette Schwotzer, Ola Bagato und Madita Kudla, die uns während unseres Praktikums helfend sowie leitend zur Seite standen und viele unserer Fragen beantwortet haben.

Vielen Dank auch an den Förderverein des FLIs für die finanzielle Unterstützung bei den Fahrtkosten.
 

Georg Kastner, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August - September 2022

Als Teil meines Masterstudiums der Biomathematik an der Universität Greifswald war ich im Sommer 2022 für zwei Monate Praktikant im Labor für angewandte Bioinformatik und Sequenzierung viraler Genome und Transkriptome am Institut für Virusdiagnostik.

In dem von Herr Dr. Florian Pfaff geführten Labor erhielt ich praktische Einblicke in die Sequenzierung von Nukleinsäuren mittels der Methode nach Sanger. Außerdem hatte ich die Möglichkeit der technischen Mitarbeiterin Jenny Lorke bei der aufwendigen Herstellung und Validierung von DNA Bibliotheken für die Transkriptom-Sequenzierung über die Schultern zu schauen.

Die bioinformatische Teil des Praktikums bestand in der Erstellung einer halbautomatischen Pipeline zur Sequenzdatenauswertung im Rahmen der Subtypisierung von Pestiviren (BVDV1 und BVDV2). Dabei hat es mir großen Spaß gemacht, meine Fähigkeiten in der Programmiersprache R zu verbessern. Ich habe während des Praktikums nützliche Arbeitsabläufe zur funktionellen Annotation und phylogenetische Einordnung viraler Genome kennengelernt.

Die vielfältige Mischung aus Labor- und Programmierarbeit hat mir bei meinem zweimonatigen Aufenthalt auf Riems sehr gut gefallen und mich darin bekräftigt, mich weiterhin mit angewandter Bioinformatik beruflich zu beschäftigen.

Vielen Dank an Herr Dr. Florian Pfaff und Frau Jenny Lorke für die spannenden Einblicke, einen herzlichen Dank möchte ich auch an die PhD-Studentin Frau Paola Fruci (Universität Teramo) richten, die mir mit viel Freude Laborabläufe erklärt hat. Ebenso gilt mein Dank auch dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts, der mich finanziell unterstützt hat.
 

Linda Kirschmann, Praktikum am Institut für Immunologie, April - Oktober 2022

Im Rahmen meines Bachelorstudiums der Biomedizinischen Wissenschaft ist ein Praxissemester von sechs Monaten vorgesehen. Wenngleich der Fokus meines Studiums auf der Erforschung von Wechselwirkungen zwischen biologischen Systemen und Werkzeugen liegt, konnte ich nicht die Chance verpassen hier am FLI mein Praktikum durchführen zu können.

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat mir die Möglichkeit gegeben, unter Dr. Gang Pei mein sechsmonatiges Praktikum zu absolvieren. Hier durfte ich mein eigenes Projekt durchführen. Vieles was ich aus meinem Studium in der Theorie gehört habe, während meines Aufenthalts am FLI in der Praxis durchführen, wie unter anderem biochemische Ansätze, welche Western Blot und Proteinexpression beinhalten, oder Zellkulturansätze wobei ich mit Zellen gearbeitet habe, sowieshRNA-Knockdown-generation. Ebenso durfte ich auch qPCR durchführen, um die verschiedenen Signalwege zur Expression von IFN aufzuklären.

Der Schwerpunkt meiner Aufgabe lag darin, die Mechanismen antiviraler Reaktionen zu verstehen, insbesondere wie Interferone in ägyptischen Fruchtfledermäusen reguliert werden. Da bereits Daten vorliegen die zeigen, dass sowohl Interferone-l als auch Interferone-III von ägyptischen Flughunden in Epithelzellen exprimiert werden, will man jetzt die Mechanismen verstehen. Dazu habe ich erstmal verschiedene Fledermaus-Interferone geklont, um diese dann aufreinigen zu können. Ebenso sollte ich verschiedene Gen-Knockdown-Epithelzellen erzeugen, die an der Interferon-Signalisierung beteiligt sind, um dann die Interferon-Expression in den verschiedenen Knockdown-Zellen in qPCR zu untersuchen

Ich wurde gut eingearbeitet und betreut, sodass ich nach kurzer Zeit schon selbstständig arbeiten konnte. Ich habe erfolgreich verschiedene Interferone von Typ I, II und III unter Verwendung von cDNAs der Rousettus aegyptiacus amplifizieren können und sie dann in einen eukaryotischen Expressionsvektor kloniert. Nach Bestätigung der Korrektheit dieser Sequenzen wurden Fledermaus-Interferone in HEK293T-Zellen exprimiert und ihre Expression erfolgreich durch einen Western Blot untersucht. Die weitere Protein-Reinigung funktionierte jedoch aufgrund des niedrigen Expressionsniveaus, die durch seltene DNA-Codons verursacht wurden, nicht wie geplant. Um dieses Problem zu lösen, habe ich Interferon-Sequenzen entsprechend der menschlichen Codon-Verwendung synthetisiert. Die Expression und die Protein-Aufreinigung sind noch im Gange.

Zusätzlich zur Fledermaus-Interferon-Expression habe ich versucht, Fledermaus-Interferon-Reporterzellen zu erzeugen. Diese Zellen können verwendet werden, um die Konzentration von Interferonen vom Fledermaustyp I, II und III in den Zelllysaten oder im Serum nachzuweisen.

Um schließlich den Mechanismus zu verstehen, wie Fledermaus-Interferone reguliert werden, habe ich versucht, essentielle Gene (wie z.B. RIG-I, MDA5, CGAS, Sting, IRF3) auszuschalten, die an den Interferon-Signalwegen beteiligt sind. Ich habe erfolgreich lentivirale Vektoren mit shRNAs generiert, die auf die oben genannten Gene abzielen. Weiterhin wurden Lentiviren produziert und gesammelt. Fledermausepithelzellen wurden mit diesen Lentiviren transduziert und mit Puromycin-Behandlung selektiert.

Ich habe in meiner Zeit hier viel gelernt und möchte mich herzlich bei Dr. Gang Pei, Lisa Loerzer, Silke Rehbein und Lea Lenhard bedanken für die Beantwortung meiner Fragen, die Unterstützung meiner Tätigkeiten und für das angenehme Arbeitsklima. Ebenso gilt mein Dank auch an den Förderverein, der mir mit seiner finanziellen Unterstützung sehr geholfen habt.

Linda Kirschmann
 

Lena Kilian, Praktikum am Institut für Epidemiologie, August - September 2022

Im Rahmen meines Studiums der Mathematischen Biometrie an der Universität Ulm habe ich im Sommer 2022 ein 8-wöchiges Praktikum am Institut für Epidemiologie absolviert.

Ich habe tiefere Einblicke in die Statistik, die Epidemiologie aber auch Grundlagen der Tiermedizin bekommen. Dank eines anderen Praktikanten, Hauke Schröder, hatte ich auch Berührung mit dem Trainieren und dem Funktionieren von Neuronalen Netzwerken.

Vor allem beim Arbeiten mit der Statistik Software R, die ich bereits im Studium kennen gelernt habe, konnte ich viele neue Fähigkeiten dazu gewinnen. Auch was konkrete Verfahren und Methoden angeht, habe ich viel Neues gelernt. Dazu gehört zum Beispiel die „Ellenbogen-Methode“ zum Bestimmen der optimalen Anzahl an Clustern oder auch der Umgang mit Koordinaten welt- bzw. deutschlandweit.

Neu für mich war auch die sinusförmige Approximation an Datenpunkte, die sich teilweise als Herausforderung darstellte. Diese Themenbereiche kamen auf, als ich mich tiefer mit dem Auftreten und der Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest beschäftigt habe.

Auch das Teilnehmen an Institutsseminaren gewährte mir vielerlei Einblicke in diverse Themen wie Computer Vision, Partizipative Risikokartierung oder dem Zusammenhang zwischen Haustieren und der SARS-Cov-2 Pandemie.

Besonders zu erwähnen sind meine großartigen Betreuer*innen Carola Sauter-Louis und Hartmut Lentz, außerdem Jörn Gethmann, Hannes Bergmann und Anne Schütz, die mir fachlich sehr weiter geholfen haben, aber auch Nicolai Denzin, Stephan Eichenberg und Ronald Schröder aufgrund der unglaublich herzlichen Aufnahme und der tollen Atmosphäre beim Arbeiten!

Ein riesiger Dank geht auch an den Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts, der mir einen Teil der Wohnkosten erstattet hat!
 

 

Emil Oberbach und Renée Gruhn, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, September 2022

Abgeschieden auf einer einsamen Insel fand vom 12.09. – 23.09.2022 unser zweiwöchiges Rotationspraktikum am FLI auf Riems in den Laboren für Stechmücken-Monitoring und Vektorkapazität statt. Anders als anfänglich vermutet wurden wir nicht von Mitarbeitern in Vollschutzkleidung in Empfang genommen, sondern von der sehr freundlichen Sekretärin aus dem Institut für Infektionsmedizin.

Entsprechend der fachlichen Ausrichtung der Labore beschäftigen wir uns vorwiegend mit Stechmücken und Zecken. Wir wechselten regelmäßig zwischen beiden Laboren und bekamen so einen Überblick über grundlegende Arbeitstechniken im Labor. Dazu zählten beispielsweise das Arbeiten mit unterschiedlichen Pipettiersystemen, das Durchführen unterschiedlicher PCR-Methoden, Gelelektrophorese, Extraktion von Nukleinsäuren aus Gewebeproben, sowie die Sequenzierung. Diese Methoden wurden zur Differenzierung verschiedener Artenkomplexe, zur Bestimmung von Blutmahlwirten und Detektierung von Viren angewendet. Außerdem wurde uns das morphologische Bestimmen von blutsaugenden Arthropoden, die Stechmückenzucht und das sterile Arbeiten als Grundlage für zum Beispiel die Kultivierung von Borrelien nähergebracht.  

Am Stärksten wird uns sicherlich die Arbeit im Freiland in Erinnerung bleiben, bei der sowohl Zecken unter Zuhilfenahme der Methode des Flaggens, als auch Mückenlarven mithilfe des Dippens gesammelt wurden.

Das Praktikum hat uns aufgezeigt wie vielfältig die Arbeit in der Forschung sein kann und dass wir die richtige Studienwahl getroffen haben.

Ganz herzlich möchten wir uns bei Frau Dr. Mandy Schäfer, Aileen Stoll und Sarah Drewes bedanken, die in den diesen zwei Wochen sowohl die Betreuung und Einarbeitung übernommen, sowie jeglichem persönlichen Anliegen gegenüber offen waren. Auch ein großes Dankeschön gilt dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts, der dieses Praktikum und die tolle Betreuung durch die finanzielle Unterstützung ermöglicht hat.

Emil Oberbach, Renée Gruhn
 

Anastasia Reinhardt, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August/September 2022

Während meines Studiums der Veterinärmedizin an der LMU München habe ich am Wahlpflichtfach „Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern“ vom FLI teilgenommen. Die von Herrn Prof. Dr. Beer ausgeführten Projekte und Vorträge haben mich so begeistert, dass mir sofort klar wurde, dass ich am Institut für Virusdiagnostik ein Praktikum durchführen möchte. Nach einer erfolgreichen Bewerbung konnte ich im Rahmen meines großen kurativen Praktikums mein lang erwartetes Praktikum bei Herrn PD Dr. Dennis Rubbenstroth, PhD starten.
In meinem einmonatigen Praktikum durfte ich nicht nur Einblicke in verschiedene Projekte erhalten, sondern auch tatkräftig und selbständig diagnostische Methoden anwenden, die ich bereits in meinem Studium kennengelernt hatte. Gestartet hat mein Praktikum mit der Mitarbeit im Projekt „Diagnostik der Nidoviren von Schlagen“. Darüber hinaus habe ich die Möglichkeit bekommen, Schlangen und Waldmäuse zu sezieren - eine Freude für jede*n Tiermediziner*in. Noch spannender war die darauffolgenden RNA Extraktionen und RT-PCRs zum Virusnachweis aus den bei der Sektion genommenen Organproben und natürlich die zugehörige Auswertung. Des Weiteren durfte ich mit Zellkulturen arbeiten, welche für Virus-Isolationen gezüchtet wurden. Diese habe ich dann anschließend mittels IFT untersucht.
Das Praktikum am FLI im Institut der Virusdiagnostik im Labor von Herr Dr. Dennis Rubbenstroth hat mich nicht nur fachlich weitergebracht, sondern hat mir auch viel Freude und Spaß bereitet. Dafür bedanke ich mich herzlich bei Jedem, der mich betreut und Zeit gefunden hat, mir neue Sachverhalte zu erklären! Selbstverständlich auch ein herzliches Dankeschön an den Förderverein der FLI, welcher das Praktikum finanziell unterstützt hat.

 

Anna Eschenröder und Hans Theodor Wieland, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, August/September 2022

Im Laufe unseres Bachelorstudiengangs Humanbiologie haben wir uns für ein zweiwöchiges Praktikum am FLI entschieden. Dabei haben wir Einblicke in die Labore für Vektorkapazität und Stechmücken-Monitoring bekommen. Da wir uns erst im 2. Fachsemester befinden, haben wir hier eine sehr gute Chance bekommen schon einmal in spätere Fachgebiete hineinzuschnuppern und mehr über die dortigen Möglichkeiten in der Forschung zu erfahren.

Während unseres Praktikums in den Laboren von Prof. Dr. Cornelia Silaghi und Dr. Mandy Schäfer sind wir mit Zecken und Stechmücken in Berührung gekommen. Dabei wurde versucht uns möglichst viele der anfallenden Arbeiten näher zu bringen. So haben wir außerhalb des Labors, während der Feldarbeit, Zecken geflaggt sowie Stechmücken-Proben aus dem Moor und von einem Pferdehof gesammelt. Ein Teil der Stechmücken ging zur Zucht in das Insektarium, wo wir z.B. bei der Blutmahlzeit der Stechmücken unterstützen durften. Proben, die ins Labor gingen, wurden zunächst unter dem Mikroskop betrachtet und morphologisch die Art bestimmt. Anschließend wurde aus diesen Proben DNA und RNA extrahiert, sodass man mit Hilfe von PCR, Gelelektrophorese und Sequenzierung die Artenkomplexe differenzieren, Blutmahlwirte bestimmen und Viren detektieren kann. Während dieser Arbeiten haben wir unsere Fähigkeiten im Labor aktiv erweitert und somit unsere eigenen Ergebnisse auswerten können.

Ein besonderes Danke gilt hierbei Mandy Schäfer, Aileen Stoll und Sarah Drewes. Diese haben uns geduldig durch das zweiwöchige Praktikum geführt, alle Fragen beantwortet, die gängigen Labortechniken ausführlich erklärt und uns eine unvergessliche Zeit beschert. Vielen lieben Dank! Außerdem möchten wir uns recht herzlich bei dem Förderverein des FLIs für die finanzielle Unterstützung bedanken.

Anna Eschenröder, Hans Theodor Wieland

 

Wahlpflichtpraktikum Arbeitsmethoden in der Molekularen und Klinischen Virologie, September 2022

Zwischen dem 29.08.2022 und dem 09.09.2022 hatten wir, eine bunt gemischte Truppe von Masterstudierenden der Fächer Humanbiologie und Molekularbiologie & Physiologie, auf der Insel Riems die Möglichkeit, unser Wissen über die Arbeitsmethoden in der molekularen und klinischen Virologie zu erweitern und praktisch tätig zu werden. 

Am ersten Tag wurden wir vor eine fiktive Situation gestellt: Zwei mit BVDV infizierte Rinderbestände, die unterschiedliche Symptome aufwiesen und deren virale Sequenzen sich bis auf eine einzige Deletion glichen. Um herauszufinden, ob diese Mutation einen Einfluss auf verschiedene Eigenschaften des Virus hat, wollten wir diverse Versuche durchführen und machten uns sogleich ans Werk. Die verwendeten Methoden im Praktikum waren vielfältig und so war für jeden von uns etwas Neues dabei. Manchmal wurde es im Labor zwar etwas eng, vor allem wenn es an die Sterilwerkbänke ging, doch wir unterstützten uns gegenseitig und versuchten halbwegs effizient zu arbeiten. Unsere nicht selten langwierigen Inkubationszeiten nutzten wir entweder für die von uns ersehnten Mittagspausen, bei denen wir uns gerne über unsere mitgebrachten Gerichte austauschten, oder für Theorieeinheiten.

Das klingt zunächst vielleicht langweilig, doch die Theorieeinheiten waren thematisch gut in den Ablauf des Praktikums eingebunden und führten dadurch sehr oft zu ergiebigen Diskussionen. Außerdem gaben unsere Betreuer sich sehr viel Mühe uns die teils komplexen Vorgänge verständlich zu machen, sodass das Zuhören tatsächlich Spaß gemacht hat. Spätestens als Dr. Höhnen uns vom Nanopore Sequencing erzählte, saß die Hälfte von uns gebannt auf der Kante ihrer Stühle. Insgesamt haben wir alle auf jeden Fall sehr viel aus diesem Praktikum mitgenommen – sei es nun praktisch oder theoretisch. Und wir sind uns auf jeden Fall alle einig, dass es das Praktikum mit der besten Aussicht war.

Ein riesiges Dankeschön geht an unsere Betreuer Frau Dr. Tews, Frau Dr. Diederich, Frau Dr. Groseth und Herrn Dr. Hoenen! Danke, dass sie so motiviert waren und unserer Fragen nie müde wurden. Es hat uns viel Spaß gemacht und wir konnten unser wissenschaftliches Arbeiten verbessern.

Darüber hinaus möchten wir uns beim Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die anteilige Übernahme der Fahrtkosten bedanken.

 

Anne Kuhr, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, Juli - September 2022

Im letzten Jahr des Veterinärmedizinstudiums, dem „praktischen Jahr“, stehen für die Studenten verschiedene Praktika an. Für mich stand fest, dass ich neben den klassischen tierärztlichen Praktika auch unbedingt ein Praktikum in einem Labor machen wollte, um einen Einblick in die Forschungsarbeit zu bekommen.

Während des Studiums kam ich bereits einige Male mit dem FLI in Kontakt und freute mich darum umso mehr nun auch mein Wahlpraktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie im Labor für Aviäre Influenza antreten zu können.

Während des Praktikums bekam ich die Möglichkeit, mein theoretisches Wissen auszubauen und viele praktische Kenntnisse dazuzugewinnen. In der ersten Woche schaute ich zunächst bei vielen Arbeiten zu, die mir ausführlich erklärt wurden. Relativ schnell durfte ich dann zunächst unter Aufsicht und später auch viel selbstständig arbeiten.

Da ich pandemiebedingt im Studium vor allem Online-Vorlesungen hatte, brachte ich nur wenig Laborerfahrung mit. Durch die tolle Betreuung am FLI und das praktische Arbeiten merkte ich schnell, wie viel sicherer ich von Tag zu Tag wurde.

Zu meinen Hauptaufgaben während des Praktikums gehörten vor allem Umklonierungsarbeiten. Ich bekam die Möglichkeit, viele Retransformationen und Transformationen sowie die sich anschließenden Aufreinigungen, Vervielfältigungen und Colony-PCRs selbstständig durchzuführen. Mithilfe von Kontroll-Gelelektrophoresen, Spektroskopie und Sequenzierungen konnte ich das Ergebnis anschließend überprüfen.

Weiterhin bekam ich viele lehrreiche Einblicke in verschiedene Methodiken und Grundarbeiten im Labor. So konnte ich das Anlegen von Zellkulturen lernen und hatte fortan über das Praktikum eigene Zellkulturen, die ich zwei Mal die Woche selbständig kontrollieren und gegebenenfalls umsetzen musste. Auch gängige Verfahren wie der Plaque Test, ELISA und Immunfluoreszenz wurden mir ausführlich erklärt und gezeigt.

Ich möchte mich sehr herzlich bei Diana bedanken, die mir alles geduldig und freundlich erklärte und mich schnell selbstständig arbeiten ließ.

Ebenfalls richte ich meinen Dank an das gesamte Labor von Dr. Abdel-Whab, in dem ein tolles und angenehmes Klima herrschte und immer Zeit für etwaige Fragen oder Hilfestellungen war.

Mein Dank gilt auch dem Förderverein des FLI für die Teilübernahme meiner Übernachtungskosten.

Anne Kuhr

 

Praktikum für Studenten der Nutztierwissenschaften (MSc) im Rahmen des Moduls „Tierseuchen und deren Bekämpfung“ August 2022

Am Montagmorgen machten sich sechs Studenten des Masterstudiengang Nutztierwissenschaften aus Rostock auf nach Riems.

Dort angekommen wurden wir von PD Dr. Kerstin Wernike und Bianka Hillmann herzlichst empfangen und abgeholt. Anschließend bekamen wir eine Einführung in die Welt der Viren von Prof. Dr. Thomas Mettenleiter. Er stellte uns das FLI vor und führte uns über das Gelände des Instituts. Zusätzlich zeigte er uns den Strandabschnitt, den wir zum „Wassertreten“ nutzten.

Am Nachmittag ging es für uns direkt ins Schullabor unter der Betreuung von Dr. Wernike und Frau Hillmann. Die beiden zeigten uns in den folgenden Tagen verschiedene Methoden der Virusdiagnostik anhand des Schmallenberg-Virus und des Bovine-Virusdiarrhoe-Virus. Für uns war es sehr interessant einmal selbst einen PCR-Test, Antigentest und den ELISA-Test durchzuführen und nicht nur theoretisch in den Vorlesungen zu hören.

Im Folgenden hatten wir durch Dr. Julia Sehl-Ewert die Möglichkeit Einblicke in die Pathologie und Histologie zu bekommen. Die Methodik wurde uns anhand der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gezeigt und wir konnten uns selbst ein Bild unter dem Mikroskop machen, wie die ASP in der Zellstruktur wirkt.

Wir bedanken uns beim gesamten Team des FLI für die spannenden Einblicke, wir haben uns sehr wohl gefühlt und konnten sehr viel Wissen mitnehmen!

Unser Dank gilt auch dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung der Unterkunft.

Lisa, Frieda, Felix, Almut, Miriam und Lia

Constantin Lorenz, Praktikum am Institut für Immunologie, August/September 2022

Das letzte Jahr des Tiermedizinstudiums dient der praktischen Ausbildung und bietet Studierenden die Möglichkeit, verschiedene Arbeitsfelder in der Tiermedizin kennenzulernen. Da mich die Arbeit im Labor schon lange interessierte, nutzte ich diese Zeit um verschiedene Institute kennenzulernen. Da ich mich auch schon seit längerem für die Forschung am FLI interessiere, freute es mich sehr, das Institut für Immunologie für 8 Wochen kennenlernen zu dürfen.

Ich bekam die Chance, diese Zeit im Labor von Dr. Robert Kammerer zu absolvieren und dort an einem Projekt zum Thema Amerikanische Faulbrut der Bienen mitzuarbeiten. Ich durfte Dr. Sandra Ehrenberg bei ihrer Arbeit begleiten und konnte schnell viele verschiedene Methoden des Laboralltags kennenlernen. Durch die engagierte und hilfsbereite Betreuung durfte ich nach kurzer Zeit viele Arbeiten selbstständig durchführen, konnte mich dabei aber stets bei aufkommenden Fragen an sämtliche Mitarbeiter der Arbeitsgruppe wenden.

Ich lernte die Aufarbeitung von Honigproben im Labor, die makroskopische Beurteilung und Subkultivierung von Paenibacillus larvae und Begleitkeimen aus dem Mikrobiom des Bienendarms sowie die anschließende Kryokonservierung und DNA-Extraktion aus den angezüchteten Bakterien. In der folgenden Arbeit mit dieser DNA konnte ich zahlreiche Sequenzierungs- und Real-Time-PCRs durchführen und meine Fertigkeiten in der DNA-Aufreinigung festigen. Auch die wissenschaftliche Aufbereitung von gewonnenen Daten kam nicht zu kurz; Ich lernte die ermittelten Daten mittels wissenschaftlicher Software zu analysieren und zu interpretieren.
Ein kleines persönliches Highlight bestand in den Besichtigungen der Bienen und der praktischen Arbeit mit den Bienenlarven.
Auch die Klonierung von bakterieller DNA mit anschließender Transformation in kompetenten E. coli-Zellen wurde mir nähergebracht.
Andere Grundlagen der Laborarbeit, wie Gelelektrophoresen, Western Blots oder ELISAs konnte ich ebenso erlernen und mit der Zeit selbständig durchführen.

Ich möchte mich recht herzlich bei allen für die wunderbare und sehr lehrreiche Zeit am FLI bedanken, besonders bei Sandra und Franzi, die mich sehr herzlich aufgenommen und Stück für Stück in den Laboralltag integriert haben. Außerdem möchte ich mich bei Dr. Robert Kammerer für die Möglichkeit bedanken, das Praktikum in seinem Labor absolvieren zu dürfen.
Ein besonderer Dank gilt auch dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung der Unterkunft.

 

Wahlpflichtpraktikum am Institut für Virusdiagnostik, August 2022

Im Rahmen des Wahlpflichtfachs „Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern“ hatten auch dieses Semester wieder einige Studenten der LMU die Chance auf ein spannendes Praktikum am Friedrich-Loeffler-Institut, und so machten wir uns zu viert auf den Weg in den hohen Norden.

Angekommen auf der Insel Riems wurden wir sehr herzlich von Frau Dr. König empfangen. Nach einer kurzen Einweisung ging es für uns auch schon ins Labor. Sicherheit geht vor - aus diesem Grund startete der praktische Teil mit einem Corona-PCR-Test. Am Nachmittag hat sich Herr Professor Dr. Beer persönlich sehr viel Zeit für uns genommen und uns bei einem Spaziergang alles Wissenswerte über die Insel und die dortige Forschung erzählt. Von verschiedensten Laboren über die eigene Tierzucht bis hin zu den Sentinel-Enten wurde uns alles gezeigt.

Der nächste Tag begann im Labor; in Kleingruppen kultivierten wir mit BHV-1-infizierte Zelllinien und erlernten sowohl praktisch als auch theoretisch das Prinzip der Immun­fluoreszenz. Mit Frau Dr. König, Frau PD Dr. Wernike und Frau Hillmann an unserer Seite gelang die Diagnostik ohne Probleme und auch all unsere Fragen wurden ausführlich beantwortet. Am Nachmittag lauschten wir in der Bibliothek dem Vortrag von Herrn Dr. Ulrich über Versuchstiere, außerdem durften wir ihn über seine Zeit als Doktorand am FLI ausfragen.

Auch der dritte Tag startete im Labor und gemeinsam mit unseren Betreuerinnen widmeten wir uns der Virustitration und dem ELISA. Abschließend beurteilten wir noch unsere gestern angesetzte Zellkultur und untersuchten unter dem Mikroskop die typischen zytopathischen Effekte der jeweiligen Viren. Nach dem Mittagessen wurden wir über die Sequenzierung mit dem MinIon aufgeklärt und anschließend diskutierten wir noch über die Afrikanische Schweinepest und das Borna-Virus. Den Abend ließen wir im nahegelegen Wieck ausklingen.

Die Zeit verging wie im Flug und so nutzten wir unseren letzten Tag am Institut und ließen uns aufschlussreiche Details über die Maul- und Klauenseuche erklären. Mittags bekamen wir die Chance auch noch ein anderes Institut kennenzulernen, und so folgen wir gespannt dem Vortrag des „Instituts für Internationale Tiergesundheit/One Health“ und erfuhren viel über deren spannende Projekte. Nach einem Besuch des Friedrich-Loeffler-Hauses ging es für uns nach einer interessanten Woche wieder nach Hause.

Wir hatten eine sehr spannende und lehrreiche Woche am FLI und sind uns einig, dass es die lange Reise auf jeden Fall wert ist. Unser besonderer Dank richtet sich an Herrn Professor Dr. Beer, Frau Dr. König, Frau Dr. Wernike sowie Frau Hillmann für Ihre Zeit und die sensatio­nelle Betreuung sowie auch allen weiteren Referierenden. Außerdem möchten wir uns recht herzlich bei dem Förderverein des FLIs für die finanzielle Unterstützung bedanken.

 

Sophie Zeiske, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger (INNT), Juni/Juli 2022

Ich studiere Veterinärmedizin an der Freien Universität Berlin und habe mich dazu entschieden im Verlauf meines Praktischen Jahres ein Praktikum am Friedrich Loeffler Institut zu machen, um einen Einblick in die aktuelle Forschung und Tierversuche zu bekommen.

In den ersten drei Wochen war ich Praktikantin im Labor von PD Dr. Anne Balkema-Buschmann. Hier wurde ich vom ersten Tag an in die Testung von Fledermausproben aus Afrika mittels dem Luminex einbezogen. Dank der von uns gekoppelten Beads konnten wird die Fledermaus Blutproben dabei gleichzeitig auf West-Nile-Virus, Usutu-Virus, Hendravirus, Nipah-Virus, Ghanavirus, Rift Valley Fever-Virus, Hepatitis E Virus und noch einige andere Viren testen.
Außerdem konnte ich durch die häufige Arbeit mit Zellen, den richtigen Umgang mit Zellkulturen lernen. Meine Arbeit umfasste dabei vor allem das Aufteilen und Umsetzen der Zellen sowie das Auszählen unter dem Mikroskop. Letztendlich konnte ich dadurch Zellen anzüchten, die wir dann mit verschiedenen Viren infiziert haben, um die Virustiter zu bestimmen.
Während meiner ersten Wochen hatte ich auch die Möglichkeit Dr. Balkema-Buschmann in den Tierstall mit den Flughunden zu begleiten.

Dabei habe ich ihr einmal bei einer Sektion assistiert und ein anderes Mal dabei geholfen eine Flughund-Gruppe in eine Versuchstier- und eine Zuchttiergruppe aufzuteilen.
In meiner letzten Woche im Labor Balkema- Buschmann habe ich mitgeholfen einen Tierversuch vorzubereiten, bei dem Hamster mit dem SARS CoV-2 Virus infiziert wurden. Ich konnte bei der Einstallung der Tiere im S3-Stall behilflich sein. Zusammen haben wir die Tiere gewogen und markiert, sowie einen Maultupfer und eine Blutprobe von jedem Tier genommen. Zum Schluss haben wir die Hamster nach den jeweiligen Versuchsgruppen in die Käfige eingeteilt.  

In den nächsten zwei Wochen meines Praktikums am FLI war ich im Labor von Dr. Markus Keller. Hier habe ich durch selbständiges Arbeiten mit verschiedenen SARS-CoV-2 PCRs gelernt, wie man diese korrekt durchführt. In den letzten Tagen meines Praktikums hatte ich dann die Aufgabe Organ- und Blutproben von Waschbären mittels PCR auf das West Nile Virus zu testen.
Ich durfte Dr. Keller in der ersten Woche außerdem bei einer Schafsektion begleiten. Außerdem konnte ich ihm dabei helfen Schwanzspitzenproben von genveränderten Mäusen zu nehmen, die dann mittels PCR auf die veränderten Gene untersucht wurden.
In meiner Zeit bei Dr. Keller haben wir außerdem ein Projekt begonnen, bei dem es am Ende darum geht, einen Serum-Neutralisationstest (SNT) für SARS-CoV-2 bei Tieren zu entwickeln. Bei diesem SNT sollen die Spikeproteine des Coronavirus mithilfe von Zellen präsentiert werden, die zuvor mit einem lentiviralen Plasmid transfiziert wurden. 
Als Vorbereitung dafür habe ich mittels PCR verschiedene Primer für das Spikeprotein-Gen getestet, um dann mithilfe der Gelelektrophorese zu sehen, welche Primer Paare das Gen am besten amplifizieren.
Um die Transfektion mit den lentiviralen Plasmiden zu testen, haben wir zunächst Zellen dafür angezüchtet, die dann mit einem Plasmid transfiziert wurden, das für ein fluoreszierendes Protein codiert.

Ich wurde vom ersten Tag freundlich aufgenommen und habe mich während des gesamten Praktikums sehr wohlgefühlt. Deshalb möchte ich mich zum einem beim Labor Balkema-Buschmann, also bei Dan, Claudia, Julia, Björn und Anne und zum anderen beim Labor Keller, bei Markus und Kathrin für eines meiner besten Praktika bedanken.

Außerdem bedanke ich mich auch bei dem Förderverein des FLI für die Übernahme eines Teils meiner Kosten für die Übernachtung.

Ich würde mich sehr freuen alle wieder zu sehen.

Sophie Zeiske
 

Judith Wedemeyer, Praktikum am Institut für Epidemiologie, Juni/Juli 2022

Die Epidemiologie begeisterte mich seit ich im siebten Semester meines Tiermedizinstudiums an der LMU in München die Vorlesung von PD Dr. Carola Sauter-Louis besuchte. Umso mehr freute ich mich über die Gelegenheit, im Rahmen meines Praktischen Jahres ans IfE zu kommen.

Während des Praktikums durfte ich mich mit verschiedenen Themen rund um das aktuelle Ausbruchsgeschehen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) beschäftigen.

In dem Projekt Computer Vision ging es darum, das post-mortem-Intervall von Wildschweinkadavern auf Fotos mithilfe eines Bilderkennungsprogramms zu bestimmen. In Zukunft könnten so Bilder von Wildschweinkadavern, die während eines neuen Ausbruchs der ASP gefunden werden, durch Computer ausgewertet werden und anschließend Rückschlüsse auf den Eintragszeitpunkt der Tierseuche gezogen werden. Ich fand es sehr beeindruckend wie Tiermedizin, Computerwissenschaften und Biomathematik hier zusammenwirken.

Besonders spannend fand ich außerdem Analysen zur Saisonalität der ASP. Mithilfe einer Zeitreihenanalyse wird die saisonale Komponente der Daten aus den Tierseuchendatenbanken ADNS bzw. AIDS sichtbar. Nachdem ich die Programmiersprache R gelernt hatte, konnte ich die Zeitreihenanalyse selbst anwenden und in R verschiedene Grafiken erstellen, welche die saisonalen Schwankungen der Prävalenz der ASP bei Wildschweinen und Hausschweinen in verschiedenen Ländern darstellen.

Ich hatte außerdem die Möglichkeit, einen Einblick in eine spannende Studie zur Seroprävalenz von Antikörpern gegen das SARS-CoV-2 bei Haustieren zu bekommen. Dabei durfte ich unter anderem den ELISA zur Bestimmung des Antikörper-Titers durchführen.

Ich bedanke mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des IfE für das vielseitige Praktikum und die überaus freundliche Aufnahme in das Team. Besonders möchte ich mich bei Dr. Anna Michelitsch und Martin Oettler bedanken, die mich mit ins Labor genommen haben und mir die Grundlagen zum Arbeiten mit Zellkulturen und zur Virusanzucht gezeigt haben. Mein Besonderer Dank gilt auch Lisa Rogoll, Dr. Jörn Gethmann, Anne Schütz und Ann-Kathrin Güttner, die bei Fragen immer ein offenes Ohr für mich hatten. Nicht zuletzt möchte ich mich bei PD Dr. Carola Sauter-Louis für die herzliche Betreuung bedanken. Ich habe meine Zeit am IfE sehr genossen und viel Neues gelernt.

Ein herzliches Dankeschön gebührt außerdem dem Förderverein des FLI für die großzügige finanzielle Unterstützung, die meinen Aufenthalt am FLI möglich gemacht hat.
 

Mila Wendland, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, Juni/Juli 2022

Als geborene Greifswalderin stand für mich seit Beginn des Studiums der Veterinärmedizin fest, dass der Standort Riems des Friedrich-Loeffler-Instituts ein „Must Have“ im Praktischen Jahr sein wird. Durch mehrere Wahlpflichtkurse konnte ich bereits vorab kleine Einblicke in das Institut für Virusdiagnostik erhalten, jedoch Pandemie bedingt, nur digital und nicht live vor Ort. Umso größer war dann die Freude, einen der gegehrten Praktikumsplätze erhalten zu haben und sogar im Wunschlabor bei Frau Dr. Sandra Blome und der Arbeitsgruppe der Afrikanischen Schweinepest arbeiten zu dürfen.
Der erste Tag begann mit Sicherheitseinweisungen und vielen Unterschriften und schon waren wir auf dem Weg in das T4/S4 Labor. Es wirkte anfangs etwas befremdlich die eigene Kleidung komplett abzulegen und sich dann neu anzukleiden, obwohl man sich dieser Tatsache vor Aufnahme des Praktikums bewusst ist. Auch die vielen Schleusen und Duschabläufe waren ungewohnt. Aber diese Vorgänge wurden schnell zum Alltag und die Gewöhnung an die Arbeitsverhältnisse in Unterdruckräumen verlief zügig. Ich hatte großes Glück und konnte die Vorbereitung zweier Tierversuche miterleben. Das Handling von Frischlingen war selbstverständlich ein Highlight, besonders bemerkenswert empfand ich die Entwicklung der Tiere und die rasant zunehmende Zutraulichkeit.
Was mich jedoch am FLI am meisten beeindruckt hat, sind die Kollegen. Egal ob Pförtner, Wäscheausgabe, Technik, Tierpfleger oder angrenzende Labore und besonders meine Arbeitsgruppe, jede Person war stets aufgeschlossen, hilfsbereit und auskunftsfreudig. Jegliche Berührungsängste konnten somit sofort ad acta gelegt werden und ich hatte die Möglichkeit mich voll und ganz auf die für mich neuen Arbeitsgeräte zu konzentrieren.
Ein besonderer Dank geht an den Förderverein des FLI, welcher sich an den Fahrtkosten im Rahmen des Praktikums beteiligt hat. Speziell im praktischen Jahr ist jede Hilfe willkommen, hinzu kamen jedoch in diesem Fall die rasant steigenden Preise für Treibstoff, bedingt durch das weltpolitische Geschehen. Für mich persönlich ist es in diesem Fall eine essenzielle Unterstützung, die einen großen Unterschied macht.
 

Julia Palmberger, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, Mai 2022

Im Mai 2022 durfte ich im Labor von Dr. Florian Pfaff hinter die Kulissen der Virusdiagnostik schauen und gleich an einem geplanten Projekt mitarbeiten. Dabei handelte es sich um Gewebeproben von verschiedenen Brillenpinguinen aus Zoos in und außerhalb von Deutschland. Gesucht wurde ein Herpesvirus.

Gemeinsam bearbeiteten wir die Proben und mein erworbenes Wissen aus dem Veterinärmedizin-Studium, hier insbesondere aus der Pathologie und Anatomie, wurde dabei gefordert. Die Proben wurden in Pufferlösung überführt, anschließend folgte die Extraktion von DNA mittels King Fisher. Nach der Extraktion führten wir qPCRs durch und werteten diese aus. Dabei wurde mir der Umgang mit der benötigten Software nahegebracht. Ich konnte selbständig weitere qPCRs durchführen und anschließend auf vorhandenes oder nicht vorhandenes Virus prüfen. Bisher ergab sich ein positives Signal, dem das Team Labor Pfaff nachgehen wird.

Ganz herzlich bedanke ich mich bei Jenny Lorke und Dr. Florian Pfaff für ihre Mühe beim Erklären und Demonstrieren ihrer Arbeit, Ihr habt mir die Virusdiagnostik nahegebracht und ich durfte mich in zahlreichen Labortätigkeiten üben. Mein Dank gilt auch dem Förderverein.

Wahlpflichtpraktikum am Institut für Virusdiagnostik, Mai 2022

Auf den Spuren des Friedrich Loefflers

Nach zwei Jahren Corona-Pause durften wir als erste Studierende der LMU im Rahmen des Wahlpflichtfachs „Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern“ wieder die Reise quer durch Deutschland in den Norden zum FLI auf der Insel Riems antreten. Dort wurden wir sehr herzlich von Professor Dr. Martin Beer empfangen und durch das Institut, das „Alcatraz der Viren“ geführt.

In der wunderschönen Bibliothek lauschten wir den spannenden Vorträgen, in denen Prof. Dr. Beer von der interessanten Arbeit in den Laboren des FLIs erzählte. Bei unserem gemeinsamen Spaziergang über die Insel durften wir einen Blick in die Hochsicherheitslabore und Stallungen werfen. Neben einigen Kühen, die in ihren Ausläufen die Sonne und den Ostseeblick genossen, sahen wir sogar ein Wildschwein aus eigener Zucht.

Am zweiten Tag führten wir eine qPCR von der Probennahme bis hin zum Cycler selbst durch. Dann kultivierten wir mit BHV-1-infizierte Zelllinien bevor uns am Nachmittag spannende Vorträge über die Jungtaubenkrankheit und SARS-CoV Infektionen bei anderen Tierarten wie zum Beispiel den Rindern erwarteten.

Der dritte Tag begann dann im Labor von Dr. Patricia König mit der Begutachtung der Zellkulturen vom Vortag und wir lernten das Prinzip der Virustitration kennen. Später sahen wir beeindruckende Bilder unter dem Fluoreszenzmikroskop. Die Wartezeiten zwischendurch nutzen wir effektiv aus, sodass jeder von uns ein eigenes ELISA zur Detektion von Rinderleukose- Antikörpern durchführte. Am Nachmittag durften wir noch Vorträgen über die aviären Influenzaviren, Sequenzierung im Allgemeinen und neueren Techniken wie das Nanoporesequencing, aber auch einem Vortrag über die Afrikanische Schweinepest durch Referenzlaborleiterin PD Dr. Sandra Blome lauschen. Nach einem langen, aber sehr interessanten Tag, ließen wir den Abend dann in dem hoch angepriesenen Restaurant „De Fischer UN sin Fru“ gemütlich ausklingen.

Der Tag der Abreise kam viel zu schnell und so waren wir glücklich, dass sich Prof. Dr. Martin Beer vormittags noch einmal die Zeit für uns nahm und uns einen kleinen „Crashkurs der Virologie“ gab. Auch über andere spannende und aktuelle Themen aus der Virologie und der „Welt der Tierseuchenerreger“ referierte er, bevor es für uns Zeit wurde, den Zug zurück nach München zu nehmen.
Ob wir einmal in die Fußstapfen unserer Vorgänger treten werden, die die letzten Jahre das Wahlpflichtfach absolviert haben und ebenso für ein Praktikum oder sogar eine Doktorarbeit ans FLI zurückkehren werden? Wer weiß das schon, sicher ist jedoch, dass wir drei eine tolle Zeit hatten, uns immer gut aufgehoben fühlten, eine Menge gelernt haben und es uns definitiv vorstellen könnten und in Erwägung ziehen werden.

Wir danken allen, die uns während unserer Zeit am FLI begleitet und uns einen angenehmen Aufenthalt ermöglicht haben.

Besonderer Dank gilt dem Förderverein für die finanzielle Unterstützung.  

Theresa Hoffmann, Mathis Rimmele und Julia Schnieder
 

Isabella Panhofer, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, April/Mai 2022

Meine 6 Wochen am Institut für Virusdiagnostik sind wie im Fluge vergangen, denn ich hatte eine sehr schöne Zeit auf der Insel Riems. Ich durfte mein Praktikum mit dem Schwerpunkt auf Maul- und Klauenseuche im Labor von Dr. Michael Eschbaumer absolvieren und hatte eine großartige Betreuung. Gleich am ersten Tag ging es für mich also zum ersten Mal in einen Hochsicherheitsbereich! Durch die Corona-Zeit und das viele Online-Learning hatte ich leider nur wenig Laborerfahrung, umso toller war es also nun endlich praktisch die gängigsten Laborarbeiten gezeigt zu bekommen und üben zu können. Von Primer designen, aufwendigen PCR-Protokollen über Gelektrophoresen inklusive anschließender Gelextraktion, verschiedenen Nucleinsäureextraktionen, dem Arbeiten mit Zellkulturen sowie sonstiger Pipettierarbeit war alles dabei. Außerdem konnte ich sehen, wie die Sequenzierung sowohl mit der Methode nach Sanger sowie mittels des iSeq durchgeführt und anschließend ausgewertet wird. Da unser Nachbarlabor gerade einen Tierversuch zur afrikanischen Schweinepest durchführte, hatte ich außerdem die Möglichkeit, das Team von Dr. Sandra Blome in die Stallungen zu begleiten und sah auch zum ersten Mal, wie eine Absamung beim Eber durchgeführt wird. Neben all den praktischen Erfahrungen habe ich auch viel Wissen vermittelt bekommen, insbesondere natürlich zu MKS – dem Genomaufbau, der Persistenz des Virus im Rind und im Kaffernbüffel, zu verschiedenen MKS-Impfstoffen, zum Herstellen eines MKS-Virus mit einem integrierten Markerprotein und zur Evolution des Virus innerhalb des Wirts. Das Team im Labor hat mich von Anfang an sehr herzlich aufgenommen und die Arbeitsatmosphäre war wirklich immer spitze, sodass mir jeder Tag sehr viel Spaß gemacht hat. Besonders bedanken möchte ich mich bei Benedikt Litz und Anja Landmesser für die großartige Zeit - vielen, vielen Dank!
 

Hannah Eßlinger, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, April/Mai 2022

Da meine ganzen Virologie Kurse coronabedingt nur Online stattfanden und ich keine praktischen Erfahrungen in diesem Bereich sammeln konnte, wollte ich unbedingt ein Praktikum am FLI wahrnehmen und mir die zuvor theoretisch erlernten Verfahren wie ELISA, RT-PCR oder RNA Isolierung anschauen und selbst durchführen.

Felicitas Bergmann, Doktorandin in der AG Ziegler am INNT, hat mich die ersten 3 Wochen sehr gut betreut und eingearbeitet, so dass ich schnell selbstständig RNA isolieren konnte. Das sterile Arbeiten unter der Werkbank, wie man sich anziehen muss (2 Handschuhe, Stichschutz und Ärmelschoner), wie man die Proben für die Isolierung vorbereitet und wie man eine Werkbank nach der Arbeit mit potentiellen Viren wieder steril bekommt, waren neu und daher sehr interessant für mich. Mit Felicitas zusammen habe ich auch einen Serumneutralisationstest vorbereitet und einen WNV-ELISA durchgeführt.

Mit Frau Dr. Ziegler war ich insgesamt zwei Mal bei Sektionen dabei, bei denen wir Organproben und Tupfer von verschiedenen Sing- und Rabenvögeln entnommen haben. Anschließend habe ich die Proben teils selbst im Labor weiterbearbeitet. Auch habe ich mit ihr einen neuen USUV-Virusstock für die Diagnostik angezüchtet, den wir dann später geerntet und austitriert haben.

Anne Günther vom IVD hat mir viel darüber erzählt, wie die Zusammenarbeit mit den Ornithologen aussieht, damit man Blutproben entnehmen kann, während die Vögel beringt werden. Es war sehr interessant zu hören, wie viele Menschen man benötigt um an einen Horst zu gelangen.

Auch dürfte ich mit Herrn Dr. Keller (INNT) in die Labormaushaltung reinschauen, Mäuse für die Zucht und Transport auswählen und ich habe einen interessanten Vortrag über SPF-Mäuse bekommen.

Mit Katja Wittig konnte ich mir einen WNV-IgM ELISA und eine RT-PCR anschauen. Sie hat  jede meiner vielen Fragen beantwortet und hat mich in der letzten Woche toll betreut.

Ich war angenehm überrascht, wie viel ich auch selber im Labor machen durfte und ich habe viele verschiedene Einblicke bekommen. In den 4 Wochen habe ich soviel gelernt wie selten zuvor in einem Praktikum. Auch habe ich mich im Labor sehr wohl gefühlt. Die Mittagspausen habe ich immer zusammen mit verschiedenen Doktoranden verbracht und da ich selbst eine Doktorarbeit machen möchte, habe ich dadurch einen besseren Einblick bekommen, was es heißt, am FLI seine Doktorarbeit zu schreiben.

Besonders bedanken möchte ich mich bei Frau Dr. Ziegler, bei Felicitas und bei Katja für die tolle Betreuung, die Organisation, die Zeit, die Geduld und die für Beantwortung all meiner Fragen.

Mein abschließender Dank geht an den FLI Förderverein für die finanzielle Unterstützung meines Praktikums.

Hannah Eßlinger
 

Katherine Zhou, Internship at the Institute of Epidemiology, April/May 2022

I am a veterinary student at Cornell University, interested in avian medicine and the epidemiology of animal diseases at the interface of wildlife and domestic animals. I also wanted to learn how animal disease outbreaks affect policy making and executions in European countries. Therefore, when PD Dr. Carola Sauter-Louis offered me an opportunity to work on a research project investigating the differences in recent highly pathogenic avian influenza (HPAI) outbreaks in Germany, I was more than happy to come to the FLI for an internship.

During my internship, I examined the data of the recent HPAI outbreaks from the Tierseuchungnachrichtensystem (TSN) and learned a lot about the poultry industry and animal disease management in Germany that way. Dr. Sauter-Louis also explained to me the role each different sector plays in animal disease outbreaks and during European Commission audits. It was informative to hear how animal health data can be used, which increased my interests in disease data collection and analysis.

I also attended seminars and talks on the topic of One Health during the internship. Before, I mostly think of One Health as a concept concerning infectious diseases that spill over and spill back between wildlife, domestic animals, and humans. After listening to different projects in the field of One Health, however, I realized that One Health also concerns people’s well-beings and securities, non-infectious diseases, environment, biodiversity, social sciences and humanities subjects, and much more. I will bring this knowledge with me as I explore different career options in the One Health field.

Finally, I cannot thank Dr. Sabine Mann and PD Dr. Carola Sauter-Louis enough for making this opportunity possible. It has been a unique experience for me and provided valuable insights for future career options. I greatly appreciate the Förderverein for covering half of my accommodation COST as well. I look forward to coming back to the FLI in the future.

 

Laima Licitis, Praktikum am Institut für Epidemiologie, Januar - April 2022

It was a cold winter day when I first arrived at Insel Riems. The sky was overcast, and the gentle sound of waves surrounded me. At the time, I was unsure of what to expect at this remote island, but at the end of my 3-month practicum, I had learned and experienced more than I could have ever imagined.
My name is Laima Licitis. At the time of the practicum, I was a student at the Ohio State University pursuing an MPH in Veterinary Public Health. As part of my graduation requirements, I needed to complete an applied experience which I was able to do at the Friedrich Loeffler Institut.
My practicum at the Friedrich Loeffler Institut, specifically within the Institute of Epidemiology, primarily focused on African Swine Fever (ASF). During the entire course of the practicum, I worked under the supervision of Dr. Carola Sauter-Louis and Dr. Hannes Bergmann, investigating the risk factors that could potentially predict the presence of African Swine fever in Germany. I also had the pleasure of working with PhD student Lisa Rogoll during certain parts of the project.
The majority of my practicum involved risk mapping of ASF risk factors using R. It was fascinating to discover the various factors that may play a role in the spread of this devastating disease and the many limitations wildlife diseases face in terms of both research and surveillance. However, while these difficulties existed, by the end of the practicum, I was able to develop several ASF risk maps and present them to members of the Institute of Epidemiology as part of my master’s requirements.
While most of the practicum was spent working in R, where I analyzed and applied spatial data, I also had the opportunity to travel to an area in east Germany dealing with ASF. This allowed me to apply my German language skills as well as experience the reality of the disease out on the field. During this excursion, we spoke to various professionals involved in the control, monitoring, and surveillance of the disease and learned the issues they face and the discoveries and observations they had made. We also got to participate in carcass searches, where I learned the limitations and struggles people may face trying to find wild boar carcasses. Altogether, the field excursion allowed me to obtain a glimpse of what reality is like in the field and the various risk factors which we may not have been aware of unless we physically went to the locations of interest.

Thank you to everyone who made this experience possible and made my stay memorable. I am extremely grateful for being able to experience wildlife research, epidemiology, as well as a different culture. I would also like to thank the Förderverein for their financial support of my experience at the FLI.
 

Lea Eichholz, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, März / April 2022

Mein Interesse für die Virologie bestand schon weit vor der Coronapandemie 2020. Da ich aktuell an der Universität Greifswald im 5. Semester B. Sc. Biologie studiere, nutzte ich die Chance ein Berufspraktikum vom 7.3. - 1.4.22 am FLI, genauer gesagt am INNT, in der AG Ulrich zu absolvieren.

Am ersten Tag wurde ich freundlich vom AG Leiter Prof. Dr. Rainer Ulrich empfangen, welcher mich willkommen hieß und mich bezüglich Laborsicherheit belehrte. Anschließend lernte ich meinen Betreuer Dr. Stephan Drewes kennen, welcher mich mit der Insel und den meisten Räumlichkeiten des FLIs vertraut machte.
Der Rest der Woche bestand unter anderem darin, dass ich in der Cytochrom b PCR zur molekularen Speziesbestimmung unterwiesen wurde und erlernte, wie man die anschließende Gelelektrophorese auswertet (Abb. 1).

Des Weiteren führte ich erstmals eine Aufreinigung durch, welche nötig für das anschließende Sequenzieren von Proben ist. Nachdem wir die Sequenzierungsergebnisse aus dem Labor Pfaff erhielten, lernte ich, wie man mit den erhaltenen Sequenzen weiter verfuhr. Hierfür wurde eine online Abfrage mit dem „BLAST“ Algorithmus erstellt, um die neu erhaltenen Sequenzen mit in einer Datenbank vorhandenen Sequenzen zu vergleichen.
In der zweiten Woche arbeitete ich mit der Doktorandin Viola Haring zusammen. Nun hatte ich die Chance die Standardmethoden wie PCRs und die anschließenden Gelelektrophoresen zu festigen. Fiel ein Ergebnis mal nicht wie erwartet aus, war dies vielleicht nicht gut für die Forschungsarbeit, jedoch gut für meinen Lernerfolg. Denn dass Experimente und Methodiken nicht immer funktionieren, ist die Realität. Nun galt es die möglichen Fehlerquellen zu identifizieren und weitestgehend zu eliminieren.
Ab der zweiten Hälfte der dritten Woche war der Doktorand Calvin Mehl mein Begleiter. Unter seiner Aufsicht sezierte ich den vorderen Teil eines Nagerkopfs und erhielt erstmals im wissenschaftlichen Umfang einen kleinen Einblick in dessen Anatomie. Außerdem arbeitete ich erstmals unter einer Sterilbank und lernte den Umgang mit neuen Laborgeräten kennen. Da in dieser Woche erneut eine Sequenzierung anfiel, führte ich die Aufreinigung dieser ebenfalls unter seiner Aufsicht durch. Als besonders interessant empfand ich außerdem noch die Prozedur rund um eine RNA-Extraktion mit KingFisher, inklusive der theoretischen Hintergründe. Im Allgemeinen stellte Calvin generell sicher, dass ich nicht nur den Anweisungen Folge leistete, sondern auch die jeweiligen Funktionsweisen nachvollziehen konnte.
Am Anfang meiner vierten und somit letzten Woche begleitete ich die Auszubildene Ina Linzke, die mich in der Anwendung, Funktionsweise und im Prinzip von Western Blots unterwies. Gegen Ende meiner letzten Woche zeigte mir mein Betreuer S. Drewes die manuelle Nukleinsäure-Extraktion. An dieser Stelle danke ich Stephan Drewes für seine sehr hilfreichen Tipps, die er mir über die Zeit gegeben hat. Ich schätze es auch sehr wert, dass er einen festen Tagesplan für mich erstellt hat, was mir einen geregelten Tagesablauf ermöglichte. Des Weiteren hielt mein AG Leiter Rainer Ulrich einen Übersichtsvortrag, welcher mir erneut inhaltlich einen allgemeinen Einblick in seine Arbeitsgruppe und deren Arbeit ermöglichte. An dieser Stelle möchte ich ihm für seine Fürsorge danken, da nicht nur dieser Vortrag sicherstellen sollte, dass ich mich (thematisch) zurechtfand, sondern ich danke auch dafür, dass ich mehrmals wöchentlich von ihm gefragt wurde, ob ich mich wohlfühle. Das schätze ich sehr wert.

Durch das Wechseln der Betreuer*innen, konnte ich Einblicke und Erfahrungen in den teilweise recht unterschiedlich wirkenden Gebieten erlangen, in die ich voraussichtlich ohne das Praktikum nie Einblicke erlangt hätte.

Abschließend möchte ich mich bei der gesamten AG Ulrich bedanken und beim Förderverein, der mir meine Fahrtkosten teilfinanziert hat!

 

Sophienné Touihri, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, Februar - April 2022

Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte, zumal in der Zellbiologie. Darum war ich auf der Suche nach einem Berufspraktikum, welches aktuelle Forschungsthemen der molekularen Zellbiologie mit dem Schwerpunkt Imagingmethoden verbindet und nebenbei mein Interesse an der Immunologie und Virologie wach hält. Dieses konnte in der Arbeitsgemeinschaft von Dr. Ushakov durch Vermittlung von Professor Finke ermöglicht werden. Im Rahmen des Masterstudienganges Humanbiologie konnte ich dort erfolgreich mein Berufspraktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie (IMVZ) abschließen. 

Während meines zwei-monatigen Praktikums konnte ich mit Hilfe der sehr freundlichen Unterstützung von Ola Bagato (PhD Studentin) und Kathrin Müller (TA) die Methodik des Tissue Clearing Verfahrens, der Aufbereitung histologischer Schnitte und deren immunhistochemischer Färbung, sowie Software Imaging Analyse mit Arivis Vision 4D erlernen. Tissue Clearing ermöglicht es, Gewebe über spezielle Verfahren transparent zu machen. Dabei wird der Brechungsindex dem des Mediums Ethyl-3-phenylprop-2-enoate (Eci) angenähert, um die räumliche Verteilung von Antigenen Determinanten innerhalb von Gewebeschnitten oder sogar ganzen Organen zu untersuchen. Mit Hilfe der Light sheet Mikroskopie wird das Gewebe oder Organ in einer Ebene mit Lasern belichtet. Nur in dieser Ebene erfolgt dann die Anregung der Floreszenzfarbstoffe, sodass über physikalisches Sektionieren des dünnen Lichtblattes einzelne Bildebenen per Softwareanlyse zu einem 3-D Bild rekonstruiert werden. Ihr merkt schon, innerhalb kurzer Zeit gelang es mir durch viel Engagement von Ola Bagato und Kathrin Müller und Eigeninitiative die Methoden zu verinnerlichen. Der Schwerpunkt der Arbeit lag auf Infektionsstudien mit SARS-CoV-2 im respiratorischen Organ des Hamsters, welcher als Modellorganismus derzeit etabliert wird. Dabei wurden Interaktionen von SARS-CoV-2 mit Zellen des innaten Immunsystems, unter anderem Makrophagen untersucht. Auch Projekte für Vorstudien der physiologischen Bedeutung von γδ T-Zellen hinsichtlich ihrer räumlichen Verteilung in Mausepithelien konnte in Immunhistochemischen Färbungen realisiert werden. Über γδ T-Zellen ist bis jetzt wenig bekannt, was sich auch trotz detaillierten Lehrbüchern wie Janeway mit nur kurzen Abschnitten über diese Zellen niederschlägt. Hier besteht also noch großer Forschungsbedarf. Bekannt ist, dass es T-Zellsubpopulationen mit dendritischer Morphologie sind, deren Eigenschaften sowohl innat als auch adaptiv sind. Sie spielen in Krankheitsbildern u.a. verschiedenen Krebsarten bis Hauterkrankungen wie Psoriasis eine Rolle. Wer mehr darüber erfahren will und sein Interesse in Imaging Methoden hat, sollte unbedingt sein Praktikum in der AG Ushakov am IMVZ absolvieren!

Ein großes Dankeschön richtet sich an Prof. Dr. Finke für die Vermittlung an die AG Ushakov, sowie Dr. Ushakov für seine anregenden Auskünfte und Diskussionen zum Thema. Außerdem danke ich vielmals PhD Studentin Ola Bagato für die detaillierte Beantwortung meiner Fragen zur Methodik und Kathrin Müller für Ihre Unterstützung sowie interessanten Fragen und Ansichten zum Thema. Ich danke unter andrem auch für die freundliche und zuvorkommende Arbeitsatmosphäre. Nicht zuletzt gilt mein Dank den Mitgliedern des Fördervereins, die dieses Praktikum mit ihrer finanziellen Unterstützung möglich gemacht haben!

Auf baldiges Wiedersehen

Sophienné Touihri

 

Nils Tadewaldt, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin von Februar - April 2022

Vom Februar bis zum April 2022 hatte ich die Chance, mich im Labor für molekulare Vektor-Pathogen-Interaktionen von Frau Dr. Tews auf meine Masterarbeit mit dem Thema „Identifikation und Charakterisierung des ER-Retentionssignals im West-Nile-Virus (WNV) E-Protein“ vorzubereiten. Das WNV E-Protein befindet sich normalerweise innerhalb der infizierten Wirtszelle. Durch gezielte genetische Veränderungen versuche ich die Ursache für die Lokalisation des E-Proteins in der Wirtszelle zu stören und das Protein mittels Immunfluoreszenz sichtbar zu machen. Wie ein erfolgreiches Experiment aussehen kann, sehen Sie in den folgenden Bildern.

Für diese Chance möchte ich mich ausdrücklich bei Frau Dr. Tews und ihrer Technischen Assistentin Frau Kerstin Wink-Kruschke bedanken. Ebenso gilt mein Dank den Mitgliedern des Fördervereins, die dieses Praktikum mit ihrer finanziellen Unterstützung möglich gemacht haben.
 

Sean L. L. Seegert, Praktikum am Institut für Immunologie, Januar - März 2022

Für mein Humanbiologie Master Studium ist ein mindestens 2-monatiges betriebliches Praktikum vorgesehen. Dieses konnte ich bei Dr. Björn Corleis im Labor für Mukosale Immunologie und Vakzinologie, am Institut für Immunologie durchführen.

In den zwei Monaten wirkte ich an dem Projekt: „Entwicklung neuartiger Impfstoffe gegen zoonotische pulmonale Erkrankungen mit Hilfe der Venezuelan Equine Encephalitis Virus Replikon Partikel Vakzine Plattform“ mit und bekam einen Einblick in die Vakzine Entwicklung. Ziel meiner Arbeiten war die Etablierung eines Färbeprotokolls für durchflusszytometrische Messungen, sowie die Charakterisierung von Mycobakterium tuberculosis complex Antigen-spezifischen polyklonalen Antikörpern und die Bestimmung von Virus Replikon Partikel (VRP) Titern durch Infektion von BHK-21 Zellen.

Grob umfasst bestand meine Tätigkeit im praktischen Bereich aus Immunfluoreszenzfärbungen, durchflusszytometrische Messungen, Mikroskopie, Zellkultur, molekularbiologischen Arbeiten (Herstellen von mRNA), Transfektion von Zellen mit mRNA oder VRPs, Auswerten von mikroskopischen Bildern, sowie durchflusszytometrischen Daten. Der theoretische Teil des Praktikums umfasste die Teilnahme und Beteiligung an Labor-, Instituts- und Projekt-internen Meetings, in denen Fortschritte und die neuste Literatur besprochen und vorgestellt wurde. Ebenso hatte ich die Gelegenheit an einem Fortbildungskurs in „Good Scientific Practice“ teilzunehmen.

Mein Dank gilt Dr. Björn Corleis, Dr. Lucie Feneant, Fabian Stei, Laura Timm, Björn Zessin, Charlie Fricke und Jonathan Pioch für die sehr herzliche Aufnahme in die Arbeitsgruppe und hervorragende Betreuung. Die sehr angenehme und freundliche Arbeitsatmosphäre ließen die zwei Monate wie im Flug vergehen.

Dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts danke ich für die finanzielle Unterstützung durch Teilerstattung der Fahrkosten.
 

Lea Jäger, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, März 2022

Obwohl für den Bachelor Studiengang Biologie an der Universität Greifswald die Virologie nicht als vertiefendes Fach vorgesehen ist, habe ich dankbarer Weise einen Platz im Institut für Infektionsmedizin des FLI in Riems erhalten, um mein 5-wöchiges Berufspraktikum zu absolvieren.

In der Arbeitsgruppe um Herr Prof. Dr. Dr. habil. S. M. Bergmann (Labor für Krankheiten aquatisch lebender Tiere) konnte ich unter stetiger Begleitung seines technischen Assistenten am Tilapia-Lake-Virus arbeiten und mir viele neue Laborfertigkeiten aneignen. Das nicht nur in Asien heimische Virus befällt Tilapia und endet in vielen Fällen tödlich. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, die mögliche Infektion der in Europa heimischen Nutz- und Wildfische durch dieses Virus zu klären. Die ersten Wochen waren daher vollkommen der RNA-Extraktion aus den gewonnenen Gewebsproben der Versuchsfische gewidmet. Die erhaltenen Extrakte wurde im Verlauf der Wochen mittels RT-qPCR getestet. Parallel versuchten wir das Virus aus Gewebsüberstand auch in Zellkulturen anzuziehen und dies, nach erfolgreicher Isolierung, durch im Mikroskop sichtbare Zellveränderungen nachzuweisen.

Nach diesen 5 Wochen in einem freundlichen und hilfsbereiten Labor, auch wenn wir zumeist nur zu zweit waren, freue ich mich darauf, im Sommer für meine Bachelorarbeit zurückkehren zu dürfen.

 

Praktikum für Studenten der Humanbiologie (BSc) mit der Vertiefungsrichtung Virologie - März 2022

Als Studierende des Bachelor Humanbiologie mit der Vertiefungsrichtung Virologie, hatten wir auf der Insel Riems unser zweiwöchiges Praktikum.

Nachdem sich die Fahrgemeinschaften morgens durch den Greifswalder Berufsverkehr gekämpft hatten, war es ein leichtes den Weg zum Institut zu nehmen.

Die Fahrt auf die Insel ist schon ein Erlebnis an sich, besonders am frühen Morgen, wenn der Nebel noch über der Ostsee liegt. Vor dem freundlichem Willkommen heißen und kurzen Belehrungen in der institutseigenen Bibliothek, konnten wir die ausgestellten Kunstwerke, die Teile der Geschichte und Arbeit des Institutes darstellen, bewundern. Anschließend startete auch schon der praktische Alltag. Der Weg führte uns zu Gebäude 13, dem Schulungslabor. Wenn das Wetter mitgespielt hat und man sich weit genug aus dem Fenster lehnte, konnte man sogar ein Stück Ostsee sehen.

Im Labor haben uns über den Praktikumszeitraum hinweg verschiedene Betreuer durch die einzelnen Experimente geführt. Da es sich hier um ein Labor der Stufe S2 handelt, wurden uns Kittel und Laborschuhe zur Verfügung gestellt. Kleiner Tipp: die Kittelgröße eine Nummer kleiner, die Schuhgröße ein bis zwei Nummern größer angeben.Die erste Woche startete mit Versuchen zu apathogenen Influenza-A-Viren unter Betreuung von PD Dr. Stech und Nadine. Hier erstellten wir Wachstumskurven vom H3N8-Virus mittels Plaquetest, was bei allen Gruppen ausgezeichnet funktioniert hat.

Die weiteren Versuche der ersten Woche zur reversen Genetik und RT-PCR, wurden durch Dr. Groseth, Dr. Hoenen und Anne betreut. Dabei haben wir ein Minigenom des Ebolavirus hergestellt und in Säugerzellen exprimiert. Mit den so erzeugten Ebola-Virus-trVLPs wurden verschiedene Chemikalien auf antivirale Eigenschaften getestet.

In der zweiten Woche wurden wir von Prof. Dr. Ulrich, Dr. Tews, Dr. Diederich, Dörte und Patrick betreut. So haben wir uns mit Dr. Ulrichs Steckenpferd, den Hantaviren, genauer mit der Expression, Reinigung und Charakterisierung rekombinanter Hantavirusnukleokapsidproteine beschäftigt und mittels ELISA den serologischen Nachweis von Hantavirus-spezifischen Antikörpern durchgeführt.

Aus einem Virusüberstand konnten wir mit Hilfe der RT-PCR und anschließender Gelelektrophorese samt Puzzlearbeit auf Dr. Groseths Laptop, das Nukleokapsidproteingen des Tacaribe-Virus nachweisen.

Außerdem beschäftigten wir uns mit dem Nipah-Virus: wir untersuchten die Spaltung des Fusionsproteins F und die daraus resultierende Fusion von transfizierten Säugerzellen. Hier konnten wir den Forschungsalltag live miterleben, da dieses Experiment in keiner Weise unseren Erwartungen entsprach und wir uns auf Fehlersuche begeben mussten.

Nachdem wir Pufferlösungen angesetzt, Konzentrationen errechnet, Gele gegossen und unter der Werkbank pipettiert hatten, gab es immer noch eine Mittagspause. Dafür hat es uns in die inseleigene Kantine verschlagen. Dort haben wir die Vielzahl an Mikrowellen in Beschlag genommen und uns anschließend zum Essen versammelt. Zeigten sich die ersten Sonnenstrahlen zog es uns hinaus zu den Außenbänken neben der Kantine. Dort konnte man die Mittagspause im Sonnenschein mit Meerblick genießen.

Zum Abschluss des Praktikums wurde uns auf unseren Wunsch hin eine Führung über die Insel gegeben, wobei wir unter anderem einen Blick in die S4-Labore erhaschen und die Alpakas auf der Wiese beobachten konnten.

Wir bedanken uns für das Engagement und die hervorragende Betreuung aller Beteiligten und die anteilige Übernahme der Fahrtkosten durch den Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts!

PS: Falls Sie, Prof. Ulrich, sich noch das angeforderte signierte Exemplar unserer hervorragenden Western Blots an die Wand Ihres Büros hängen wollen, wissen Sie, bei wem Sie sich melden müssen. ;)

Johanna Geisler, Praktikum am Institut für Immunologie von November 2021 - Januar 2022

Für das Praxissemesters meines Veterinärmedizinstudiums in Leipzig habe ich mich für ein 8-wöchiges Praktikum am Friedrich-Loeffler-Institut für Immunologie beworben, um neben der klassischen tierärztlichen Tätigkeit einen tieferen Einblick in die Forschung zu erlangen. Trotz der momentanen Situation hatte ich das Glück, vom 08.11.2021 bis zum 14.011.2022 im Labor von Dr. Pei ein eigenes kleines Projekt „Die Generierung eines Ebola- und Reston-Pseudovirus mithilfe des VSV ∆G-System“, zu bearbeiten.

Ebola ist ein einzelsträngiges RNA-Virus und geht mit einer 90%igen Sterblichkeitsrate für den Menschen einher. Das Reston-Virus verursacht keine Erkrankung beim Menschen, löst jedoch bei Primaten die Ebola-Erkrankung aus, daher beschränkt sich der Umgang mit Ebola auf die Biosicherheitsstufe 4 (BSL4). Pseudoviren sind replikationsdefiziente Virionen, die alle Komponenten des viralen Genoms enthalten mit Ausnahme der Glykoproteine. Dies ermöglicht uns unter BSL1 Bedingungen zu arbeiten. Ziel meines Projekts war, es das Virus der vesikulären Stomatitis (VSV) ohne G-Protein (VSV ∆G) als Ebola- und Reston-Pseudovirus System zu etablieren und zu optimieren, sowie Fledermauszellen mit diesen Pseudoviren zu infizieren und erste Genexpressionsstudien durchzuführen. Fledermäuse erkranken im Gegensatz zum Menschen nicht an der Ebola-Erkrankung, weshalb das Interesse auf die zelluläre Stressantwort dieser Reservoirspezies abzielt.

Begonnen hat mein Projekt mit der Glykoprotein (GP) - cDNA Generierung aus mRNA von mit Ebola/Reston-infizierten Flughundzellen mit Hilfe der RT-PCR und der anschließenden Aufreinigung und Klonierung der gewonnen cDNA in einen Vektor (pEGFPC1). Anschließend führte ich eine Transformation durch, um das gewonnene Plasmid in kompetenten E. Colis (STBL3) zu vermehren. Mit diesem Plasmid transfizierte ich eine zuvor angelegte HEK-Zellkultur. Durch Zugabe von VSV ∆G-GFP Virionen auf diese Zellkultur, konnten wir G-komplementierte VSV-Amplifikate, das Ebola/Reston-Pseudovirus, erzeugen. Im Folgenden habe ich eine Virustitration durchgeführt und Lungenepithelzellen von Fledermäusen mit dem generierten Ebola/Reston Pseudovirus stimuliert. Die stimulierten Zellen konnte ich in Hinblick auf ihre Interferon-Expression mit Hilfe der qPCR auswerten.

Ich konnte durch dieses Projekt umfangreiche Einblicke in verschiedenste Methoden der Molekularbiologie gewinnen und sie selbständig umsetzen, meine Laborerfahrung weiter vertiefen und viel für meine berufliche Zukunft lernen. Hierfür möchte ich mich herzlich bei Dr. Pei bedanken. Ein großes Dankeschön gilt auch meiner lieben Betreuerin Lisa Loerzer für ihre vielen, vielen Erklärungen und ihre herzliche und offene Art. Danke auch an Silke Rehbein für die Einblicke in die Arbeit am FACS und den Zellkulturen. An dieser Stelle auch vielen Dank an den Förderverein für die finanzielle Unterstützung! Ich habe mich in den acht Wochen sehr wohlgefühlt und hoffe auf ein Wiedersehen!
 

Gesa Krueger, Praktikum am Institut für Immunologie von Oktober 2021 - Januar 2022

Im Rahmen meines Masterstudiums Humanbiologie an der Universität Greifswald konnte ich mein 12-wöchiges Projekt- und Forschungspraktikum als Vorbereitung für meine Masterarbeit am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems absolvieren. Da meine Hauptvertiefung seit dem Bachelorstudium in der Immunologie liegt, freute es mich, mein Praktikum am Institut für Immunologie in der Arbeitsgruppe von Prof. Anca Dorhoi zu bestreiten.

Während meines Praktikums vom 25.10.2021 bis zum 23.01.2022 arbeitete ich an der Optimierung eines in vitro Granulom-Modells mit Rinderzellen. Granulome haben eine essentielle Rolle in der Entstehung und Entwicklung von Tuberkulose (TB) in Rindern als auch im Menschen. Wobei die Infektion im Menschen auch zoonotischen Ursprungs sein kann. Die isolierten Rinderzellen, vor allem Makrophagen, wurden mit einem fluoreszierenden, abgeschwächten Mycobakterium bovis (Impfstamm Bacillus Calmette-Guérin, kurz BCG) infiziert. Anschließend wurde die Zellsuspension mit Nanopartikeln versetzt und konnten in einem magnetischen Feld eine 3D-Zellstruktur bilden. Die Formung und Eigenschaften dieser 3D-Strukturen wurde über die Zeit genau dokumentiert. 3D-Zellkulturtechniken wie diese ermöglichen ein realistischeres Bild der physiologischen Lage im individuellen Organismus und können Forschungsmodelle realitätsnaher gestalten.

So konnte ich während meiner Praktikumszeit den Arbeitsablauf optimieren, um mich in meiner anschließenden Masterarbeit am FLI mit der Charakterisierung und detaillierten Untersuchung des in vitro Granulom-Modells zu beschäftigen. Dabei konnte ich vieles aus dem für mich neuen Feld der 3D-Zellkulturtechnik und Tuberkuloseforschung lernen.

Mein ausdrücklicher Dank gilt Prof. Anca Dorhoi für die Betreuung und das ständig offene Ohr als auch Ulrike Zedler und Gaby Stooß, die mir im Labor immer zur Seite standen und viele praktische Tipps gegeben haben.

Zusätzliche möchte ich mich recht herzlich bei dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung bei den Fahrtkosten während meiner Praktikumszeit bedanken.

In Vorfreude auf meine weiteren Experimente für meine Masterarbeit.

Gesa Krueger
 

Gavriil Ioannidis, ERASMUS internship at Institute for Molecular Virology and Cell Biology, October 2021 to January 2022

As a recently graduate biology student from National and Kapodistrian University of Athens, my interest to explore and gain more insight in the field of infection biology, particularly virology, drove me to pursue an ERASMUS internship at the Institute for Molecular Virology and Cell biology at Friedrich-Loeffler-Institute in Greifswald under the supervision of Prof. Dr. Stefan Finke.

Throughout this 4-month internship at FLI my project was focused on Rabies virus infection. The aim of the study was to examine whether there are differences in the accumulation of the rabies virus glycoprotein in the cytoplasmic inclusion bodies among different rabies strains. In the frame of this work, I acquired basic skills in molecular virology such as immunofluorescence staining, working with cell cultures, transfection with polyethylenimine (PEI), rabies virus rescue and molecular cloning. Furthermore, I have deepened my knowledge in advanced imaging techniques through working with conventional confocal laser scanning microscopy and light sheet microscopy. Besides the practical skills I gained during my internship at FLI, theoretical comprehension of the rabies infection including the virus life cycle as well as the theory behind the experiments obtained as well.

I would like to express my sincere gratitude to my supervisor, Prof. Dr. Stefan Finke, for giving me the opportunity to work as an ERASMUS intern at FLI and for his advice and guidance throughout the course of this work. I am also grateful to Phd student Ola Bagato who not only introduced me to various techniques in the lab but also helped me with every problem concerning my practical work as well as all the lab and institute members for their heartly welcome and the enjoyable working environment. Finally, my sincere thanks also goes to the Förderverein of the FLI, which helped me to finance my accommodation in Greifswald. 

What I learned from working at FLI helped me to acquire an even deeper understanding in the field of infection biology and provided me with valuable research experience and equipped me with skills needed in order to pursue a career in the field of virology.

Jan Niklas Voigtsberger, Praktikum am Institut für Immunologie, Oktober 2021 - Januar 2022

Im Rahmen des Bachelorstudienganges „Angewandte Chemie“ an der Technischen Hochschule Lübeck war ein 12-wöchiges verpflichtendes Berufspraktikum vorgesehen. Dies absolvierte ich am Institut für Immunologie im Labor für Immungenetik und Immunrezeptorfunktion unter der Leitung von PD Dr. Robert Kammerer. Die Arbeitsgruppe von PD Dr. Robert Kammerer forscht an Immunrezeptor-Genfamilien, insbesondere an der carcinoembryonalen-antigen CEA Genfamilie. Dabei wird untersucht, wie die Entwicklung des Immunsystems von Nutztieren durch Spezies-spezifische Evolution beeinflusst wurde. Ziel dieser Untersuchungen ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten verschiedener Tierarten zu erkennen und daraus Strategien zu entwickeln, die zu einer optimierten Behandlung, Prophylaxe und Diagnose von erregerbedingten Erkrankungen führen.

Während meines Praktikums beschäftigte ich mich mit der rekombinanten Herstellung verschiedener muriner CEACAM1 Isoformen. Das Ziel des Praktikums war es, verschiedenen Allele des CEACAM1 in prokaryotischen und eukaryontischen Zellen zu exprimieren. Dies war mein erster Einblick in ein molekularbiologisches Labor und ich konnte die grundlegenden methodischen Kenntnisse des molekularbiologischen Arbeitens, wie die DNA-Auftrennung durch die Gelektrophorese und die Proteinanalyse mittels SDS-Page und Western Blot erstmalig praktisch anwenden. Ebenfalls bekam ich Einblicke in die einzelnen Schritte, die für eine Klonierung benötigt werden. Ich konnte Erfahrungen im Erstellen eines eigenen Vektorkonstruktes, Vermehrung und Prüfung des Konstruktes, die Transfektion des Konstruktes in das jeweilige Expressionssystem und in die Aufreinigung und Gewinnung des gewünschten Proteins sammeln.

Ich möchte mich herzlich bei PD Dr. Robert Kammerer, Franzi, Sandra und Youness, welche mir trotz der sehr angespannten Coronalage mein Praktikum ermöglicht haben, für die sehr schöne Zeit und die Hilfe im Labor bedanken.
 

Marina Maier, Praktikum im Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, November 2021

In meinem Studium der Molekularbiologie und Physiologie an der Universität Greifswald habe ich Molekulare Virologie als Fortgeschrittenenmodul gewählt. Dafür war ein 2-wöchiges Pflichtpraktikum am FLI vorgesehen, welches ich erfreulicherweise trotz begrenzter Praktikumsplätze aufgrund der Corona Lage vom 15.11.2021 – 26.11.2021 absolvieren durfte.

Während meines Aufenthaltes in der Arbeitsgruppe molekulare Virologie und Zellbiologie von Herrn Dr. Hoenen konnte ich einen guten Einblick in den Alltag eines Forschungslabors gewinnen. Durch das Arbeiten mit Ebolaviren im aktuellen Forschungsprojekt konnte ich die Theorie aus den Vorlesungen mit der Praxis verknüpfen und so die molekularbiologischen Methoden, wie z. B. die Klonierung, anwenden. Zudem konnte ich das Arbeiten mit der Zellkultur vertiefen, indem ich die Transfektion von Plasmiden in eukaryotische Zellen durchführen konnte. Des Weiteren nahm ich an den Team-Meetings teil, in welchen ich einen wissenschaftlichen Austausch zum Forschungsstand der Arena- und Filoviren zwischen zwei Arbeitsgruppen miterleben durfte.

Ich möchte mich ganz herzlich bei der gesamten Arbeitsgruppe von Herrn Dr. Hoenen bedanken, die sich immer Zeit für meine Fragen genommen hat. Besonders möchte ich mich bei meiner Betreuung Stephanie Peitsch bedanken, die mir immer mit gutem Rat zur Seite stand. Mein Dank richtet sich ebenfalls an den Herrn Dr. Hoenen, der sich für zusätzliche Vorlesungen Zeit genommen hat, um die in seinem Projekt angewandten Methoden zu vertiefen. Zudem möchte ich mich beim Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung bei den Fahrtkosten bedanken.
 

Moritz Güssefeld, Praktikum im Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, November 2021

Im Rahmen meines Masterstudiums in Molekularbiologie und Mikrobenphysiologie an der Universität Greifswald, wurde mir ermöglicht, ein Praktikum im Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems zu absolvieren. Durch die anhaltende Covid-19-Pandemie konnte das eigentlich als Teil des Moduls Virologie stattfindende Praktikum jedoch nicht in seiner gewohnten Stärke stattfinden, wodurch mir sowie mehreren anderen Studenten ermöglicht wurde, zwei Wochen in betreuter Laborarbeit tätig zu werden.

Vom 15. – 26.11.2021 absolvierte ich dieses Praktikum im Arbeitskreis von Dr. Walter Fuchs, dessen Fokus auf dem ASPV, dem Erreger der afrikanischen Schweinepest, liegt. Zudem werden hier auch animale Herpesviren, wie das Pseudorabies Virus (PrV) der Schweine, das Koi Herpesvirus (KHV) und das infektiöse Laryngotracheitis Virus (ILTV) der Hühner mit dem Ziel bearbeitet, potenzielle Impfstoffe oder andere antivirale Strategien zu entwickeln oder zu verbessern.

Dementsprechend war ein bedeutender Gesichtspunkt des Praktikums die Anzucht und Infektion permissiver Zellkulturen mit Mutanten dieser Viren, sowie die Titration und Charakterisierung der Virusnachkommen durch Plaquetests, Western Blot Analysen viraler Proteine, die Präparation viraler DNA und deren PCR Amplifikation und Sequenzierung. Außerdem wurden Rekombinationsplasmide für die Generierung neuer Virusmutanten, sowie CRISPR/Cas9 Plasmide für den „knockout“ eventuell für die Virusvermehrung relevanter Wirtszelgene in E. coli kloniert und vermehrt. Die Qualität der gewonnenen Plasmid-DNA wurde durch Verdau mit Restriktionsendonukleasen und Agarose-Gelelektrophorese geprüft, bevor sie zur Transfektion eukaryotischer Zellen eingesetzt wurde. An all diesen Experimenten, mit Ausnahme derer mit infektiösem ASPV im S4-Bereich, konnte ich selbst aktiv teilnehmen.

Grundsätzlich kann ich sagen, dass ich während meines zweiwöchigen Aufenthaltes meine bisherigen Erfahrungen im täglichen Laborbetrieb ausbauen konnte und dabei den einen oder anderen Einblick in die Arbeit mit gefährlichen tierpathogenen Viren und die dafür notwendigen Vorbereitungen und zu treffenden Sicherheitsmaßnahmen bekommen habe.

Deshalb möchte ich mich recht herzlich bedanken bei Christin Milde, die meine Betreuung während der zwei Wochen übernahm und als helfende Hand immer zur Stelle war, ebenso bei Dr. Katrin Pannhorst, die mich bei fachlichen Fragen gerne beraten hat, sowie natürlich bei Dr. Walter Fuchs, der mir ermöglichte, das Praktikum zu absolvieren.

Zum Schluss möchte ich auch dem Förderverein des FLI  für dessen finanzielle Unterstützung bei den Fahrtkosten herzlich danken.

 

Paula Kosel, Praktikum am Institut für Immunologie, Oktober/November 2021

Im Rahmen meines Praxissemesters des Masterstudiums Biologie an der Universität Leipzig hatte ich die Möglichkeit während eines 8-wöchigen Praktikums, die Arbeit am Friedrich-Loeffler-Instituts kennenzulernen. 
Da mein bisheriges Masterstudium durch die aktuelle Pandemie leider vorwiegend online stattfinden musste, war ich umso glücklicher praktische Erfahrungen am Institut für Immunologie sammeln zu können. Im Labor für vergleichende Immunologie wurde ich von Herrn Dr. Bernd Köllner und seinem Team herzlichst willkommen geheißen. 

Der Schwerpunkt der Arbeitsgruppe liegt bei der vergleichenden Untersuchung der Mechanismen der nativen Immunantwort gegen bakterielle und virale Infektionen bei verschiedenen Modellorganismen (Regenbogenforelle, Kaninchen und Schwein). Dazu wird unter anderem die Kinetik der Immunantwort verschiedener Leukozytenpopulationen mittels verschiedener Methoden, wie z.B. der Durchflusszytometrie oder Genexpressionsanalysen untersucht. Darüber hinaus werden neuartige Vakzinationsmodelle betrachtet, um die impfinduzierte Immunantwort insbesondere bei juvenilen Tieren zu verstehen.

Und so vielfältig wie die verschiedenen Schwerpunkte sind, so vielfältig war auch mein Aufenthalt auf der Insel. Zum einen konnte ich am laufenden Tierversuch „Modulare oral-applizierbare Multi-Vakzine“ für Salmoniden mitwirken. Da Aquakultur ein wichtiger Aspekt der Nahrungsmittelproduktion ist, ist die Entwicklung von Vakzinationen zum Schutz vor bakteriellen und viralen Pathogenen extrem wichtig. Darüber hinaus lässt sich so auch der Einsatz von Antibiotika drastisch reduzieren. Dabei hat besonders die Entwicklung von Oralvakzinen gegenüber der Vakzination durch Injektion den Vorteil, mit weniger Arbeitsaufwand und Stress bei den Fischen verbunden zu sein. Bei dem laufenden Versuch konnte ich miterleben, wie das Testen der Schutzwirkung einer solchen Oralvakzine ablaufen kann. Der Versuch ist dabei in zwei Stufen unterteilt. Der erste Teil besteht aus der Entnahme diagnostischer Proben verschiedener Organe an verschiedenen Tagen nach der ersten und zweiten Vakzination und unter anderem der Untersuchung der Kinetik der verschiedenen Leukozytenpopulationen mittels Durchflusszytometrie. Die zweite Stufe beinhaltet dann eine Belastungsprobe der Fische, insofern eine Antigen-spezifische Immunantwort nach zweifacher Vakzination erreicht wird.

Neben dem Tierversuch hatte ich auch die Möglichkeit mich an der Immunpräzipitation von Oberflächenproteinen der verschiedenen Leukozytenpopulationen zu versuchen. Dabei konnte ich verschiedene Sortierungsmöglichkeiten von Zellen kennen lernen (FACS, MACS) und verschiedenste Methoden wie RNA-Isolation, verschiedene PCRs und Proteinfärbungen durchführen.
So konnte ich Teil der Durchführung eines Tierversuchs sein, selbstständig im Labor einigen meiner Fragestellungen nachgehen, mein Wissen im Bereich Immunologie bei vielen interessanten Vorträgen vertiefen und auch an einer Schweine-Sektion teilnehmen. Insgesamt habe ich sehr viel gelernt und die 8 Wochen waren schneller vorbei als gedacht.

Mein besonderer Dank gilt dem Team der vergleichenden Immunologie - Herrn Dr. Bernd Köllner für all die Erklärungen und die nie versiegende Kaffee-Quelle und Frau Dr. Claudia Müller und Sabine Weber für die Geduld bei meinen nie aufhörenden Fragen und all die Tipps und Tricks im Labor!  
Außerdem bedanke ich mich beim Förderverein des FLI bei der finanziellen Unterstützung bei meiner Unterbringung im Gästehaus auf Riems.

 

Alina Anton, Praktikum am Institut für Internationale Tiergesundheit/One Health, Oktober/November 2021

Durch die Kooperation des Friedrich-Loeffler-Instituts und der Justus-Liebig-Universität, an der ich Tiermedizin studiere, war für mich schnell klar, dass ich während meines Rotationsjahres einen Teil meines Pflichtpraktikums an Standort Riems absolvieren möchte.

Nachdem ich sehr gute und interessante Wahlpflichtkurse bei Herrn PD Sascha Knauf, PhD im 8. Semester im Bereich wissenschaftliches Arbeiten/Infektionsbiologie der Wildtiere und One Health belegen konnte und er die kommissarische Leitung für das neue Institut für Internationale Tiergesundheit/One Health (IITG) übernommen hat, wollte ich die Chance ergreifen und mich um einen Praktikumsplatz am IITG bewerben.

Glücklicherweise konnte ich Ende Oktober mein Praktikum auf der Insel Riems beginnen und durfte in verschiedenen Bereichen des Instituts mithelfen und selbstständig arbeiten. Unter Anleitung konnte ich im Labor einen Validierungs-Versuch für das Projekt LAMP4YAWS durchführen. Nach Inkubation unter verschiedenen Temperaturen, Luftfeuchtigkeit und UV-Bestrahlung wurde die DNA von einer Tupferprobe aus ihrem Plasmidverbund gelöst. Die Menge an Replikaten wurde mittels qPCR und LAMP gemessen. Dadurch konnte die Haltbarkeit und Stabilität der DNA im Plasmidverbund auch bei hohen Temperaturen während langer Transportstrecken nachgewiesen werden.

In einem weiteren Projekt wurde anhand eines ELISA Nachweises getestet, ob Paviane aus den nördlichen Nationalparks Tansanias Anthrax-Antikörper haben. Hierfür wurden die Serum-Proben in 5er Pools aufgeteilt und auf IgG Antikörper getestet.

Parallel dazu habe ich die Chance bekommen, ein Review Paper zum Thema ‚Zoonotische Erreger in Wildlife Farmen in Asien‘ zu schreiben. Als Recherche-Grundlage habe ich PubMed und Scopus genutzt und mit spezifischen Keywords 659 Suchergebnisse erzielt. Nach Aussortieren durch Anwendung von Ausschlusskriterien blieben noch 89 Paper, die in das Review mit eingeflossen sind. Um einen Überblick über mögliche zoonotische Pathogene zu erlangen habe ich eine Metadaten-Tabelle angelegt, auf der gut sichtbar ist, in welchem Bereich schon viel geforscht wurde und in welchem Bereich noch Nachholbedarf besteht.

Es waren sehr bereichernde und interessante Wochen, in denen ich viel lernen durfte. Ich hoffe zu einem späteren Zeitpunkt erneut die Möglichkeit zu bekommen, an dem IITG zu arbeiten.

Mein Dank gilt dem Förderverein des Friedrich-Loeffler Instituts für die finanzielle Unterstützung.

Alina Anton
 

Jendrik Müller, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, November 2021

Im Rahmen meines Masterstudiums im Fach „Molekularbiologie und Physiologie“ an der Universität Greifswald, habe ich mich dafür entschieden als eine Vertiefungsrichtung die Virologie zu wählen. Durch die aktuelle Corona Pandemie konnte das dazu gehörende Praktikum leider nicht in voller Stärke stattfinden und es wurden einige Studenten gebeten, individuelle Praktika in Laboren des FLI auf der Insel Riems durchzuführen. Dadurch erhielt ich die Möglichkeit, im Labor für „Herpesvirus-Wirtszell-Interaktionen“ von Dr. Barbara Klupp mein Praktikum zu absolvieren.

In der Zeit vom 1.11.-12.11.2021 arbeitete ich aktiv in dem Labor mit und erhielt einen großartigen Einblick in die Welt der Herpesviren und konnte meine bisherigen Fähigkeiten vertiefen und sogar noch neue Techniken dazulernen. Frau Klupp forscht an dem Pseudorabiesvirus (PrV), unter anderem an den Mechanismen der Membranfusion dieses Virus, die ähnlich zu allen anderen Herpesviren sind. Die Herpesviren benutzen mehrere Glykoproteine auf ihrer Oberfläche für die Fusion mit der Wirtszelle. Durch Expression dieser Glykoproteine kann es zur Bildung von Riesenzellen (sog. Synzytien), einer Plasmamasse mit mehreren Zellkernen, kommen. Diese Synzytien können auch beobachtet werden, wenn nur die Glykoproteine in Säugetierzellen exprimiert werden. Eine meiner Aufgaben war es, die Glykoproteine im Rahmen eines Fusionsassays zu transfizieren und anschließend die Größe der Synzytien auszumessen.

Ich möchte mich sehr bei Barbara Klupp für die zwei kurzen, aber sehr lehrreichen Wochen bedanken. Vor allem danken möchte ich Karla Günther für ihre Unterstützung während dieser Zeit. Vielen Dank auch an den Förderverein, für die Unterstützung bei den Fahrtkosten.
 

Anna Riegner, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, Oktober/November2021

Im Rahmen des Masterstudiengangs „Molekularbiologie und Physiologie“ an der Universität Greifswald wählte ich als eines der Fortgeschrittenenmodule das Modul „Molekulare Virologie“. Dafür war ein 2-wöchiges Praktikum zu absolvieren, indem man mit der Anwendung von molekularbiologisch-virologischen Methoden vertraut gemacht werden sollte. Aufgrund der Pandemie wurde die Teilnehmerzahl an dem Praktikum beschränkt, sodass einige Studierende nicht zum regulären Termin am Praktikum teilnehmen konnten. So bekam ich die Chance dieses Praktikum in dem Labor von Dr. Groseth vom 25.11-05.11.21 nachholen zu können und dort an aktuellen Forschungsprojekten rund um Arenaviren mitwirken zu können. Eines dieser Projekte beschäftigte sich zum Beispiel mit der Bewertung der Funktion von Expressionskonstrukten, die Versionen der Tacaribe-Virus Polymerase enthielten, in deren flexibler Hinge-Domäne Fluorophore eingefügt wurden. Die Bewertung dieser Expressionskonstrukte erfolgte mit Hilfe von Minigenom Assays, an denen ich mitarbeiten durfte und so eine neue Methode erlernen konnte. Neben der Arbeit im Labor gehörten außerdem die lehrreichen Vorträge von Dr. Groseth über Klonierungsstrategien zum Praktikum.

Auch wenn die Zeit am FLI sehr kurz war, konnte ich eine Menge Wissen dazugewinnen. Dafür möchte ich mich herzlich bei der Arbeitsgruppe von Dr. Groseth bedanken, vor allem bei Anne Leske, die mich während des Praktikums betreute. Ebenso möchte ich dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung bei den Fahrtkosten bedanken.

Annabelle Schumacher, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, September 2021

Als angehende Humanbiologin, durfte ich im September, im Rahmen eines sogenannten „Rotationspraktikum", 2 Wochen ein Praktikum auf Riems im Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie absolvieren. Genauer gesagt durfte ich bei den Experimenten im Labor von Dr. Ushakov mit dabei sein.

In dem Labor wird mit Hilfe verschiedener Imaging-Verfahren daran geforscht das Corona Virus, so wie den Rezeptor ACE2 und das Serin-Protease Enzym TMPRSS2, welche es dem Virus ermöglichen in die Zellen zu gelangen, darzustellen. Dies funktioniert mit Hilfe von Fluoreszenz Markern und speziellen Mikroskopen. Deswegen bekam ich zunächst eine Einführung zu dem Thema Fluoreszenz. 

Um die oben genannten Rezeptoren/Proteasen durch Fluoreszenz darzustellen, setzten wir eine Zellkultur an mit menschlichen Zellen, die ACE2 und TMPRSS2 exprimieren. Nachdem genügend Zellen vorhanden waren, fixierten wir die Zellen in 24-Well-Platten. Zudem permeabilisierten wir die Hälfte der Zellen. Danach gaben wir die Antikörper mit den verschiedenen Fluoreszenz Markern dazu. Mit Hilfe eines automatisierten Weitfeld-Fluoreszenzmikroskops (Leica Thunder) war es uns möglich die beiden Proteine zu visualisieren. Dabei war auffällig, dass die Zellen entweder ACE2 oder TMPRSS2 herstellen und nicht wie zuvor vermutet beide gleichzeitig. Darum wiederholten wir das Experiment in der nächsten Woche, wobei dasselbe Ergebnis rauskam.

Neben diesem Experiment versuchten wir außerdem eine Technik um Gewebe transparent zu machen, auf Mücken zu übertragen. Dafür entzogen wir den Mücken zunächst mit Alkohol das Wasser aus dem Gewebe, dann bleichten wir die Mücken mit Wasserstoffperoxid. Um zu sehen, ob der Versuch funktioniert hat, benutzten wir ein so genanntes „Light-Sheet-Mikroskop“. Wir konnten die Mücken visualisieren und beobachten, dass das Gewebe gereinigt wurde, aber leider war die Übertragung auf das Mikroskop schwierig und das Experiment wird nach dem Einbetten der Mücken in Agarose wiederholt. 

Des Weiteren wurden in den Wochen bevor ich kam Gewebsstücke aus Lungen von Hamstern, die 4 Tage mit dem Corona Virus infiziert waren, transparent gemacht. Das Virus wurde mit Fluoreszenz-Markern markiert. Mit Hilfe eines Leica SP5 Konfokalen-Laser-Mikroskop konnten diese Gewebsstücke Schicht für Schicht gescannt werden. Das Analyse-Programm Arivis Vision4D macht es möglich das gescannte Material zu 3D-Bildern zusammenzusetzen. Dadurch kann man nachvollziehen, auf welche Art und Weise sich das Virus in der Lunge ausbreitet.

Es war sehr spannend zu sehen, wie an einem so aktuellen Thema geforscht wird. Die 2 Wochen haben mir sehr gut gefallen. Ich bedanke mich bei Dr. Ushakov, dass ich Teil seines Labors werden durfte und er sich so viel Zeit genommen hat mir die Verschiedenen Verfahren, die Mikroskope sowie die Analyse Tools zu erklären. Außerdem bedanke ich mich bei Kathrin, die mir viel über die praktische Arbeit im Labor beigebracht hat. Zum Schluss bedanke ich mich darüber hinaus bei dem Förderverein des Friedrich-Loeffler Instituts, für die Unterstützung bei den Fahrtkosten.
 

Carina Meyer, Praktikum in der Bibliothek des Friedrich-Loeffler-Instituts, September/Oktober 2021

Das 5. Semester des Studiengangs Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der HTWK Leipzig ist ein Praxissemester. In 22 Wochen Praktikum soll der Berufsalltag in Bibliotheken oder anderen Informationseinrichtungen kennengelernt werden. 8 Wochen davon habe ich in der Bibliothek des Friedrich-Loeffler-Instituts verbracht.
Die Hauptaufgabe dieser Spezialbibliothek ist die Versorgung der Forschenden und anderer Mitarbeitenden des FLI mit wissenschaftlicher Literatur. Schnell habe ich gemerkt, dass die Schwerpunkte hier etwas anders liegen als z.B. in einer Öffentlichen Bibliothek, denn ich habe deutlich mehr mit PDF-Dateien hantiert als mit gedruckten Büchern.

In der naturwissenschaftlichen Forschung geht es um aktuelle und neue Informationen, da brauchen Bücher meistens einfach zu lange, bis sie auf dem Markt sind. Beim Großteil der zu erfüllenden Literaturbestellungen handelte es sich daher um Artikel aus wissenschaftlichen Journals, ab und zu waren aber auch mal Buchkapitel oder ganze Bücher dabei. Was im eigenen Bestand an gedruckten oder elektronischen Büchern und Zeitschriften nicht vorhanden ist, wird über den Leihverkehr der Deutschen Bibliotheken (kurz Fernleihe) beschafft. Diese Aufgabe durfte ich für die gesamte Zeit meines Praktikums übernehmen und habe so auch ein bisschen was über die aktuellen Forschungsthemen des FLI gelernt.

Neben dem Tagesgeschäft der Literaturbestellungen habe ich noch an einem eigenen kleinen Projekt gearbeitet. Im Magazin der Bibliothek befanden sich einige Stapel Sonderdrucke von Zeitschriftenartikeln etwa aus den 1920er- bis 1960er-Jahren, die von Wissenschaftlern des Friedrich-Loeffler-Instituts geschrieben wurden. Diese sollten nachträglich im Repositorium OPEN AGRAR verzeichnet und der Volltext per Scan gespeichert werden.

 

Natürlich habe ich auch vieles über alle anderen Aspekte der Bibliotheksarbeit gelernt. Frau Naß zeigte mir z.B. wie die Erwerbung neuer Bücher am FLI funktioniert, wie man Bücher im Verbundkatalog K10plus katalogisiert, wie man Lizenzen von E-Journals im Admin-Bereich der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) einträgt, ändert und löscht, welche Einstellungen am Loeffler-Discovery-Service vorgenommen werden können und welche Nutzungsstatistiken wo und wie abgerufen werden können.
In den wöchentlichen Zoom-Meetings konnte ich auch die Kolleginnen aus den Bibliotheken der anderen Standorte kennenlernen und erleben, wie eine standortübergreifende Zusammenarbeit funktionieren kann, z.B. als es um die Erarbeitung einer neuen Benutzungsordnung ging.
Auch über die Zusammenarbeit mit den Bibliotheken anderer Forschungseinrichtungen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) habe ich einiges erfahren, z.B. über das gemeinsame Lizensieren von E-Medien.

Ich hatte eine sehr schöne und lehrreiche Zeit auf der Insel Riems, für die ich mich herzlich bei Frau Naß und Frau Damrau und allen anderen, die mich so freundlich aufgenommen haben, bedanken möchte.

Außerdem bedanke ich mich beim Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung meines Praktikums.

Carina Meyer

 

Lena Mues, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, September 2021

Im Rahmen der Wahlpflichtveranstaltung „serologische und Immunologische Nachweisverfahren für Virusinfektionen“ von der Tierärztlichen Hochschule Hannover, durfte ich die Woche vom 27.09.2021 – 01.10.2021 am FLI auf der Insel Riems verbringen. Im Labor von Frau Dr. Balkema-Buschmann (INNT) wurden mir eine Woche lang verschiedene Nachweisverfahren nähergebracht, die ich mit Emilie Stutz (Auszubildende) durchführen durfte.
Nach einer Inselführung und einer kleinen Geschichtsstunde über das Institut, den Namensgeber und den Standort, habe ich einen Einblick in die aktuelle Forschung im Labor erhalten. Passend zum aktuellen Forschungsschwerpunkt durfte ich im Laufe der Woche am RBD des Spike-Protein des SARS-CoV-2 einen Western-Blot, eine Proteinbestimmung mit Roti-Nanoquant, ELISA (humane und Hamster Seren), eine PCR und eine sVNT durchführen.
Außerdem haben wir aus der HEK-Zelllinie 293T Zellen ausgesät und mit Hilfe des TransIT-293 Transfection Reagenz eGFP und pCAGGS passagiert und den Erfolg im Fluoreszenzmikroskop bewundert.
Im Laufe der Woche durfte ich zudem zwei internen Seminaren zu SARS-CoV-2 im INNT, sowie aktuellen Dissertationsthemen lauschen.

Die Einblicke in die aktuellen Forschungsarbeiten und die praktische Umsetzung der Nacheisverfahren im Rahmen der Wahlpflichtveranstaltung waren sehr interessant.

Lena Mues

 

Benjamin Rohde und Antje Ubl, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, September 2021

Im Rahmen unseres Studiums im Bachelorstudiengang Humanbiologie an der Universität Greifswald hatten wir durch die Forschungsrotation die Möglichkeit, in den Laboren für Vektorkapazität und Stechmücken-Monitoring, ein zweiwöchiges Praktikum zu absolvieren.

Wir bekamen tiefe Einblicke in die Zucht von Stechmücken und Zecken und durften dort auch viel mitarbeiten. Schon deswegen war es ein sehr gelungener Aufenthalt für uns, denn es ist immer schön, wenn man nicht nur bei Sachen zuschaut, sondern sie auch selbst erledigen darf. Ein Highlight waren für uns ganz sicher die Ausflüge zur Feldarbeit, bei der wir im Freiland auf die Jagd nach Exemplaren für die Forschung gehen durften und dies so erfolgreich taten, dass man uns gleich dabehalten wollte. Doch nicht nur dort konnten wir einige wertvolle Erfahrungen sammeln, auch im Labor erledigten wir einige Aufgaben wie zum Beispiel die Durchführung von verschiedenen PCRs und die Extraktion von RNA und DNA aus Insektenproben. Dabei übten wir vor allem das Pipettieren nochmal intensiv, was anhand der letztlichen Ergebnisse wohl manchmal mehr und manchmal weniger erfolgreich gelang.

Alles in allem war es für uns ein wunderbarer Aufenthalt am FLI, den wir uns nicht schöner hätten vorstellen können. Ein großer Dank geht hierbei an Frau Dr. Mandy Schäfer und Frau Prof. Dr. Cornelia Silaghi sowie ihr Team, vor allem natürlich Aileen und Oliver, die uns über die zwei Wochen wirklich ausgezeichnet betreuten und uns immer mit viel Spaß und Freude zur Seite standen.

Unser abschließender Dank gilt dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung bei den Fahrtkosten.

 

Jonas Heck, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchen, September 2021

Im Rahmen meiner Projektarbeit, die wir in Leipzig für das Tiermedizinstudium anfertigen müssen, hatte ich die Chance für zwei Wochen in das Institut für neue und neuartige Tierseuchen am FLI reinzuschnuppern. Im Labor von Frau Dr. Ziegler bekam ich einige Einblicke in das Isolieren von RNA aus Blutkuchen und der anschließenden PCR sowie dem Nachweis von Antikörpern aus dem Serum mittels ELISA und Serumneutralisationstesten. So konnte ich einen kleinen Teil dazu beitragen, die Blutproben von Wildvögeln, die seit Frühjahr 2021 in der Leipziger Klinik für Vögel und Reptilien gesammelt wurden, auf das West-Nil- und Usutu-Virus zu untersuchen.

Besonders cool war es, einmal mit in den Versuchstierstall zu den Gänsen zum Blutabnehmen zu dürfen sowie bei der Sektion von Wildvögeln dabei zu sein.

Dabei herrschte die ganze Zeit über eine sehr nette und entspannte Atmosphäre, in der ich mich sehr wohlgefühlt habe.

Bedanken möchte ich mich bei Felicitas, die mir sehr geduldig alles erklärt und gezeigt hat (und das im Notfall auch dreimal); bei Conny, die mir einen tollen Einblick in das ELISA-Verfahren gegeben hat; bei Katja, die mir die RT-PCR gezeigt hat sowie natürlich bei Frau Dr. Ziegler, die das Praktikum erst möglich gemacht und mir auch sehr beim theoretischen Teil der Projektarbeit geholfen hat. Es waren zwei wirklich coole Wochen, die leider viel zu schnell vorübergegangen sind.

Jonas Heck

 

Lioba Willmes, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, April - September 2021

Im Rahmen meines Bachelorstudiengang „Bioanalytik“ an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg war ein 18- wöchiges Pflichtpraktikum vorgesehen. Ich absolvierte dies am Institut für Virusdiagnostik im Labor für Next-Generation Sequencing und Microarray-Diagnostik unter der Leitung von Herrn Dr. Dirk Höper.

Im Labor für Next-Generation Sequencing und Microarray-Diagnostik unter der Leitung von Herrn Dr. Dirk Höper beschäftigte ich mich mit der Probenbearbeitung zur Sequenzierung mittels Methoden der zweiten Generation. Von der Probenerfassung im elektronischen Dokumentationssystem über die Bearbeitung im Labor, die Nukleinsäureextratktion, die Herstellung doppelsträngiger cDNA aus der verfügbaren RNA, die Herstellung der DNA-Bibliotheken inklusive DNA-Fragmentierung, Adapter-Ligation, Qualitätskontrolle und Quantifizierung der DNA-Bibliotheken und auch die Vorbereitung und Durchführung der Sequenzierung mittels des Ion Torrent S5 XL, durfte ich so den Arbeitsablauf im Labor kennenlernen.

Ich möchte mich herzlich bei dem Labor für Next-Generation Sequencing und Microarray-Diagnostik für die Möglichkeit, trotz der Corona-Restriktionen mein Praktikum zu absolvieren, bedanken. Die tolle Betreuung im Labor und auch das viele neu angeeignete Wissen stellten für mich eine sehr lehrreiche Zeit am FLI dar.

 

Kira Wisnewski, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, September/Oktober 2021

Sehr geehrte Mitglieder des Fördervereins des Friedrich-Loeffler-Instituts,

in den letzten 5 Wochen durfte ich im Labor für Arenaviren mein Forschungspraktikum im Rahmen meines Masterstudiums der Humanbiologie bestreiten. Bereits während meiner Bachelorarbeit am FLI wusste ich, dass ich gerne auch weiterhin meine Ausbildung am FLI fortsetzen möchte. Ich bin froh, dass selbst während der schwierigen Situation in der Corona-Pandemie immer noch alles dafür getan wird, die Türen für Studierende offen zu halten. Der Austausch mit den Wissenschaftler*innen und allen Mitarbeitenden ist immer zu tiefst lehrreich und prägt mich persönlich sehr in meinem Werdegang. Frau Dr. Groseth hat mich herzlich in Ihrer AG willkommen geheißen und Frau Dr. Fénéant mich während meiner Zeit fürsorglich betreut. In der Arbeitsgruppe wird viel Wert auf Verständnis und Selbstständigkeit gelegt und einem bei dem Weg dorthin immer geholfen.

Ich durfte bei Frau Dr. Fénéant in den letzten Zügen Ihres Projekts zur Herstellung eines reversen Genetiksystems für das Tacaribe-Virus mitarbeiten, insbesondere bei der Entwicklung einer Klonierungsstrategie zur Integration verschiedener Reporter in der Hinge-Region der Polymerase. Die Auswertung der Reportereffizienz und der Polymeraseaktivität erfolgte über Minigenom-Essays und Scanning am Fluoreszenzmikroskop. Die Arbeit stärkte meine Fähigkeiten im Labor und hat mir einen tieferen Einblick in die verschiedenen Methoden, so wie in die Arbeit mit Negativstrang-RNA-Viren, ermöglicht.

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bei allen im Labor bedanken und auch bei den Mitgliedern des Fördervereins, die mich finanziell bei den Fahrtkosten unterstützt haben!

Ich freue mich schon auf meine Masterarbeit hier vor Ort!

 

Josephine Friedrich, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August/September 2021

Während meines Veterinärmedizinstudiums an der FU Berlin habe ich mein Interesse für die Laborarbeit und aktuelle Forschung vor allem im Bereich Virologie entdeckt. Als dann im 5. Semester Frau Dr. Sandra Blome eine spannende Vorlesung zu Klassischer und Afrikanischer Schweinepest hielt, wusste ich, dass ich gerne ans FLI kommen möchte. Dieses Vorhaben konnte ich in meinem praktischen Jahr umsetzen – innerhalb eines 4-wöchiges Praktikums am IVD in der Arbeitsgruppe von Frau Dr. Sandra Blome.

Nach dem ungewohnten Einschleusen in den S4-Bereich mit komplettem Kleidungswechsel, ging es dann schnell los mit dem Sammeln praktischer Erfahrungen im Labor: Besonders gut gefallen hat mir, dass ich ein eigenes kleines Projekt durchführen konnte. Ich testete hierfür zwei Extraktions- und zwei Testkits für das African Swine Fever Virus (ASFV). Mit diesen kann die Virus-DNA ohne Laborgeräte aus Blut- und Gewebeproben extrahiert und schließlich durch ein Padlockverfahren nachgewiesen werden. Ich analysierte ASFV-positive Gewebe-, Blut- und Tupferproben vergleichend mit den Testkits und mit im Labor gängigen diagnostischen Methoden zur Extraktion und qPCR, wodurch ich eigene Ergebnisse generieren konnte. Eine tolle Möglichkeit, um eigenverantwortlich im Labor zu arbeiten und ein Projekt selber zu planen!

Parallel dazu konnte ich Einblick in die aktuell laufenden Projekte von Tessa Carrau Garreta, Hanna Roszyk und Paul Deutschmann gewinnen und dabei mithelfen. Ich lernte beispielsweise die Durchführung von ELISA zum Nachweis von ASP- oder KSP-Antikörpern, Titrationen sowie das Auslesen von Hämadsorptionstests. Auch im Blasrohrschießen konnte ich mich erproben. Danke, dass ihr euch so viel Zeit genommen habt, mich einzuarbeiten und mir alles zu erklären!

Besonders spannend für mich war ein Tierversuch mit Wildschweinen zur Testung eines Impfstoffes gegen Afrikanische Schweinepest. Wir gingen jeden Tag in den Stall mit den Taschen voller Maiskekse und anderen Leckereien, um die Tiere an uns zu gewöhnen und ihr Verhalten und auftretende Symptome zu scoren. Das Ende des Tierversuches bedeutete das Euthanasieren der Schweine und die Entnahme von Blut-, Speichel- und Vaginaltupferproben sowie verschieden Organproben in der Sektionshalle.

Ich möchte mich ganz herzlich für dieses spannende Praktikum bedanken. Ich habe viel gelernt und miterlebt. Im Team von Sandra habe ich mich sehr wohl gefühlt und danke allen für die gute Betreuung im Praktikum, sowie auch nach Feierabend mit Besuchen vom Strand, Rügen, Kranichbeobachtungen und vielem mehr.

Außerdem möchte ich mich beim Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung meines Praktikums bedanken.

 

Lili Flad, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August/September 2021

Im Rahmen meines Tiermedizinstudiums an der LMU München absolvierte ich einen Teil meines Wahlpraktikums am Institut für Virusdiagnostik (IVD) im Labor von Frau Dr. Wernike.

Schon während der Vorlesungen und Übungen gefiel mir die Virologie mit ihrer Vielfältigkeit sehr und so schrieb ich mich für ein Wahlpflichtfach (Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern) am Friedrich-Loeffler-Institut ein. Durch Covid-19 konnte dies aber leider nur online stattfinden und so entschied ich mich für ein 4-wöchiges Praktikum am IVD. Nach einigem Bangen, ob das Praktikum pandemiebedingt stattfinden könnte, ging es dann Ende August 2021 endlich auf die Insel Riems.

Nachdem ich mit Kittel und Laborschuhen ausgestattet war, konnte ich im BVD Labor dann auch schon die ersten Schritte machen und lernte erstmal die Basics, wie mit den verschiedenen Pipettenarten umzugehen ist und Zellen umzusetzen sind. Ich konnte die ganze Bandbreite der Diagnostik wie PCR, ELISA, Serumneutralisationstest, Immunfluoreszenztest etc. selbst ausprobieren und meine Ergebnisse auswerten.

Zudem bekam ich auch einen Einblick in die Forschung an Shuniviren (gehören wie BVD und SBV zum Genus Orthobunyavirus), insbesondere in die Reverse Genetik. So konnte ich einen kleinen Teil der Genomsequenz gezielt verändern und somit eine Mutation erzeugen. Dieser Vorgang dient zum Beispiel dazu, auf die Funktion und Bedeutung der veränderten Genomsequenz zu schließen.

Ein weiterer Teil meiner Aufgaben war es, die aus einer Sektion gewonnenen Proben zweier Rinder aufzubereiten. Hier konnte ich mich dann ausführlich mit der RNA Extraktion und anschließender RT-qPCR beschäftigen.

Ich habe in meiner Zeit am IVD also viel gelernt und vor allem praktisch umgesetzt. Vielen Dank an das ganze Labor Wernike/Reimann und an Ines Jakobi für die tolle Organisation. Besonders bedanken möchte ich mich bei Dr. Kerstin Wernike, Bianka Hillmann und Franziska Sick, die mich so herzlich aufgenommen haben und mir jede Frage geduldig beantwortet haben! Weiterhin danke ich dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung.

 

Lara Händel, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, August/September 2021

Da mich schon im Laufe meines Tiermedizinstudiums in Leipzig die Virologie besonders interessiert hat, war für mich eigentlich klar, dass ich gerne in meinem Praktischen Jahr ein Praktikum am Friedrich Loeffler Institut machen möchte. So war natürlich die Freude sehr groß, dass ich die Möglichkeit bekommen habe mich im Labor bei Frau Dr. Ziegler am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger mit dem West Nil Virus (WNV) und dem Usutu Virus (USUV) zu beschäftigen.

Vom 16.08. bis 10.09.2021 konnte ich viele verschiedene Sachen im Labor sehen und etliches selber praktisch durchführen. So war beispielsweise eine meiner Aufgaben RNA aus Blut von Wildvögeln zu isolieren, damit diese mittels RT-qPCR auf eine Infektion mit dem WNV oder USUV untersucht werden können. Hier konnte ich Erfahrungen im Arbeiten unter der Sicherheitswerkbank mit potentiell infektiösem Probenmaterial sammeln. Auch durfte ich gemeinsam mit Frau Dr. Ziegler einen neuen USUV-Virusstock anzüchten und anschließend diesen auf Zellen zum Bestimmen des Virustiters austitrieren.

Dank Katja habe ich in den 4 Wochen auch einen sehr guten Eindruck in die laufende Diagnostik des WNV-Referenzlabores bekommen. Hier war von RT-qPCR über IgG und IgM ELISA bis zum Serumneutralisationstest alles dabei.

Ein besonderes Highlight waren für mich die Besuche mit Felicitas im Versuchstierstall bei den Gänsen, die zur Gewinnung eines Hyperimmunserums gehalten werden. Hier konnte ich meine praktischen tierärztlichen Fähigkeiten beim Blut nehmen und Immunisieren unter Beweis stellen oder den Gänsen auch einfach nur mit einer Dusche etwas Gutes tun. Auch habe ich dank Herrn Dr. Keller spannende Einblicke in die Haltung und Zucht von Labormäusen bekommen. Zusätzlich konnte ich an der Sektion mehrerer Vögel teilnehmen und die dort genommenen Proben anschließend teils selbst bearbeiten.

Besonders bedanken möchte ich mich bei Felicitas, die mir im Labor und im Stall geduldig alles erklärt und gezeigt hat. Auch geht ein riesengroßer Dank an Katja, die mir jede Frage im Labor beantwortet hat und natürlich auch an Frau Dr. Ziegler, die mir sehr viel beigebracht hat und dieses Praktikum überhaupt erst möglich gemacht hat. Ich habe in den 4 Wochen viel gelernt und mich super wohlgefühlt und kann hoffentlich das ein oder andere für meine berufliche Zukunft mitnehmen, wie auch immer diese aussehen wird.

Mein abschließender Dank geht an den Förderverein für die finanziellen Unterstützung.

Lara Händel

 

Flynn Forthaus, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, August/September 2021

Ein Forschungsabenteuer auf der Fledermausinsel

In diesen Zeiten ist Planungssicherheit Mangelware, daher habe ich mich sehr gefreut als nach einer Absage ein neuer Zeitraum gefunden wurde und mein Praktikum am FLI im August beginnen konnte. Mein erstes Mal auf der Insel liegt schon einige Jahre zurück. Damals nach dem zweiten Semester war der Ort „Labor“ alleine schon sehr aufregend. Nun angekommen im praktischen Jahr meines Tiermedizinstudiums sind sowohl Wissen, als auch Erfahrungen deutlich umfangreicher. In den vier Wochen galt meine Aufmerksamkeit hauptsächlich dem ELISA. Ich konnte mir den Prozess hinter den farblosen Flüssigkeiten nun bildlich vorstellen. Jeden Tag stellte sich erneut die Frage, ob und wenn, wie sehr und wieviel sich gelb färben würde. Der Moment des Hinzugebens des Farbstoffes machte es immer wieder spannend.

Während meiner Arbeit habe ich Rückschläge, aber auch Erfolge erlebt. „So ist Forschung. Manchmal arbeitest Du für die Mülltonne.“ Das motivierte mich nur noch mehr, Probleme aufzudecken und Lösungen zu finden. So lernte ich, wieviel Geduld diese Arbeit braucht, aber auch, wie gut es sich anfühlt, wenn die Ergebnisse annehmbar sind. Ich habe mich im Institut sehr wohl gefühlt und auch die Insel weiß von sich zu überzeugen. Momentan lebe ich viel in der Stadt und so waren das Wellenrauschen und die Fledermäuse abends vor dem Fenster etwas ganz Besonderes. Mit einem müden Arm vom Pipettieren und einem Kopf voller neuer Eindrücke und Ideen ging es dann schon viel zu schnell wieder nach Hannover.

Da bleibt mir nur zu sagen: Vielen Dank für die schöne Zeit und ich hoffe auf ein Wiedersehen!

 

Tilly Hoffmüller und Antje Ubl, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, August 2021

Als angehende Humanbiologen, durften wir diesen Sommer an einem Praktikumsprogramm teilnehmen, das sich „Forschungsrotation“ nennt. Dafür konnten wir uns eines der vielen teilnehmenden Labore aus der Umgebung Greifswald aussuchen, um dort die ersten praktischen Erfahrungen zu sammeln und das bisher theoretisch erlernte Wissen endlich anzuwenden. Für Tilly und mich hieß es also, auf nach Riems, denn wir hatten es geschafft, einen Platz bei unserem Wunschpraktikumsort, dem Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie zu bekommen.

Am ersten Tag ging es zunächst darum, sich für das Labor auszustatten, das hieß, sich einen Kittel und Schuhe abzuholen und an der Sicherheitsunterweisung teilzunehmen. So konnten wir auch schon erste Einblicke in die Gebäude des Friedrich-Loeffler-Instituts erhaschen.
Auch am ersten Tag durften wir schon die ersten praktischen Schritte im Labor machen. Wir führten eine Minipräparation durch, aus der wir trotz oder gerade wegen des holprigen Starts und einigen Missgeschicken, wie dem nicht ausreichenden Wechseln der Pipetten, viel lernten.
Ab dem zweiten Praktikumstag arbeiteten wir an einer konkreten Fragestellung, nämlich ob die zuvor durchgeführte Plasmidtransfektion verschiedener Virus-Matrixproteine funktioniert hatte, indem wir in vielen Arbeitsschritten einen Western-Blot mit den Proteinen der Zellen durchführten, ein Experiment, welches wir bis jetzt nur aus den Biochemie-Vorlesungen kannten.
Nach Abschluss des Experiments am Freitag, werteten wir dieses gemeinsam mit Herrn Prof. Finke aus und es zeigte sich, dass das Ergebnis, zwar im Ansatz plausibel, aber doch noch einmal in der nächsten Woche wiederholt werden musste.

In der zweiten Woche wiederholten wir also den Western-Blot, führten aber auch ein neues Experiment durch. Wir markierten die gleichen Zellen mit einem Fluoreszenzmarker und konnten so am Donnerstag der gleichen Woche nicht nur erkennen, ob die Proteine exprimiert wurden, sondern auch, wo diese sich in der Zelle befanden. 
Die Verwendung des Konfokalen Lasermikroskops war für uns das Highlight unseres zweiwöchigen Praktikums und es hat sich für uns noch einmal bestätigt, warum Humanbiologie und das praktische Arbeiten im Labor genau das Richtige für uns ist.

Bedanken möchten wir uns deshalb bei Herrn Prof. Finke für die Zeit die er sich genommen hat, uns die Versuche zu erklären und auszuwerten, bei Angela, die uns viel über die praktische Laborarbeit beigebracht hat und auch bei dem Förderverein des Friedrich-Loeffler Instituts, für die Unterstützung bei den Fahrtkosten.

Alles in allem war der Aufenthalt am FLI sehr gelungen, eben nicht nur einfaches „Mitlaufen“ bei einem Mitarbeiter, sondern richtiges Bearbeiten einer Fragestellung, bei dem wir sehr viel für unser weiteres Studium gelernt haben.

Tilly Hoffmüller und Antje Ubl
 

Molekularvirologisches Praktikum 2021

Im Rahmen der Virologievertiefung im Bachelor Humanbiologie, durften wir, eine Gruppe von sechs Humanbiologiestudierenden, ein zweiwöchiges Praktikum am Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit absolvieren. Mit dem besten Betreuungsschlüssel, den wir je erlebt haben, tauchten wir in die faszinierende Welt der Viren ein.

Irgendwo in Greifswald- 6:30 Uhr der Wecker klingelt- sechs Studierende springen frohen Mutes aus den Federn und unter die Dusche. Ein neuer Tag beginnt, Frieda und Shenja trinken fünf Liter Kaffee, Leonie frühstückt; Karo nicht; Olla und Aref sind auf dem Weg zum Bus. Ab auf die Insel!!

Ein beschwerlicher, von Baustellen umsäumter Weg liegt vor uns und stellt uns noch vor Beginn des ersten Praktikumstages vor organisatorische Schwierigkeiten- die Fahrzeit ist unkalkulierbar. In einem zweiwöchigen Feldversuch versuchen wir die optimale Startzeit zu ermitteln.

8:30 Uhr alle haben es pünktlich in die Laborslipper geschafft - das Praktikum beginnt!

 

Woche 1: Influenza, Ebola und Co

Nach einer kurzen Einführung in den Tagesablauf und den ersten Versuch sind alle im Bilde und hektisches Gewusel bricht aus. Sechs Leute suchen Pipetten, schmeißen zweiSterilbänke an und wappnen sich fürs Zellen splitten. In einem ersten Versuch, betreut von PD Dr. Stech und Nadine befassen wir uns mit einer klassischen Methode der Virologie - dem Plaquetest. Dr.Hoenen und Dr. Groseth und Anne vermitteln uns, wie man in einem life-cycle-modelling-Versuch den Replikationszyklus von Ebolavirus mittels trVLPs untersucht. Danach gehen wir dem Gen des Nukleokapsids von Tacaribevirus mit einer RT-PCR auf den Grund. Die anschließende Gel-Elektrophorese stellt ungeahnte Anforderungen an unsere Puzzlefähigkeiten. Davon abgesehen geht eine erfolgreiche und lehrreiche erste Woche mit tollen Ergebnissen zu Ende.

Woche 2: Nipah‑, Hantavirus und wie man Gele gießt

Frisch erholt und motiviert, zurück aus dem Wochenende beginnen wir, diesmal um 8 Uhr, die neue Woche. Wir vertiefen unsere neuen Skills -Zellen transfizieren für einen Nipah-Virus-Fusionsassay und einen Western Blot.  Eine Tragödie nimmt ihren Lauf…

Kurz gesagt: Gefühlt 30 SDS-Page-Gele später haben wir elf funktionstüchtige produziert, die wir auch zu verwenden wissen.

Trotz aller Schwierigkeiten haben wir Dank der Hilfe von Dr. Diederich, Dr. Tews, Prof. Ulrich, Patrick und Dörte unsere Versuche zu einem diskutierbaren Ergebnis gebracht.

Für unseren Hantavirus Versuch stehen am Ende der Woche vier Western Blots, drei ELISAs und fünf Coomassieblau-Färbungen zur Auswertung der rekombinanten Proteine bereit.

Auch unser Fusionsassay zeigt schöne Ergebnisse - wundervolle Synzytien in Well C!

Alles in Allem war es ein sehr lehrreiches Praktikum, in dem wir sehr viel neues lernen durften!

Wir möchten allen Betreuern für die gute Anleitung und die interessanten Einblicke danken! Unser Dank gilt des Weiteren dem Förderverein für die finanzielle Erleichterung und dem FLI und allen Dozenten für das tolle Praktikum.

Frieda Bittelmann, Shenja Buchholz, Aref Hayas, Olla Hayas, Karoline den Oudsten und Leonie Schröder

 

Lisa Schröder, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, September 2020 - Februar 2021

Im Rahmen meines Bachelorstudienganges „Medizinisches Informationsmanagement/eHealth“ an der Hochschule Stralsund war ein 20-wöchiges Praxissemester in einer Einrichtung meiner Wahl vorgesehen. Dieses Praktikum durfte ich am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems im Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Ulrich absolvieren.

Während meines Praktikums durfte ich mit einer Access Datenbank zur Erfassung der Kleinsäugerdaten arbeiten. Zu meinen Aufgaben gehörte dabei die Datenerfassung der untersuchten Kleinsäuger, sowie die benutzerfreundliche Gestaltung der vorhandenen Datenbank, wodurch ich meine Kenntnisse aus dem Studium anwenden und erweitern konnte. Zusätzlich durfte ich den Sektionen in der Sektionshalle beiwohnen und an einigen interessanten Konferenzen teilnehmen.

Ich möchte mich herzlich bei der gesamten AG Ulrich bedanken. Danke Prof. Dr. Ulrich, Dr. Stephan Drewes, Dörte Kaufmann, Patrick Slowikowski, Sina Nippert, Viola Haring und Kathrin Jeske für die großartigen Wochen. Auch danke ich Dr. Jana Schulz, die mir bei Fragen rund um die Datenbank immer zur Verfügung stand. Weiterhin danke ich dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung durch die Teilerstattung meiner Fahrtkosten.
 

Jana Hey, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger (INNT), Oktober 2020 - Januar 2021

Der Masterstudiengang „Infection Biology“ an der Universität zu Lübeck beinhaltet ein 12-wöchiges Pflichtpraktikum in einem Institut der eigenen Wahl. Da ich während meines Studiums großes Interesse an der Virologie, vor allem an neuartigen viralen Infektionskrankheiten bekommen habe, habe ich mich im Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger am Friedrich-Loeffler-Institut beworben und konnte mein Praktikum in der Gruppe von Prof. Dr. Ulrich absolvieren, die sich vor allem mit Hantaviren beschäftigt.

Während meines Praktikums wurde ich schnell in laufende Projekte eingebunden und konnte so einen guten Einblick in den alltäglichen Ablauf eines Forschungs- und Diagnostiklabors gewinnen. Früh wurde mir ein eigenes Projekt anvertraut, um die Tula- Orthohantavirus-Verbreitung in Erd- und Feldmäusen aus Deutschland zu analysieren. Dies beinhaltete die Vertiefung grundlegender Methoden wie PCR und ELISA, sowie die Anwendung von mir bis dahin unbekannter Methoden, wie die Sektion von Mäusen im S3** Gebäude (s. Foto), Sequenzalignments und Stammbaumanalysen.

Ich möchte mich herzlich bei Prof. Dr. Ulrich, Dr. Stephan Drewes, Dörte Kaufmann, Patrick Slowikowski, Sina Nippert, Viola Haring und Paul Pieper bedanken, die mir immer mit guter und ausführlicher Beratung zur Seite standen und die Arbeit viel lustiger und spannender gemacht haben. Ich möchte mich weiterhin beim Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts bedanken, die meinen Aufenthalt in Greifswald finanziell unterstützt haben.

 

Anastasia Tavakina, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger (INNT), November/Dezember 2020

Im Rahmen des Masterstudiums Molekularbiologie & Physiologie an der Universität Greifswald ist ein Berufspraktikum vorgesehen. Dieses durfte ich am FLI auf Riems in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Ulrich am INNT absolvieren.

Während des Praktikums bekam ich einen Einblick in den Laboralltag und Sektionsablauf, durfte an einigen Konferenzen teilhaben und bekam ein eigenes kleines Teilprojekt. In diesem sollten mehrere Brandmäuse auf das Dobrava-Belgrad-Orthohantavirus untersucht und letztlich eine phylogenetische Analyse vorgenommen werden.

Ich möchte mich bei der gesamten Arbeitsgruppe, die mich von Anfang an sehr herzlich aufgenommen hat, bedanken. Danke an Prof. Dr. Rainer Ulrich, Dr. Stephan Drewes, Dörte Kaufmann, Patrick Slowikowski und Viola Haring. Besonders möchte ich mich bei Sina Nippert für die hervorragende Betreuung, das viele neue Wissen und die sehr lustigen Arbeitstage bedanken.
Weiterhin geht ein großer Dank an den Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung.

Anastasia Tavakina

 

Caterina Redwanz, Praktikum am Institut für Immunologie, Oktober - Dezember 2020

Im Rahmen des Masterstudiengangs „Humanbiologie“ hatte ich die Möglichkeit, ein 8-wöchiges berufsbezogenes Praktikum im Labor für Immungenetik und Immunrezeptorfunktion am Institut für Immunologie des Friedrich-Loeffler-Instituts zu absolvieren. Die Arbeitsgruppe rund um PD Dr. Robert Kammerer forscht an Immunrezeptor-Genfamilien und untersucht dabei, wie die Entwicklung des Immunsystems von Nutztieren durch Spezies-spezifische Evolution beeinflusst wurde. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der CEA Genfamilie, die nach dem Carcinoembryonalem Antigen, dem als erstes identifizierten Vertreter dieser Genfamilie, benannt ist.

Mitglieder dieser Familie konnten sowohl im Menschen, als auch in verschiedenen Säugetieren entdeckt werden. Dazu zählt auch das Carcinoembryonic antigen-related cell adhesion molecule 1 (CEACAM1). Während meines Praktikums untersuchte ich verschiedene Allelvarianten des murinen CEACAM1. Meine Ziele waren die Anpassung transfizierter HEK293-Zellen an ein serumfreies Suspensionsmedium, die Untersuchung der Zellen hinsichtlich der Expression des Targetproteins sowie die Etablierung einer Methode zur Affinitätsbestimmung, mit der im weiteren Verlauf die Interaktion von muriner CEACAM1 Allelvarianten charakterisiert werden soll.

Im Zuge der Versuche konnte ich grundlegende methodische Kenntnisse, wie das sterile Arbeiten in der Zellkultur oder die Proteinanalyse mittels SDS-Page und Western Blot, vertiefen, sowie neue Methoden kennenlernen und deren Durchführung intensiv erlernen. Hervorzuheben sind dabei die Durchflusszytometrie sowie die Microscalethermophorese.

Viel Spaß hatte ich außerdem dabei, meiner „Mitpraktikantin“, die zuvor nur wenig Laborerfahrungen gesammelt hat, den Forscheralltag sowie die Grundlagen der Laborarbeit näher zu bringen.

Ich möchte mich ganz herzlich bei Robert Kammerer, Franzi, Sandra und Tung sowie allen weiteren Laboren für die Ermöglichung des Praktikums trotz der schwierigen Coronalage sowie für die schöne Zeit und die Hilfe im Labor bedanken. Besonderer Dank gilt zudem dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für anteilige Übernahme der Fahrtkosten.

 

Annemarie Mawick, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, Oktober/November 2020

Bereits in meiner Schulzeit erfuhr ich wiederholt durch Zeitungsartikel von den Arbeiten am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Diese faszinierten mich, und fortan las ich jeden Artikel zu aktuellen Themen über das FLI mit Begeisterung. Diese Faszination war einer der Gründe, warum ich mich nach dem Abitur für das Biologiestudium entschied. Ich hatte von Beginn an immer das Ziel, einmal am FLI sein zu dürfen und an virologischer Forschung teilhaben zu können.

Im Rahmen meines Masterstudiengangs „Molekularbiologie und Physiologie“ ergriff ich die Chance, mein 5-wöchiges Berufspraktikum am FLI zu absolvieren und bewarb mich dafür bei Prof. Dr. Finke am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie (IMVZ).

Trotz der außergewöhnlichen Situation der Covid-19 Pandemie gab Prof. Dr. Finke mir die Möglichkeit, mein Praktikum im Herbst 2020 ordnungsgemäß zu absolvieren.

In dieser Zeit hatte ich die Möglichkeit, für mich völlig neue Methoden, wie zum Beispiel die Retransformation oder auch Transfektion von Plasmiden in eukaryotische Zellen, zu erlernen, um anschließend nach Proteinpräzipitation mittels Affinitätschromatografie Proteininteraktionen zu untersuchen. Auch bekannte Labormethoden wie Western-Blot und Immunfluoreszenz konnte ich üben und meine Fähigkeiten im Laboralltag weiter ausbauen.

Das Laborteam und auch Prof. Dr. Finke haben mich herzlich aufgenommen und viel Wert darauf gelegt, dass mir nicht nur praktisches, sondern auch theoretisches Wissen vermittelt wird. Durch das freundliche Team lernte ich auch einen besseren Umgang mit Fehlschlägen und konnte so meine Frustrationstoleranz und Geduld, Eigenschaften die in der Forschung essentiell sind, erheblich steigern. Auch ging durch sie der Spaß an der Arbeit nie verloren.

Für meine Zeit am FLI bin ich überaus dankbar. Sie hat mich nicht nur im wissenschaftlichen Sinne viel gelehrt, sondern mir auch persönlich gezeigt, wo meine Stärken und auch meine Schwächen liegen. Es hat mein Selbstvertrauen gestärkt und den Wunsch gefestigt, zukünftig meinen Weg in der Forschung zu gehen. Die Virologie ist und bleibt für mich von großem Interesse.

Auch dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts möchte ich herzlich für die anteilige Übernahme der Fahrtkosten danken. 

Nochmals herzlichen Dank an Angela Hillner, Ola Bagato, Martin Müller und Prof. Dr. Finke für die lehrreiche und sehr schöne Zeit am IMVZ des FLI.

Mit freundlichen Grüßen

Annemarie Mawick

 

Elisabeth Giese, Praktikum am Institut für Immunologie, November 2020

Nach 2 negativen Corona-Testen und 1 Woche Selbstisolation, war es Anfang November endlich soweit: Ich konnte mein Praktikum am FLI am Institut für Immunologie in der AG Kammerer beginnen. Als Tiermedizinstudent hört man schon früh vom FLI, und da ich gerne mal in die Forschungsarbeit reinschnuppern wollte, entschied ich mich dazu hier einen Teil meines großen kurativen Praktikums zu absolvieren. Und so konnte ich 4 Wochen lang im Labor mitarbeiten. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit durfte ich mich sogar um mein eigenes Projekt kümmern: ich sollte bestätigen, dass das Membranprotein CEACAM60, über einen GPI-Anker verfügt.  Auch wenn ich das Experiment nicht vollständig beenden konnte und es an meine Mitpraktikantin weitergebe, war es sehr interessant einen Versuch von Anfang an zu planen und (zumindest in großen Teilen) durchzuführen. Etwas überraschend war dabei für mich, wie viel Zeit so ein Versuch braucht. Vom Auftauen und Züchten der Zellen, über Selektieren bis hin zu den eigentlichen Experimenten braucht es länger als ich gedacht hätte. Auch über den Umgang mit Rückschlägen habe ich viel gelernt.

In meinem Praktikum durfte ich selbständig Western Blots durchführen, habe gelernt wie man Zellkulturen anlegt und pflegt, wie man unter einer Sicherheitswerkbank arbeitet und durfte sogar das FACS-Gerät nutzen. Zudem hatte ich die Gelegenheit Einblicke in die Versuchstierhaltung und Immunisierung von Mäusen zu erhalten.

Ganz herzlich bedanken möchte ich mich bei der AG Kammerer mit Robert, Franzi, Sandra, Tung und Caterina für die schöne Zeit und natürlich die Möglichkeit trotz Corona das Praktikum zu absolvieren, bei der AG Knittler für die Unterweisung ins FACS-Gerät und beim Förderverein für die finanzielle Unterstützung meiner Unterkunft.

 

Nils Tadewaldt, Praktikum am Institut für Immunologie, August - Oktober 2020

Sehr geehrte Mitglieder des Fördervereins des Friedrich-Loeffler-Instituts,

in den vergangenen Monaten hatte ich, trotz Corona-Pandemie, die Chance den Schlussstein für mein Bachelorstudium im Fach Humanbiologie in Form einer Bachelorarbeit am FLI zu setzen.

Meine Arbeit zum Thema: “Reverse Engineering of a West-Nile-Virus-Replicon” wurde dabei von Frau Dr. Tews und Ihrer Technischen Assistentin Frau Kerstin Wink-Kruschke angeleitet und unterstützt. Ein solches Replikon erlaubt die unkomplizierte Forschung an West-Nil-Virus-Proteinen in verschiedensten eukaryotischen Zellen ohne, dass eine „echte“ Infektion mit dem Virus nötig ist.

Im Labor habe ich vor allem an einer Klonierungsstrategie für die Vermittlung der autonomen WNV-Replikation gearbeitet. Damit verbunden war viel genetische aber auch mikrobiologische Arbeit mit E. coli und Vero-Zellen.

Ich bedanke mich hiermit herzlich bei meinen Betreuerinnen, den verschiedenen Laboren deren Geräte ich mitbenutzt habe und ebenso bei den Mitgliedern des Fördervereins für Ihre Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen

Nils Tadewaldt

 

Agnes L., Laura S., Louisa S., Marion D., Wahlpflichtfach Übungen zur Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern am Institut für Virusdiagnostik, September 2020

Wir sind Münchner Tiermedizinstudentinnen aus höheren Semestern und durften im Rahmen des WPF vier Tage auf der Insel Riems verbringen. Dabei haben wir durch die informativen, spannenden und interaktiven Vorträge vieles theoretisch gelernt, wie z. B. über die modernen diagnostischen Verfahren, die MKS sowie topaktuelle Themen wie ASP und Versuche mit SARS-CoV-2. Dafür danken wir Prof. Dr. Martin Beer, Dr. Michael Eschbaumer, Dr. Jan Forth und Lorenz Ulrich, die uns jede aufkommende Frage geduldig und ausführlich beantwortet haben. Zudem durften wir am ersten Doktorandenseminar seit mehreren Monaten (durch SARS-CoV-2 nicht möglich gewesen) teilnehmen. Als erste praktische Arbeit haben wir unter Anleitung von PD Dr. Kerstin Wernike und Doreen Schulz mit einem COVID-19-Test (RNA-Extraktion und qPCR) gestartet. Aufgeteilt auf zwei Gruppen ging es dann in die Labore von Dr. Patricia König (BHV und BVD/MD) und PD Dr. Kerstin Wernike (BVD/MD und SBV), um selbst Zellkulturen umzusetzen und eine Virustitration anzusetzen. Außerdem stand das selbstständige Durchführen von ELISA (indirekt und kompetitiv), Immunfluoreszenz- und Peroxidasetest auf dem Plan. Dabei wurden wir von Bianka Hillmann unterstützt.

Das praktische Arbeiten hat uns besonders gut gefallen, da das theoretisch in der Universität angeeignete Wissen angewendet und verankert werden konnte. Prof. Dr. Beer hat sich sehr viel Zeit für uns genommen und uns auch persönlich über die Insel geführt, auf der ein tolles Miteinander unter den Kollegen und gegenüber den Besuchern herrscht. Selbst nach 20 Jahren am FLI merkte man Prof. Dr. Beer die Passion für seine Arbeit und das Institut an, womit er uns ansteckte. Durch Frau Jakobis Organisation verlief unser Aufenthalt auf der Insel reibungslos und wohl umsorgt mit Süßigkeiten und Kaffee. Wir danken dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung für die Unterkunft im Gästehaus des FLI.

Zum Abschluss möchten wir noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten aussprechen! Es war ein wundervoller und lehrreicher Aufenthalt!

Hendrik Braunschweig, Praktikum am Institut für Immunologie, August/September 2020

Im Zuge meines Studiums der Medizinischen Biotechnologie an der Universität Rostock stand am Ende dieses Sommersemesters ein achtwöchiges Berufspraktikum an. Obwohl der Fokus meines Studiums eher bei der Biologie und Gesundheit des Menschen, weniger von Tieren liegt, ergriff ich die Chance und bewarb mich aufgrund der transdisziplinären Ausrichtung der Forschung sowie des hervorragenden Rufes und ausschließlich positiver Erfahrungsberichte anderer Studierender am FLI.

Ich hatte die Möglichkeit zwischen verschiedenen Forschungsgruppen und Projekten zu wählen und entschied mich, aufgrund der Aktualität und momentanen Relevanz, für ein Praktikum in der Arbeitsgruppe von Dr. Gang Pei am Institut für Immunologie.

Ein Schwerpunkt der Forschungsgruppe stellt das Immunsystem von Fledermäusen und die Rolle der Interferone in der Virusabwehr dar. Fledermäuse besitzen ein Immunsystem das im Vergleich zu anderen Säugetieren außergewöhnlich ist und es Ihnen erlaubt diverse Virusinfektionen, die für andere Säugetiere tödlich enden können, unbeschadet zu überstehen. Aus diesem Grund gelten Fledermäuse als wichtige Reservoire und Ausgangspunkt von Zoonosen und werden in diesem Zusammenhang bekanntlich auch als initialer Überträger des Erregers SARS-CoV 2 diskutiert. Der Grund für die Widerstandsfähigkeit gegenüber vielen Viren ist bis dato nicht bekannt, es stehen jedoch verschiedene Hypothesen im Raum. Eine dieser Hypothesen stützt sich auf das Expressionsmuster der Interferone. Hier setzt die Forschung der Arbeitsgruppe an. Über die Expression der Fledermausinterferon-Gene in eukaryoten Zelllinien soll die tatsächliche Beteiligung der Interferone erforscht und die Hypothese den Ergebnissen entsprechend gestützt oder widerlegt werden.

Meine Aufgaben innerhalb dieses Projektes umfassten das klonieren der Interferone Alpha, Beta, Gamma und Lambda sowie die anschließende Transfektion und Transduktion in eukaryote Zellen und Etablierung von Zelllinien, die die Interferone letztendlich exprimieren.

Trotz eines holprigen Starts, zunächst mit der Ungewissheit, ob das Praktikum überhaupt stattfinden könne, gelang es mir, mich im Labor einzuarbeiten und die mir zugeteilten Aufgaben erfolgreich zu erfüllen. Das Praktikum ermöglichte mir einen lehrreichen Einblick in die Arbeitswelt der grundlagenorientierten Forschung, förderte meine für die Forschung unabdingbare Geduld und gab mir die Möglichkeit, mir bereits bekannte experimentelle Methoden zu vertiefen und daneben neue zu erlernen.

Bedanken möchte ich mich sowohl bei allen Angehörigen des Labors, Lisa, Gini, Silke und natürlich Dr. Gang Pei, für die Möglichkeit des Praktikums, die freundliche Aufnahme ins Team und Unterstützung bei der Erfüllung meiner Aufgaben, als auch beim Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die anteilige Übernahme der Fahrtkosten.

Roman Rzepka, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August bis Oktober 2020

Im Rahmen meines Agrarbiologie Bachelorstudiums musste ich ein zweimonatiges Pflichtpraktikum absolvieren. Dies konnte ich erfreulicherweise am FLI im Institut für Virusdiagnostik bei Dr. Dennis Rubbenstroth machen.

In den wie Monaten konnte ich Einblicke in die Anzucht und Diagnostik von vor allem Tauben Rotaviren erhalten. Außerdem war es mir möglich bekannte Labormethoden zu wiederholen und zu festigen und einige neue Methoden zu erlernen. Darunter waren vor allem die Durchführung von RT-PCRs, qPCRS sowie der Nachweis verschiedener Viren mit Hilfe von direkten oder indirekten IFTs.

Besonders gefreut hat mich, dass ich in den zwei Monaten selbstständig ein eigenes kleines Projekt bearbeiten durfte. Dabei habe ich in verschiedenen Infektionskinetik-Versuchen die Wachstumseigenschaften von verschiedenen Rotavirus-Isolaten in Zellkultur charakterisiert. Diese Eigenschaften konnten dann hinterher via IFT ausgewertet werden und so eine Veränderung der verschiedenen Viren über mehrere Passagen festgestellt werden.

Ich möchte mich ganz herzlich bei Dennis Rubbenstroth und Kathrin Steffen dafür bedanken, dass ich Einblicke in die tägliche Forschungsarbeit nehmen durfte. Ich möchte mich für die Geduld bedanken, mit der ich in die Arbeitsabläufe im Labor eingeführt wurde und für die Möglichkeit diese im Anschluss selbstständig durchführen zu dürfen.

Ein besonderer Dank gilt auch dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung meiner Unterkunft.

Roman Rzepka

Eva Krause, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, August/September 2020

Während meines Veterinärmedizinstudiums an der Justus-Liebig-Universität in Gießen wurde bereits in verschiedenen Veranstaltungen die Bedeutung des Friedrich-Loeffler-Institutes thematisiert. Ich merkte schnell, dass mich vor allem die viralen Tierseuchen sehr faszinieren. Leider hatte ich bisher nur wenig Gelegenheit, praktische Erfahrungen in der Forschung und im Labor zu sammeln. Daher war ich sehr glücklich über die Möglichkeit, in meinem vierwöchigen Praktikum, im Institut der molekularen Virologie und Zellbiologie, einmal hinter die Kulissen blicken zu dürfen.

In dieser Zeit wurde ich sehr herzlich von der Laborgruppe von Herrn Dr. El-Sayed M. Abd El-Whab aufgenommen und beschäftigte mich mit den aviären Influenzaviren. Neben grundlegenden Labortechniken wie Western Blots, Zellkulturtechniken, ELISAs, PCRs und DNA-Extraktionsverfahren, erlernte ich auch viele spezielle Techniken, wie beispielsweise die Virusanzucht in Hühnereiern, die Zellinfektion mit Viren oder die Präparation von primären Nierenzellen. Mein Betreuer, Dr. David Scheibner, stand mir während der ganzen Zeit mit Rat und Tat zur Seite, so dass ich die Aufgaben schnell selbstständig erledigen konnte. Ich führte Hämagglutinationstests und Plaque-Tests durch. Dabei macht man sich die Eigenschaft des viralen Hämagglutinins und des zytopathischen Effekts der Viren für diagnostische Zwecke zu nutzen. In meinem eigenen kleinen Projekt klonierte ich virale Gene mit Hilfe der Transformation von Plasmiden in E-coli-Zellen. Bei der Arbeit mit Versuchstieren durfte ich zudem mein bisher erlerntes tiermedizinisches Wissen bei Blutentnahmen, Impfungen sowie Sektionen anwenden.

Auch wenn die erlebnisreiche Zeit am FLI viel zu schnell verging, hat sie meine beruflichen Zukunftswünsche entscheidend geprägt. Besonders bedanken möchte ich mich bei Dajana Helke, Claudia Blaurock, Ola Bagato, Luise Hohensee, Dr. David Scheibner und Dr. El-Sayed M. Abd El-Whab für ein stets offenes Ohr, ihre Unterstützung und ihr Ziel, mir möglichst viel zu zeigen.

Mein abschließender Dank geht an den Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung.

Wahlpflichtpraktikum Virologie im Masterstudiengang Humanbiologie und Molekularbiologie & Physiologie, September 2020

Im Zeitraum vom 14.09.2020-25.09.2020 hatten wir, zwei Masterstudierende der Humanbiologie und fünf Masterstudierende der Molekularbiologie & Physiologie, die Gelegenheit auf der Insel Riems im Praktikumsgebäudes des FLIs unser Praktikum zu absolvieren.

Dort wurden wir vor das fiktive Problem gestellt, Ohrstanzen von Kühen aus zwei verschiedenen Betrieben zu untersuchen. Die Ohrstanzen aus beiden Betrieben wurden positiv auf das bovine virale Diarrhö-Virus (BVDV) getestet. Da die Kühe in beiden Beständen unterschiedlich schwer betroffen waren, wurden Gesamtgenomsequenzen untersucht. Es wurde eine Mutation im Glykoprotein Erns gefunden, welches eine RNase-Aktivität besitzt. Um die Zusammenhänge zwischen der unterschiedlichen Symptomausprägung und der Mutation besser zu verstehen, haben wir verschiedene Fragestellungen untersucht: Hat die Mutation einen Einfluss auf das Wachstumsverhalten des Virus’ und hat sich die Expression von Erns und der RNase-Aktivität verändert? Nach einer erfolgreichen Klonierung konnten wir auch die Mutation bestätigen und überprüfen, ob eine veränderte RNase-Aktivität nach Einzelexpression vorlag.

Im Zuge des Praktikums lernten wir, wie an solche Fragestellung herangegangen wird und hatten die Möglichkeit, verschiedene Strategien in praktischen Übungen kennenzulernen und unser Wissen darin zu vertiefen.

Bei Frau Dr. Tews, Frau Dr. Diederich, Frau Dr. Groseth und Herrn Dr. Hoenen wollen wir uns hiermit noch einmal für das lehrreiche und spannende Praktikum und die sehr gute Betreuung bedanken.

Darüber hinaus möchten wir uns beim Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die anteilige Übernahme der Fahrtkosten bedanken.
 

Joana Merk, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August/September 2020

Trotz aktueller SARS-CoV-2 Pandemie hatte ich das Glück mein Praktikum am IVD dieses Jahr doch noch absolvieren zu können. Ich kannte die Insel Riems und das Labor von Dr. Kerstin Wernike bereits von meinem Besuch 2 Jahre zuvor im Rahmen des Wahlpflichtfachs und wollte unbedingt wiederkommen. Im August war es dann endlich soweit und ich durfte vor Ort miterleben, was mit all den Ohrstanzen und anderen Probenmaterialien zwischen Versand und Befund geschieht.

Unter Anleitung konnte ich die gesamte Diagnostik rund um Viren, Antikörper und Zellen erlernen und immer auch selbst ausprobieren, sodass ich schnell einen breiten Überblick über die verschiedensten Diagnostikmethoden und Tests bekommen habe. Dabei hatte ich mit einem bunten Mix an Probenmaterialien, von Gnitzen über Zecken bis hin zu Ohrstanzen und Milchproben, zu tun und einem ebenso breiten Spektrum an Viren (BVDV, SBV, FSMEV, BTV, EHDV und nicht zuletzt auch den aktuell nur zu bekannten Coronaviren).

Besonders begeistert hat mich dabei die Multiplex-PCR auf BTV und EHDV: Dabei muss vor Beginn der Amplifikation zuerst die doppelsträngige Virus-RNA gespalten und anschließend sofort abgekühlt werden, um eine Renaturierung zu verhindern. Deshalb war ich eine Woche lang mit Flüssigstickstoff bewaffnet im Labor unterwegs, um meine Probenplatten direkt aus dem Cycler in einem Tauchbad aus siedendem Stickstoff zu versenken.

Während meiner 4 Wochen durfte ich sogar mein eigenes kleines Projekt bearbeiten, im Rahmen dessen ich Zecken verschiedener Herkünfte auf FSME untersuchte. Nach Alters- und Geschlechtsbestimmung musste ich zunächst die RNA des Erregers aus den Proben extrahieren, bevor ich im Anschluss daran mittels RT-qPCR auf FSMEV testen konnte.

Ganz herzlichen Dank für mein tolles Praktikum an Kerstin Wernike und ihr gesamtes Team, besonders Aileen, Constantin und Anna, die mich nicht nur bei meinen ersten Gehversuchen in der Virologie so hilfsbereit, geduldig und kompetent unterstützt haben, sondern sich auch neben ihren Laboraufgaben noch aufopferungsvoll um mich gekümmert haben durch Freizeittipps für die Region, Ausflüge und Spaziergänge über die Insel.

Ein besonderer Dank gilt auch dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung meiner Unterkunft.

Joana Merk

Jessica Geers, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August/September 2020

In Vorbereitung für die anstehende Masterarbeit in Biologie, sieht die Universität zu Köln ein 7-wöchiges Praktikum vor. Hierfür hat es mich also aus dem Rheinland an die Ostsee ans FLI an das Institut für Virusdiagnostik in die AG Rubbenstroth verschlagen.

Der Schwerpunkt der AG von Dr. Dennis Rubbenstroth liegt in den phylogenetischen Analysen und der Genotypisierung von Bornaviren und Rotaviren. Seit einiger Zeit wird aber auch ein Fokus auf das neu entdeckte neuropathogene Rustrelavirus gelegt.

In diesem Praktikum habe ich die Möglichkeit verschiedenste Laborarbeiten, die im Rahmen der Virusdiagnostik durchgeführt werden, genauer kennenzulernen und auch selbst einige Viren anzuzüchten. Der besondere Schwerpunkt im Praktikum lag auf Untersuchungen zur Verbreitung und genetischen Vielfalt des Borna disease virus 1 (BoDV-1)und der Etablierung diagnostischer Methoden für das Rustrela-Virus (RusV).

Ich habe das Glück und kann auch nach diesem Praktikum in der AG Rubbenstroth verbleiben und meine Masterarbeit dort schreiben. Ich bin gespannt, auf welche Herausforderungen ich im Zuge dessen treffen werde und in welche Richtung sich mein Projekt in den nächsten Monaten noch entwickeln wird.

Ich möchte mich herzlich für die Möglichkeiten, die sich mir durch das Praktikum ergeben haben, bedanken. Außerdem danke ich schon jetzt meiner Arbeitsgruppe für die bisherige Hilfe und das Vertrauen, dass mir erbracht wurde. Ein abschließender Dank gilt auch dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung.

Katharina Gerhards, Praktikum am Institut für Epidemiologie, August 2020

In meinem Studium der Veterinärmedizin an der Universität Gießen wurde bereits in den Vorlesungen über die vielfältige Arbeit des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) berichtet. In meinem Praktikum auf dem Veterinäramt wurde zudem mein Interesse an der Tierseuchenbekämpfung geweckt. Umso größer war die Freude, als ich die Zusage des Instituts für Epidemiologie (IfE) erhalten habe, mein vierwöchiges Wahlpraktikum am FLI absolvieren zu dürfen.

In meiner Zeit auf der Insel Riems hatte ich die Gelegenheit, einen guten Einblick in den umfangreichen Arbeitsbereich des Instituts zu erhalten.

So konnte ich zusammen mit Gästen aus Litauen an einem Workshop zur partizipativen Epidemiologie teilnehmen. Ziel war die Entwicklung einer Studie mit Jägern, in welcher der Umgang und die Akzeptanz gegenüber Maßnahmen, die der Bekämpfung von ASP dienen, ermittelt werden sollen.

Außerdem durfte ich bei der Erstellung des monatlichen Radar Bulletin mitwirken, welches einen Überblick über die internationale Lage und die Ausbreitung der bedeutendsten Tierseuchen gibt, die Gefahrenlage für Deutschland einschätzt und mittels Ampelsystem darstellt. Hierbei konnte ich Erfahrungen mit der Erhebung, der Verarbeitung und der Interpretation von Daten sammeln sowie die Grundlagen der statistischen Programmiersprache „R“ erlernen, um am Ende meine eigene Grafik mittels dieser zu erstellen.

Auch aktuelle Themen, wie die Empfänglichkeit und der Nachweis von SARS-CoV-2 bei Tieren, wurden in Übungen zur erfolgreichen Literaturrecherche mit aufgegriffen.

Aufgrund des Engagements von PD Dr. Sandra Blome vom Institut für Virusdiagnostik (IVD) hatte ich zusätzlich die Möglichkeit, Einblick in den Ablauf von Tierversuchen zur Erforschung des ASP-Virus zu erhalten. Bei zwei Besuchen der Wildschweine im S4-Bereich konnte ich die hier erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen, wie zum Beispiel die Benutzung der Duschschleuse, direkt miterleben.

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim kompletten Team des IfE bedanken, die mich sehr freundlich aufgenommen haben, jederzeit ein offenes Ohr für mich hatten und mich bei meiner Arbeit bestmöglich unterstützt haben, besonders bei PD Dr. Carola Sauter-Louis, Dr. Carolina Probst und PD Dr. Nicolai Denzin.

Ein herzlicher Dank gilt dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung bei der Unterbringung im Gästehaus des FLI.

Sean L. L. Seegert, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, August/September 2020

Im Rahmen meines Humanbiologie Masterstudiums muss ich in meinem Nebenfach Virologie ein zwei wöchiges Pflichtpraktikum absolvieren. Dieses konnte ich glücklicherweise bei Prof. Dr. Rainer Ulrich am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger wahrnehmen.

In den zwei Wochen konnte ich viele neue Erfahrungen sammeln und habe tiefere Einblicke in die Hantavirusdiagnostik bekommen. Bereits bekannte Labormethoden, wie der ELISA-Test oder die RT-PCR konnte ich üben und meine Kenntnisse festigen. Auch kam ich in die Gelegenheit bei der Sektion von Wildfang (Rötelmäuse) unter S3 Bedingungen zu helfen und damit unter Laborbedingungen zu arbeiten, die neu für mich waren.

Mein Dank gilt Dr. Stephan Drewes, Dörte Kaufmann, Patrick Slowikowski und Sina Nippert, die mich von Anfang an sehr herzlich aufgenommen und sehr gut betreut haben. Auch möchte ich mich hier nochmal herzlich dafür bedanken, dass Prof. Dr. Rainer Ulrich mir die Möglichkeit geboten hat mein Praktikum am INNT durchzuführen.

Dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts danke ich für die finanzielle Unterstützung durch Teilerstattung der Fahrtkosten.

Georgina Bredel, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, August 2020

Im Rahmen meines Tiermedizinstudiums konnte ich im August 2020 ein Praktikum am FLI absolvieren. Da im Studium der Veterinärmedizin vor allem die Ausbildung in Richtung Klinik gefördert wird und ich bis dahin nur wenig Erfahrung in Forschung und Labor sammeln konnte, entschied ich mich dafür, 4 Wochen meines praktischen Jahres hier zu verbringen. In den Vorlesungen wurde bereits früh die interessante und vielseitige Arbeit des FLIs thematisiert, sodass ich mich um ein Praktikum bewarb.

Ich bekam die Möglichkeit, diese Zeit im Labor von Prof. Dr. Rainer Ulrich zum Thema Hantaviren, einer Zoonose die von Nagern auf den Menschen übertragen wird, zu verbringen. Ich begleitete die Doktorandin Sina Nippert während ihrer Arbeit, durfte aber auch bei allen anderen der Arbeitsgruppe mitmachen und viel lernen. Die freundlichen Mitarbeiter und die angenehme Arbeitsatmosphäre haben direkt dafür gesorgt, dass ich mich sehr wohl fühlte.

Durch die engagierte und hilfsbereite Betreuung konnte ich viele Grundlagen der Laborarbeit erlernen, PCRs, Gelelektrophoresen, SDS-PAGEs, Western Blots und ELISAs durchführen und Möglichkeiten der Extraktion von DNA und RNA kennenlernen. Während dieser ganzen Methoden wurde mir schnell erlaubt, sehr selbstständig zu arbeiten, was mir im Hinblick auf eine spätere Doktorarbeit sehr helfen wird.

Zudem durfte ich bei der Sektionsvor- sowie -nachbereitung und der Sektion der Mäuse an sich mitmachen, was sicherlich am Anfang durch die Größe dieser Tiere eine Herausforderung war, aber viel Spaß gemacht hat. Auch die Arbeit in einem S2-Labor mitzubekommen war sehr spannend.

Ich möchte mich sehr herzlich bei meiner tollen Arbeitsgruppe bedanken, die mich von Anfang an direkt aufgenommen hat und step-by-step an die Laborarbeit herangeführt hat. Danke an Prof. Dr. Rainer Ulrich, Dr. Stephan Drewes, Sina Nippert, Patrick Slowikowski und Dörte Kaufmann für das stets offene Ohr, die viele Hilfe und das Vertrauen in meine Arbeit.

Ein besonderer Dank gilt auch dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung zur Unterkunft.

Georgina Bredel

Christine Sauerland, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, August 2020

Im Rahmen des Tiermedizinstudiums ist es möglich ein Wahlpraktikum im extramuralen Semester zu absolvieren. Durch meinen ersten Abschluss in Molekularbiologie stand der Entschluss fest, dass es ein Forschungspraktikum werden soll. Von daher habe ich mich per Initiativbewerbung am FLI für ein vierwöchiges Praktikum beworben und es trotz Coronakrise zwischen Schlachthof und Klinik zurück an die Bench geschafft.
Vor allem ein ganz großes Dankeschön an Dr. Barbara Klupp, Karla Günther, Dr. Julia Sehl, Dr. Melina Valbracht und der gesamten Arbeitsgruppe für die herzliche Aufnahme, die produktive Zusammenarbeit und neue Erfahrungen auf dem spannenden Gebiet der Herpesvirusforschung.
Außerdem vielen Dank an den Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung durch Teilerstattung der Wohnkosten.

Christin Hennig, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August 2020

Während des Tiermedizin-Studiums hat man die Möglichkeit in verschiede Bereiche zu schnuppern. Schon in der Uni wurde mein Interesse an der Laborarbeit geweckt, vor allem durch Kurse in der Immunologie und Virologie. Der einwöchige Wahlpflichtkurs im März 2019 am FLI bei Frau Dr. Sandra Blome hat mich überzeugt, bei ihr im Labor des Instituts für Virusdiagnostik ein längeres Praktikum zu absolvieren. Hier habe ich den Doktoranten Paul Deutschmann bei seinem Tierversuch zu einem Impfstoff zur Afrikanischen Schweinepest begleitet. Die Tage im Labor, wo wir diverse Testverfahren wie PCR oder ELISA anwendeten, wurden immer wieder durchbrochen durch Besuche im Nachbargebäude. Dort stopften wir uns die Taschen voll mit Leckerlis, schleusten uns in den Versuchstierstall ein und wurden schon durch freudiges Grunzen erwartet. Jetzt könnte man denken,
dass man sehr dreckig sein müsste, wenn man den halben Tag im Schweinestall verbringt – aber Nein! Denn nach jedem einzelnen Stallbesuch musste ausgiebig geduscht werden, um Kontaminationen zu den anderen Versuchsgruppen zu vermeiden. Das hieß bei mir: Viermal duschen am Tag bei drei verschiedenen Versuchsgruppen, plus rausduschen aus dem S4-Bereich. Während meines Praktikums war ich also so sauber wie noch nie.

Das Ende des Tierversuchs konnte ich während meines Praktikums auch noch miterleben. Das hieß aber leider auch Abschied von den Schweinen nehmen. Sie wurden sehr human mit vorhergehenden Narkose euthanasiert, um in der Sektionshalle der Pathologie dann feststellen zu können, ob die Impfstoffkanditaten erfolgreich gegen die Afrikanische Schweinepest schützen oder selbst Veränderungen an den Organen oder Geweben hervorgerufen haben. Es wurden verschiedene Proben genommen, die jetzt eingehend im Labor analysiert werden. 

Ich möchte mich hiermit besonders bei Frau Dr. Sandra Blome und ihrem Team bedanken, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben in ihrem Labor ein Praktikum zu absolvieren. Für die gute Betreuung und Zusammenarbeit danke ich außerdem Paul Deutschmann, der mir alles genau erklärt hat und mich für die Arbeit im Labor, Stall und in der Sektionshalle begeistern konnte.

Ein abschließender Dank geht an den Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die Übernahme der Fahrtkosten während meines Praktikums.

Lisa Rogoll und Christina Schwenk, Praktikum am Institut für Epidemiologie, August 2020

Wir sind Christina und Lisa, zwei Tiermedizin-Studentinnen des 10. Semesters aus München und Berlin. Im Rahmen unseres praktischen Jahres wünschten wir uns neben Praxis und Klinik auch Einblicke in die Forschung, vor allem die Epidemiologie in Bezug auf Tierseuchenerreger zu erhalten. Also landeten wir auf der Insel Riems, im Institut für Epidemiologie.

Während unseres vierwöchigen Praktikums haben wir uns besonders mit epidemiologischen Fragestellungen rund um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest beschäftigt. Dazu gehörte eine ausführliche Literaturrecherche zum Einstieg in die Thematik. Danach erfolgte die Auswertung geografischer Koordinaten tot aufgefundener Wildschweine. Das Ziel war, herauszufinden, wie die Umgebung der Kadaver im Hinblick auf die landschaftliche Zusammensetzung strukturiert ist. Dabei analysierten wir zum einen die Entfernungen der Kadaver zu Wasser, Straßen und Siedlungen mithilfe von Google-Earth und zum anderen die prozentuale Zusammensetzung der Umgebung in Umkreisen von 1, 3 und 5 km nach Landschaftskategorien im Kartenprogramm ArcGIS. Im Anschluss haben wir die Daten sowohl von ASP-positiven als auch von –negativen Wildschweinen in Lettland in Excel und R ausgewertet. Wir hoffen, dass durch unsere Arbeit zukünftig Rückschlüsse für eine zielgerichtetere Kadaversuche gezogen werden können.

Ergänzend dazu haben wir an einem internen Workshop zu partizipatorischer Epidemiologie mit litauischen Kollegen teilnehmen können. Dieser diente der Entwicklung einer Studie zum Umgang von Jägern mit ASP in Litauen.

Darüber hinaus hatten wir die Möglichkeit, in andere Arbeitsbereiche des IfE hineinzuschnuppern und durften sogar (dank des Engagements von PD Dr. Sandra Blome vom Institut für Virusdiagnostik) kurze Ausflüge ins t4/S4-Labor unternehmen, um dort die praktische Arbeit mit dem ASP-Virus zu erleben.

Wir bedanken uns für das vielseitige Praktikum und die herzliche Betreuung, insbesondere durch Carola Sauter-Louis. Bei allen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Doktorandinnen und Doktoranden bedanken wir uns für die überaus freundliche und offene Aufnahme in das Team. Wir haben unsere Zeit am IfE sehr genossen! Ein ganz herzliches Dankeschön geht außerdem an den Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung. 

Christina Schwenk und Lisa Rogoll

Virologiepraktikum für Humanbiologiestudenten der Universität Greifswald, August 2020

Vom 10.08.-21.08.2020 fand unser Virologie-Praktikum im Schulungslabor des FLI auf der Insel Riems statt. Dabei erhielten wir einen Einblick in die Grundlagen virologischer Forschungsmethoden sowie den Arbeitsalltag in einem Bundesforschungsinstitut. Das Praktikum beschäftigte sich mit Inhalten wie der Anwendung serologischer Verfahren zum Antikörpernachweis, wie ELISA und Western Blot-Test, der Durchführung molekularbiologischer Methoden, wie Polymerasekettenreaktion, und virologischer Arbeitsmethoden, z.B. Virustitration. Dazu wurden beispielsweise auch verschiedene rekombinante Virusproteine untersucht. Abschließend sind die Versuche mittels eines Kurzvortrages durch die Studierenden nochmals zusammengefasst worden und mit den zuständigen Betreuern ergänzende Forschungsansätze und Fragestellungen diskutiert, sowie Meinungen arbeitsgruppenübergreifend ausgetauscht worden. Wir danken dem Institut für die Kooperation und die Möglichmachung des Praktikums trotz der bekannten Umstände der gerade herrschenden Pandemie. Freundlicherweise wurden die anfallenden Fahrtkosten zur Insel Riems auch in diesem Jahr wieder durch den Förderverein übernommen.

Lily Haumont, internship within the International Animal Health Institute in FLI Headquarters, February to July 2020

In the frame of my master thesis in Public Health and last year of veterinary studies in France, I looked for a 5-month internship that would allow me to combine my professional aspirations: working in an international environment on multicultural topics, enhancing my knowledge on animal health, public health, risk assessment and management, and improve my language proficiency in German.

Those criteria led me to the International Animal Health Institute from the Friedrich-Loeffler-Institut in Greifswald. Contrarily to numerous internships conducted at the FLI, my work would not take place in a lab and would rely on bibliographic research.

I have been offered to work on differences on national legislations for African Swine Fever worldwide. In that optic, I studied regulative texts relating to ASF-control from many countries and selected nine from five continents. The aim of this study was to explore what scope there may be for improvements through their comparison while integrating the national context in which they were formulated.

This internship has been very fruitful for me. I broadened my understanding of legislations which importance is often underestimated. I could develop a big picture that sharpened my critical mind: combining political decisions, economical constraints, health issues, scientific background, social considerations, crisis and emergency procedures. The team invited me, not just to focus on one project, but understand the dynamics of the team, their functioning and mentality on any challenge they may face. This international-oriented project perfectly met my goals.

The COVID-19 pandemic unfortunately constrained me to return to my country before the end of the internship and pursue my work at home. Despite this, I benefited from a very efficient and constructive follow-up. Adaptation to professional unexpected events is part of any good set of skills. The teamwork we performed allowed us to reach a report that may contribute, in its own way, to the ongoing knowledge and research about ASF control, management and eradication.

I am very grateful to Dr. Klaus Depner that did a wonderful job in supervising me throughout the project, as well as all the other members of the International Animal Health Institute: for their hearty welcome in their institute, their support and the constructive exchanges we shared. I have experienced a very enjoyable working environment and collegial spirit that inspired me to work efficiently and with dedication.

Finally, big thanks to the Förderverein of the FLI, which financially helped me with accommodation in the guest house.

Cole Alexander Bourque, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, März/April 2020

Throughout my stay as an intern at FLI under Prof. Dr. Rainer Ulrich from 01.03 to 30.04.2020, I was able to greatly advance my practical and theoretical knowledge by way of laboratory work. The main topics that I focused on and assisted with were species classification as well as bacterial and viral infection screening for captured rodents. Throughout my internship, I was successful in both developing practical methods in the laboratory, as well as employing theoretical and data analysis methods to utilize the yielded results.

To determine rodent speciation, I worked with lab coworkers to analyze mitochondrial cytochrome B DNA. The disease-causing pathogens screened were the bacteria “Leptospira”, and the viruses “Puumuala Orthohantavirus” (PUUV) and “Dobrava-Belgrade Orthohantavirus” (DOBV). Working with such diverse experimental targets stimulated my development of several unfamiliar techniques. Chloroform RNA extraction, kit-based DNA and RNA extraction, kit-based DNA gel column purification for sequencing, and software analysis of sequencing results using the program “Geneious” were all among the novel skills I acquired. Additionally, my supervisors instilled the theory behind the diseases and their analyses to me as experiments were performed. Vital information including viral replication and lifecycle strategies, primer design, and analytical methods were explained clearly and concisely. This knowledge ensures that I will maintain my comprehension of the techniques performed in this internship.

The enhancements to my practical skills and theoretical comprehension have made me more confident in my laboratory skills and conceptual ability. What I learned from the two months at FLI will be invaluable for my future as a researcher. I will apply the experience gained here to contribute to the advancement of science, both academically and professionally.

Anna Munk, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Februar 2020

Im Februar 2020 kam ich in den Genuss, ein vierwöchiges Praktikum am INNT des FLIs absolvieren zu können. Dieses fand im Rahmen des praktischen Jahres meines Tiermedizinstudiums an der LMU München statt. Üblicherweise hospitiert man in dieser Zeit in tierärztlichen Praxen und Kliniken. Da das FLI vor allem in der  Virologie-Vorlesung immer wieder thematisiert wurde, entschloss ich mich einen Blick über den Tellerrand in die Forschung zu werfen und bewarb mich um ein Praktikum.

Im Labor von Dr. Markus Keller drehte sich alles um Orthonairoviren, vor allem um das Nairobi-Sheep-Disease-Virus, Hazara Virus und Dugbe Virus als auch um das Middelburg Virus. Hier durfte ich grundlegende Laborarbeiten wie das Durchführen von PCRs, RT-PCRs, ELISAs, Western Blots und RNA Extraktion erlernen. Des Weiteren wurde ich eingeführt in das Klonieren von DNA Fragmenten mithilfe eines rekombinanten Vektors und E-Coli Stämmen. Sehr interessant war auch der Umgang und die `Pflege´ von Zellkulturen, welche für die Virusvermehrung, Quantifizierung und für Neutralisationstests gebraucht werden. Zusammenfassend musste ich feststellen, dass sehr viel Arbeit und auch Frustration hinter der Etablierung von diagnostischen Tests für die tierärztliche Praxis steckt und dass es eine Menge an Stellschrauben gibt, an welchen geduldig gedreht werden muss, bis sich ein möglicher Erfolg einstellen könnte.

Da Herr Dr. Keller für die Mäusehaltung und –Zucht im Quarantänestall mitsamt des SPF Bereichs zuständig ist, konnte ich einen spannenden Einblick in die Versuchstierhaltung gewinnen. Hierbei lernte ich viel über die Haltung von Labormäusen und konnte mich direkt im Handling ausprobieren. Dazu gehörte unter anderem die Entnahme der Schwanzspitze als genetisches Probenmaterial, das Einziehen von Ohrmarken zur Markierung der Mäuse sowie das Aussortieren von erkrankten Tieren. Mein persönliches Highlight war, einen Embryotransfer miterleben zu können. Nachdem man weibliche Tiere durch Hormoninjektionen zur Superovulation gebracht hatte und diese mit Männlichen angepaart hatte, wurde aus ihnen, insofern sie einen Vaginal-Plug aufwiesen, die befruchteten Eizellen gewonnen. Das Ammentier aus dem SPF Bereich, in welches die über Nacht inkubierten Eizellen mittels einer Operation unter Narkose und Analgesie eingepflanzt werden sollten, musste ebenfalls durch eine Anpaarung mit vasektomierten männlichen Tieren in den richtigen Zykluszustand gebracht werden.

Mir hat es sehr gefallen durch die interessanten Seminare montags auch einen Einblick in die Forschungsarbeit an anderen Instituten zu erhalten. Aufgrund von den gesammelten Erfahrungen bin ich schon ein Schritt weiter hinsichtlich meines späteren beruflichen Werdegangs und könnte mir prinzipiell eine Doktorarbeit am FLI vorstellen.

Ich danke hiermit allen Mitarbeitern des FLIs insbesondere Dr. Markus Keller für die Darstellung seines Berufsalltages,  Katrin Schwabe, die mir stets mit Rat und Tat bei sämtlichen Problemen im Labor zur Seite stand sowie Julia Hartlaub, die mir das Dasein als Doktorand eindrücklich vermittelte. Außerdem möchte ich mich beim Förderverein des FLIs für die anteilige Übernahme der Mietkosten für das Appartement, welches ich mir mit Julia Pöhlig teilte, bedanken.

Julia Pöhlig, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Februar 2020

Im Rahmen meines Tiermedizinstudiums sind eine Reihe von Praktika im praktischen Jahr vorgesehen. Der Großteil dieser Praktika wird normalerweise in Tierärztlichen Praxen oder Kliniken absolviert. Ich habe mich dazu entschieden dieses praktische Jahr zu verlängern, um die Möglichkeit zu bekommen in möglichst viele Bereiche und Richtungen der Tiermedizin einen Einblick zu gewinnen.

Durch die Laborkurse in Chemie und Biochemie durch die Universität habe ich einen Einstieg in die Laborarbeit bekommen. Da ich eventuell eine Doktorarbeit im Bereich der Forschung und Virologie machen möchte, hatte ich den Wunsch diese Kenntnisse noch weiter zu vertiefen und einen größer gefächerten Einblick in den Laboralltag zu gewinnen.

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat mir erfreulicherweise die Möglichkeit gegeben ein vierwöchiges Praktikum im Labor von Prof. Rainer Ulrich zu absolvieren. Hier begleitete ich die Doktorandin Elisa Heuser bei ihrer Arbeit zum Thema Hantaviren, einer Gruppe von Zoonoseerregern, die auf den Menschen übertragbar sind.

Auf diese Weise habe ich Grundlagen der Laborarbeit erlernt, selbstständig PCR und ELISA durchgeführt sowie verschiedene Möglichkeiten der Extraktion von RNA sowie DNA kennengelernt. Da diese Aufgaben in unserem Studium wenig behandelt worden sind, bereitet mich dieses Praktikum sehr gut auf eine mögliche Doktorarbeit und die damit nötigen Fähigkeiten vor. Des Weiteren bekomme ich durch die Zusammenarbeit mit Elisa Heuser die organisatorischen Hintergründe einer Doktorarbeit sowie Erfolgserlebnisse und auch Rückschläge innerhalb der Versuche mit.

In dieser Woche hatte ich die Möglichkeit bei der Sektion von Ratten und Mäusen mitzuhelfen. Dabei war es eine echte Herausforderung die vielen verschiedenen Proben aus den kleinen Tieren in einem guten Zustand zu entnehmen. Auch dies war eine neue interessante Aufgabe, von der ich viel mitgenommen habe.

Insgesamt habe ich schon jetzt viele neue Eindrücke gesammelt, neue Aufgaben bewältigt und konnte mir ein Bild von der Arbeit für eine mögliche Doktorarbeit machen.

Ich möchte mich bei Prof. Rainer Ulrich bedanken für die Möglichkeit des Praktikums in seinem Labor sowie bei Elisa Heuser für die großartige Heranführung an die Laborarbeit und das Vertrauen in meine selbstständige Arbeit. Außerdem möchte ich dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung zur Unterkunft danken.

Julia Pöhlig

Marius Lauffer, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, Februar 2020

In Vorbereitung auf meine Masterarbeit wurde von der Universität Greifswald ein dreiwöchiges Forschungspraktikum vorgesehen. Da drei Wochen in einem Labor nicht sonderlich viel Zeit ist, habe ich mich dazu entschlossen dieses Praktikum schon in der Arbeitsgruppe meiner Masterarbeit zu absolvieren. Die Arbeitsgruppe von Dr. Thomas Hoenen beschäftigt sich mit der Interaktion von Ebolaviren mit Proteinen der Wirtszelle. Genau hier setzt auch das Thema meiner Masterarbeit an. Durch diese intensiv betreuten drei Wochen konnte ich mir später nötige praktische Methoden wie Co-Immunpräzipitation und siRNA Minigenom Versuche aneignen. Auch Grundlagen konnte ich in guter Betreuung auffrischen und die arbeitsgruppenspezifischen Abläufe erlernen.

Trotz einiger kleiner Rückschläge, wie zum Beispiel einer widerspenstigen PCR, freue ich mich sehr auf die zukünftige Arbeit im Zuge meiner Masterarbeit.

Durch die Abgelegenheit der Insel Riems gestaltet sich das Pendeln aus Greifswald oft als schwierig, dank des Fördervereins bleiben die Kosten des Pendels jedoch ertragbar, auch für Studenten. Dafür möchte ich dem Förderverein des FLI danken.

Aber am wichtigsten natürlich: Vielen Dank an die gesamte AG Hoenen, welche mich so freundlich und offen aufgenommen hat.

Ich freu mich sehr auf meine Rückkehr Mitte März.

Vielen Dank und bis demnächst

Marius

Workshop "Serologische und immunologische Nachweisverfahren für Virusinfektionen", Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Februar 2020

Trotz Sturm „Sabine" haben wir, vier Studierende der TiHo Hannover, die Insel Riems am Sonntag wohlbehalten erreicht, um unser einwöchiges Wahlpflichtpraktikum im Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger zu absolvieren. Dort angekommen, konnten wir auch direkt unsere Gästewohnungen beziehen, die praktischerweise nahe am Eingang des FLIs liegen. Voller Vorfreude und Erwartungen blickten wir auf die kommende Woche.

Wie sich bald herausstellte, sollten diese Erwartungen dann auch nicht enttäuscht werden. Wir haben viele praktische Erfahrungen gesammelt und einige Methoden wie Western Blot, ELISA, real-time PCR und Immunfluoreszenz selber durchgeführt. Besonders spannend waren die Versuche, die über mehrere Tage hinweg liefen und deren Ergebnisse letztlich auch erstaunlich oft den Erwartungen gerecht wurden. Hierbei hat uns insbesondere der freundschaftliche Konkurrenzkampf untereinander, um das präziseste Pipettieren und die exaktesten Resultate, angespornt. Möglich war dies nur durch die intensive Betreuung des Teams von Dr. Anne Balkema-Buschmann, durch das wir die Chance bekamen, die Versuche alle eigenständig durchzuführen. Auch zwischen den Versuchen und während Wartezeiten haben wir viel von ihnen gelernt und hatten eine Menge Spaß.

Besonders hervorheben möchten wir, dass wir auf Nachfrage sehr spontan durch die S2-Tierhaltung geführt wurden und dabei Einblicke in sämtliche unbelegte Ställe und das faszinierende Insektarium erhalten haben.

Insgesamt hatten wir eine wirklich lehrreiche und spaßige Woche am Friedrich-Loeffler-Institut und möchten uns ganz herzlich bei Anne Balkema-Buschmann sowie ihrem Team für ihre Zeit und die Unterstützung bedanken. Im Laufe der Woche ist dann auch der ein oder andere von uns zu der Erkenntnis gekommen, dass er gerne für an längeres Praktikum an das FLI zurück kommen würde. Insofern hoffen wir schon bald wieder Gäste auf der Insel Riems sein zu dürfen.

Leonie Richter, Isabel Hausmann, Laurin Kluge, Luis Weißenberger

David Conrad, Praktikum am Institut für Molekulare Virologie und Zellbiologie, Januar 2020

Während meines Tiermedizinstudiums an der Justus-Liebig-Universität Gießen hatte ich die Gelegenheit mir einen Gastvortrag von Dr. El-Sayed Abdelwhab anzuhören. Dort lud er die Studenten ein sich bei ihm zu melden, falls jemand Lust hätte, einen Einblick in die Forschung am Friedrich-Loeffler-Institut zu bekommen – das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen.

Während meines vierwöchigen Praktikums in Dr. Abdel-Whabs Arbeitsgruppe bekam ich einen umfassenden Einblick in die Welt der aviären Influenzaviren, besser bekannt als die Erreger der Vogelgrippe.

Ich lernte viel über grundlegende Laborarbeiten, wie das Durchführen einer PCR, Western Blot und Extraktionsverfahren für die Gewinnung von viralem Genom. Völliges Neuland war bis dahin für mich die Arbeit mit Versuchstieren, Zellkulturen und die Klonierung von viralen Genen in Vektoren (sogenannten Plasmiden). Obwohl mein Praktikumszeitraum mit 4 Wochen sehr kurz gewählt war und ich sicher noch eine Menge mehr hätte lernen können, habe ich vieles aus der Zeit mitgenommen und auch viel dazugelernt.

In der Tiermedizin ist die wissenschaftliche Forschung als Option zum klassischen Praktizieren als Tierarzt häufig nicht so präsent und daher finde ich es sehr gut, dass das Friedrich-Loeffler-Institut die Möglichkeit bietet, Interessenten einen Einblick in seine Arbeit zu gewähren.

Besonders bedanken möchte ich mich an der Stelle bei Dajana Helke, Claudia Blaurock, Ola Bagato, David Scheibner und Dr. El-Sayed Abdelwhab, die während meiner Zeit am FLI immer ein offenes Ohr für mich hatten und denen es stets wichtig war, dass ich möglichst viel lernen konnte. Ich habe mich in der Arbeitsgruppe und am gesamten Institut sehr willkommen und gut aufgehoben gefühlt!

Ein abschließender Dank geht an den Förderverein des FLI, der mich mit einer anteiligen Übernahme der Unterbringungskosten unterstützt hat.

Christina Möller, Praktikum am Institut für Immunologie, November/Dezember 2019

In Vorbereitung für die anstehende Masterarbeit sieht die Universität Greifswald ein achtwöchiges Praktikum vor. Da ich während meines Bachelorstudiums schon ein Praktikum am FLI am Institut für Virologie und Zellbiologie absolvierte, welches mir sehr gut gefiel, wollte ich am FLI gerne auch dieses Pflichtpraktikum absolvieren. Auf Dr. Björn Corleis und seine Arbeitsgruppe für Mukosale Immunologie und Vakzinologie wurde ich während eines Praktikums der Universität Greifswald aufmerksam, an dem Dr. Björn Corleis mit einem Versuch beteiligt war. 

Das Labor von Dr. Björn Corleis beschäftigt sich insbesondere mit der Infektionskrankheit Tuberkulose. Während meines Praktikums auf der Insel Riems verglich ich die Transkriptionslevel von dem iNOS Gen NOS2 und zwei housekeeping genes in drei verschiedenen Makrophagen Zelllinien. NOS2  spielt eine wichtige Rolle bei der Immunantwort gegen Tuberkulose und ist daher von zentraler Bedeutung.

In dem achtwöchigen Praktikum konnte ich bislang erlernte Methoden weiter vertiefen und neue Methoden anwenden, wie z.B. die RNA-Extraktion, cDNA-PCR und RT- PCR. Darüber hinaus wurde das selbstständige Arbeiten extrem gefördert, aber dennoch konnte man ohne Zögern bei aufkommenden Fragen Dr. Björn Corleis um Hilfe bitten.

Ich möchte mich hiermit herzlich bei Dr. Björn Corleis für die Möglichkeit des Praktikums in seinem Labor bedanken. Darüber hinaus gilt mein Dank auch den Mitarbeitern des Labors für Mukosale Immunologie und Vakzinologie. Ein abschließender Dank geht an die Mitglieder des Fördervereins für die anteilige Übernahme der Fahrtkosten.

Ich freue mich schon sehr auf meine Rückkehr für die bevorstehende Masterarbeit.

Christina Möller

Svearike Oeverdieck, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, August/September 2019

Im Rahmen meines Biochemie Studiums an der Freien Universität Berlin, war ein 6-Wöchiges Berufspraktikum vorgesehen. Nach einiger Recherche kam ich zufällig mit dem Friedrich Loeffler Institut in Berührung. Die Themen verschiedener Forschungsgruppen interessierten mich, so dass ich mich kurzerhand bewarb.

Ich hatte das Glück in die Arbeitsgruppe von Dr. Birke Tews aufgenommen zu werden, in der man mich sehr freundlich und hilfsbereit empfing. Da dies ein Labor der Sicherheitsstufe 3 ist, führte ich meine praktischen Arbeiten im Labor von Dr. Luttermann durch, bei denen ich mich an dieser Stelle nochmals für die Unterstützung bedanken möchte.

Während meiner Zeit am FLI befasste ich mich mit Occludin als Viruseintrittsfaktor für PEDV und führte meine Versuche an Zellen der grünen Meerkatze durch. Die Methoden, welche ich zum Teil schon während eines Praktikums an meiner Uni erlernt hatte, konnte ich hier verfeinern. Dazu zählten, neben Zellkultur, auch Klonierung und Virustitration.

In den, leider zu kurzen, 6 Wochen welche ich am FLI verbringen durfte, habe ich viel über Virologie und das Arbeiten in einem Labor lernen können. Ich hoffe während meines weiteren Studiums, mehr im Bereich der Virologie arbeiten zu können, da mir durch dieses Praktikum klargeworden ist, um was für einen interessanten Themenbereich es sich hierbei handelt. 

Nochmals Vielen Dank an Dr. Birke Tews, Kerstin Wink-Kruschke, Dr. Christine Luttermann und Kristin Trippler, die mir immer mir Rat und Tat zur Seite standen.

Ich möchte mich außerdem ganz herzlich beim Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung zur Unterkunft in Greifswald bedanken.

Viviane Schmidt, Praktikum am Institut für Immunologie, Oktober - Dezember 2019

Im Zuge meines Studiums an der Universität Greifswald galt es, ein berufsbezogenes Praktikum zu absolvieren. Ich erhielt die Möglichkeit, dieses Praktikum am FLI im immunologischen Institut zu absolvieren, was mich sehr freute, da ich im Fachbereich Immunologie meine Masterarbeit schreiben werde.

Mir wurde Einblick in den Forschungsalltag hier auf Riems gewährt, ich lernte, neue Methoden routiniert durchzuführen und selbständig zu arbeiten. Dabei ließ mich Dr. Pei nie allein im Regen stehen, sondern beantwortete jede meiner Fragen und besprach mit mir ausführlich die immunologischen Hintergründe unserer Versuche.
Mittels qPCR untersuchte ich die Veränderung der Genexpression in einer knock-down Monozytenzelllinie im Gegensatz zu einer Wildtyp-Zelllinie. Hierzu wurden beide Linien zur Differenzierung zu Makrophagen angeregt und dann verschiedenen Stimulanzen (z.B. LPS) ausgesetzt, die das Immunsystem aktivieren. Makrophagen, die auf dieselbe Weise stimuliert worden waren, habe ich ferner mittels eines Western Blots auf Proteinebene untersucht. Außerdem konnte ich erste Erfahrungen mit dem CRISPR-Verfahren sammeln.

Ein ganz großes Dankeschön möchte ich an Dr. Pei richten, der mir sehr viel über den Laboralltag beigebracht und mich ermutigt hat, wenn ein Versuch nicht auf Anhieb funktionierte. Und auch Gini und Frau Zedler gilt mein herzlicher Dank!
Darüber hinaus bedanke ich mich beim Förderverein des FLI für die anteilige Übernahme der Fahrtkosten.

Leonie Gnewuch, Praktikum am Institut für Epidemiologie, Oktober 2019

Schon früh in meinem Tiermedizinstudium habe ich ein Interesse für die Veterinär-Epidemiologie entwickelt und die Wahlpflichtkurse während meines Studiums, die vom FLI in Kooperation mit der FU Berlin zu dieser Thematik gehalten wurden, haben mich immer wieder dabei bestärkt. So war die Entscheidung über die Wahl meines Praktikumsplatzes sehr leicht – ab auf die Insel Riems!

Während meines 5-wöchigen Praktikums hatte ich die Möglichkeit, eine eigene epidemiologische Fragestellung zu bearbeiten und dadurch selbstständig einen Einblick in die Epidemiologie und Tiergesundheitsökonomie zu erlangen. Im Hinblick auf immer wieder auftretende Ausbrüche von BHV-1 in Deutschland habe ich mich mit der Erstellung eines Modells zur Abschätzung der Kosten eines solchen Ausbruchs auf Bestandsebene beschäftigt. Hierbei habe ich neben grundlegenden Fähigkeiten zur Erstellung ökonomischer Modelle auch viel über die Tierseuchenbekämpfung und das aktuelle Tierseuchengeschehen in Deutschland gelernt.

Darüber hinaus habe ich in die Arbeit vieler Mitarbeiter am IfE und durch regelmäßige institutsübergreifende Vorträge auch in die Arbeit des gesamten FLI reinschnuppern können. Für Abwechslung haben die gelegentlichen Spaziergänge über die Insel zu den Sentinel-Enten oder den Wildschweinkadavern gesorgt, die gleichzeitig für mich eine gute Möglichkeit waren jede Ecke des Instituts zu entdecken.

Ein ganz besonderes Dankeschön gilt Dr. Jörn Gethmann und Dr. Carolina Probst, die jederzeit ein offenes Ohr für mich hatten und mich bei meiner Arbeit unterstützt haben. Sie haben es geschafft, direkt an meinem ersten Praktikumstag die passende Aufgabe für mich zu finden und dafür gesorgt, dass ich diese am Ende auch mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abschließen konnte.

Auch bei dem restlichen IfE-Team möchte ich mich für die vielen Informationen zum Institut, zur Insel Riems und zu der Arbeit hier sowie die netten Gespräche in der Mittagspause bedanken – ich habe mich sehr willkommen gefühlt und als „richtiger“ Teil des Teams.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei Sonja Schell für die Hilfe bei allen administrativen Aufgaben und beim Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung bei der Unterkunft im Gästehaus bedanken.

Maximilian Rüttermann, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, September/Oktober 2019

Mit großer Vorfreude bin ich am 2. September nach einer 8 stündigen Autofahrt am FLI eingetroffen und wurde von meinem Betreuer, Dr. Stephan Drewes, an der Südwache abgeholt. Am ersten Tag wurde ich der gesamten Arbeitsgruppe vorgestellt und schließlich auch dem ganzen INNT; besonders durch die angenehme Arbeitsatmosphäre und die freundlichen Mitarbeiter habe ich mich sofort wohl gefühlt. Nach einer ganzen Reihe von Sicherheitseinweisungen - ich weiß gar nicht mehr wie viele es am Ende waren, wichtig war nur sich alles bis ins Detail zu merken - habe ich dann direkt noch eine ausführliche Führung mit einigen historischen Anekdoten über das Gelände bekommen.

Am späten Nachmittag des Tages ging nach dem Vergnügen dann aber auch die Arbeit los; Sektionsvorbereitung zur Probengewinnung aus Wildfängen. Am folgenden Mittwoch fand dann meine erste Sektion unter BSL3-Bedingungen im Hochsicherheitsbereich statt. Wir haben uns alle vor dem Eingang des Gebäudes getroffen, um anschließend unsere Wäsche abzuholen – ein T-Shirt, Unterwäsche, eine Hose, Socken und einen Sektionskittel. Denn nichts darf in den BSL3-Bereich hinein oder wieder heraus gelangen, abgesehen von uns und den Proben natürlich. Daher mussten wir uns in einer Schleuse umziehen und durch eine Duschkammer den Sicherheitsbereich betreten. Das erste Mal in der Sektionshalle im Gebäude 45 war für mich persönlich besonders aufregend, dennoch war es gleichzeitig wichtig, permanent den Fokus zu behalten, um Fehler zu vermeiden. Im Vorraum der Sektionshalle sind wir dann auf Gummistiefel umgestiegen, haben unsere Sektionskittel angelegt, unsere Ventilationseinheiten eingeschaltet und die Atemschutzhauben aufgesetzt. Nachdem auch die Handschuhe mit Klebeband am Kittel fixiert waren, konnte ich meine erste Sektion beginnen. Zum Schluss wurden wir alle von außen desinfiziert, bevor man von der Sektionshalle wieder in den Vorraum gehen konnte. Anschließend haben wir uns in der Schleuse wieder ausgezogen, um über die Duschkammer den BSL3-Bereich zu verlassen. Nachdem ich die Sicherheitstür auf meiner Seite geschlossen hatte, begann unmittelbar das Wasser von oben runter zu fließen, erst einige Minuten später konnte die Tür zum Verlassen des Bereichs geöffnet werden.

In den folgenden Tagen habe ich aus den gewonnenen Proben zunächst die RNA extrahiert, um diese anschließend über S-Segment RT-PCR auf das Puumala-Orthohantavirus (PUUV) zu prüfen, ein unter anderem in Deutschland verbreitetes und auf den Menschen übertragbares Hantavirus. Jedes spezifische RT-PCR-Produkt wurde sequenziert und phylogenetisch charakterisiert. Anhand des erstellten Stammbaumes konnte die PUUV-Sequenz einer geografischen Region beziehungsweise bisher bekannten Stämmen und Linien zugeordnet werden. Bei einigen Rötelmäusen wurde zudem eine molekulare Speziesbestimmung anhand einer Cytochrom b-PCR durchgeführt und darüber hinaus die evolutionäre Linie bestimmt. Zudem habe ich jedes Tier serologisch auf Antikörper gegen das PUUV-Nukleokapsidprotein überprüft und schlussendlich mit Stephan eine Gesamtbewertung für jedes Tier einzeln vorgenommen. Inzwischen bin ich in meiner letzten Woche am FLI in Prof. Dr. Rainer Ulrich´s Arbeitsgruppe und wir haben beinahe 400 Tiere untersuchen können.

An dieser Stelle möchte ich nochmal besonders Prof. Dr. Rainer Ulrich danken, der es mir erst ermöglicht hat, ein Praktikum in seiner Arbeitsgruppe zu absolvieren. Außerdem möchte ich Dr. Stephan Drewes für die Betreuung, Unterstützung und zahlreichen Interessanten Diskussionen, auch während der Mittagspause, danken. Natürlich geht mein Dank auch an die gesamte Arbeitsgruppe – es war eine tolle Zeit bei euch! Vielleicht sieht man sich bald wieder.

Ein ganz großes Dankeschön geht an dieser Stelle auch an den Förderverein des Friedrich-Loeffler- Instituts für die finanzielle Unterstützung.

Maximilian Rüttermann

Alicia Pichlmeier, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik (IVD), September 2019

Die Kühe waren skeptisch.
Selten verirrte sich jemand bis zu ihnen an das nördlichste Ende des FLI auf der Insel Riems. Auch ich machte nur einen kurzen Rundgang, um dann wieder in das Labor von Dr. Kerstin Wernike im IVD zurückzukehren. Dort wurde ich nämlich nicht skeptisch, sondern sehr herzlich aufgenommen und alle haben sich Zeit genommen mir zu erklären, woran sie gerade arbeiten.

Am Anfang durfte ich den Doktoranden bei ihren Projekten über die Schulter schauen und bereits einige Schritte selbst vorbereiten. So lernte ich auch den Umgang mit Multistepper und Mehrkanalpipette sowie Grundsätze des sterilen Arbeitens. Die Vorbereitung der Experimente erforderte manchmal Suchen von Probenmaterial in entlegenen Gefrierschränken, sodass Orientierungsvermögen gefragt war (sollte ich mich doch verlaufen, stand zur Sicherheit die Telefonnummer des Labors auf meinem Namensschildchen).

Nachdem ich etwas Übung im Arbeiten an der sterilen Werkbank gesammelt hatte, bekam ich ab der zweiten Woche ein eigenes Projekt: Die Untersuchung von in Deutschland und Österreich gesammelten Zecken auf FSME & Borrelien. Ich durfte unter Anleitung alle Arbeitsschritte selbst durchführen, von der Plattenbelegung, über das Zecken schreddern und RNA isolieren mittels Chromatografiesäule bis zur Auswertung der PCR.

Parallel dazu mussten die diagnostischen Einsendungen zur Ergebnisbestätigung und weiteren Erregercharakterisierung von BVD, SBV und BKF bearbeitet und unter anderem die Viren in Zellkultur vermehrt werden. Im Gegensatz zu Viren, die im Labor steril in Reinkultur vermehrt werden, ist die Arbeit mit Feldproben weniger vorhersehbar, da es zu Kontaminationen und Wechselwirkungen mit anderen Substanzen kommen kann.

Das musste meine erste infizierte Zellkultur am eigenen (Zell-)Leib erfahren, als sie bereits nach einer Stunde Inkubation von einem Inhaltsstoff der Probe dahingerafft wurde. Nach einigen Rückschlägen konnte ich trotzdem am Ende der Woche die ersten Zellen fixieren und mit einem fluoreszierenden Farbstoff färben. Ich hatte die Möglichkeit, viele unterschiedliche molekularbiologische Methoden kennenzulernen und auf mein Experiment anzupassen. Als angehende Tierärztin habe ich auch erfahren, wo mögliche Probleme bei der Probengewinnung und -einsendung bestehen könnten.

Neben den vielfältigen Arbeiten in meinem „Heimatlabor“, hatte ich auch die Möglichkeit andere Labore kennenzulernen. So war ich u.a. im Next Generation Sequencing Labor und bei mehreren Schweinesektionen, wo ich einige Schritte selbst durchführen und Proben entnehmen durfte.

Dabei ist die Zeit viel zu schnell vergangen und bald hieß es schon wieder Abschied nehmen und Danke sagen:

Von Dr. Kerstin Wernike und ihrem gesamten Labor, die mich so herzlich aufgenommen, geduldig mit Wissen gefüttert und viele Verfahren selbst durchführen haben lassen.

Von Dr. Angele Breithaupt, die sich bei den Sektionen viel Zeit für mich genommen hat

und von allen Mitarbeitern des IVD und des FLIs.

Vielen Dank auch an Ines Jakobi für die Organisation und an den Förderverein.

Kilian Striska, Praktikum am Institut für Immunologie, August/Oktober 2019

Während meiner Arbeit als studentische Aushilfskraft an der Universität Greifswald fragte ich umher, wo ich mein Projektpraktikum abschließen könne. Dabei wurde mir das Friedrich-Loeffler-Institut ans Herz gelegt. Als ich zum ersten Tag meines Praktikums die Insel betrat wurde mir sofort klar weshalb: Das Institut legt Wert auf hohe Sicherheitsstandards und arbeitet mit einer Vielzahl von Modellorganismen, welche ich zuvor noch nie gesehen hatte.

Mit Doktor Pei wurde mir ein hervorragender Lehrmeister zur Seite gestellt. Unter ihm kreierte ich Zelllinien mit einem Knockout verschiedener Stresskinasen (z.B. GCN2), um zu untersuchen, welche Einwirkung das Fehlen der jeweiligen Kinase auf eine Entzündungreaktion hat, unter verschiedenen Stressantworten und bei verschiedenen Infektionen. Zudem untersuche ich, ob die pathogen recognition receptors NOD1 bzw. 2 in einer stressinduzierten Entzündung beteiligt sind. Doch ich lernte nicht nur die Arbeitsweisen im Labor durch ihn kennen, sondern erfuhr noch einiges über die Welt der Wissenschaft und wie diese funktioniert, wodurch ich nun deutlich besser informiert meine Zukunft in der Wissenschaft planen kann.

Neben Herrn Pei möchte ich insbesondere Frau Zedler und Frau Borkute danken, welche mir stets mit Rat und Tat zur Seite standen, und mir halfen mich an dem Institut zurecht zu finden, sowie dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts, ohne die das Praktikum nur schwer durchzuführen gewesen wäre.

Wahlpflichtpraktikum im Masterstudiengang Humanbiologie (Universität Greifswald), September 2019

Dank der Kooperation des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) mit der Universität Greifswald hatten 8 Studenten des Masterstudiengangs Humanbiologie die Möglichkeit, Virologie als Vertiefungsfach zu wählen und somit im September 2019 das Wahlpflichtpraktikum „Arbeitsmethoden in der Molekularen und Klinischen Virologie“ auf der Insel zu belegen.

In dem Praktikum beschäftigten wir uns dem fiktiven Problem „unserer“ Kühe sowie der Kühe „unseres Nachbarn“, welche bei der Routineuntersuchung positiv auf das Bovine virale Diarrhö-Virus (BVDV) getestet wurden. Gesamtgenomsequenzen wurden zur Verfügung gestellt und zeigten, dass bei den Rindern eines Bestandes eine Mutation im Glykoprotein Erns, welches eine RNase-Aktivität besitzt, auftrat. Um das Geschehen im Feld nun besser zu verstehen, stellten wir uns verschiedene Fragen bezüglich der Expression des Erns, dem Vergleich der RNase-Aktivität in den beiden Isolaten, dem Wachstumsverhalten der beiden Virusisolate und letztlich, nach eigener Klonierung, ob sich die Mutation in Erns bestätigen lässt und ob sich nach Einzelexpression eine unterschiedliche Aktivität zeigt.

Hiermit bedanken wir uns bei Frau Groseth, Frau Tews, Frau Diederich und Herrn Hoenen für die Betreuung des Praktikums, die lehrreichen Vorträge und dem erstmals für unseren Studiengang angebotenen Praktikum!

Des Weiteren bedanken wir uns bei dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die anteilige Übernahme der Fahrtkosten.

Die Humanbiologie-Studenten der Universität Greifswald

Phuong Thao Do, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, August/September 2019

My Master's program in Biosciences, major in Microbiology and Virology at the University of Würzburg required a practical course for both Microbiology and Molecular Virology. At the time I had finished my first practical course, I started seeking a suitable internship for the Molecular Virology part. From the very beginning, I had no idea about any Molecular Virology laboratories in Germany, therefore my supervisor already gave me some suggestions and when I tried to search for more information, I also realized that Friedrich Loeffler Institute is exactly where I wanted to head and learn from. Finally, I could receive an offer from Dr. El-Sayed M. Abd El-Whab for a 5-weeks internship in laboratory for Avian Influenza Virus.

During the period of internship, I have had a good chance to learn some basic knowledge about the Avian Influenza Virus and how it causes avian flu outbreak all over the world. Moreover, I also could approach molecular techniques to infect, determine, clone and isolate Avian Influenza Virus in laboratory. The most important thing, I received plenty of enthusiastic help and support from my supervisor and the Avian Influenza team.

From the bottom of my heart, I would like to express thanks to Dr. El-Sayed M. Abd El-Whab and all members of Avian Influenza group, who gave me chance to be here and helped me a lot improve lab skills and German as well.

Henriette Schwotzer und Marius Lauffer, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, September 2019

Durch Überschneidungen in unseren belegten Vertiefungen wurden für uns zusätzlich zwei Wochen Praktikum organisiert, welche wir im Labor Finke bestreiten durften. Ein Praktikum bei welchem man im Laboralltag mitgeführt wird, bietet unserer Meinung nach immer mehr Möglichkeiten zu lernen als ein Blockpraktikum, produziert aber natürlich auch deutlich mehr Arbeit für TAs, Doktoranden und natürlich auch für Herrn PD Dr. Finke. Deshalb wollen wir diese Gelegenheit nutzen um noch einmal unseren herzlichsten Dank für die nette und intensive Betreuung auszusprechen.

Nicht nur menschlich, sondern auch inhaltlich war das Praktikum beeindruckend für die gegebene Zeit, denn zwei Wochen sind in einem Labor nicht viel. Wir hatten jedoch das Gefühl die Zeit gut genutzt zu haben und mit einer Menge zusätzlichem theoretischen und praktischen Wissen die Insel wieder zu verlassen. Besonders beeindruckend fanden wir die Einführung in die konfokale Laserscanning Mikroskopie und die Möglichkeiten, welche sich vor allem im Bereich des 3D Imaging bieten. Auch grundlegende virologische Methoden wie Virus Anzucht und die anschließende Virustiterbestimmung wurden uns nähergebracht.

Durch unsere gesonderte Stellung unabhängig von allen anderen Praktikanten war für uns die Transportsituation natürlich etwas schwieriger. Weshalb wir gerne dem Förderverein des FLI unseren Dank aussprechen wollen, der die doch sehr hoch angesetzten Bus Preise für uns erträglicher gemacht hat.

Alles in allem hatten wir durch unsere Überschneidung wohl doch Glück und konnte ein sehr intensives Praktikum wahrnehmen.

Wir freuen uns auf unsere Rückkehr zum FLI für die Masterarbeit.

Vielen Dank und bis bald.

Henriette und Marius

Wahlpflichtfach „Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern“, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August 2019

Im August 2019 reisten wir - vier Tiermedizinstudentinnen von der LMU München - im Rahmen eines Wahlpflichtfachs an das Friedrich-Loeffler-Institut auf die Insel Riems, um einen Einblick in die Aufgaben und Tätigkeiten des Bundesforschungsinstitutes zu bekommen.
Wir wurden vom ersten Tag an sehr herzlich aufgenommen und erhielten zu Anfang viel theoretischen Input in Form von Vorträgen, anschließend folgte der Besuch eines Doktorandenseminars, sowie ein ausführlicher Rundgang über die Insel mit Herrn Prof. Dr. Beer.
Die letzten beiden Tage prägten dann vor allem die praktischen Tätigkeiten im Labor, wo wir vom Ansetzen einer PCR, über eine Transfektion, bis hin zum Stanzen von BVD-Proben aus Rinderohren, einen großen Einblick in die vielseitigen Bereiche des wissenschaftlichen Arbeitens erhielten.
Begeistert haben uns vor allem die motivierten und kompetenten Mitarbeiter des FLI, die wir kennenlernen durften, indem sie sich viel Zeit für uns genommen haben.
An dieser Stelle geht nochmal ein besonderer Dank an Herrn Prof. Dr. Beer für die Einladung, an das Laborteam um Frau Dr. Wernike für die außerordentliche Betreuung und Einbindung in die praktische Laborarbeit, an Lorenz Ulrich, der unsere vielen Fragen rund um das Thema Doktorarbeit ausgehalten hat, an Michael Eschbaumer für den interessanten Vortrag über MKS, an Frau Jakobi für die tolle Organisation und nicht zuletzt an den Förderverein des FLI für die anteilige Übernahme der Unterbringungskosten!
Wir haben sehr viel gelernt und werden so manches mit nach München nehmen, wenn nicht die ein oder andere sogar für ein Praktikum wiederkommt.

Die LMU-Studentinnen Charlotte Gerhaher, Lea Sonnenburg, Karina Schechner und Andrea Andrijasevic

Wahlflichtmodul "Virologie", Praktikum am Institut für Immunologie, Juli 2019

Sehr geehrte Damen und Herren des Vorstands des Fördervereins des FLI,

aktuell studieren wir „Biochemie“ an der Universität Tübingen, kurz vor dem Bachelor-Abschluss. Als Teil unserer Ausbildung ist die Teilnahme an vierwöchigen Wahlpflichtmodulen notwendig. Unsere Wahl fiel auf das Virologie-Modul, das einmal jährlich im Sommer am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems im Labor von Prof. Meyers stattfindet. Das Modul gliedert sich in eine Vorbereitungswoche in Tübingen, in der Literatur zum Praktikum bearbeitet wird und zudem ein Seminarvortrag über ein aktuelles Thema der molekularen Virologie vorbereitet wird, zwei Wochen Aufenthalt auf der Insel Riems und eine Woche Nachbereitung in Tübingen zur Auswertung und Anfertigung eines Protokolls.

Im Rahmen des Praktikums konnten wir erste Einblicke in klassische virologische Techniken wie Zellkulturarbeiten, Wachstumskurven, Virustitration und Immunfluoreszenz gewinnen. Zudem wurden molekularbiologische Techniken wie RT-PCR, Western Blot, DNA Sequenzierung, die Transfektion von Zellen und klassische DNA Arbeiten durchgeführt. Praktikumsbegleitend wurden in Seminaren mit Professor Meyers die theoretischen Grundlagen zu den Techniken besprochen und Grundlagen zur Funktionsweise von Viren (Lebenszyklus, Replikationsstrategien, Mechanismen der Genexpression) vorgestellt. Insgesamt haben wir in kurzer Zeit einen ersten Überblick über die Arbeit mit Viren, die aktuellen durch Viren verursachten Probleme und die wissenschaftlichen Ansätze zu ihrer möglichen Lösung bekommen. Dies wäre ohne unseren Aufenthalt auf der Insel Riems nicht möglich gewesen.

Die Zeit am FLI hat uns viele neue Erkenntnisse gebracht und wichtige Impulse für unsere weitere Ausbildung gegeben. Wir bedanken uns für die Unterstützung des Fördervereins des FLI ohne die uns die Finanzierung unseres Aufenthaltes hier sehr schwer gefallen wäre.

Mit freundlichem Gruß

Sonja Schembecker
Christina Parpoulas
Laura Leoni Gora
Vic-Fabienne Schumann

Kim Usko, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Juni/Juli 2019

Seit Beginn meines Tiermedizinstudiums in München 2014 habe ich viel darüber nachgedacht, wo es mich nach meinem Abschluss mal hin verschlagen soll. Natürlich war dabei die kurative Tätigkeit in einer Tierklinik am naheliegendsten. Da unser Studium jedoch zahlreiche Möglichkeiten bietet, war mir ein Blick über den Tellerrand sehr wichtig. Also entschied ich mich für ein 8-wöchiges Praktikum am Friedrich Loeffler-Institut

Im Labor der Arbeitsgruppe Ulrich – mit Schwerpunkt Hantaviren - wurde ich sehr herzlich und ganz selbstverständlich ins Team aufgenommen und mein Betreuer, Stephan Drewes, war sehr geduldig in seinen Anleitungen. Obwohl meine bisherigen Laborerfahrungen eher übersichtlich waren, fand ich dank des Laborteams einen guten Einstieg in wissenschaftliche Fragestellungen und den Alltag im Labor. So durfte ich gleich in der ersten Woche mit in die Sektionshalle, um dort Mäuse zu sezieren und Proben für ein Hantavirus-Screening zu nehmen. Zwar hatte ich in den universitären Obduktionshallen bereits mit Hund und Katze zu tun, aber Mäuse waren neu – spannend wie klein und trotzdem funktionstüchtig Organe sein können (wobei es natürlich noch kleiner geht). Im Rahmen des Screenings erlernte ich die Techniken des Antikörper-Nachweises durch ELISA und Virusnachweises durch PCR und anschließende Gelelektrophorese, die ich bald schon selbständig durchführen konnte. Danach durfte ich sogar ein kleineres Projekt übernehmen, in dem ich eigenständig Cytochrom B Untersuchungen und Sequenzierungen planen, durchführen und in Form von Stammbäumen auswerten durfte.

Die Arbeit in der Arbeitsgruppe hat mir viel Spaß gemacht und ich durfte einiges über die grundlegenden Methoden und das wissenschaftliche Arbeiten lernen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Laborleiter PD Dr. Rainer G. Ulrich bedanken, dass ich mein Praktikum in seiner AG absolvieren durfte. Außerdem natürlich bei Stephan für die gute Betreuung und beim Rest des Laborteams für die gute Zeit, die ich mit Euch hatte.

Natürlich geht hier auch ein großes Dankeschön an den Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung bei meiner Unterbringung auf der Insel Riems. Ohne Sie wäre mein Praktikum so sicherlich nicht möglich gewesen!

Anne Günther, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik und am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Mai - Juli 2019

Während des Studiums habe ich gemerkt, dass es mich im Bereich der Tiermedizin vor allem in das Gebiet der Forschung zieht. Nach diversen Empfehlungen und nach ersten Einblicken in das Feld der Bakteriologie, sollte es zum Praktikum auf die Insel Riems gehen!

Da mir ein recht langer Zeitraum zur Verfügung stand, habe ich die Praktikumszeit aufgeteilt und mich für die ersten 7 Wochen am Institut für Virusdiagnostik beworben.
Das Team im Labor für phylogenetische Analysen, Schwerpunkt Influenzaviren und Bornaviren stellte sich für einen absoluten Virologie-Neuling als Glücksfall heraus, da ich nach sorgfältiger Einarbeitung sofort mit eingebunden wurde und bereits nach kurzer Zeit meine Experimente selbst planen und durchführen durfte - über RNA-Isolierung bis zum Versand für die Sequenzierung. Besonders spannend war das Erlernen dieser, für mich neuen, Arbeitsmethoden (z.B. Probenaufbereitung, Virustitration, Immunfluoreszenztest), da man selbst als Praktikant immer in das aktuelle Geschehen einbezogen wurde. Dadurch lag der Fokus nicht nur auf der Arbeit im Labor und ich konnte zusätzlich in Besprechungen und Seminaren vom Austausch der Arbeitsgruppen untereinander profitieren. 
Mein Dank gilt deshalb vor allem Dr. Dennis Rubbenstroth und Kathrin Steffen für ihre geduldige Betreuung, sowie Herrn Prof. Beer und Frau Jakobi für die unkomplizierte Organisation.

Für die zweite Hälfte bin ich ans Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger gewechselt. Hier lag der Schwerpunkt darauf, die Aufgaben des Nationalen Referenzlabors für West-Nil-Virus kennenzulernen. Abgesehen vom Umgang mit Einsendungen und den Ablauf der Diagnostik vor Ort, konnte ich zusätzlich einiges über die organisatorischen Aspekte dazulernen (z.B. die Gestaltung eines Ring-Versuchs für Usutu- und West-Nil-Virus). 
Außerdem wurde mir ein eigenes kleines Projekt im Rahmen des Batai-Virus-Monitorings bei Rindern und kleinen Wiederkäuern in Sachsen-Anhalt zugeteilt, welches ich mir zeitlich selbst gestalten konnte und wo ich von RNA-Isolierung bis hin zur qRT-PCR alles selbständig durchführte. Ein weiteres spannendes Arbeitsfeld waren die Untersuchungen im Rahmen des deutschlandweiten Wildvogel-Monitorings.
Wann immer es sich einrichten ließ, bestand für mich die Möglichkeit anderen Arbeitsgruppen über die Schulter zu schauen. Dazu zählten erste Einblicke in tierexperimentelle Infektionsstudien, teils zusätzlich unter besonderen Sicherheitsbedingungen, sowie deren Auswertung im Rahmen von Sektionen, die Quarantäneeinrichtung der Versuchstierhaltungen inkl. SPF-Beständen und die Erhaltung der inseleigenen Sentinel-Enten-Anlage.
Für die vielseitige Betreuung und organisatorische Unterstützung vielen Dank vor allem Dr. Ute Ziegler und Katja Wittig, sowie Cornelia Steffen – auch für das Herstellen der zusätzlichen Kontakte.

Deshalb einen ebenso großen Dank an alle Arbeitsgruppen, die mich zwischenzeitlich „adoptiert“ hatten: 
Die Labore unter Dr. Sandra Blome, Dr. Markus Keller und Dr. Martin Eiden sowie Dr. Anja Globig und Dr. Christine Fast. Ich habe mich überall willkommen gefühlt und sehr gefreut, auf so vielfältige Weise Einblicke in die Diagnostik und Forschung am FLI zu bekommen.

Ein abschließendes Dankeschön auch an den FLI-Förderverein für die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung, besonders im Hinblick auf die Länge des Praktikums.

Marei Gebert, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, Juni 2019

Vor zwei Jahren war ich schon einmal zum Wahlpflichtfach am IVD und beschloss damals auch einen Teil meines großen kurativen Praktikums hier zu absolvieren. Gesagt, getan!
Wie auch das letzte Mal wurde ich herzlich empfangen und direkt freundlich im Laborteam um Patricia König aufgenommen. Neben den diagnostischen Proben u.a. BLV und RHD die zur Bearbeitung ans FLI eingesandt wurden,
konnte ich weitere Eindrücke von der experimentellen Virusdiagnostik von Lentiviren, genauer gesagt von CAE und MVV mitnehmen. Sehr hilfreich war die direkte und gründliche Einarbeitung von Beginn an durch das gesamte
Laborteam König, sodass ich bereits nach kurzer Zeit selbständig (PCR, ELISA, Titrationsplatten, Gelelektrophorese, Immunfloureszenzfärbung, etc.) arbeiten durfte.
Patricia hat sich sehr viel Zeit für mich genommen und die Versuchsansätze mit mir ausführlich besprochen und geduldig meine Fragen beantwortet, dadurch habe ich einen interessanten Einblick in die Virusdiagnostik
bekommen.
Der Praktikumszeitraum lag sehr günstig, denn neben hervorragendem Sommerwetter konnte ich am Betriebsausflug vom IVD und am gemeinsamen Sommerfest teilnehmen. Der Ausflug ins Kernkraftwerk war äußerst
lehrreich und auch das Sommerfest war ein Erlebnis. Denn wir, die BoddenFLIzzer (ein Team aus Doktoranden und Praktikanten) haben mit viel Freude am Inselcross teilgenommen und einen erfolgreichen 2. Platz belegt.
Die vier Wochen vergingen leider viel zu schnell…
Ein großes Dankeschön geht an den Förderverein des FLIs, denn auch diesmal wurde ein Zuschuss zu den Unterkunftskosten gewährleistet.
Zu guter Letzt möchte ich mich ganz herzlich bei Patricia, Marie, Laura, Susi und Lorenz für die lehrreiche Zeit bedanken – es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit euch zu arbeiten!

Robin Holland, Praktikum in der Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit, Juni 2019

In June of 2019, I studied pathology under the mentorship of Prof. Dr. Jens Teifke at the FLI in Riems for a four-week internship. As a senior veterinary student from the University of Illinois at Urbana-Champaign in the United States with a PhD in microbiology, it is my goal to pursue a career in animal infectious diseases. I chose to pursue an internship at the FLI due to not only the prestige of the institution and staff, but also the high level containment facilities, as the FLI studies pathogens that can rarely be studied elsewhere.

The United States is currently free of Foot-and-Mouth disease and African Swine Fever, however, due to international trade and movement between countries, the risk of transmission is always present. As a future veterinarian, I feel an obligation to be able to recognize, diagnose, and respond to major diseases that pose a threat to animal, human, and environmental health. During my time at the FLI, I saw firsthand, worked with, and performed necropsies on animals experimentally infected with the African Swine Fever and Foot-and-Mouth Disease viruses. I learned how these diseases are diagnosed, their prevalence around the world, how they are controlled, and their potential for economic impact if outbreaks were to occur in naïve populations.

For an insight into the German veterinary public health system, with official federal veterinarians, I visited a slaughterhouse in Teterow, where I observed the entire slaughtering and carcass handling process for pigs. We discussed how animals are inspected and cared for by veterinarians from “stable to table”, including measures, restrictions, and practices implemented on farms and upon arrival to the slaughterhouse, to euthanasia, and sample collection during carcass cleaning. We discussed major diseases and lesions being monitored, including Brucella and Trichinella screening, and batch processing in order to identify a point source of infection.

For pathology training, I learned how to process samples for histopathological analysis, and how to characterize and describe various lesions scientifically and succinctly. I assisted in writing case reports, especially for the case submission for the US Joint Pathology Center (AFIP) Wednesday Slide Conference training year 2019-20. This included microscopic descriptions and morphologic diagnoses, literature reviews, and case histories, on avian tuberculosis and foot-and-mouth disease.

Given my career interest to study infectious diseases, I also sought to learn more about how high level containment facilities are managed, and how biosecurity is maintained. Alongside engineers and biorisk officers, I saw the infrastructure of the FLI, including HEPA filtration of exhaust air, room decontamination by dry fogging, and carcass rendering to animal by products. I learned how the level 2-4 facilities are managed, and protocols for containment in the event of an emergency.

My experiences at the FLI were outstanding, and instrumental in my training as a veterinarian. I am grateful to every individual that I had the privilege to work with and to learn from, for their generosity and warm welcome, and to the Friends of the Friedrich Loeffler Institute for their financial support during my stay at an absolutely outstanding institution.

Annika Wichert, Praktikum am Institut für Epidemiologie, Mai/Juni 2019

Nachdem Frau Dr. Sauter-Louis in der Epidemiologie-Vorlesung im fünften Semester meines Tiermedizin-Studiums mein Interesse für diesen Bereich der (Veterinär)Medizin geweckt hatte, wollte ich gerne einen tieferen Einblick in die Tätigkeiten eines „Disease Detectives“ erhalten.
Hier am Institut für Epidemiologie des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems habe ich während meiner vierwöchigen Hospitanz im Rahmen meines großen kurativen Praktikums die Möglichkeit bekommen, Ostsee- und Forschungsluft zu schnuppern und durfte erste Erfahrungen mit  der Verarbeitung von Daten, statistischer Auswertung von Daten und ihrer Interpretation sammeln.
Zudem habe ich einen Einblick in die Erhebung von Daten bekommen. So durfte ich zum Beispiel Fr. Dr. Probst und Herrn Prof. Dr. Conraths begleiten, als sie den Fortschritt der Verwesung ausgelegter Wildschweinkadaver dokumentierten.
Ich möchte mich beim gesamten Team des Instituts für Epidemiologie für die interessante Zeit, die vielen Erklärungen und die herzliche Aufnahme ins Team bedanken; insbesondere natürlich meiner Betreuerin Frau Dr. Sauter-Louis, Frau Dr. Schulz für den freundlichen Empfang, als ich am ersten Tag meines Praktikums hier „gestrandet bin“, Frau Schell für die Unterstützung bei administrativen Belangen und dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung für die Unterkunft im FLI-Gästehaus.

Alina Leisen, Praktikum am Institut für Immunologie, April/Mai 2019

Während meines vierwöchigen Praktikums im Labor Kammerer am FLI in Riems konnte ich mir ein umfangreiches Bild von der Arbeit im Labor machen, von der man im Studium leider nur wenig erfährt. In Kooperation mit der AG Schäfer am IMED habe ich mich mit der Anzucht und Typisierung verschiedener ERIC II - Genotypen der Amerikanischen Faulbrut beschäftigt, um daraus weitere Erkenntnisse für spezifische Antikörper zu gewinnen. Besonders die Anzucht der Bakterien, das Anfertigen der verschiedenen Agars für die empfindlichen Kryokulturen und die anschließende makroskopische Beurteilung hat mir viel Spaß gemacht. Dank meines Praktikums am IfI kenne ich jetzt nicht mehr nur den theoretischen Hintergrund einer rep-PCR oder eines ELISAs, sondern kann diese auch sicher durchführen und interpretieren. Für eine tolle Abwechselung vom Labor sorgte die wöchentliche Immunisierung mit einer Alpakaherde im Quarantänestall mittels einer Gene – Gun. Aus deren Blut man später die wertvollen und besonderen Nanobodies isolieren wird, die nur in Neuweltkameliden und Haien zu finden sind und z.B. in der Tumorforschung verwendet werden. Unter PD Dr. Robert Kammerer, konnte ich so auch einen Einblick in die Haltung und das Handling von Versuchstieren gewinnen.
Großer Dank gilt Sandra Ehrenberg, die sich nicht nur sehr viel Zeit neben dem Anfertigen ihrer Doktorarbeit für mich nahm, jede Frage geduldig und ausführlich beantwortete und sich auch in ihrer Freizeit um mich kümmerte. Ich danke aber auch allen Anderen am FLI, die mich so offen und freundlich aufgenommen haben sowie dem Förderverein des Friedrich – Loeffler – Instituts für die Beteiligung an den Kosten für meinen Aufenthalt.

Fiona Schauer, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, April/Mai 2019

Leider kommt man während dem Tiermedizinstudium nur sehr peripher in Kontakt mit echter Laborarbeit, aber da mein Interesse an Molekular- und Mikrobiologie schon in Schulzeiten angefacht wurde, wollte ich die Chance im praktischen Jahr unbedingt dazu nutzen mehr Einblicke in die Möglichkeiten aus tiermedizinischer Sicht zu bekommen. Und am Ende meines Praktikums hier am FLI muss ich sagen: sehr schade, dass ich nicht mehr Zeit hatte! Mir wurde in meinen 5 Wochen am IMED wieder bestätigt, dass mir die Laborarbeit Spaß macht und mich besonders die aquatischen Thematiken ansprechen. Die Anleitungen von Dr. Dr. habil. Bergmann und den sehr geduldigen TAs Fermin Georgio Lorenzen-Schmidt und René Klein waren immer verständlich und haben es mir ermöglicht wirklich sicher in allen nötigen Handgriffen zu werden und auch zu verstehen wie und wieso alles funktioniert. Vielen Dank für die schöne Zeit!

Michael Stirm, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, April/Mai 2019

Nachdem ich bereits 2017 ein Wahlpflichtfach am FLI besucht hatte, kehrte ich nun nach über zwei Jahren zurück auf die Insel in der Ostsee.Im Rahmen meines Tiermedizinstudiums an der LMU München durfte ich im April und Mai 2019 ein vierwöchiges Praktikum am nationalen Referenzlabor für Maul- und Klauenseuche, Vesikuläre Schweinekrankheit und Vesikuläre Stomatitis bei Herrn Dr. Michael Eschbaumer absolvieren. 
Nachdem ich bereits im vorangegangenen Praktikum erste Erfahrungen im Bereich der Laborarbeit sammeln konnte, durfte ich nun das Gelernte am FLI weiter vertiefen und viel Neues sehen. Besonders interessant fand ich die Arbeit im gentechnischen Labor der Sicherheitsstufe 4, wo ich in den Bereichen Diagnostik und Forschung tätig war. So erlernte ich in den vergangenen Wochen nicht nur standardmäßige Laborverfahren, wie ELISA, PCR oder Virusanzucht, sondern auch den sicheren Umgang mit Tierseuchenerregern, sowie die genetische Modifikation dieser.

Bedanken möchte ich mich beim gesamten MKS-Labor, vor allem bei Michael und Veronika, für die tolle Betreuung und die spannende Zeit. Des weiteren möchte ich mich für die finanzielle Unterstützung für das Gästezimmer beim Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts bedanken.
Die vier Wochen sind leider viel zu schnell vergangen.

Sylvia Wagenknecht, Praktikum am Institut für Epidemiologie, März - Mai 2019

Im Rahmen meines Public Health-Studiengangs ist ein 2-monatiges Praktikum angedacht, welches ich an einer Forschungseinrichtung meiner Wahl durchführen konnte. Durch mein starkes Interesse in Infektionsepidemiologie fiel mir die Auswahl des Praktikumsortes und Teams sehr leicht. Sehr schnell habe ich mich für das FLI entschieden. Die vorbereitende Korrespondenz auf das Praktikum verlief angenehm problemlos. Vor Ort entgegnete mir vom ersten Tag an eine überraschende Mischung an starker Neugier, großartiger Unterstützung und unendlicher Freundlichkeit von allen Seiten. Auch bei der Bearbeitung meines Projektes wurde großen Wert auf meine Ideen und Ansichten gelegt, welche ich selbstständig einbringen und flexibel ausarbeiten konnte. Zu jeder Zeit hatte ich die Möglichkeit Rücksprache zu halten. Durch umfassende Besprechungen wurden eventuelle Unsicherheiten hinsichtlich des Vorgehens angesprochen und beseitigt. Somit konnte ich das Projekt gut strukturiert umsetzen. Eine weitere Komponente meines Projektes beinhaltete das Einholen verschiedener Fachauskünfte zu meinem Thema. Dafür entwickelte ich einige Fragen, welche sich auf Basis der vorangegangenen Literaturrecherche ergaben. Diese Fragen konnte ich dann im FLI-Riems einigen Wissenschaftlern mit unterschiedlichsten Forschungsinteressen im Rahmen eines kleinen Interviews stellen. Dadurch basierten meine gewonnenen Erkenntnisse nicht nur auf der Literatur, sondern erhielten einen Feinschliff durch die Einbeziehung aktueller Expertisen aus den jeweiligen Forschungsbereichen. Dafür bedanke ich mich hiermit herzlich bei den beteiligten Forschern an der unkomplizierten und bereitwilligen Teilnahme. Somit konnte ich durch dieses Projekt nicht nur mein epidemiologisches Wissen, sondern auch einige Soft Skill- Fähigkeiten (wie Kommunikation und Networking) ausbauen. Des Weiteren wurde auch auf die Erweiterung des eigenen fachlichen Horizonts im FLI großen Wert gelegt. Im kleineren Rahmen, durch regelmäßig stattfindende IfE-interne Seminare, konnte ich mir ein Bild von weiteren Projekten der einzelnen Arbeitsgruppen machen. Darüber hinaus fanden wöchentliche institutsübergreifende bzw. FLI-übergreifende wissenschaftliche Vorträge von internen bzw. externen Dozenten statt. Auf diesem Wege wurde mir die großartige Möglichkeit gegeben mein Wissen auch in anderen Bereichen der Forschung zu erweitern. Zusammenfassend habe ich einen äußerst umfassenden Rundum-Einblick in die Abläufe des IfE sowie des FLI insgesamt in der kurzen Zeit erhalten können. Diese großartige Chance wurde mir, in erster Linie, durch die hervorragende Betreuung von Dr. Klaas Dietze ermöglicht, welcher an dieser Stelle meinen größten Dank verdient! Weiterhin möchte ich mich auch ausdrücklich bei Sonja Schell für ihr Engagement in bürokratischen Angelegenheiten und beim Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung bedanken. Natürlich gilt mein herzlichster Dank auch Dr. Anja Globig. Durch sie sehe ich „gewöhnliche“ Stockenten jetzt mit anderen Augen (im besten Sinne). Abschließend danke ich auch dem restlichen IfE-Team sehr für die großartige Zeit und Unterstützung. Vielen Dank dafür, dass Ihr mich als nicht-Vet in Euer Team aufgenommen und ganz selbstverständlich mit in die einzelnen Tätigkeitsbereiche integriert habt. Ich wünsche jedem Einzelnen, dass Ihr so lustig, freundlich, offen und empathisch bleibt und dass Euer Team diese Stärken nie verliert! Ich werde Euch und die Zeit hier wirklich sehr vermissen…

Paul Deutschmann, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, April 2019

Im April 2019 durfte ich im Rahmen des praktischen Jahres meines Studiums der Veterinärmedizin in Leipzig vier Wochen am IVD in der Arbeitsgruppe von Frau Dr. Sandra Blome
verbringen.
Nachdem ich erste Laborerfahrungen am Institut für Virologie der eigenen Fakultät sammeln konnte, galt es diese auszuweiten und neue Methoden zu lernen. Im S4-Bereich mit dem aktuell so relevanten ASF-Virus arbeiten zu dürfen, klang spannend und so habe ich mich relativ unbedarft bei dieser Arbeitsgruppe beworben. Das stellte sich als richtig gute Wahl heraus!
Nach einer gründlichen Einarbeitung in alle relevanten diagnostischen Methoden im Labor in der ersten Woche, beschäftigte ich mich für die übrige Zeit unter Betreuung von Frau Dr. Jutta Pikalo mit einem mir eigens zugeteilten Projekt. Dabei wurde es mir stets ermöglicht, den Blick über den Tellerrand meiner Aufgaben zu wahren und nichts Interessantes zu verpassen. Die mir als Praktikant gebotene Arbeitsweise empfand ich als idealen Kompromiss aus gewissenhafter Betreuung und Eigenverantwortung. So habe ich nach vier Wochen nicht nur wahnsinnig viel gelernt, sondern konnte auch eigene Ergebnisse einbringen - für ein Praktikum nicht selbstverständlich.
Das sollte nicht an letzter Stelle stehen: ich habe mich mehr als willkommen gefühlt. Das gilt besonders für Sandras Arbeitsgruppe, als auch für das FLI im Allgemeinen. Vier Wochen vergingen wie im Flug und eigentlich möchte ich gar nicht gehen - das sagt im Grunde alles. Ein Riesen Dankeschön an Sandra, Jutta & alle anderen für die tolle Zeit.
Danke auch für die finanzielle Unterstützung meines Praktikums durch den Förderverein des FLIs.

Maarten Mohnke, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, April 2019

Ich habe mich von Tag 1 an sehr gut aufgehoben gefühlt. Wir wurden sowohl vom Labor selber, wie auch allen anderen Mitarbeitern herzlich begrüßt. Ob fachliche Gespräche, Tipps wo es den besten Fisch gibt, oder einfach nur Plaudern, es war eine sehr schöne Zeit. Nach einer Woche Einarbeitung in die Techniken und Arbeitsweisen im Labor, hat jeder von uns an einem Projekt mitgearbeitet. Fragen wurden jederzeit beantwortet und auch unsere Meinung gern gehört. Ob mit unserer eigenen Zellkultur experimentieren, oder PCR Ansätze vorbereiten, selbständiges Arbeiten war oft möglich und wir waren aktiv am Laborgeschehen beteiligt. Einer der interessantesten Aspekte des Praktikums waren die Seminare. Die neuesten Erkenntnisse aktueller Forschungen von den Forschenden vorgetragen und ein Raum von Experten, mit denen man jederzeit über alles reden kann. Einmal das berüchtigte “ Kuhreiten“ erleben, das Büro vom Prof. Dr. Martin Beer, von dem wir eigentlich nur eine Unterschrift brauchten, erst nach langer Diskussion über u.a. Borna-Viren und NGS verlassen, dies und viele andere Dinge haben dieses Praktikum zu etwas sehr Besonderem gemacht. Ich kann es nur jedem empfehlen, selbst wenn man nicht beabsichtigt einmal im Labor und der Forschung zu arbeiten.

Amanda Silberborth, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Februar - April 2019

In meinem Tiermedizinstudium an der TiHo Hannover nutzte ich die Möglichkeit im Rahmen des großen Praktikums abseits der kurativen Tätigkeit in die Forschung hinein zu schnuppern. Dazu verbrachte ich zehn Wochen im Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger am FLI um einen tieferen Einblick in die Virologie zu erlangen.

Während dieser Zeit wurde ich im Labor von Frau Dr. Anne Balkema-Buschmann von der Doktorandin Maren Penning betreut und habe an ihrem Projekt über Henipaviren mitgearbeitet. Nach einer guten Einarbeitung konnte ich bereits in der ersten Woche viele Aufgaben selbstständig erledigen und mein theoretisches Wissen aus dem Studium fand endlich praktische Anwendung. Meine Tätigkeiten reichten von der Zellkultur und Proteinaufreinigung, die im Western Blot und Bradford Assay bestätigt wurden, bis hin zur Durchführung des ELISA und Luminex. So konnte ich einen guten Einblick in das vielfältige Aufgabenspektrum in der Forschung erhalten und mit dem Luminex auch noch mir bisher weniger bekannte diagnostische Verfahren kennen lernen.

Abschließend möchte ich mich noch einmal ganz herzlich beim gesamten Labor Balkema-Buschmann für die schöne und lehrreiche Zeit während meines Aufenthalts bedanken. Ein großer Dank geht auch an den Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung!

Wahlpflichtfach „Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern“, April 2019

Mitte April reisten drei Tiermedizinstudierende der LMU München für ein Wahlpflichtfach an das Friedrich-Löffler-Institut auf die Insel Riems, um einen Einblick in die Aufgaben und die Tätigkeiten des Bundesforschungsinstitutes zu bekommen. Empfangen wurden wir hierbei für vier Tage am Institut für Virusdiagnostik.
Zu Beginn erfolgte eine Einführung und ein ausführlicher Rundgang über die Insel mit Herr Prof. Beer, wobei wir einen ersten Eindruck von der Größe und den Möglichkeiten des Institutes gewinnen konnten. Der Nachmittag des ersten Tages wurde gestaltet durch einen Fachvortrag zur ASP und dem Besuch des Doktorandenseminars, bei dem zwei aktuelle Projekte vorgestellt wurden.
Tags darauf starteten wir mit einem ersten Block im Labor, bei dem wir direkt mit eingebunden wurden und selbst tätig werden durften. Ziel war die Aufarbeitung von Virus-Genom zur Durchführung einer Sanger-Sequenzierung. Dabei setzten wir zunächst selbst eine PCR an, um die jeweiligen Proben zunächst zu amplifizieren. In den folgenden Tagen trennten wir unsere PCR-Produkte dann elektrophoretisch auf und extrahierten die DNA, die schließlich in der Sequenzierungs-PCR eingesetzt wurde.
Vorträge über verschiedene aktuelle Tierseuchen wie Afrikanische Schweinepest, Blauzungenkrankheit, Maul- und Klauenseuche oder Bornasche Erkrankung und eine Einführung in eine Doktorarbeit zur aviären Influenza rundeten das theoretische Programm ab. Des Weiteren übten wir uns im Labor in der Arbeit mit Zellkulturen (sichten verschiedener Zelllinien, beimpfen mit unterschiedlichen Viren und Beurteilung des CPE), dem Anfertigen von Immunfluoreszenzpräparaten und schließlich noch im Inokulieren von Hühnereiern.
Ein großer Dank geht an Herrn Prof. Beer für die Einladung, an das Laborteam um Frau Dr. König für die außerordentliche Betreuung und Einbindung in die praktische Laborarbeit, an Frau Jakobi für die Organisation, sodass alles reibungslos funktionieren konnte und wir immer gut versorgt und beschäftigt waren und nicht zuletzt an den Förderverein des FLI für die anteilige Übernahme der Unterbringungskosten!
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass wir in der begrenzten Zeit einen sehr umfassenden Einblick bekommen haben in die Tätigkeiten und Methoden eines virologischen Labors. Hierbei konnten wir viel Hintergrundwissen zu verschiedenen Tierseuchen und Methoden durch verschiedene Arbeiten und Vorträge erarbeiten.

Die LMU-Studenten Valentina Klemt, Klement Albrecht, Selina Reimann

Eva Günther, Praktikum am Institut für Immunologie, März/April 2019

Im Rahmen meines großen Praktikums in der Tiermedizin zog es mich von München den weiten Weg an das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems, um einen Einblick in wissenschaftliches Arbeiten im Labor zu bekommen. Ich durfte 6 Wochen am Institut für Immunologie in der Arbeitsgruppe von Dr. Kammerer verbringen. Während meiner Zeit hier konnte ich viel Neues lernen, als auch mein theoretisches Wissen praktisch anwenden. Neben dem Anzüchten von Zellkulturen und dem Aufreinigen von monoklonalen Antikörpern durfte ich Methoden wie FACS-Analyse, ELISA oder PCR mit und später auch ohne Hilfe durchführen. Auch der direkte Bezug zur Tiermedizin hat nicht gefehlt, wenn wir wöchentlich die im Quarantänestall untergebrachten Alpakas im Rahmen eines Projektes immunisierten.
Das Praktikum war auf jeden Fall eine gute Erfahrung!
Besonders möchte ich mich bei Robert Kammerer für seine ausführlichen Erklärungen und seine Hilfe bei jeglichen Aufgaben bedanken und bei den restlichen Mitarbeitern der Arbeitsgruppe Kammerer.
Auch ein großes Dankeschön an den Förderverein des FLI für den Zuschuss zu dem Gästezimmer.

Wahlpflichtkurs Seuchendiagnostik Insel Riems am FLI, März 2019

Abenteuer im FLI

Im Rahmen eines Wahlpflichtkurses zur Tierseuchendiagnostik auf der Insel Riems, durften wir als Veterinärmedizinstudierende das FLI näher kennenlernen.
Der erste Tag begann mit einführenden Vorträgen über die klassische und die afrikanische Schweinepest. Hier wurden uns die Grundlagen und wesentliche Aspekte näher gebracht, um auf die nächsten Tage optimal vorbereitet zu sein. Nach einer ausführlichen Einweisung in die Sicherheitsbestimmungen und einer Geländeführung mit Betonung auf die Geschichte des FLI sowie die in den Gebäudekomplex integrierte Kunst, durften wir uns zum ersten Mal in ein S4 Labor schleusen. Hierbei wurde das Eis zwischen den Teilnehmern endgültig gebrochen. Mit den ersten praktischen Arbeiten, setzten wir einen Neutralisationstest an, um so mit der ASP/KSP-Diagnostik zu beginnen.
Der zweite Tag stand unter dem Thema ELISA- Test. Nach der theoretischen Besprechung waren wir selbst die ausführenden Kräfte. Neben indirekten und kompetitiven ELISA wurden uns aktuelle und für die Zukunft relevante Schnelltests vorgestellt. Auch in der Wartezeit kam keine Langeweile auf, da uns in dieser die Stallungen und die Haltung von Tieren für Tierversuche am FLI gezeigt wurden. Da wir hier als Gäste zählten, wurden wir an diesem Abend zu einem fakultativen Besuch auf dem umliegenden Festland eingeladen. So endete der Tag für uns mit einem Strandspaziergang, Bernsteinschatzsuche und einem netten Essen in Stralsund.
Was wir am dritten Tag gemacht haben? "Glad that you ask!", wie Taqman sagen würde. Zwischen verschieden Vorträgen zur PCR und ihrem diagnostischem Wert für Forschung und Praxis, durften wir eigenständig eine Real Time PCR umsetzen. Die Ergebnisse wurden wie an den vorherigen Tagen am Ende ausgewertet und ausführlich besprochen. Auch an diesem Abend wurden wir herzlich zu einem fröhlichen Abendessen in das beste Fischrestaurant bei Riems eingeladen.
Den letzten Tag verbrachten wir mit der endgültigen Auswertung des Neutralisatonstests. Bevor es in die letzte Mittagspause ging, stand als weiteres Verfahren die Durchführung einer Fluoreszenzfärbung an. Nach anschließender Auswertung und Diskussion war dann auch schon die letzte Zwangsdusche gekommen.

Bedanken wollen wir uns bei dem freundlichen, geduldigen und motivierten Team vom Labor 48, auch Frau Jakobi und Frau Meyhack danken wir für die Organisation. Ebenfalls einen herzlichen Dank dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts. Insbesondere gilt unser Dank Frau Dr. Sandra Blome, die uns ernährt, geführt, unterhalten und weitergebildet hat.

Wir hatten einen sehr schönen Aufenthalt. Die Zeit, die wir auf Riems verbringen konnten, war für alle Beteiligten ein einmaliger Einblick in die Arbeiten eines S4 Referenzlabors.

Tierseuchenfreunde FU Berlin

Vertiefungspraktikum im Fach Virologie der Humanbiologen der Universität Greifswald , März 2019

In der dritten und vierten Märzwoche fand im Schulungslabor des FLI zum dritten Mal das Vertiefungspraktikum im Fach Virologie der Humanbiologen der Universität Greifswald statt.
Anhand von verschiedenen Versuchen konnten die grundlegenden Techniken der Virologie erlernt werden. Unter anderem beschäftigten sich die Studierenden mit der biologischen Aktivität verschiedener Fusionsproteine; Genexpression, sowohl rekombinanter als auch von Fremdgenen, sowie deren Aufreinigung; Plaquetest zur Quantifizierung von Viren; praktischer Anwendung der reversen Genetik; Nachweis von Viren mit Hilfe einer Reversen Transkriptase Polymerase Ketten Reaktion und dem serologischen Nachweis von virusspezifischen Antikörpern.
Das Praktikum wurde mit einem Kurzvortrag jedes Studierenden zu einem der Versuche beendet.
Zwei der Studierenden werden im kommenden Sommersemester ihre Bachelorarbeit am FLI beginnen.
Freundlicherweise erstattete der Förderverein auch dieses  Jahr wieder die Fahrtkosten zur Insel Riems.

Vanessa Hofmann

Daniel Zeißler, Praktikum in der Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit, Januar/Februar 2019

Während des Tiermedizinstudiums hört man immer mal wieder vom Friedrich-Loeffler-Institut, zum Beispiel in Vorlesungen zum Thema Tierseuchenbekämpfung, Virologie oder Bakteriologie.
Besonders der Standort Insel Riems, die in den Medien auch manchmal „Die Seucheninsel“ genannt wird,  hat schon seit einiger Zeit mein Interesse geweckt.
Ich habe mich dann für ein sechswöchiges Praktikum im Rahmen des Studiums beworben und den Wunsch geäußert dieses in der ATB verbringen zu können, da ich mich besonders für die Versuchstierhaltung und die Pathologie interessiere.
Meine Betreuung hat dann netterweise Frau Dr. Schröder übernommen und dafür gesorgt, dass ich ein sehr abwechslungsreiches, spannendes Praktikum hatte.
Ich konnte in viele Arbeitsgruppen und Bereiche reinschnuppern, so war ich zum Beispiel im Referenzlabor für ASP/KSP, am Institut für Immunologie, in der Pathologie und der bakteriologischen Diagnostik, habe Zeit mit den Tierpflegern verbracht und auch einen kleinen Einblick in die technischen Anlagen, hinter den Kulissen bekommen.
Auch in der Freizeit wurde mir nicht langweilig, mit Rügen, Usedom, Stralsund und Greifswald direkt vor der Tür.
Ich hatte eine tolle Zeit auf Riems und kann ein Praktikum hier oben Jedem nur empfehlen.
Die lange Fahrt aus Gießen lohnt sich!

Vielen Dank an Charlotte Schröder und an alle, die sich an den Instituten und in der Freizeit um mich gekümmert haben und auch vielen Dank an den Förderverein des FLI für den Zuschuss zu den Kosten des Gästezimmers.

Hoffentlich bis bald!

Elena Solveigh Werner, Praktikum am Institut für Immunologie, November/Dezember 2018

Aktuell studiere ich „Life Science“ an der Universität Konstanz im dritten Mastersemester. Als Teil unserer Ausbildung ist eine zweimonatige berufspraktische Tätigkeit vorgesehen, die ich im vergangenen Oktober/November 2018 genutzt habe, um einen Einblick in die Arbeit am Friedrich-Loeffler-Institut zu bekommen. Eine naturverbundene Kindheit, die Schulzeit an einem agrarwissenschaftlichen Gymnasium, Praktika in landwirtschaftlichen Betrieben und zahlreiche Reisen durch Schwellen- und Entwicklungsländer haben mich sehr geprägt. Vielleicht bin ich deshalb schon sehr früh auf Fragestellungen aufmerksam geworden, die sich mit einer respektvollen und artgerechten Nutztierhaltung - sowohl in der konventionellen und der ökologischen Landwirtschaft als auch in der noch häufig praktizierten traditionellen "Hinterhofhaltung" - beschäftigen.   
Während des Studiums, das zu gleichen Teilen sowohl ein Chemie- als auch ein Biologiestudium ist, habe ich mich zunehmend auf Bildungsangebote im Bereich Molekularbiologie, Biochemie, Pharmakologie und Medizin konzentriert. Ein besonderes Interesse haben jedoch die Immunologie, die Zellbiologie und die Virologie geweckt.

Da ich überzeugt bin, dass die Wild- und Nutztiergesundheit und eine nachhaltige Landwirtschaft mir immer ein persönliches Anliegen sein wird, habe ich den langfristigen Wunsch, diese Motivation mit meinem Interesse an der Molekularbiologie und Immunologie beruflich zu verbinden. Deshalb habe ich mich gezielt für ein Praktikum in der Arbeitsgruppe von Herrn Professor Dr. Gregor Meyers am Friedrich-Loeffler-Institut beworben.
In seinem Labor für Immunologie und Molekularbiologie von Plusstrang RNA-Viren durfte ich mich nun zwei Monate lang zwei kleineren Projekten - rund um das pestivirale Glycoprotein ERNS - widmen. Dieses Protein zeichnet sich durch mehrere ungewöhnliche Eigenschaften aus, eine davon betrifft den Membrananker. Bei ERNS handelt es sich hierbei um eine amphipatische Helix, die vermutlich das Gleichgewicht zwischen der Membranständigkeit und der Sekretion dieses Proteins steuert.
Mein erstes Projekt war die Umklonierung von ERNS Mutanten in ein für das folgende Experiment geeigneteres Vektorkonstrukt. Die verwendeten Ausgangsplasmide enthielten Mutationen in der für ERNS codierenden DNA-Sequenz. Diese Mutationen führen letztendlich zu anderen geladenen Aminosäuren in der amphipatischen Helix von ERNS,  was ein verändertes Ladungsmuster im Membrananker dieses Proteins bewirkt. Mit den neu erzeugten Plasmidkonstrukten exprimierten wir diese ERNS Mutanten erfolgreich in transfizierten Zellen. Durch Immunfluoreszenzmikroskopie konnten wir nun herausfinden, ob sich diese gezielten Mutationen im ERNS Membrananker auf die Lokalisation des Proteins auswirken.
Parallel durfte ich in einem zweiten Teilprojekt durch QC-PCRs gezielt weitere Mutationen in ERNS-Mutanten und im Wildtyp erzeugen. In einem zweiten Schritt wurden diese neuen Mutanten in einen CSFV-Expressionsplasmid umkloniert. Das Ziel dieses Teilprojektes war es, nach einer In-vitro-Tanskription, Zellen mit der RNA dieser neuen Virusmutanten zu infizieren und sowohl deren Überlebensfähigkeit als auch deren genetische Stabilität zu untersuchen.
Das langfristige Ziel dieser Experimente ist es, attenuierte Virusmutanten zu erzeugen. Ein genetisch stabiles, durch gezielte Mutationen verändertes Virus könnte das Potenzial für einen Impfstoff gegen CSFV haben. Experimente solcher Art und mit diesem Hintergrund hätte ich an meiner Universität so nicht durchführen können. Zudem war es für mich eine wichtige Erfahrung, in einem Hochsicherheitslabor arbeiten zu können. Ich habe durch dieses Praktikum neue Labortechniken und den Umgang mit - für mich neuen - Analysesoftwares erlernt. Freude bereitete mir, dass ich sehr selbstständig arbeiten durfte. Trotzdem konnte ich jederzeit Fragen stellen und ich bekam große Unterstützung und Hilfe von allen Mitgliedern der Arbeitsgruppe.

Das Praktikum war für mich eindeutig ein klarer Wegweiser für meine berufliche Zukunft!
Besonders wertvoll war für mich auch der Einblick in eine außeruniversitäre Einrichtung. Ich habe die Betreuung und die Arbeit in einer überschaubaren, ruhigen Umgebung sehr genossen.
Die Zeit am FLI hat mich weiter in meinem Eindruck bestätigt, dass das Bundesinstitut für Tiergesundheit sowohl thematisch als auch von der Atmosphäre ein sehr attraktiver Arbeitgeber für mich wäre.

Mit freundlichem Gruß
Elena Solveigh Werner

Jan Knickmann, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Oktober - Dezember 2018

Im Rahmen meines Master-Studiums (M.Sc. Infection Biology) an der Universität zu Lübeck absolviere ich derzeit ein 12-wöchiges Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger in der AG Diederich.
Mein Praktikum dreht sich thematisch um eine serologische Untersuchung zur Rolle des Schweins in der Ebolavirus-Biologie in Nigeria. Hierbei konnte ich bereits mein theoretisch erlerntes Wissen aus den ersten zwei Semestern in der Praxis anwenden. Praktisch konnte ich bis jetzt einige Methoden festigen (Antigen-Aufreinigung, Sandwich-ELISA, Westernblot) aber auch neue in mein Repertoire aufnehmen (trVLP-Produktion/-Titration, SNT mittels trVLPs, Immunfluoreszenz). Ein Novum ist für mich auch die Arbeit im BSL3-Bereich gewesen.
Neben der praktischen Laborarbeit bekomme ich, durch wöchentliche Labor-Meetings sowie das INNT-interne Progress-Seminar, Einblicke in die Arbeitsfelder und Projekte der anderen Wissenschaftler. Da ich nach meinem Master-Studium eine Promotion anstrebe, werde ich auch die Journal Clubs nutzen um im Gespräch mit den Doktoranden mehr über die Organisation und Durchführung eigener Projekte zu erfahren.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Sandra Diederich bedanken, die mir das Praktikum in ihrer Arbeitsgruppe ermöglicht, sowie bei Kerstin Fischer, für die freundliche und hilfreiche Betreuung. Letztlich gilt mein Dank auch dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung während meines Praktikums auf Riems.

- Jan Knickmann -

Lukas Zierke, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, Juli/August 2018

Mein Masterstudium an der Universität Greifswald im Studiengang Humanbiologie sah ein insgesamt 5-wöchiges Praktikum in meinem Hauptfach vor, welches Virologie ist. Da ich bereits während meiner Bachelorarbeit an Filoviren geforscht habe, war ich sehr froh, mein Praktikum wieder im Labor der Molekularbiologie der Filoviren von Dr. Thomas Hoenen durchführen zu dürfen. Ich konnte hier mit dem weitermachen, was ich in meiner Bachelorarbeit angefangen hatte. Dies war damals die Etablierung und war jetzt die Optimierung von Reverse Genetik Systemen für das 2011 publizierte Lloviuvirus. Methodisch konnte ich somit auch an meine vorherige Arbeit anknüpfen und die Theorie weiter vertiefen. Ich denke, dieses Praktikum war eine sehr gute Vorbereitung auf meine Masterarbeit, die ich Anfang nächsten Jahres ebenfalls bei Dr. Thomas Hoenen anfangen werde. Aufgrund meiner vorherigen Bachelorarbeit im selben Labor kannten mich die meisten noch und ich fühlte mich sehr schnell heimisch.
Das einzige Problem wieder einmal waren die Fahrtkosten. Ich besitze zwar ein Auto, jedoch reicht das Bafög, welche ich aktuell noch bekomme, nicht aus, um die kompletten Benzinkosten zu decken. Dementsprechend bedanke ich mich sehr bei dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung bei meiner Arbeit.

Lukas Zierke

Veterinärmedizinstudenten aus München und Berlin im Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, September 2018

Im Rahmen einer Wahlpflichtveranstaltung hat es uns, eine kleine Gruppe Veterinärmedizinstudenten aus Berlin und München, in den weiten Norden Deutschlands auf die Insel Riems verschlagen, bereit ein  Praktikum beim FLI zu beginnen.
Mit leckeren Keksen und einer netten Atmosphäre begannen wir die Woche zunächst mit ein paar sehr spannenden Vorträgen über aktuelle Themen (z.B  Bornaviren, ASP, West-Nile-Virus). Doch keineswegs war alles nur theoretisch, sondern wir durften auch verschiedene diagnostische Verfahren im Labor durchführen und kennenlernen, wie zum Beispiel RT-PCR, ELISA und Virusnachweis in der Zellkultur.  Dabei gab man uns allen die Möglichkeit etwas in die Welt der Forscher und Laboranten einzutauchen und ein Gebiet der Tiermedizin kennenzulernen, das bisher nur theoretisch behandelt wurde. Der Wahlpflichtkurs hat in uns allen das Interesse zur Forschung gestärkt. Bedanken wollen wir uns insbesondere  bei  Herrn Prof. Beer, für seine tollen Vorträge sowie spannende Führung über die Insel (der Digester hat bei uns allen tiefen Eindruck hinterlassen), bei Frau Dr. Wernike und Kollegen, für ihre fröhliche und geduldige Art uns durch die Arbeit im Labor zu führen. Bei Dr. Dennis Rubbenstroth und Dr. Michael Eschbaumer für ihre wirklich spannenden Vorträge, sowie Frau Jakobi und (von Seiten der FU Berlin) bei Dr. Sandra Blome.
Ein großer Dank geht auch an den Förderverein des FLI, für die finanzielle Unterstützung.

Franziska R., Juliane L. Henny L., Alexandra L., Joanne M., Alicia P., Marten 
 

Lisa Neubrand, Praktikum am Institut für Epidemiologie, August/September 2018

Im Rahmen des Veterinärmedizin - Studiums hat man die Möglichkeit, innerhalb des „Praktischen Jahres“, welches an der Freien Universität Berlin, an der ich studiere, den Zeitraum des 9. und 10. Semesters beschreibt, durch die TAppV vorgeschriebene Praktika einen Einblick in alle möglichen Institutionen der Veterinärmedizin zu erfahren. Da es sich hierbei um ein sehr breit gefächertes Spektrum handelt, ist die Auswahl an Möglichkeiten sehr groß. Trotzdem beschränkten sich meine Praktika zunächst alle auf die kurative Tätigkeit der Rindermedizin. Im Laufe des Praktischen Jahres wurde mir allerdings bewusst, dass diese Zeit nicht nur der Erfahrungssammlung für praktisches Können dienen sollte, sondern auch als Orientierungshilfe für anschließende, berufliche Perspektiven nützlich sein kann, weshalb ich mich kurzfristig dazu entschieden hatte, ein Praktikum im wissenschaftlichen Bereich ergänzend zu wählen. Die Wahl ist demnach schnell gefallen, mich am Bundesforschungsinstitut zu bewerben.
Die im Fach Tierseuchenbekämpfung gewonnenen ersten Einblicke während des Studiums empfand ich damals schon als sehr interessant. Diese wurden aber, aufgrund der Dynamik des Studiums und mit Abschluss des Faches durch die abgelegte Prüfung, zügig wieder in den Hintergrund gerückt. Trotzdem musste ich bei der Auswahl des Themenbereichs nicht lange überlegen, um von dem Aufgabengebiet der Arbeitsgruppe „Internationale Tiergesundheit“ der Fachgruppe Epidemiologie überzeugt zu sein, und mich dort für ein 3-wöchiges Praktikum zu bewerben, welches mir Dr. Klaus Depner dankbarerweise so spontan auch zusagte. Da das Studium zwar die allgemeinen Tätigkeiten der Tierseuchenbekämpfung anspricht, dabei aber nicht tiefgründiger auf die Aufgaben eines Wissenschaftlers eingegangen wird, war ich sehr neugierig, was mich erwartet.
Am ersten Tag empfing mich ein sehr freundliches Team, dessen Aufgabe es unter anderem ist, sich mit den aktuellen Geschehnissen der Afrikanischen Schweinepest zu befassen. Passend dazu, habe ich meine persönliche Aufgabe, die ich innerhalb der drei Wochen bearbeiten sollte, bekommen. Aufgrund der hohen Dynamik dieser Erkrankung während meiner Praktikumszeit, in der sich die Ereignisse allmählich überschlugen, stellte sich schnell heraus, dass ich täglich mit neuen Aufgaben beschäftigt war, und den Arbeitsalltag eines Wissenschaftlers im Seuchengeschehen hautnah miterleben konnte, wodurch die eigentliche persönliche Aufgabe keine Rolle mehr spielte. Insgesamt war das Praktikum sehr lehrreich, was zum einen, speziell die Afrikanische Schweinepest betrifft, zum anderen zu erfahren, wie sich die alltägliche wissenschaftliche Arbeit gestaltet: Ich durfte an internationalen Skype-Konferenzen teilnehmen, war bei der Zusammenfassung und Auswertung wichtiger Daten nach der Erhebung von einem betroffenen Betrieb beteiligt, und natürlich bei noch bei Vielem mehr.
Alles in Allem war es leider eine viel zu kurze, aber sehr interessante Zeit, in der ich viel erlebt habe, die mir viel Freude an der Forschung bereitet hat und die ich daher nicht missen möchte. Vielen Dank an Klaus Depner, Carola Sauter-Louis, Laura Zani, Klaas Dietze, Anja Globig für diese tolle Erfahrung und an den Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung.

Kathrin Thiel, Praktikum am Institut für Epidemiologie, Juli/August 2018

Die Justus-Liebig Universität ermöglicht den Tiermedizinstudenten im letzten praktischen Jahr des Tiermedizinstudiums die Selbstgestaltung der Praktika außerhalb der Universität. Da ich mich zum Großteil der Praktikumszeit im kurativen Arbeiten geübt hatte, stellte das Friedrich-Loeffler-Institut eine hervorragende Möglichkeit dar, um einen Eindruck davon zu bekommen, was es heißt, als Tiermedizinerin in der Forschung tätig zu sein.
Am ersten Arbeitstag wurde ich ganz herzlich von den Mitarbeitern des Instituts für Epidemiologie aufgenommen und mit den verschiedenen Arbeitsbereichen des Instituts vertraut gemacht. Im Laufe des Praktikums wurde ich in mehrere Projekte integriert und konnte selbstständig an der Auswertung von Forschungsergebnissen mitwirken. Besonders interessant war dabei, dass alle Projekte aktuelle Fragestellungen des derzeitigen Tierseuchengeschehens in Deutschland und Europa behandelten, aber dennoch von ganz unterschiedlicher Thematik waren. In meinem eigenen kleinen Projekt habe ich den Verwesungsprozess von Wild- und Hausschweinen beschrieben, vor allem unter dem Gesichtspunkt der forensischen Entomologie. Zielsetzung des Experiments stellte dabei die Erforschung des Ablaufs der Verwesung bei Wildschweinen dar. Dieser ist im Falle eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in einer Wildschweinpopulation wichtig, um den möglichen Eintragszeitpunkt der Tierseuche in die Region sowie deren Ausbreitung abschätzen zu können. Von besonderer Bedeutung war hierbei die fotografische Dokumentation der an den Kadavern vorherrschenden Insektenstadien.
Rückblickend bin ich sehr froh darüber, die lange Reise auf die Insel Riems angetreten zu haben. Ich habe viele Eindrücke über die vielfältigen Einsatzbereiche im Institut sammeln können. Außerdem hat mir das selbstständige Arbeiten an wissenschaftlichen Fragestellungen sowie die Planung eigener Projekte einen Eindruck davon vermittelt, wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert, was mir für eine mögliche spätere Dissertation zu Gute kommen kann.
An dieser Stelle möchte ich im Besonderen Frau Dr. Probst und Frau Dr. Sauter-Louis für ihre unterstützende Betreuung während der Praktikumszeit danken. Nicht nur das Arbeiten an meinen Projekten, sondern auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen am IfE hat mir sehr viel Freude bereitet. Außerdem möchte ich dem Förderverein des FLI für die Teilerstattung der Wohnkosten meinen Dank aussprechen.

4 Studenten aus Tübingen, Praktikum am Institut für Immunologie, Juli/August 2018

Wir möchten dem Förderverein für die Finanzierung des zweiwöchigen Praktikums, vom 23. Juli bis 4. August 2018, im Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems danken. Dadurch wurde uns ein Einblick in die faszinierende Welt der Viren, in den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. G. Meyers und Dr. C. Luttermann, ermöglicht. Wir haben in dieser Zeit viel Neues über Viren im Allgemeinen und das Arbeiten mit Viren im Laboralltag gelernt. Für junge Studierende, in unserem Fall kurz vor dem Bachelorabschluss, ist es sehr wichtig möglichst viele Bereiche kennenzulernen und so auch die eignen Interessen zu erforschen. Durch Ihre Unterstützung wurde uns dies am Hauptstandort des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit ermöglicht.
Vielen Dank und freundliche Grüße,

Malina John, Ronja Burggraf, Hannes Wierig, Andreas Witzemann

Daniela List, Praktikum am IVD, Juli 2018

Da das Tätigkeitsspektrum eines Tierarztes sehr breit gefächert ist, habe ich während meines „großen Praktikums“ im Studium die Chance genutzt, abseits von Praxis oder Klinik, am FLI einen Einblick in den Bereich der Forschung zu bekommen.
Bereits vor zwei Jahren hatte ich während eines Wahlpflichtfachs von Professor Beer die Möglichkeit ein wenig Laborluft zu schnuppern und mein Interesse für Virologie wurde geweckt. In den letzten vier Wochen arbeitete ich zusammen mit Frau Dr. Köthe mit molekularbiologischen Methoden an der rekombinanten Herstellung zweier Influenza-Viren.
Dass aus den acht einzelnen DNA-Plasmiden, die wir selbst herstellten, ein infektionsfähiges Virus werden sollte, war im ersten Moment unvorstellbar und sehr faszinierend. Doch unsere Versuche in der Zellkultur zeigten schließlich, dass wir erfolgreich waren, die Zellen waren infiziert.
Es hat Spaß gemacht, Teil eines solchen Projektes zu sein und ich hoffe, dass die Arbeit weiterhin gelingt, sodass diese Viren auch bald im Tierversuch eingesetzt werden können.

Ich möchte mich sehr herzlich bei Dr. Susanne Köthe bedanken, die mir alles sehr geduldig und freundlich erklärt und gezeigt hat, mich dann aber auch schnell selbstständig arbeiten ließ.
Vielen herzlichen Dank richte ich ebenfalls an das gesamte Labor von Frau Dr. König, in dem immer ein angenehmes, herzliches Klima herrschte.
Zudem gilt mein Dank dem Förderverein des FLI, der meinen Aufenthalt auf Riems finanziell unterstützt hat.

Katharina Zaade, Praktikum am Institut für Epidemiologie, Juli 2018

Als Tiermedizinstudentin der LMU fand ich mich im 5. Semester in der Epidemiologie-Vorlesung von Frau Dr. Sauter-Louis wieder. Die Verknüpfung von Tiermedizin und Mathematik hat mich sofort interessiert. Um eine bessere Vorstellung von der wirklichen Arbeit eines Epidemiologen zu bekommen, zog es mich im Rahmen des „großen kurativen Praktikums“ für einen Monat auf die Insel Riems. Gleich am ersten Tag wurde ich sehr freundlich von den Mitarbeitern aufgenommen und jeder hat mir einen guten Einblick in die verschiedenen Arbeitsschwerpunkte gegeben.
Das Projekt, in das ich für die Zeit des Praktikums eingebunden wurde, beschäftigte sich mit der Ausbreitung der ASP in Europa – ein spannendes und wichtiges Thema. Nach einer Einführungsphase wurden mir bald Aufgaben zur selbständigen Erarbeitung übertragen. Dabei konnte ich mich intensiv mit der Analyse von Ausbruchsdaten unter verschiedenen Gesichtspunkten beschäftigen und meine Ergebnisse mit den zuständigen Mitarbeitern diskutieren.
Der gesamte Monat, den ich am FLI verbracht habe, war geprägt von einem sehr angenehmen Umgang miteinander. Die Arbeit war sehr interessant und es war besonders schön, als Praktikantin so gut in den Alltag am Institut allgemein sowie in das Projekt im Speziellen integriert zu werden. Auch für die weitere Betreuung „drum herum“, beginnend bei der Vermittlung eines Gästezimmers bis hin zum Bahnhofstransfer am letzten Praktikumstag, gab es freundliche Ansprechpartner, die für alle Fragen ein offenes Ohr hatten und hilfsbereit zur Seite standen.
Dafür danke ich dem kompletten Epi-Team, besonders Frau Dr. Sauter-Louis, Frau Dr. Schulz, Frau Schell und Herrn Dr. Staubach.
Mein weiterer Dank geht an den Förderverein, der meinen Aufenthalt am FLI finanziell unterstützt hat.

Lukas Möck, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, Februar - Juli 2018

Das Friedrich-Loeffler-Institut wurde mir, während meines Biotechnologiestudiums, in einer Mikrobiologievorlesung vorgestellt. Diese handelte von der Maul- und Klauenseuche, die anfänglich im Institut untersucht wurde. Zu diesem Zeitpunkt hörte ich erstmals auch von dem einzigartigen Standort. Es schien mir unmöglich, dass ich jemals dort arbeiten könnte. Als ich herausfand, dass eine Kommilitonin bereits ihr Praxissemester am FLI absolvierte, wusste ich wo ich mich bewerben werde. Im Sommersemester 2018 absolvierte ich am Institut für Infektionsmedizin mein 6-monatiges Praxissemester. 

Während dieser Zeit beschäftigte ich mich hauptsächlich mit der Diagnostik des Koi-Herpesvirus via PCR, qPCR, ELISA oder durch Zellkulturen. Als eigenes Projekt entwickelte ich eine Methode zur Chromosomenpräparation aus CCB-Zellen.

Im Nachhinein kann ich kann ich sagen, dass meine Erwartungen bei weitem übertroffen wurden und ich mein Praxissemester jederzeit erneut am FLI ablegen würde. Neben vielen Methoden, die ich bis dato nur aus der Theorie kannte, lernte ich zudem ein eigenes Projekt zu planen und zu bearbeiten. 

Ich möchte Sven Bergmann, Sandro Klafack und Yeon-HwaJin meinen besonderen Dank aussprechen, die mich freundlich in Ihr Laborteam aufnahmen und mich während des Praktikums bestens betreut und unterstütz haben. Ebenso möchte ich dem Förderverein danken, der mich finanziell unterstützte.

Lukas Möck

Christina Muggenthaler, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, Mai/Juni 2018

Für insgesamt 4 Wochen meines großen tiermedizinischen Praktikums zog es mich von der LMU München auf die Insel Riems. Vom ersten Moment an nahmen mich Frau Dr. König und ihr Team mit absoluter Freundlichkeit unter ihre Fittiche, erklärten ausführlich und beantworteten mir allerlei Fragen rund um die Laborarbeit in der Virusdiagnostik. Nach dem anfänglichen Über-die-Schulter-Schauen wurden mir bald schon die ersten eigenen Aufgaben anvertraut. Somit hatte ich die Möglichkeit, mir neben theoretischem Wissen auch etwas praktisches Können zu erarbeiten. So bekam ich unter anderem Einblicke in die Welt der Zellkulturen, Virusanzucht, konventionellen PCR, RT-PCR, nested PCR, Gelelektrophorese, ELISA und IFT – von der Vorbereitung über die Ausführung bis hin zur Auswertung der erlangten Ergebnisse.
Insbesondere möchte ich mich bei Frau Dr. König für ihr immer offenes Ohr, ihre scheinbar endlose Geduld beim Erklären und die vielen hilfreichen Erläuterungen bedanken. Auch für die großartige Zusammenarbeit und Atmosphäre im Team sage ich Danke an Laura Richter, Lars Janzen und Dr. Susanne Köthe. Es waren sehr schöne und lehrreiche Wochen am FLI, an die ich gerne zurückdenken werde.
Weiterhin gilt mein Dank dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Institut, der mein Praktikum finanziell unterstützt hat!

Virologiepraktikum für Humanbiologiestudenten der Universität Greifswald, März 2018

Vom 19. – 29. März 2018 fand zum zweiten Mal das Virologiepraktikum für Humanbiologiestudenten der Universität Greifswald im Schulungslabor des FLI statt. Die Studierenden konnten sich während des Praktikums mit grundlegenden Techniken der virologischen Forschung auseinandersetzen. In kleinen Gruppen beschäftigten sich die Studierenden mit der Quantifizierung von Viren mittels Plaquetest, dem Nachweis von Viren mittels Polymerasekettenreaktion und serologischer Testverfahren, der Herstellung rekombinanter Virusproteine unter Verwendung verschiedener Expressionssysteme und der Untersuchung der Wirkung antiviraler Substanzen. Zum Abschluss des Praktikums musste jeder Studierende einen Kurzvortrag zu einem der durchgeführten Experimente vorbereiten.
Drei der Studierenden werden zukünftig eine Bachelorarbeit am FLI anfertigen. Freundlicherweise wurden die Fahrtkosten zur Insel Riems erneut durch den Förderverein erstattet.

4 Studenten der TiHo Hannover, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Februar 2018

„Darf man das vortexen?“ – Unser Praktikum am FLI auf der Insel Riems (20.02-23.02.2018)

Früh morgens machten wir uns auf  von Hannover nach Greifswald. Als  das Navi dann die letzten zehn Minuten zum eingegebenen Ziel anzeigte, wunderten wir uns, dass eine so große und bedeutsame Einrichtung so abgeschieden liegen sollte. Auf der doch recht abenteuerlichen Zufahrtstraße näherten wir uns dem Gebäudekomplex. Die Sicherheitseinrichtungen und Türsysteme waren ungewohnt, was am ersten Tag noch für ein wenig Verwirrung sorgen sollte.
An der Wache wurden wir dann von Anne Balkema-Buschmann abgeholt. Nach dem Unterzeichnen der nötigen Papiere zeigte sie uns die Insel und erklärte die Aufteilung der Gebäude. Besonders interessant war hier die Geschichte des Instituts, die dann auch eine Erklärung für die Insellage lieferte.  Bei dem guten Wetter waren die Wildschweine draußen und so  konnten wir diese bestaunen. Nach einem kurzen Abstecher in die Wäscheausgabe, ging es auch schon gut ausgerüstet in das Labor. Dort lernten wir weitere Menschen des INNT kennen, die uns bei Fragen immer halfen und auch gerne von ihrer Arbeit erzählten. 

Faszinierend ist, dass ausgesprochen viele Tierärzte in dem Institut arbeiten. Einige von uns hatten bereits in anderen Instituten Erfahrungen sammeln können und waren dort eher auf Biologen gestoßen. So nutzten wir die Chance und stellten in den Inkubationszeiten viele Fragen.  Auch konnte wir ihnen bei ihren Arbeit über die Schulter schauen und viel darüber erfahren, was sehr interessant war, da man ein Bild davon bekam, wie etablierte Labormethodik standardisiert eingesetzt wird.
In den vier Tagen führten wir anhand von Protokollen verschiedenste Versuche durch. Die Methoden waren teilweise im Ansatz bekannt, teilweise aber auch völlig neu. Anne stand uns dabei immer für Fragen zur Verfügung, leitete in den ersten Tagen noch viel an und beantwortete unsere doch zugegeben recht häufige Frage „Kann man das vortexen?“ mit viel Geduld. Der Vortexer wurde im Laufe des Praktikums nämlich zu unserem Lieblingsgerät. Aber auch andere Geräte wie der „PipettBoy“ oder die „Wippe“ sorgten für Faszination.
 Als wir dann allmählich sicherer wurden, arbeiteten wir immer selbstständiger. Die Arbeit im Team hat sehr viel Spaß gemacht und einige Diskussionen angeregt, z.B. wie gewisse Formulierungen zu deuten wären. Nachdem die ein oder andere Kopfrechenaufgabe gelöst worden war, warteten wir gespannt auf die jeweiligen Auswertungen. Reagierten die Reagenzien? Hatten die Färbungen funktioniert? Wir hatten sowohl Erfolgserlebnisse, als auch Misserfolge, so sahen wir die fluoreszierende Kernfärbung bei der IF und erzielten aussagekräftige Ergebnisse beim ELISA, aber stellten auch fest, dass unlogische Reaktionen und fehlgeschlagene Experimente dazugehören und die Ergebnislage auch sehr von der Einstellung der jeweiligen Geräte abhängt. Wir bekamen langsam einen Eindruck, wie der Alltag in der Forschung aussähe.
Am Donnerstagmorgen nahm uns die Doktorandin, mit der wir schon zusammen gearbeitet hatten, mit zu einem „Progress“, wo Doktoranden ihre Projekte vorstellten und Tipps aus dem Auditorium bekamen. Die Veranstaltung war sehr interessant, überraschen gut zu verstehen und hat ein wenig gezeigt, was einen selbst bei einer Doktorarbeit erwarten könnte.
Ein großes Highlight für uns angehende Tiermediziner war der Besuch bei den Flughunden mit deren Proben wir zuvor größtenteils gearbeitet hatten. Hier erfolgte die Verknüpfung Tier und Eppi, die die Arbeit im Labor ganz anders veranschaulicht.
Zusammengefasst haben wir in den vier Tagen am FLI sehr viel gelernt und viele Eindrücke gesammelt. Diese Möglichkeit die Laborarbeit in diesem Umfang einmal kennenzulernen kommt im Studium meist zu kurz und so sind wir sehr froh, dass das FLI dies anbietet und dem Mysterium „Forschung“ ein Bild gibt.
Wir möchten uns auch für die verständnisvolle Anleitung, die immer wieder zu Selbständigkeit ermutigte, bedanken. Die Zeit hat uns sehr viel Spaß gemacht und u.a. nehmen wir mit, dass man außer Zellen und Micellen eigentlich fast alles vortexen darf.

Antonia Dyroff, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, Februar 2018

Die LMU bietet 2 Wahlpflichtfächer für Tiermediziner auf der Insel Riems an. Da es zeitlich leider nicht geklappt hat, beschloss ich ein Praktikum am Friedrich-Loeffler-Institut zu machen. Ich wurde freundlich am IVD von Frau Dr. König und ihren Mitarbeitern empfangen. In den 4 Wochen durfte ich einmalige Einblicke in Diagnostik und Forschung erhalten. Von ELISA über die nested PCR bis hin zu Immunofluoreszenz und Zellkulturen anlegen war alles dabei.
Es war ein tolles Praktikum und ich kann es wirklich jedem empfehlen!
Abschließend möchte ich mich ganz herzlich bei Frau Dr. König und Frau Dr. Köthe und allen Mitarbeitern sowie dem Förderverein bedanken.

Sophie Aurich, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Oktober/November 2017

Während der Rotation im letzten Jahr meines Tiermedizinstudiums wird uns die Möglichkeit gegeben, uns die unterschiedlichen Arbeitsfelder eines Tierarztes anzuschauen.
Um also den Bereich Forschung genauer kennen zu lernen habe ich mich zur Insel Riems begeben und sechs Wochen im Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger verbracht.

Hier wurde ich in den ersten beiden Wochen von Dr. Keller betreut. So konnte ich den Arbeitsalltag eines Forschers aber auch den täglichen Ablauf an einem so großen Institut wie dem Friedrich-Loeffler-Institut kennen lernen.
Durch mein eigenes kleines Projekt habe ich nicht nur viele unterschiedliche labordiagnostische Methoden kennen gelernt, sondern auch wie Forschung im Hinblick auf eine ganz bestimmte Fragestellung funktioniert.
Außerdem habe ich mit Dr. Keller den SPF-Bereich besucht, in welchem ich bei der Betreuung transgener Mäuse geholfen habe.

Danach bin ich in die Arbeitsgruppe von Dr. Balkema-Buschmann gewechselt und wurde dort in den restlichen vier Wochen von Arian Köhler betreut, welcher mich im Rahmen seiner Doktorarbeit in seine Projekte eingebunden hat. Da ich selber gerne promovieren möchte, war es sehr hilfreich das Doktorandenleben am FLI mitzuerleben und einen Einblick in Organisation und Durchführung eigener Projekte zu bekommen.

Ich hatte eine wunderbare und vor allem lehrreiche Zeit hier, besonders da ich von allen so freundlich aufgenommen und direkt in das Arbeitsleben hier integriert wurde.

Franziska Sick, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Juli/August 2017

Ich habe im Rahmen meines Tiermedizinstudiums an der LMU München 8 Wochen des großen Praktikums am FLI am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger verbracht. Für meinen späteren beruflichen Werdegang habe ich schon länger Forschung und Laborarbeit in Betracht gezogen, darum war dieses Praktikum eine tolle Gelegenheit, einen tieferen Einblick in dieses Fachgebiet zu erlangen.
Für die 8 Wochen war ich im Labor von Frau Dr. Anne Balkema-Buschmann dem Doktoranden Arian Köhler zugeteilt und habe in seinem Projekt über Astroviren bei heimischen Fledermäusen mitgearbeitet.
Nach einer guten Einarbeitung konnte ich schon in der ersten Woche viele Aufgaben selbstständig erledigen und mein theoretisches Wissen aus dem Studium endlich auch praktisch anwenden. Von konventioneller PCR bis hin zur Etablierung einer multiplex real time PCR, Sequenzierungen und Zellkultur war die Arbeit vielseitig und interessant.
Ich möchte mich noch mal ganz herzlich bei Arian und Anne für dieses tolle Praktikum bedanken, ich hatte eine sehr schöne Zeit am FLI und habe einiges gelernt.  Auch vielen Dank an den Förderverein für die finanzielle Unterstützung!

Lea Tölken, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, August/September 2017

Im Rahmen des Berufspraktikums während meines Biochemiestudiums an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald habe ich zwei Monate am FLI am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger verbracht.

Während des Praktikums hatte ich die Chance, Methoden, die ich bisher nur theoretisch aus Vorlesungen kannte, endlich einmal praktisch anzuwenden. Dies geschah zuerst unter Anleitung, später aber auch selbstständig. In einem eigenen kleinen Projekt habe ich mich dann mit der Expression und Reinigung eines Proteins des Puumala-Hantavirus beschäftigt. Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Praktikum sehr viel Spaß gemacht hat und ich in den zwei Monaten eine Menge über die praktische Laborarbeit und die wissenschaftliche Forschung gelernt habe.

An dieser Stelle noch einmal vielen lieben Dank an Rainer Ulrich, für die Möglichkeit mein Praktikum in seiner Arbeitsgruppe zu machen, und an Florian Binder für die tolle Betreuung während des Praktikums. Vielen Dank außerdem an die gesamte AG Ulrich für das spannende Praktikum und den Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung.

Lea Tölken

Sina Nippert & Marei Gerbert, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August 2017

1-wöchiges Wahlpflichtfach am Institut für Virusdiagnostik

Wir, zwei Tiermedizinstudentinnen der LMU in München, haben Ende August 2017 den Weg nach Riems angetreten, um am Friedrich-Loeffler-Institut am Wahlpflichtfach "Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern" teilzunehmen.

Vor Ort wurden wir herzlichst von Herrn Prof. Dr. Beer und dem Laborteam von Frau Dr. Wernike empfangen und aufgenommen.
Es ging direkt ins Labor und wir untersuchten SBV- und BVD-Proben aus dem offiziellen Ringtest mittels ELISA und RT-PCR. Außerdem durften wir Zellkulturen umsetzen und uns wurden weitere diagnostische Verfahren wie SNT und NGS erklärt.
Zu jederzeit war das Laborteam unseren löchernden Fragen ausgesetzt; vielen Dank für eure Ausdauer und die Zeit, die ihr euch für uns genommen habt - wir haben sehr viel gelernt!
Äußerst interessant war auch die Vortragsreihe, an der wir teilnehmen durften. So haben wir aktuellste Informationen zu Infektionskrankheiten (u. a. AI und Usutu) erhalten. Zudem hat Herr Prof. Dr. Beer sich unserer angenommen und uns ausführliche Informationen zu bedeutenden Seuchen wie BVD, MKS und einigen mehr zukommen lassen.

Die Einblicke zu den hier wohldurchdacht durchgeführten Tierversuchen sowie den Besuch im Versuchstierstall bei den Kälbern werden wir nicht vergessen.

An dieser Stelle möchten wir uns noch mal recht herzlich für die intensive Betreuung am Institut für Virusdiagnostik sowie die Unterstützung des Fördervereins bedanken!
Wir kommen wieder zum Praktikum, soviel können wir jetzt schon sagen :)

Sina und Marei

 

Raijana Schiemann, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, August/September 2017

Das Biologie-Studium an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald bietet im 6. Semester innerhalb eines Spezialmoduls die Möglichkeit, seine Fähigkeiten und Kompetenzen in einem selbst gewählten Bereich zu erweitern. Unter anderem steht ein Berufspraktikum zur Auswahl.

Grade im universitärem Alltag ist die Förderung der praktischen Arbeit von großer Wichtigkeit. Daher hat es mich besonders gefreut, dass ich meine praktischen Fähigkeiten in vier Wochen am FLI erweitern konnte. Aufgrund meiner Ausbildung zur BTA waren mir schon viele Methoden und Abläufe bekannt, aber durch das selbstständige Arbeiten wurden meine Fertigkeiten auf dem molekularbiologischen, serologischen und virologischen Gebiet aufgefrischt, geübt und erweitert. Besonders ELISA, DNA-Extraktion, real-time PCR und Zellkultur-Methoden wurden verinnerlicht.

Doch nicht nur die Methoden im Labor wurden mir nähergebracht. Ich habe einen guten Einblick in die Struktur und den Ablauf der Forschung bekommen. Angefangen vom Aufbau eines Forschungsprojekts, z. B. im Rahmen einer Promotionsarbeit, über die Tätigkeiten einer/eines TA im Labor, bis hin zur großen Organisation des gesamten Instituts.

Vielen Dank an Sandro Klafack für die gute Betreuung im Labor und an den Förderverein des FLI für die Unterstützung durch Fahrtkosten.

Raijana Schiemann

Anja Glatter, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Juli/August 2017

Im Rahmen meiner Ausbildung, die ich an einer höheren Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt für chemische Industrie absolviere, verbrachte ich zwei Monate am FLI am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger.
Im Laufe der Ausbildung wurde in mir das Interesse an molekularbiologischen und biochemischen Methoden geweckt, weshalb ich mich um einen Praktikumsplatz hier beworben habe.
Primär wurde ich von der Doktorandin Kathrin Jeske betreut. Die Zusammenarbeit mit ihr gab mir einen guten Einblick, wie man in der Forschung tätig ist. Was mich besonders erfreute, war die Tatsache, dass ich im Labor nach sehr kurzer Zeit eigenständig arbeiten durfte.

Zusammenfassend war die Zeit am FLI für mich sehr interessant, es hat viel Spaß gemacht und ich bin nach den 2 Monaten um einige Erfahrungen reicher.

Ein großes Dankeschön geht an PD Dr. Rainer G. Ulrich, der das Ganze möglich gemacht hat. Vielen Dank an Kathrin für die gute Betreuung während meines Praktikums und an den Förderverein für die finanzielle Unterstützung.

Anja Glatter

Jana Legler, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, März - August 2017

Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie im Rahmen des Bachelorstudiums Biotechnologie an der HS-Esslingen

Für mein 6-monatiges Pflichtpraktikum nahm ich die lange Reise vom Süden an die Ostsee auf mich und ich muss sagen, es hat sich gelohnt! 
Während des Praktikums hatte ich die Chance im Labor für Molekularbiologie der Rhabdoviren und anderer negativ Strang RNA Viren, im IMVZ zu arbeiten. Mein Projekt beschäftigte sich mit der Zellkulturadaptierung von Rabies Viren. Dabei konnte ich das Arbeiten mit Viren, sowie zellkulturtechnische und molekularbiologische Techniken verinnerlichen. Der Leiter der AG, Dr. Stefan Finke, und die anderen Mitarbeiter der Gruppe gaben mir die Chance eigenständig zu arbeiten, standen mir bei Fragen allerdings stets zur Seite und waren hilfsbereit. Generell gefiel mir die Arbeit und Atmosphäre am FLI sehr gut, weswegen ich mir gut vorstellen kann für spätere Arbeiten zurückzukehren.

An dieser Stelle möchte ich Herrn Finke und der gesamten Arbeitsgruppe für das spannende Praktikum und die Unterstützung danken. Vielen Dank auch an den Förderverein für die Unterkunftsbeihilfe.

Jana Legler

Esther Evers, Praktikum am Institut für Epidemiologie, Juni/Juli 2017

Während meines Tiermedizinstudiums an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover habe ich gemerkt, welche vielfältigen Perspektiven mein Studiengang eigentlich bietet. Da mich sowohl Nutztiere als auch die tiermedizinische Forschung interessieren, stellt die Praktikumszeit im 9./10. Semester für mich eine gute Gelegenheit dar, unterschiedliche Berufsfelder kennen zu lernen. Und da das FLI die erste Adresse für tiermedizinische Forschung ist, stand für mich schnell fest, dass ich mich hier für ein Praktikum bewerben werde.
Daher habe ich den Juni/Juli 2017 im Institut für Epidemiologie verbracht. Dort habe ich mich mit Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen beschäftigt. Mein Schwerpunkt lag auf dem Verhalten von Wildschweinen gegenüber potentiell mit ASPV kontaminierten Böden und möglichen Folgen für eine Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest. Dabei konnte ich sehr eigenständig ein kleines Projekt erarbeiten und habe auf diese Weise einen guten Einblick bekommen, wie der Alltag als Wissenschaftler aussehen kann. Die Praktikumszeit hat mir sehr viel Spaß gemacht und durch die vielfältigen Forschungsschwerpunkte am FLI habe ich viele neue und interessante Eindrücke gewonnen.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz besonders beim Team der Epidemiologie für die herzliche Aufnahme und beim Förderverein des FLI für die Unterstützung bedanken.

Julia Hartlaub, Praktikum an Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger im Mai 2017

Im Rahmen des großen Praktikums im 10. Semester meines Tiermedizinstudiums an der LMU in München verbringe ich einen Monat hier am FLI am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger.
Im Laufe der Semester hat sich bei mir herausgestellt, dass ich eher nicht als praktischer Tierarzt tätig werden will, sondern mich vor allem für den Bereich Forschung interessiere. In München war ich schon am Helmholtz Zentrum und im Genzentrum, aber natürlich ist das FLI die erste Adresse für tiermedizinische Forschung, weswegen schnell klar war, dass ich mich um einen Praktikumsplatz hier bewerben will.
Ich arbeite in der Forschungsgruppe von Herrn Dr. Keller, primär werde ich von der Doktorandin Rebecca König betreut. Das gibt mir auch gleich einen sehr guten Einblick, wie das Doktorandenleben am FLI aussieht und wie man als Nachwuchswissenschaftler seine Projekte organisiert und durchführt. Bereits eine Stunde nach Betreten des FLI am ersten Tag war ich mit einem kostenlosen Leihfahrrad ausgestattet und hatte alle relevanten Einweisungen erhalten. Das ist wirklich eine super Organisation! Im Labor darf ich sehr viel eigenständig arbeiten, von PCR über Western Blot bis hin zu Klonierungen. Das freut mich wirklich, da man nur allzu oft bei Praktika sich auf das reine Zuschauen beschränken muss. Insgesamt gefällt es mir sehr gut hier, weswegen ich mir eine spätere Dissertation auch gut vorstellen kann.

Vielen Dank an Rebecca und Markus für die gute Betreuung während meines Praktikums und an den Förderverein für die finanzielle Unterstützung für die Unterkunft am FLI.

Julia Hartlaub

Lorenz Ulrich, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, April/Mai 2017

Im Sommersemester 2016 nahm ich an dem von Herrn Prof. Beer für Münchner Tiermedizinstudenten angebotenen Wahlpflichtfach Diagnostik von Tierseuchenerregern teil.
Die Woche in den Labors und Ställen des FLI war sehr interessant. Ich habe mich daher sehr gefreut, einen Teil meines großen kurativen Praktikums am Institut für Virusdiagnostik im Labor Dr. König zu verbringen.
Während des Praktikums arbeitete ich an einem Forschungsprojekt zur Erstellung eines DIVA – Markerimpfstoffes mit. Ich durfte verschiedene molekular- und mikrobiologische Methoden selber anwenden, die ich bis dahin nur theoretisch kannte. Andererseits konnte ich die Arbeit eines Referenzlabors mit seinen verschiedenen Aufgaben kennenlernen. Ich denke, dass das Praktikum die einmalige Chance ist, während des Studiums, unter fachkundiger, ausgesprochen engagierter und geduldiger Anleitung praktisch in einem Labor und aktiv in der Forschung zu arbeiten.

Ich möchte mich an dieser Stelle insbesondere bei dem Laborteam Dr. König, vor allem Frau Dr. Köthe, und auch Herrn Prof. Beer für ein wunderbares Praktikum bedanken. Außerdem ein herzlicher Dank dem Förderverein des FLI für die Unterstützung.

Lorenz Ulrich

Praktikum "Tierseuchendiagnostik" am Institut für Virusdiagnostik im April 2017

Sehr geehrte Mitglieder des Fördervereins,

Im Herbst 2012 hatte ich das erste Mal die Möglichkeit ein Praktikum im IVD des Friedrich-Löffler-Institutes auf dem Riems zu absolvieren. Für mich als Agrarstudent eröffnete sich dadurch eine völlig neue Dimension der Tierseuchenforschung und -bekämpfung. Mein vierwöchiger Aufenthalt auf der Insel und die überaus freundliche Aufnahme in das Schmallenberg Virus Labor führten dazu, dass ich mich 2014 dazu entschloss mich für ein Zweitstudium der Veterinärmedizin zu bewerben um später besser im Bereich Tierseuchenforschung arbeiten zu können. Während des Studiums in Berlin stellte ich fest, dass nur wenige meiner Kommilitonen Näheres von dem Standort Riems und der Arbeit des dortigen FLIs wussten. Die Vermittlung des Lehrstoffes zur Diagnostik und Bekämpfung von viralen Tierseuchen in frontalen Vorlesungen ist für viele Studenten ohne praktische Laborerfahrung trocken, theorielastig und wenig begeisternd. Auf Grund der durch die Studienordnung vorgeschriebenen Pflichtpraktika und Prüfungszeiten ist es nur wenigen Studenten möglich, freiwillige Praktika vor dem Rotationsjahr zu absolvieren. Eine Vielzahl der angebotenen Wahlpflichtveranstaltungen finden während des Semesters auf dem Berliner Campus statt. Eine der wenigen Ausnahmen bildet der von Frau Dr. Blome angebotene, auf Riems stattfindende Kurs „Tierseuchendiagnostik“, an welchem ich in diesem Frühjahr teilnehmen konnte. Frau Dr. Blome und ihre Mitarbeiter ermöglichten meinen Kommilitonen und mir die Mithilfe bei der Durchführung von laufenden Tierversuchen und selbständige Laborarbeiten auf S3*- Niveau. Obwohl ich im Gegensatz zu meinen Kommilitonen wusste, was auf mich zukam, war der einwöchige Wahlpflichtkurs eine unheimlich beeindruckende Erfahrung. Frau Dr. Blome und ihre Mitarbeiter nahmen sich viel Zeit uns neben der aktuellen Seuchenlage von ASP und KSP auch die Prinzipien, Einsatzmöglichkeiten und Limitationen verschiedener Diagnostiksysteme zu erläutern. In vielen Gesprächen war es uns möglich, die Relevanz von und die ethische Verantwortung bei Tierversuchen zu diskutieren. Mich persönlich hat die Teilnahme an diesem Kurs wieder darin bestätigt, an meinem Plan einer Karriere in der Tierseuchenforschung festzuhalten. Da meine Praktika auf dem Riems einen starken Einfluss auf meinen beruflichen Werdegang hatten und weiterhin haben, möchte Ich Ihnen vielmals für die finanzielle Unterstützung die Sie mir und anderen Praktikanten des FLIs haben zukommen lassen danken.

Mit freundlichen Grüßen

Georg Beythien

15 Studentinnen und Studenten der Universität Greifswald im Schulungslabor des Friedrich-Loeffler-Instituts

Vom 13.03. bis 24.03.2017 kamen 15 Studentinnen und Studenten aus dem Studiengang "Humanbiologie" der Greifswalder Universität ins Schulungslabor des Friedrich-Loeffler-Instituts. Dort lernten sie unter der Anleitung von erfahrenen Wissenschaftlern des FLIs vielfältige Methoden und Techniken aus der Virusforschung kennen und probierten diese in Experimenten auch gleich selbst aus. So versuchte sich der wissenschaftliche Nachwuchs unter anderem in der Zellkultur und an der Isolation viraler Protein, aber auch am Western Blot und in der Virustitration.

3 Tiermedizinstudenten aus Hannover, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger im Februar 2017

Vom 06.02. bis zum 10.02.2017 absolvierten waren wir im FLI auf der Insel Riems tätig. Wir das sind 3 Tiermedizinstudenten aus Hannover. In dem Praktikum sollte es um serologische Nachweißmethoden von Infektionserregern gehen.

Im Hinblick auf die Fächer der Mikrobiologie und der Virologie im Studiengang der Veterinärmedizin erhofften wir uns praktische Einblicke in die Thematik. Persönlich motivierte mich die Teilnahme an diesem Praktikum weil das FLI einer der wenigen Arbeitgeber auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Forschung in meiner gebürtigen Heimat ist. Schon mein Opa wurde durch die Präsenz des FLI zum Studium der Tiermedizin motiviert, obgleich er später als praktischer Tierarzt tätig war.
Der Tagesablauf während unseres Aufenthaltes am FLI gab uns einen guten Einblick in die Labortätigkeit. Zum Beispiel das es selbstverständlich ist sich Geräte und Arbeitsplätze mit anderen Wissenschaftlern zeitgleich zu teilen. Gegenseitige Rücksichtnahme und insbesondere sauberes Arbeiten klingen in der Theorie banaler als es die Praxis zeigte.
Immunfluoreszenz, PCR oder ELISA... alles schon mal gehört doch viel mehr als gefährliches Halbwissen war bei mir nicht vorhanden. Wieso versetzte ich die Zellkulturen mit bestimmten Lösungen? Warum dauert diese Nachweißmethode eigentlich solange ? Mit all diesen Fragen wandten wir uns an unsere Betreuerin, Frau Dr. Balkema-Buschmann. Weiter wurden wir von einer äußerst fachkompetenten Technischen Assistentin in unseren praktischen Fertigkeiten geschult.
Ob ich später einmal in diesem Bereich der Forschung arbeiten möchte kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten. Dafür sind die Berufsmöglichkeiten eines Tierarztes zu vielfältig und meine Ausbildung noch relativ am Anfang.
Zusammenfassend kann ich sagen das ich einen tiefgreifenden Einblick in die forschende Tätigkeit eines Tierarztes bekommen habe. Ich denke für diesen Bereich ist das FLI als Bundesbehörde eine verlockende Adresse für eine evtl. Doktorarbeit.
Ich hoffe die Vorlesungsreihe der Virologie im nächsten Semester wird mein Interesse im Fachgebiet weiter verstärken.

Mit freundlichen Grüßen
Felix Kerlikowsky

Ich heiße Jennifer Janina Hofmann und studiere Tiermedizin im 5. Semester an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover. Im Rahmen eines 1-wöchigen Praktikums zum Thema „Serologische und immunologische Nachweisverfahren für Virusinfektionenen“ hatte ich die Gelegenheit das FLI und die Insel Riems kennenzulernen. Meine Neugier an dem Thema wurde bei mir dadurch geweckt, da meine Interessengebiete im Bereich Mikrobiologie, Virologie, Parasitologie und kleine Klauentiere liegen.
Für mich war das Praktikum eine schöne Gelegenheit um herauszufinden, ob ich mich grundsätzlich für die Labortätigkeit begeistere. Außerdem empfand ich es als eine Bereicherung die Methoden Western Blot, indirekter Anti-Körper-ELISA und Immunfluoreszenz selbst durchzuführen, um so diese Verfahren besser verstehen zu können. Am meisten beeindruckt hat mich die Immunfluoreszenz, da hier der Gegensatz zwischen Abbildungen in Lehrbüchern und Praxis am größten ist, denn die Schönheit der fluoreszierenden Zellen geht auf Abbildungen leider verloren.
Mit viel Herzlichkeit und Begeisterung wurden uns die jeweiligen Arbeitsschritte erklärt und auch viele nütziche Tipps gegeben. Außerdem erhielten wir auch einen Einblick in laufende Forschungsprojekte.
Insgesamt eine sehr interessante und lehrreiche Woche, die mir noch sehr lange positiv in Erinnerung bleiben wird.

4 Studierende aus München, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik im Februar 2017

Romano Strobelt, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie im November 2016

Praktikumsbericht

Mein Name ist Romano Strobelt und ich studiere an der Ernst-Moritz-Arndt Universität in Greifswald Humanbiologie im Master. Zurzeit befinde ich mich in einen 4 wöchigen Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie im Labor von PD Dr. Finke. Die Lehre des Fachs Virologie wird in Greifswald von den Dozenten der Insel Riems bewerkstelligt. Gerade diese enge Verknüpfung zwischen Bundesforschungsinstitut und Universität finde ich sehr spannend, wodurch ich mich schon früh für die Virologie und die Forschungsgruppen des FLI begeistert habe. So schrieb ich hier bereits meine Bachelorarbeit und absolvierte diverse universitäre Praktika. Ich komme gerne auf die Insel, da ich den engen Kontakt zwischen den Professoren und den Studenten sehr schätze. Ich fühle mich hier gut betreut und lerne viele verschiedene Einblicke und Methoden in der Virologie kennen, sodass ich mich am FLI für meine spätere Karriere sehr gut vorbereitet fühle.

Anne Dittrich, Praktikantin am Institut für Immunologie im November 2016

Im Rahmen meines Master-Studiums (M. Sc. Humanbiologie) an der Universität Greifswald absolviere ich im Institut für Immunologie des FLI ein 3-wöchiges Pflichtpraktikum.
Während dieses Praktikums erlerne ich wissenschaftliche Methoden und Techniken (wie z.B. RNA-Isolierung, PCR, Zellkulturarbeiten und FACS), die für meine weitere Ausbildung von großem praktischen Nutzen sind.
Ich möchte mich auf diesem Wege beim Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung bedanken, die mir die täglichen Fahrten zur Insel Riems und zurück nach Greifswald ermöglicht.

Mit freundlichen Grüßen,
Anne Dittrich