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Praktika (Auswahl)

Nils Tadewaldt, Praktikum am Institut für Immunologie, August - Oktober 2020

Sehr geehrte Mitglieder des Fördervereins des Friedrich-Loeffler-Instituts,

in den vergangenen Monaten hatte ich, trotz Corona-Pandemie, die Chance den Schlussstein für mein Bachelorstudium im Fach Humanbiologie in Form einer Bachelorarbeit am FLI zu setzen.

Meine Arbeit zum Thema: “Reverse Engineering of a West-Nile-Virus-Replicon” wurde dabei von Frau Dr. Tews und Ihrer Technischen Assistentin Frau Kerstin Wink-Kruschke angeleitet und unterstützt. Ein solches Replikon erlaubt die unkomplizierte Forschung an West-Nil-Virus-Proteinen in verschiedensten eukaryotischen Zellen ohne, dass eine „echte“ Infektion mit dem Virus nötig ist.

Im Labor habe ich vor allem an einer Klonierungsstrategie für die Vermittlung der autonomen WNV-Replikation gearbeitet. Damit verbunden war viel genetische aber auch mikrobiologische Arbeit mit E. coli und Vero-Zellen.

Ich bedanke mich hiermit herzlich bei meinen Betreuerinnen, den verschiedenen Laboren deren Geräte ich mitbenutzt habe und ebenso bei den Mitgliedern des Fördervereins für Ihre Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen

Nils Tadewaldt

Agnes L., Laura S., Louisa S., Marion D., Wahlpflichtfach Übungen zur Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern am Institut für Virusdiagnostik, September 2020

Wir sind Münchner Tiermedizinstudentinnen aus höheren Semestern und durften im Rahmen des WPF vier Tage auf der Insel Riems verbringen. Dabei haben wir durch die informativen, spannenden und interaktiven Vorträge vieles theoretisch gelernt, wie z. B. über die modernen diagnostischen Verfahren, die MKS sowie topaktuelle Themen wie ASP und Versuche mit SARS-CoV-2. Dafür danken wir Prof. Dr. Martin Beer, Dr. Michael Eschbaumer, Dr. Jan Forth und Lorenz Ulrich, die uns jede aufkommende Frage geduldig und ausführlich beantwortet haben. Zudem durften wir am ersten Doktorandenseminar seit mehreren Monaten (durch SARS-CoV-2 nicht möglich gewesen) teilnehmen. Als erste praktische Arbeit haben wir unter Anleitung von PD Dr. Kerstin Wernike und Doreen Schulz mit einem COVID-19-Test (RNA-Extraktion und qPCR) gestartet. Aufgeteilt auf zwei Gruppen ging es dann in die Labore von Dr. Patricia König (BHV und BVD/MD) und PD Dr. Kerstin Wernike (BVD/MD und SBV), um selbst Zellkulturen umzusetzen und eine Virustitration anzusetzen. Außerdem stand das selbstständige Durchführen von ELISA (indirekt und kompetitiv), Immunfluoreszenz- und Peroxidasetest auf dem Plan. Dabei wurden wir von Bianka Hillmann unterstützt.

Das praktische Arbeiten hat uns besonders gut gefallen, da das theoretisch in der Universität angeeignete Wissen angewendet und verankert werden konnte. Prof. Dr. Beer hat sich sehr viel Zeit für uns genommen und uns auch persönlich über die Insel geführt, auf der ein tolles Miteinander unter den Kollegen und gegenüber den Besuchern herrscht. Selbst nach 20 Jahren am FLI merkte man Prof. Dr. Beer die Passion für seine Arbeit und das Institut an, womit er uns ansteckte. Durch Frau Jakobis Organisation verlief unser Aufenthalt auf der Insel reibungslos und wohl umsorgt mit Süßigkeiten und Kaffee. Wir danken dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung für die Unterkunft im Gästehaus des FLI.

Zum Abschluss möchten wir noch einmal ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten aussprechen! Es war ein wundervoller und lehrreicher Aufenthalt!

Hendrik Braunschweig, Praktikum am Institut für Immunologie, August/September 2020

Im Zuge meines Studiums der Medizinischen Biotechnologie an der Universität Rostock stand am Ende dieses Sommersemesters ein achtwöchiges Berufspraktikum an. Obwohl der Fokus meines Studiums eher bei der Biologie und Gesundheit des Menschen, weniger von Tieren liegt, ergriff ich die Chance und bewarb mich aufgrund der transdisziplinären Ausrichtung der Forschung sowie des hervorragenden Rufes und ausschließlich positiver Erfahrungsberichte anderer Studierender am FLI.

Ich hatte die Möglichkeit zwischen verschiedenen Forschungsgruppen und Projekten zu wählen und entschied mich, aufgrund der Aktualität und momentanen Relevanz, für ein Praktikum in der Arbeitsgruppe von Dr. Gang Pei am Institut für Immunologie.

Ein Schwerpunkt der Forschungsgruppe stellt das Immunsystem von Fledermäusen und die Rolle der Interferone in der Virusabwehr dar. Fledermäuse besitzen ein Immunsystem das im Vergleich zu anderen Säugetieren außergewöhnlich ist und es Ihnen erlaubt diverse Virusinfektionen, die für andere Säugetiere tödlich enden können, unbeschadet zu überstehen. Aus diesem Grund gelten Fledermäuse als wichtige Reservoire und Ausgangspunkt von Zoonosen und werden in diesem Zusammenhang bekanntlich auch als initialer Überträger des Erregers SARS-CoV 2 diskutiert. Der Grund für die Widerstandsfähigkeit gegenüber vielen Viren ist bis dato nicht bekannt, es stehen jedoch verschiedene Hypothesen im Raum. Eine dieser Hypothesen stützt sich auf das Expressionsmuster der Interferone. Hier setzt die Forschung der Arbeitsgruppe an. Über die Expression der Fledermausinterferon-Gene in eukaryoten Zelllinien soll die tatsächliche Beteiligung der Interferone erforscht und die Hypothese den Ergebnissen entsprechend gestützt oder widerlegt werden.

Meine Aufgaben innerhalb dieses Projektes umfassten das klonieren der Interferone Alpha, Beta, Gamma und Lambda sowie die anschließende Transfektion und Transduktion in eukaryote Zellen und Etablierung von Zelllinien, die die Interferone letztendlich exprimieren.

Trotz eines holprigen Starts, zunächst mit der Ungewissheit, ob das Praktikum überhaupt stattfinden könne, gelang es mir, mich im Labor einzuarbeiten und die mir zugeteilten Aufgaben erfolgreich zu erfüllen. Das Praktikum ermöglichte mir einen lehrreichen Einblick in die Arbeitswelt der grundlagenorientierten Forschung, förderte meine für die Forschung unabdingbare Geduld und gab mir die Möglichkeit, mir bereits bekannte experimentelle Methoden zu vertiefen und daneben neue zu erlernen.

Bedanken möchte ich mich sowohl bei allen Angehörigen des Labors, Lisa, Gini, Silke und natürlich Dr. Gang Pei, für die Möglichkeit des Praktikums, die freundliche Aufnahme ins Team und Unterstützung bei der Erfüllung meiner Aufgaben, als auch beim Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die anteilige Übernahme der Fahrtkosten.

Roman Rzepka, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August bis Oktober 2020

Im Rahmen meines Agrarbiologie Bachelorstudiums musste ich ein zweimonatiges Pflichtpraktikum absolvieren. Dies konnte ich erfreulicherweise am FLI im Institut für Virusdiagnostik bei Dr. Dennis Rubbenstroth machen.

In den wie Monaten konnte ich Einblicke in die Anzucht und Diagnostik von vor allem Tauben Rotaviren erhalten. Außerdem war es mir möglich bekannte Labormethoden zu wiederholen und zu festigen und einige neue Methoden zu erlernen. Darunter waren vor allem die Durchführung von RT-PCRs, qPCRS sowie der Nachweis verschiedener Viren mit Hilfe von direkten oder indirekten IFTs.

Besonders gefreut hat mich, dass ich in den zwei Monaten selbstständig ein eigenes kleines Projekt bearbeiten durfte. Dabei habe ich in verschiedenen Infektionskinetik-Versuchen die Wachstumseigenschaften von verschiedenen Rotavirus-Isolaten in Zellkultur charakterisiert. Diese Eigenschaften konnten dann hinterher via IFT ausgewertet werden und so eine Veränderung der verschiedenen Viren über mehrere Passagen festgestellt werden.

Ich möchte mich ganz herzlich bei Dennis Rubbenstroth und Kathrin Steffen dafür bedanken, dass ich Einblicke in die tägliche Forschungsarbeit nehmen durfte. Ich möchte mich für die Geduld bedanken, mit der ich in die Arbeitsabläufe im Labor eingeführt wurde und für die Möglichkeit diese im Anschluss selbstständig durchführen zu dürfen.

Ein besonderer Dank gilt auch dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung meiner Unterkunft.

Roman Rzepka

Eva Krause, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, August/September 2020

Während meines Veterinärmedizinstudiums an der Justus-Liebig-Universität in Gießen wurde bereits in verschiedenen Veranstaltungen die Bedeutung des Friedrich-Loeffler-Institutes thematisiert. Ich merkte schnell, dass mich vor allem die viralen Tierseuchen sehr faszinieren. Leider hatte ich bisher nur wenig Gelegenheit, praktische Erfahrungen in der Forschung und im Labor zu sammeln. Daher war ich sehr glücklich über die Möglichkeit, in meinem vierwöchigen Praktikum, im Institut der molekularen Virologie und Zellbiologie, einmal hinter die Kulissen blicken zu dürfen.

In dieser Zeit wurde ich sehr herzlich von der Laborgruppe von Herrn Dr. El-Sayed M. Abd El-Whab aufgenommen und beschäftigte mich mit den aviären Influenzaviren. Neben grundlegenden Labortechniken wie Western Blots, Zellkulturtechniken, ELISAs, PCRs und DNA-Extraktionsverfahren, erlernte ich auch viele spezielle Techniken, wie beispielsweise die Virusanzucht in Hühnereiern, die Zellinfektion mit Viren oder die Präparation von primären Nierenzellen. Mein Betreuer, Dr. David Scheibner, stand mir während der ganzen Zeit mit Rat und Tat zur Seite, so dass ich die Aufgaben schnell selbstständig erledigen konnte. Ich führte Hämagglutinationstests und Plaque-Tests durch. Dabei macht man sich die Eigenschaft des viralen Hämagglutinins und des zytopathischen Effekts der Viren für diagnostische Zwecke zu nutzen. In meinem eigenen kleinen Projekt klonierte ich virale Gene mit Hilfe der Transformation von Plasmiden in E-coli-Zellen. Bei der Arbeit mit Versuchstieren durfte ich zudem mein bisher erlerntes tiermedizinisches Wissen bei Blutentnahmen, Impfungen sowie Sektionen anwenden.

Auch wenn die erlebnisreiche Zeit am FLI viel zu schnell verging, hat sie meine beruflichen Zukunftswünsche entscheidend geprägt. Besonders bedanken möchte ich mich bei Dajana Helke, Claudia Blaurock, Ola Bagato, Luise Hohensee, Dr. David Scheibner und Dr. El-Sayed M. Abd El-Whab für ein stets offenes Ohr, ihre Unterstützung und ihr Ziel, mir möglichst viel zu zeigen.

Mein abschließender Dank geht an den Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung.

Wahlpflichtpraktikum Virologie im Masterstudiengang Humanbiologie und Molekularbiologie & Physiologie, September 2020

Im Zeitraum vom 14.09.2020-25.09.2020 hatten wir, zwei Masterstudierende der Humanbiologie und fünf Masterstudierende der Molekularbiologie & Physiologie, die Gelegenheit auf der Insel Riems im Praktikumsgebäudes des FLIs unser Praktikum zu absolvieren.

Dort wurden wir vor das fiktive Problem gestellt, Ohrstanzen von Kühen aus zwei verschiedenen Betrieben zu untersuchen. Die Ohrstanzen aus beiden Betrieben wurden positiv auf das bovine virale Diarrhö-Virus (BVDV) getestet. Da die Kühe in beiden Beständen unterschiedlich schwer betroffen waren, wurden Gesamtgenomsequenzen untersucht. Es wurde eine Mutation im Glykoprotein Erns gefunden, welches eine RNase-Aktivität besitzt. Um die Zusammenhänge zwischen der unterschiedlichen Symptomausprägung und der Mutation besser zu verstehen, haben wir verschiedene Fragestellungen untersucht: Hat die Mutation einen Einfluss auf das Wachstumsverhalten des Virus’ und hat sich die Expression von Erns und der RNase-Aktivität verändert? Nach einer erfolgreichen Klonierung konnten wir auch die Mutation bestätigen und überprüfen, ob eine veränderte RNase-Aktivität nach Einzelexpression vorlag.

Im Zuge des Praktikums lernten wir, wie an solche Fragestellung herangegangen wird und hatten die Möglichkeit, verschiedene Strategien in praktischen Übungen kennenzulernen und unser Wissen darin zu vertiefen.

Bei Frau Dr. Tews, Frau Dr. Diederich, Frau Dr. Groseth und Herrn Dr. Hoenen wollen wir uns hiermit noch einmal für das lehrreiche und spannende Praktikum und die sehr gute Betreuung bedanken.

Darüber hinaus möchten wir uns beim Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die anteilige Übernahme der Fahrtkosten bedanken.

Joana Merk, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August/September 2020

Trotz aktueller SARS-CoV-2 Pandemie hatte ich das Glück mein Praktikum am IVD dieses Jahr doch noch absolvieren zu können. Ich kannte die Insel Riems und das Labor von Dr. Kerstin Wernike bereits von meinem Besuch 2 Jahre zuvor im Rahmen des Wahlpflichtfachs und wollte unbedingt wiederkommen. Im August war es dann endlich soweit und ich durfte vor Ort miterleben, was mit all den Ohrstanzen und anderen Probenmaterialien zwischen Versand und Befund geschieht.

Unter Anleitung konnte ich die gesamte Diagnostik rund um Viren, Antikörper und Zellen erlernen und immer auch selbst ausprobieren, sodass ich schnell einen breiten Überblick über die verschiedensten Diagnostikmethoden und Tests bekommen habe. Dabei hatte ich mit einem bunten Mix an Probenmaterialien, von Gnitzen über Zecken bis hin zu Ohrstanzen und Milchproben, zu tun und einem ebenso breiten Spektrum an Viren (BVDV, SBV, FSMEV, BTV, EHDV und nicht zuletzt auch den aktuell nur zu bekannten Coronaviren).

Besonders begeistert hat mich dabei die Multiplex-PCR auf BTV und EHDV: Dabei muss vor Beginn der Amplifikation zuerst die doppelsträngige Virus-RNA gespalten und anschließend sofort abgekühlt werden, um eine Renaturierung zu verhindern. Deshalb war ich eine Woche lang mit Flüssigstickstoff bewaffnet im Labor unterwegs, um meine Probenplatten direkt aus dem Cycler in einem Tauchbad aus siedendem Stickstoff zu versenken.

Während meiner 4 Wochen durfte ich sogar mein eigenes kleines Projekt bearbeiten, im Rahmen dessen ich Zecken verschiedener Herkünfte auf FSME untersuchte. Nach Alters- und Geschlechtsbestimmung musste ich zunächst die RNA des Erregers aus den Proben extrahieren, bevor ich im Anschluss daran mittels RT-qPCR auf FSMEV testen konnte.

Ganz herzlichen Dank für mein tolles Praktikum an Kerstin Wernike und ihr gesamtes Team, besonders Aileen, Constantin und Anna, die mich nicht nur bei meinen ersten Gehversuchen in der Virologie so hilfsbereit, geduldig und kompetent unterstützt haben, sondern sich auch neben ihren Laboraufgaben noch aufopferungsvoll um mich gekümmert haben durch Freizeittipps für die Region, Ausflüge und Spaziergänge über die Insel.

Ein besonderer Dank gilt auch dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung meiner Unterkunft.

Joana Merk

Jessica Geers, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August/September 2020

In Vorbereitung für die anstehende Masterarbeit in Biologie, sieht die Universität zu Köln ein 7-wöchiges Praktikum vor. Hierfür hat es mich also aus dem Rheinland an die Ostsee ans FLI an das Institut für Virusdiagnostik in die AG Rubbenstroth verschlagen.

Der Schwerpunkt der AG von Dr. Dennis Rubbenstroth liegt in den phylogenetischen Analysen und der Genotypisierung von Bornaviren und Rotaviren. Seit einiger Zeit wird aber auch ein Fokus auf das neu entdeckte neuropathogene Rustrelavirus gelegt.

In diesem Praktikum habe ich die Möglichkeit verschiedenste Laborarbeiten, die im Rahmen der Virusdiagnostik durchgeführt werden, genauer kennenzulernen und auch selbst einige Viren anzuzüchten. Der besondere Schwerpunkt im Praktikum lag auf Untersuchungen zur Verbreitung und genetischen Vielfalt des Borna disease virus 1 (BoDV-1)und der Etablierung diagnostischer Methoden für das Rustrela-Virus (RusV).

Ich habe das Glück und kann auch nach diesem Praktikum in der AG Rubbenstroth verbleiben und meine Masterarbeit dort schreiben. Ich bin gespannt, auf welche Herausforderungen ich im Zuge dessen treffen werde und in welche Richtung sich mein Projekt in den nächsten Monaten noch entwickeln wird.

Ich möchte mich herzlich für die Möglichkeiten, die sich mir durch das Praktikum ergeben haben, bedanken. Außerdem danke ich schon jetzt meiner Arbeitsgruppe für die bisherige Hilfe und das Vertrauen, dass mir erbracht wurde. Ein abschließender Dank gilt auch dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung.

Katharina Gerhards, Praktikum am Institut für Epidemiologie, August 2020

In meinem Studium der Veterinärmedizin an der Universität Gießen wurde bereits in den Vorlesungen über die vielfältige Arbeit des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) berichtet. In meinem Praktikum auf dem Veterinäramt wurde zudem mein Interesse an der Tierseuchenbekämpfung geweckt. Umso größer war die Freude, als ich die Zusage des Instituts für Epidemiologie (IfE) erhalten habe, mein vierwöchiges Wahlpraktikum am FLI absolvieren zu dürfen.

In meiner Zeit auf der Insel Riems hatte ich die Gelegenheit, einen guten Einblick in den umfangreichen Arbeitsbereich des Instituts zu erhalten.

So konnte ich zusammen mit Gästen aus Litauen an einem Workshop zur partizipativen Epidemiologie teilnehmen. Ziel war die Entwicklung einer Studie mit Jägern, in welcher der Umgang und die Akzeptanz gegenüber Maßnahmen, die der Bekämpfung von ASP dienen, ermittelt werden sollen.

Außerdem durfte ich bei der Erstellung des monatlichen Radar Bulletin mitwirken, welches einen Überblick über die internationale Lage und die Ausbreitung der bedeutendsten Tierseuchen gibt, die Gefahrenlage für Deutschland einschätzt und mittels Ampelsystem darstellt. Hierbei konnte ich Erfahrungen mit der Erhebung, der Verarbeitung und der Interpretation von Daten sammeln sowie die Grundlagen der statistischen Programmiersprache „R“ erlernen, um am Ende meine eigene Grafik mittels dieser zu erstellen.

Auch aktuelle Themen, wie die Empfänglichkeit und der Nachweis von SARS-CoV-2 bei Tieren, wurden in Übungen zur erfolgreichen Literaturrecherche mit aufgegriffen.

Aufgrund des Engagements von PD Dr. Sandra Blome vom Institut für Virusdiagnostik (IVD) hatte ich zusätzlich die Möglichkeit, Einblick in den Ablauf von Tierversuchen zur Erforschung des ASP-Virus zu erhalten. Bei zwei Besuchen der Wildschweine im S4-Bereich konnte ich die hier erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen, wie zum Beispiel die Benutzung der Duschschleuse, direkt miterleben.

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim kompletten Team des IfE bedanken, die mich sehr freundlich aufgenommen haben, jederzeit ein offenes Ohr für mich hatten und mich bei meiner Arbeit bestmöglich unterstützt haben, besonders bei PD Dr. Carola Sauter-Louis, Dr. Carolina Probst und PD Dr. Nicolai Denzin.

Ein herzlicher Dank gilt dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung bei der Unterbringung im Gästehaus des FLI.

Sean L. L. Seegert, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, August/September 2020

Im Rahmen meines Humanbiologie Masterstudiums muss ich in meinem Nebenfach Virologie ein zwei wöchiges Pflichtpraktikum absolvieren. Dieses konnte ich glücklicherweise bei Prof. Dr. Rainer Ulrich am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger wahrnehmen.

In den zwei Wochen konnte ich viele neue Erfahrungen sammeln und habe tiefere Einblicke in die Hantavirusdiagnostik bekommen. Bereits bekannte Labormethoden, wie der ELISA-Test oder die RT-PCR konnte ich üben und meine Kenntnisse festigen. Auch kam ich in die Gelegenheit bei der Sektion von Wildfang (Rötelmäuse) unter S3 Bedingungen zu helfen und damit unter Laborbedingungen zu arbeiten, die neu für mich waren.

Mein Dank gilt Dr. Stephan Drewes, Dörte Kaufmann, Patrick Slowikowski und Sina Nippert, die mich von Anfang an sehr herzlich aufgenommen und sehr gut betreut haben. Auch möchte ich mich hier nochmal herzlich dafür bedanken, dass Prof. Dr. Rainer Ulrich mir die Möglichkeit geboten hat mein Praktikum am INNT durchzuführen.

Dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts danke ich für die finanzielle Unterstützung durch Teilerstattung der Fahrtkosten.

Georgina Bredel, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, August 2020

Im Rahmen meines Tiermedizinstudiums konnte ich im August 2020 ein Praktikum am FLI absolvieren. Da im Studium der Veterinärmedizin vor allem die Ausbildung in Richtung Klinik gefördert wird und ich bis dahin nur wenig Erfahrung in Forschung und Labor sammeln konnte, entschied ich mich dafür, 4 Wochen meines praktischen Jahres hier zu verbringen. In den Vorlesungen wurde bereits früh die interessante und vielseitige Arbeit des FLIs thematisiert, sodass ich mich um ein Praktikum bewarb.

Ich bekam die Möglichkeit, diese Zeit im Labor von Prof. Dr. Rainer Ulrich zum Thema Hantaviren, einer Zoonose die von Nagern auf den Menschen übertragen wird, zu verbringen. Ich begleitete die Doktorandin Sina Nippert während ihrer Arbeit, durfte aber auch bei allen anderen der Arbeitsgruppe mitmachen und viel lernen. Die freundlichen Mitarbeiter und die angenehme Arbeitsatmosphäre haben direkt dafür gesorgt, dass ich mich sehr wohl fühlte.

Durch die engagierte und hilfsbereite Betreuung konnte ich viele Grundlagen der Laborarbeit erlernen, PCRs, Gelelektrophoresen, SDS-PAGEs, Western Blots und ELISAs durchführen und Möglichkeiten der Extraktion von DNA und RNA kennenlernen. Während dieser ganzen Methoden wurde mir schnell erlaubt, sehr selbstständig zu arbeiten, was mir im Hinblick auf eine spätere Doktorarbeit sehr helfen wird.

Zudem durfte ich bei der Sektionsvor- sowie -nachbereitung und der Sektion der Mäuse an sich mitmachen, was sicherlich am Anfang durch die Größe dieser Tiere eine Herausforderung war, aber viel Spaß gemacht hat. Auch die Arbeit in einem S2-Labor mitzubekommen war sehr spannend.

Ich möchte mich sehr herzlich bei meiner tollen Arbeitsgruppe bedanken, die mich von Anfang an direkt aufgenommen hat und step-by-step an die Laborarbeit herangeführt hat. Danke an Prof. Dr. Rainer Ulrich, Dr. Stephan Drewes, Sina Nippert, Patrick Slowikowski und Dörte Kaufmann für das stets offene Ohr, die viele Hilfe und das Vertrauen in meine Arbeit.

Ein besonderer Dank gilt auch dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung zur Unterkunft.

Georgina Bredel

Christine Sauerland, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, August 2020

Im Rahmen des Tiermedizinstudiums ist es möglich ein Wahlpraktikum im extramuralen Semester zu absolvieren. Durch meinen ersten Abschluss in Molekularbiologie stand der Entschluss fest, dass es ein Forschungspraktikum werden soll. Von daher habe ich mich per Initiativbewerbung am FLI für ein vierwöchiges Praktikum beworben und es trotz Coronakrise zwischen Schlachthof und Klinik zurück an die Bench geschafft.
Vor allem ein ganz großes Dankeschön an Dr. Barbara Klupp, Karla Günther, Dr. Julia Sehl, Dr. Melina Valbracht und der gesamten Arbeitsgruppe für die herzliche Aufnahme, die produktive Zusammenarbeit und neue Erfahrungen auf dem spannenden Gebiet der Herpesvirusforschung.
Außerdem vielen Dank an den Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung durch Teilerstattung der Wohnkosten.

Christin Hennig, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August 2020

Während des Tiermedizin-Studiums hat man die Möglichkeit in verschiede Bereiche zu schnuppern. Schon in der Uni wurde mein Interesse an der Laborarbeit geweckt, vor allem durch Kurse in der Immunologie und Virologie. Der einwöchige Wahlpflichtkurs im März 2019 am FLI bei Frau Dr. Sandra Blome hat mich überzeugt, bei ihr im Labor des Instituts für Virusdiagnostik ein längeres Praktikum zu absolvieren. Hier habe ich den Doktoranten Paul Deutschmann bei seinem Tierversuch zu einem Impfstoff zur Afrikanischen Schweinepest begleitet. Die Tage im Labor, wo wir diverse Testverfahren wie PCR oder ELISA anwendeten, wurden immer wieder durchbrochen durch Besuche im Nachbargebäude. Dort stopften wir uns die Taschen voll mit Leckerlis, schleusten uns in den Versuchstierstall ein und wurden schon durch freudiges Grunzen erwartet. Jetzt könnte man denken,
dass man sehr dreckig sein müsste, wenn man den halben Tag im Schweinestall verbringt – aber Nein! Denn nach jedem einzelnen Stallbesuch musste ausgiebig geduscht werden, um Kontaminationen zu den anderen Versuchsgruppen zu vermeiden. Das hieß bei mir: Viermal duschen am Tag bei drei verschiedenen Versuchsgruppen, plus rausduschen aus dem S4-Bereich. Während meines Praktikums war ich also so sauber wie noch nie.

Das Ende des Tierversuchs konnte ich während meines Praktikums auch noch miterleben. Das hieß aber leider auch Abschied von den Schweinen nehmen. Sie wurden sehr human mit vorhergehenden Narkose euthanasiert, um in der Sektionshalle der Pathologie dann feststellen zu können, ob die Impfstoffkanditaten erfolgreich gegen die Afrikanische Schweinepest schützen oder selbst Veränderungen an den Organen oder Geweben hervorgerufen haben. Es wurden verschiedene Proben genommen, die jetzt eingehend im Labor analysiert werden. 

Ich möchte mich hiermit besonders bei Frau Dr. Sandra Blome und ihrem Team bedanken, dass sie mir die Möglichkeit gegeben haben in ihrem Labor ein Praktikum zu absolvieren. Für die gute Betreuung und Zusammenarbeit danke ich außerdem Paul Deutschmann, der mir alles genau erklärt hat und mich für die Arbeit im Labor, Stall und in der Sektionshalle begeistern konnte.

Ein abschließender Dank geht an den Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die Übernahme der Fahrtkosten während meines Praktikums.

Lisa Rogoll und Christina Schwenk, Praktikum am Institut für Epidemiologie, August 2020

Wir sind Christina und Lisa, zwei Tiermedizin-Studentinnen des 10. Semesters aus München und Berlin. Im Rahmen unseres praktischen Jahres wünschten wir uns neben Praxis und Klinik auch Einblicke in die Forschung, vor allem die Epidemiologie in Bezug auf Tierseuchenerreger zu erhalten. Also landeten wir auf der Insel Riems, im Institut für Epidemiologie.

Während unseres vierwöchigen Praktikums haben wir uns besonders mit epidemiologischen Fragestellungen rund um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest beschäftigt. Dazu gehörte eine ausführliche Literaturrecherche zum Einstieg in die Thematik. Danach erfolgte die Auswertung geografischer Koordinaten tot aufgefundener Wildschweine. Das Ziel war, herauszufinden, wie die Umgebung der Kadaver im Hinblick auf die landschaftliche Zusammensetzung strukturiert ist. Dabei analysierten wir zum einen die Entfernungen der Kadaver zu Wasser, Straßen und Siedlungen mithilfe von Google-Earth und zum anderen die prozentuale Zusammensetzung der Umgebung in Umkreisen von 1, 3 und 5 km nach Landschaftskategorien im Kartenprogramm ArcGIS. Im Anschluss haben wir die Daten sowohl von ASP-positiven als auch von –negativen Wildschweinen in Lettland in Excel und R ausgewertet. Wir hoffen, dass durch unsere Arbeit zukünftig Rückschlüsse für eine zielgerichtetere Kadaversuche gezogen werden können.

Ergänzend dazu haben wir an einem internen Workshop zu partizipatorischer Epidemiologie mit litauischen Kollegen teilnehmen können. Dieser diente der Entwicklung einer Studie zum Umgang von Jägern mit ASP in Litauen.

Darüber hinaus hatten wir die Möglichkeit, in andere Arbeitsbereiche des IfE hineinzuschnuppern und durften sogar (dank des Engagements von PD Dr. Sandra Blome vom Institut für Virusdiagnostik) kurze Ausflüge ins t4/S4-Labor unternehmen, um dort die praktische Arbeit mit dem ASP-Virus zu erleben.

Wir bedanken uns für das vielseitige Praktikum und die herzliche Betreuung, insbesondere durch Carola Sauter-Louis. Bei allen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Doktorandinnen und Doktoranden bedanken wir uns für die überaus freundliche und offene Aufnahme in das Team. Wir haben unsere Zeit am IfE sehr genossen! Ein ganz herzliches Dankeschön geht außerdem an den Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung. 

Christina Schwenk und Lisa Rogoll

Virologiepraktikum für Humanbiologiestudenten der Universität Greifswald, August 2020

Vom 10.08.-21.08.2020 fand unser Virologie-Praktikum im Schulungslabor des FLI auf der Insel Riems statt. Dabei erhielten wir einen Einblick in die Grundlagen virologischer Forschungsmethoden sowie den Arbeitsalltag in einem Bundesforschungsinstitut. Das Praktikum beschäftigte sich mit Inhalten wie der Anwendung serologischer Verfahren zum Antikörpernachweis, wie ELISA und Western Blot-Test, der Durchführung molekularbiologischer Methoden, wie Polymerasekettenreaktion, und virologischer Arbeitsmethoden, z.B. Virustitration. Dazu wurden beispielsweise auch verschiedene rekombinante Virusproteine untersucht. Abschließend sind die Versuche mittels eines Kurzvortrages durch die Studierenden nochmals zusammengefasst worden und mit den zuständigen Betreuern ergänzende Forschungsansätze und Fragestellungen diskutiert, sowie Meinungen arbeitsgruppenübergreifend ausgetauscht worden. Wir danken dem Institut für die Kooperation und die Möglichmachung des Praktikums trotz der bekannten Umstände der gerade herrschenden Pandemie. Freundlicherweise wurden die anfallenden Fahrtkosten zur Insel Riems auch in diesem Jahr wieder durch den Förderverein übernommen.

Lily Haumont, internship within the International Animal Health Institute in FLI Headquarters, February to July 2020

In the frame of my master thesis in Public Health and last year of veterinary studies in France, I looked for a 5-month internship that would allow me to combine my professional aspirations: working in an international environment on multicultural topics, enhancing my knowledge on animal health, public health, risk assessment and management, and improve my language proficiency in German.

Those criteria led me to the International Animal Health Institute from the Friedrich-Loeffler-Institut in Greifswald. Contrarily to numerous internships conducted at the FLI, my work would not take place in a lab and would rely on bibliographic research.

I have been offered to work on differences on national legislations for African Swine Fever worldwide. In that optic, I studied regulative texts relating to ASF-control from many countries and selected nine from five continents. The aim of this study was to explore what scope there may be for improvements through their comparison while integrating the national context in which they were formulated.

This internship has been very fruitful for me. I broadened my understanding of legislations which importance is often underestimated. I could develop a big picture that sharpened my critical mind: combining political decisions, economical constraints, health issues, scientific background, social considerations, crisis and emergency procedures. The team invited me, not just to focus on one project, but understand the dynamics of the team, their functioning and mentality on any challenge they may face. This international-oriented project perfectly met my goals.

The COVID-19 pandemic unfortunately constrained me to return to my country before the end of the internship and pursue my work at home. Despite this, I benefited from a very efficient and constructive follow-up. Adaptation to professional unexpected events is part of any good set of skills. The teamwork we performed allowed us to reach a report that may contribute, in its own way, to the ongoing knowledge and research about ASF control, management and eradication.

I am very grateful to Dr. Klaus Depner that did a wonderful job in supervising me throughout the project, as well as all the other members of the International Animal Health Institute: for their hearty welcome in their institute, their support and the constructive exchanges we shared. I have experienced a very enjoyable working environment and collegial spirit that inspired me to work efficiently and with dedication.

Finally, big thanks to the Förderverein of the FLI, which financially helped me with accommodation in the guest house.

Cole Alexander Bourque, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, März/April 2020

Throughout my stay as an intern at FLI under Prof. Dr. Rainer Ulrich from 01.03 to 30.04.2020, I was able to greatly advance my practical and theoretical knowledge by way of laboratory work. The main topics that I focused on and assisted with were species classification as well as bacterial and viral infection screening for captured rodents. Throughout my internship, I was successful in both developing practical methods in the laboratory, as well as employing theoretical and data analysis methods to utilize the yielded results.

To determine rodent speciation, I worked with lab coworkers to analyze mitochondrial cytochrome B DNA. The disease-causing pathogens screened were the bacteria “Leptospira”, and the viruses “Puumuala Orthohantavirus” (PUUV) and “Dobrava-Belgrade Orthohantavirus” (DOBV). Working with such diverse experimental targets stimulated my development of several unfamiliar techniques. Chloroform RNA extraction, kit-based DNA and RNA extraction, kit-based DNA gel column purification for sequencing, and software analysis of sequencing results using the program “Geneious” were all among the novel skills I acquired. Additionally, my supervisors instilled the theory behind the diseases and their analyses to me as experiments were performed. Vital information including viral replication and lifecycle strategies, primer design, and analytical methods were explained clearly and concisely. This knowledge ensures that I will maintain my comprehension of the techniques performed in this internship.

The enhancements to my practical skills and theoretical comprehension have made me more confident in my laboratory skills and conceptual ability. What I learned from the two months at FLI will be invaluable for my future as a researcher. I will apply the experience gained here to contribute to the advancement of science, both academically and professionally.

Anna Munk, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Februar 2020

Im Februar 2020 kam ich in den Genuss, ein vierwöchiges Praktikum am INNT des FLIs absolvieren zu können. Dieses fand im Rahmen des praktischen Jahres meines Tiermedizinstudiums an der LMU München statt. Üblicherweise hospitiert man in dieser Zeit in tierärztlichen Praxen und Kliniken. Da das FLI vor allem in der  Virologie-Vorlesung immer wieder thematisiert wurde, entschloss ich mich einen Blick über den Tellerrand in die Forschung zu werfen und bewarb mich um ein Praktikum.

Im Labor von Dr. Markus Keller drehte sich alles um Orthonairoviren, vor allem um das Nairobi-Sheep-Disease-Virus, Hazara Virus und Dugbe Virus als auch um das Middelburg Virus. Hier durfte ich grundlegende Laborarbeiten wie das Durchführen von PCRs, RT-PCRs, ELISAs, Western Blots und RNA Extraktion erlernen. Des Weiteren wurde ich eingeführt in das Klonieren von DNA Fragmenten mithilfe eines rekombinanten Vektors und E-Coli Stämmen. Sehr interessant war auch der Umgang und die `Pflege´ von Zellkulturen, welche für die Virusvermehrung, Quantifizierung und für Neutralisationstests gebraucht werden. Zusammenfassend musste ich feststellen, dass sehr viel Arbeit und auch Frustration hinter der Etablierung von diagnostischen Tests für die tierärztliche Praxis steckt und dass es eine Menge an Stellschrauben gibt, an welchen geduldig gedreht werden muss, bis sich ein möglicher Erfolg einstellen könnte.

Da Herr Dr. Keller für die Mäusehaltung und –Zucht im Quarantänestall mitsamt des SPF Bereichs zuständig ist, konnte ich einen spannenden Einblick in die Versuchstierhaltung gewinnen. Hierbei lernte ich viel über die Haltung von Labormäusen und konnte mich direkt im Handling ausprobieren. Dazu gehörte unter anderem die Entnahme der Schwanzspitze als genetisches Probenmaterial, das Einziehen von Ohrmarken zur Markierung der Mäuse sowie das Aussortieren von erkrankten Tieren. Mein persönliches Highlight war, einen Embryotransfer miterleben zu können. Nachdem man weibliche Tiere durch Hormoninjektionen zur Superovulation gebracht hatte und diese mit Männlichen angepaart hatte, wurde aus ihnen, insofern sie einen Vaginal-Plug aufwiesen, die befruchteten Eizellen gewonnen. Das Ammentier aus dem SPF Bereich, in welches die über Nacht inkubierten Eizellen mittels einer Operation unter Narkose und Analgesie eingepflanzt werden sollten, musste ebenfalls durch eine Anpaarung mit vasektomierten männlichen Tieren in den richtigen Zykluszustand gebracht werden.

Mir hat es sehr gefallen durch die interessanten Seminare montags auch einen Einblick in die Forschungsarbeit an anderen Instituten zu erhalten. Aufgrund von den gesammelten Erfahrungen bin ich schon ein Schritt weiter hinsichtlich meines späteren beruflichen Werdegangs und könnte mir prinzipiell eine Doktorarbeit am FLI vorstellen.

Ich danke hiermit allen Mitarbeitern des FLIs insbesondere Dr. Markus Keller für die Darstellung seines Berufsalltages,  Katrin Schwabe, die mir stets mit Rat und Tat bei sämtlichen Problemen im Labor zur Seite stand sowie Julia Hartlaub, die mir das Dasein als Doktorand eindrücklich vermittelte. Außerdem möchte ich mich beim Förderverein des FLIs für die anteilige Übernahme der Mietkosten für das Appartement, welches ich mir mit Julia Pöhlig teilte, bedanken.

Julia Pöhlig, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Februar 2020

Im Rahmen meines Tiermedizinstudiums sind eine Reihe von Praktika im praktischen Jahr vorgesehen. Der Großteil dieser Praktika wird normalerweise in Tierärztlichen Praxen oder Kliniken absolviert. Ich habe mich dazu entschieden dieses praktische Jahr zu verlängern, um die Möglichkeit zu bekommen in möglichst viele Bereiche und Richtungen der Tiermedizin einen Einblick zu gewinnen.

Durch die Laborkurse in Chemie und Biochemie durch die Universität habe ich einen Einstieg in die Laborarbeit bekommen. Da ich eventuell eine Doktorarbeit im Bereich der Forschung und Virologie machen möchte, hatte ich den Wunsch diese Kenntnisse noch weiter zu vertiefen und einen größer gefächerten Einblick in den Laboralltag zu gewinnen.

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat mir erfreulicherweise die Möglichkeit gegeben ein vierwöchiges Praktikum im Labor von Prof. Rainer Ulrich zu absolvieren. Hier begleitete ich die Doktorandin Elisa Heuser bei ihrer Arbeit zum Thema Hantaviren, einer Gruppe von Zoonoseerregern, die auf den Menschen übertragbar sind.

Auf diese Weise habe ich Grundlagen der Laborarbeit erlernt, selbstständig PCR und ELISA durchgeführt sowie verschiedene Möglichkeiten der Extraktion von RNA sowie DNA kennengelernt. Da diese Aufgaben in unserem Studium wenig behandelt worden sind, bereitet mich dieses Praktikum sehr gut auf eine mögliche Doktorarbeit und die damit nötigen Fähigkeiten vor. Des Weiteren bekomme ich durch die Zusammenarbeit mit Elisa Heuser die organisatorischen Hintergründe einer Doktorarbeit sowie Erfolgserlebnisse und auch Rückschläge innerhalb der Versuche mit.

In dieser Woche hatte ich die Möglichkeit bei der Sektion von Ratten und Mäusen mitzuhelfen. Dabei war es eine echte Herausforderung die vielen verschiedenen Proben aus den kleinen Tieren in einem guten Zustand zu entnehmen. Auch dies war eine neue interessante Aufgabe, von der ich viel mitgenommen habe.

Insgesamt habe ich schon jetzt viele neue Eindrücke gesammelt, neue Aufgaben bewältigt und konnte mir ein Bild von der Arbeit für eine mögliche Doktorarbeit machen.

Ich möchte mich bei Prof. Rainer Ulrich bedanken für die Möglichkeit des Praktikums in seinem Labor sowie bei Elisa Heuser für die großartige Heranführung an die Laborarbeit und das Vertrauen in meine selbstständige Arbeit. Außerdem möchte ich dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung zur Unterkunft danken.

Julia Pöhlig

Marius Lauffer, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, Februar 2020

In Vorbereitung auf meine Masterarbeit wurde von der Universität Greifswald ein dreiwöchiges Forschungspraktikum vorgesehen. Da drei Wochen in einem Labor nicht sonderlich viel Zeit ist, habe ich mich dazu entschlossen dieses Praktikum schon in der Arbeitsgruppe meiner Masterarbeit zu absolvieren. Die Arbeitsgruppe von Dr. Thomas Hoenen beschäftigt sich mit der Interaktion von Ebolaviren mit Proteinen der Wirtszelle. Genau hier setzt auch das Thema meiner Masterarbeit an. Durch diese intensiv betreuten drei Wochen konnte ich mir später nötige praktische Methoden wie Co-Immunpräzipitation und siRNA Minigenom Versuche aneignen. Auch Grundlagen konnte ich in guter Betreuung auffrischen und die arbeitsgruppenspezifischen Abläufe erlernen.

Trotz einiger kleiner Rückschläge, wie zum Beispiel einer widerspenstigen PCR, freue ich mich sehr auf die zukünftige Arbeit im Zuge meiner Masterarbeit.

Durch die Abgelegenheit der Insel Riems gestaltet sich das Pendeln aus Greifswald oft als schwierig, dank des Fördervereins bleiben die Kosten des Pendels jedoch ertragbar, auch für Studenten. Dafür möchte ich dem Förderverein des FLI danken.

Aber am wichtigsten natürlich: Vielen Dank an die gesamte AG Hoenen, welche mich so freundlich und offen aufgenommen hat.

Ich freu mich sehr auf meine Rückkehr Mitte März.

Vielen Dank und bis demnächst

Marius

Workshop "Serologische und immunologische Nachweisverfahren für Virusinfektionen", Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Februar 2020

Trotz Sturm „Sabine" haben wir, vier Studierende der TiHo Hannover, die Insel Riems am Sonntag wohlbehalten erreicht, um unser einwöchiges Wahlpflichtpraktikum im Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger zu absolvieren. Dort angekommen, konnten wir auch direkt unsere Gästewohnungen beziehen, die praktischerweise nahe am Eingang des FLIs liegen. Voller Vorfreude und Erwartungen blickten wir auf die kommende Woche.

Wie sich bald herausstellte, sollten diese Erwartungen dann auch nicht enttäuscht werden. Wir haben viele praktische Erfahrungen gesammelt und einige Methoden wie Western Blot, ELISA, real-time PCR und Immunfluoreszenz selber durchgeführt. Besonders spannend waren die Versuche, die über mehrere Tage hinweg liefen und deren Ergebnisse letztlich auch erstaunlich oft den Erwartungen gerecht wurden. Hierbei hat uns insbesondere der freundschaftliche Konkurrenzkampf untereinander, um das präziseste Pipettieren und die exaktesten Resultate, angespornt. Möglich war dies nur durch die intensive Betreuung des Teams von Dr. Anne Balkema-Buschmann, durch das wir die Chance bekamen, die Versuche alle eigenständig durchzuführen. Auch zwischen den Versuchen und während Wartezeiten haben wir viel von ihnen gelernt und hatten eine Menge Spaß.

Besonders hervorheben möchten wir, dass wir auf Nachfrage sehr spontan durch die S2-Tierhaltung geführt wurden und dabei Einblicke in sämtliche unbelegte Ställe und das faszinierende Insektarium erhalten haben.

Insgesamt hatten wir eine wirklich lehrreiche und spaßige Woche am Friedrich-Loeffler-Institut und möchten uns ganz herzlich bei Anne Balkema-Buschmann sowie ihrem Team für ihre Zeit und die Unterstützung bedanken. Im Laufe der Woche ist dann auch der ein oder andere von uns zu der Erkenntnis gekommen, dass er gerne für an längeres Praktikum an das FLI zurück kommen würde. Insofern hoffen wir schon bald wieder Gäste auf der Insel Riems sein zu dürfen.

Leonie Richter, Isabel Hausmann, Laurin Kluge, Luis Weißenberger

David Conrad, Praktikum am Institut für Molekulare Virologie und Zellbiologie, Januar 2020

Während meines Tiermedizinstudiums an der Justus-Liebig-Universität Gießen hatte ich die Gelegenheit mir einen Gastvortrag von Dr. El-Sayed Abdelwhab anzuhören. Dort lud er die Studenten ein sich bei ihm zu melden, falls jemand Lust hätte, einen Einblick in die Forschung am Friedrich-Loeffler-Institut zu bekommen – das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen.

Während meines vierwöchigen Praktikums in Dr. Abdel-Whabs Arbeitsgruppe bekam ich einen umfassenden Einblick in die Welt der aviären Influenzaviren, besser bekannt als die Erreger der Vogelgrippe.

Ich lernte viel über grundlegende Laborarbeiten, wie das Durchführen einer PCR, Western Blot und Extraktionsverfahren für die Gewinnung von viralem Genom. Völliges Neuland war bis dahin für mich die Arbeit mit Versuchstieren, Zellkulturen und die Klonierung von viralen Genen in Vektoren (sogenannten Plasmiden). Obwohl mein Praktikumszeitraum mit 4 Wochen sehr kurz gewählt war und ich sicher noch eine Menge mehr hätte lernen können, habe ich vieles aus der Zeit mitgenommen und auch viel dazugelernt.

In der Tiermedizin ist die wissenschaftliche Forschung als Option zum klassischen Praktizieren als Tierarzt häufig nicht so präsent und daher finde ich es sehr gut, dass das Friedrich-Loeffler-Institut die Möglichkeit bietet, Interessenten einen Einblick in seine Arbeit zu gewähren.

Besonders bedanken möchte ich mich an der Stelle bei Dajana Helke, Claudia Blaurock, Ola Bagato, David Scheibner und Dr. El-Sayed Abdelwhab, die während meiner Zeit am FLI immer ein offenes Ohr für mich hatten und denen es stets wichtig war, dass ich möglichst viel lernen konnte. Ich habe mich in der Arbeitsgruppe und am gesamten Institut sehr willkommen und gut aufgehoben gefühlt!

Ein abschließender Dank geht an den Förderverein des FLI, der mich mit einer anteiligen Übernahme der Unterbringungskosten unterstützt hat.

Christina Möller, Praktikum am Institut für Immunologie, November/Dezember 2019

In Vorbereitung für die anstehende Masterarbeit sieht die Universität Greifswald ein achtwöchiges Praktikum vor. Da ich während meines Bachelorstudiums schon ein Praktikum am FLI am Institut für Virologie und Zellbiologie absolvierte, welches mir sehr gut gefiel, wollte ich am FLI gerne auch dieses Pflichtpraktikum absolvieren. Auf Dr. Björn Corleis und seine Arbeitsgruppe für Mukosale Immunologie und Vakzinologie wurde ich während eines Praktikums der Universität Greifswald aufmerksam, an dem Dr. Björn Corleis mit einem Versuch beteiligt war. 

Das Labor von Dr. Björn Corleis beschäftigt sich insbesondere mit der Infektionskrankheit Tuberkulose. Während meines Praktikums auf der Insel Riems verglich ich die Transkriptionslevel von dem iNOS Gen NOS2 und zwei housekeeping genes in drei verschiedenen Makrophagen Zelllinien. NOS2  spielt eine wichtige Rolle bei der Immunantwort gegen Tuberkulose und ist daher von zentraler Bedeutung.

In dem achtwöchigen Praktikum konnte ich bislang erlernte Methoden weiter vertiefen und neue Methoden anwenden, wie z.B. die RNA-Extraktion, cDNA-PCR und RT- PCR. Darüber hinaus wurde das selbstständige Arbeiten extrem gefördert, aber dennoch konnte man ohne Zögern bei aufkommenden Fragen Dr. Björn Corleis um Hilfe bitten.

Ich möchte mich hiermit herzlich bei Dr. Björn Corleis für die Möglichkeit des Praktikums in seinem Labor bedanken. Darüber hinaus gilt mein Dank auch den Mitarbeitern des Labors für Mukosale Immunologie und Vakzinologie. Ein abschließender Dank geht an die Mitglieder des Fördervereins für die anteilige Übernahme der Fahrtkosten.

Ich freue mich schon sehr auf meine Rückkehr für die bevorstehende Masterarbeit.

Christina Möller

Svearike Oeverdieck, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, August/September 2019

Im Rahmen meines Biochemie Studiums an der Freien Universität Berlin, war ein 6-Wöchiges Berufspraktikum vorgesehen. Nach einiger Recherche kam ich zufällig mit dem Friedrich Loeffler Institut in Berührung. Die Themen verschiedener Forschungsgruppen interessierten mich, so dass ich mich kurzerhand bewarb.

Ich hatte das Glück in die Arbeitsgruppe von Dr. Birke Tews aufgenommen zu werden, in der man mich sehr freundlich und hilfsbereit empfing. Da dies ein Labor der Sicherheitsstufe 3 ist, führte ich meine praktischen Arbeiten im Labor von Dr. Luttermann durch, bei denen ich mich an dieser Stelle nochmals für die Unterstützung bedanken möchte.

Während meiner Zeit am FLI befasste ich mich mit Occludin als Viruseintrittsfaktor für PEDV und führte meine Versuche an Zellen der grünen Meerkatze durch. Die Methoden, welche ich zum Teil schon während eines Praktikums an meiner Uni erlernt hatte, konnte ich hier verfeinern. Dazu zählten, neben Zellkultur, auch Klonierung und Virustitration.

In den, leider zu kurzen, 6 Wochen welche ich am FLI verbringen durfte, habe ich viel über Virologie und das Arbeiten in einem Labor lernen können. Ich hoffe während meines weiteren Studiums, mehr im Bereich der Virologie arbeiten zu können, da mir durch dieses Praktikum klargeworden ist, um was für einen interessanten Themenbereich es sich hierbei handelt. 

Nochmals Vielen Dank an Dr. Birke Tews, Kerstin Wink-Kruschke, Dr. Christine Luttermann und Kristin Trippler, die mir immer mir Rat und Tat zur Seite standen.

Ich möchte mich außerdem ganz herzlich beim Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung zur Unterkunft in Greifswald bedanken.

Viviane Schmidt, Praktikum am Institut für Immunologie, Oktober - Dezember 2019

Im Zuge meines Studiums an der Universität Greifswald galt es, ein berufsbezogenes Praktikum zu absolvieren. Ich erhielt die Möglichkeit, dieses Praktikum am FLI im immunologischen Institut zu absolvieren, was mich sehr freute, da ich im Fachbereich Immunologie meine Masterarbeit schreiben werde.

Mir wurde Einblick in den Forschungsalltag hier auf Riems gewährt, ich lernte, neue Methoden routiniert durchzuführen und selbständig zu arbeiten. Dabei ließ mich Dr. Pei nie allein im Regen stehen, sondern beantwortete jede meiner Fragen und besprach mit mir ausführlich die immunologischen Hintergründe unserer Versuche.
Mittels qPCR untersuchte ich die Veränderung der Genexpression in einer knock-down Monozytenzelllinie im Gegensatz zu einer Wildtyp-Zelllinie. Hierzu wurden beide Linien zur Differenzierung zu Makrophagen angeregt und dann verschiedenen Stimulanzen (z.B. LPS) ausgesetzt, die das Immunsystem aktivieren. Makrophagen, die auf dieselbe Weise stimuliert worden waren, habe ich ferner mittels eines Western Blots auf Proteinebene untersucht. Außerdem konnte ich erste Erfahrungen mit dem CRISPR-Verfahren sammeln.

Ein ganz großes Dankeschön möchte ich an Dr. Pei richten, der mir sehr viel über den Laboralltag beigebracht und mich ermutigt hat, wenn ein Versuch nicht auf Anhieb funktionierte. Und auch Gini und Frau Zedler gilt mein herzlicher Dank!
Darüber hinaus bedanke ich mich beim Förderverein des FLI für die anteilige Übernahme der Fahrtkosten.

Leonie Gnewuch, Praktikum am Institut für Epidemiologie, Oktober 2019

Schon früh in meinem Tiermedizinstudium habe ich ein Interesse für die Veterinär-Epidemiologie entwickelt und die Wahlpflichtkurse während meines Studiums, die vom FLI in Kooperation mit der FU Berlin zu dieser Thematik gehalten wurden, haben mich immer wieder dabei bestärkt. So war die Entscheidung über die Wahl meines Praktikumsplatzes sehr leicht – ab auf die Insel Riems!

Während meines 5-wöchigen Praktikums hatte ich die Möglichkeit, eine eigene epidemiologische Fragestellung zu bearbeiten und dadurch selbstständig einen Einblick in die Epidemiologie und Tiergesundheitsökonomie zu erlangen. Im Hinblick auf immer wieder auftretende Ausbrüche von BHV-1 in Deutschland habe ich mich mit der Erstellung eines Modells zur Abschätzung der Kosten eines solchen Ausbruchs auf Bestandsebene beschäftigt. Hierbei habe ich neben grundlegenden Fähigkeiten zur Erstellung ökonomischer Modelle auch viel über die Tierseuchenbekämpfung und das aktuelle Tierseuchengeschehen in Deutschland gelernt.

Darüber hinaus habe ich in die Arbeit vieler Mitarbeiter am IfE und durch regelmäßige institutsübergreifende Vorträge auch in die Arbeit des gesamten FLI reinschnuppern können. Für Abwechslung haben die gelegentlichen Spaziergänge über die Insel zu den Sentinel-Enten oder den Wildschweinkadavern gesorgt, die gleichzeitig für mich eine gute Möglichkeit waren jede Ecke des Instituts zu entdecken.

Ein ganz besonderes Dankeschön gilt Dr. Jörn Gethmann und Dr. Carolina Probst, die jederzeit ein offenes Ohr für mich hatten und mich bei meiner Arbeit unterstützt haben. Sie haben es geschafft, direkt an meinem ersten Praktikumstag die passende Aufgabe für mich zu finden und dafür gesorgt, dass ich diese am Ende auch mit einem zufriedenstellenden Ergebnis abschließen konnte.

Auch bei dem restlichen IfE-Team möchte ich mich für die vielen Informationen zum Institut, zur Insel Riems und zu der Arbeit hier sowie die netten Gespräche in der Mittagspause bedanken – ich habe mich sehr willkommen gefühlt und als „richtiger“ Teil des Teams.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei Sonja Schell für die Hilfe bei allen administrativen Aufgaben und beim Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung bei der Unterkunft im Gästehaus bedanken.

Maximilian Rüttermann, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, September/Oktober 2019

Mit großer Vorfreude bin ich am 2. September nach einer 8 stündigen Autofahrt am FLI eingetroffen und wurde von meinem Betreuer, Dr. Stephan Drewes, an der Südwache abgeholt. Am ersten Tag wurde ich der gesamten Arbeitsgruppe vorgestellt und schließlich auch dem ganzen INNT; besonders durch die angenehme Arbeitsatmosphäre und die freundlichen Mitarbeiter habe ich mich sofort wohl gefühlt. Nach einer ganzen Reihe von Sicherheitseinweisungen - ich weiß gar nicht mehr wie viele es am Ende waren, wichtig war nur sich alles bis ins Detail zu merken - habe ich dann direkt noch eine ausführliche Führung mit einigen historischen Anekdoten über das Gelände bekommen.

Am späten Nachmittag des Tages ging nach dem Vergnügen dann aber auch die Arbeit los; Sektionsvorbereitung zur Probengewinnung aus Wildfängen. Am folgenden Mittwoch fand dann meine erste Sektion unter BSL3-Bedingungen im Hochsicherheitsbereich statt. Wir haben uns alle vor dem Eingang des Gebäudes getroffen, um anschließend unsere Wäsche abzuholen – ein T-Shirt, Unterwäsche, eine Hose, Socken und einen Sektionskittel. Denn nichts darf in den BSL3-Bereich hinein oder wieder heraus gelangen, abgesehen von uns und den Proben natürlich. Daher mussten wir uns in einer Schleuse umziehen und durch eine Duschkammer den Sicherheitsbereich betreten. Das erste Mal in der Sektionshalle im Gebäude 45 war für mich persönlich besonders aufregend, dennoch war es gleichzeitig wichtig, permanent den Fokus zu behalten, um Fehler zu vermeiden. Im Vorraum der Sektionshalle sind wir dann auf Gummistiefel umgestiegen, haben unsere Sektionskittel angelegt, unsere Ventilationseinheiten eingeschaltet und die Atemschutzhauben aufgesetzt. Nachdem auch die Handschuhe mit Klebeband am Kittel fixiert waren, konnte ich meine erste Sektion beginnen. Zum Schluss wurden wir alle von außen desinfiziert, bevor man von der Sektionshalle wieder in den Vorraum gehen konnte. Anschließend haben wir uns in der Schleuse wieder ausgezogen, um über die Duschkammer den BSL3-Bereich zu verlassen. Nachdem ich die Sicherheitstür auf meiner Seite geschlossen hatte, begann unmittelbar das Wasser von oben runter zu fließen, erst einige Minuten später konnte die Tür zum Verlassen des Bereichs geöffnet werden.

In den folgenden Tagen habe ich aus den gewonnenen Proben zunächst die RNA extrahiert, um diese anschließend über S-Segment RT-PCR auf das Puumala-Orthohantavirus (PUUV) zu prüfen, ein unter anderem in Deutschland verbreitetes und auf den Menschen übertragbares Hantavirus. Jedes spezifische RT-PCR-Produkt wurde sequenziert und phylogenetisch charakterisiert. Anhand des erstellten Stammbaumes konnte die PUUV-Sequenz einer geografischen Region beziehungsweise bisher bekannten Stämmen und Linien zugeordnet werden. Bei einigen Rötelmäusen wurde zudem eine molekulare Speziesbestimmung anhand einer Cytochrom b-PCR durchgeführt und darüber hinaus die evolutionäre Linie bestimmt. Zudem habe ich jedes Tier serologisch auf Antikörper gegen das PUUV-Nukleokapsidprotein überprüft und schlussendlich mit Stephan eine Gesamtbewertung für jedes Tier einzeln vorgenommen. Inzwischen bin ich in meiner letzten Woche am FLI in Prof. Dr. Rainer Ulrich´s Arbeitsgruppe und wir haben beinahe 400 Tiere untersuchen können.

An dieser Stelle möchte ich nochmal besonders Prof. Dr. Rainer Ulrich danken, der es mir erst ermöglicht hat, ein Praktikum in seiner Arbeitsgruppe zu absolvieren. Außerdem möchte ich Dr. Stephan Drewes für die Betreuung, Unterstützung und zahlreichen Interessanten Diskussionen, auch während der Mittagspause, danken. Natürlich geht mein Dank auch an die gesamte Arbeitsgruppe – es war eine tolle Zeit bei euch! Vielleicht sieht man sich bald wieder.

Ein ganz großes Dankeschön geht an dieser Stelle auch an den Förderverein des Friedrich-Loeffler- Instituts für die finanzielle Unterstützung.

Maximilian Rüttermann

Alicia Pichlmeier, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik (IVD), September 2019

Die Kühe waren skeptisch.
Selten verirrte sich jemand bis zu ihnen an das nördlichste Ende des FLI auf der Insel Riems. Auch ich machte nur einen kurzen Rundgang, um dann wieder in das Labor von Dr. Kerstin Wernike im IVD zurückzukehren. Dort wurde ich nämlich nicht skeptisch, sondern sehr herzlich aufgenommen und alle haben sich Zeit genommen mir zu erklären, woran sie gerade arbeiten.

Am Anfang durfte ich den Doktoranden bei ihren Projekten über die Schulter schauen und bereits einige Schritte selbst vorbereiten. So lernte ich auch den Umgang mit Multistepper und Mehrkanalpipette sowie Grundsätze des sterilen Arbeitens. Die Vorbereitung der Experimente erforderte manchmal Suchen von Probenmaterial in entlegenen Gefrierschränken, sodass Orientierungsvermögen gefragt war (sollte ich mich doch verlaufen, stand zur Sicherheit die Telefonnummer des Labors auf meinem Namensschildchen).

Nachdem ich etwas Übung im Arbeiten an der sterilen Werkbank gesammelt hatte, bekam ich ab der zweiten Woche ein eigenes Projekt: Die Untersuchung von in Deutschland und Österreich gesammelten Zecken auf FSME & Borrelien. Ich durfte unter Anleitung alle Arbeitsschritte selbst durchführen, von der Plattenbelegung, über das Zecken schreddern und RNA isolieren mittels Chromatografiesäule bis zur Auswertung der PCR.

Parallel dazu mussten die diagnostischen Einsendungen zur Ergebnisbestätigung und weiteren Erregercharakterisierung von BVD, SBV und BKF bearbeitet und unter anderem die Viren in Zellkultur vermehrt werden. Im Gegensatz zu Viren, die im Labor steril in Reinkultur vermehrt werden, ist die Arbeit mit Feldproben weniger vorhersehbar, da es zu Kontaminationen und Wechselwirkungen mit anderen Substanzen kommen kann.

Das musste meine erste infizierte Zellkultur am eigenen (Zell-)Leib erfahren, als sie bereits nach einer Stunde Inkubation von einem Inhaltsstoff der Probe dahingerafft wurde. Nach einigen Rückschlägen konnte ich trotzdem am Ende der Woche die ersten Zellen fixieren und mit einem fluoreszierenden Farbstoff färben. Ich hatte die Möglichkeit, viele unterschiedliche molekularbiologische Methoden kennenzulernen und auf mein Experiment anzupassen. Als angehende Tierärztin habe ich auch erfahren, wo mögliche Probleme bei der Probengewinnung und -einsendung bestehen könnten.

Neben den vielfältigen Arbeiten in meinem „Heimatlabor“, hatte ich auch die Möglichkeit andere Labore kennenzulernen. So war ich u.a. im Next Generation Sequencing Labor und bei mehreren Schweinesektionen, wo ich einige Schritte selbst durchführen und Proben entnehmen durfte.

Dabei ist die Zeit viel zu schnell vergangen und bald hieß es schon wieder Abschied nehmen und Danke sagen:

Von Dr. Kerstin Wernike und ihrem gesamten Labor, die mich so herzlich aufgenommen, geduldig mit Wissen gefüttert und viele Verfahren selbst durchführen haben lassen.

Von Dr. Angele Breithaupt, die sich bei den Sektionen viel Zeit für mich genommen hat

und von allen Mitarbeitern des IVD und des FLIs.

Vielen Dank auch an Ines Jakobi für die Organisation und an den Förderverein.

Kilian Striska, Praktikum am Institut für Immunologie, August/Oktober 2019

Während meiner Arbeit als studentische Aushilfskraft an der Universität Greifswald fragte ich umher, wo ich mein Projektpraktikum abschließen könne. Dabei wurde mir das Friedrich-Loeffler-Institut ans Herz gelegt. Als ich zum ersten Tag meines Praktikums die Insel betrat wurde mir sofort klar weshalb: Das Institut legt Wert auf hohe Sicherheitsstandards und arbeitet mit einer Vielzahl von Modellorganismen, welche ich zuvor noch nie gesehen hatte.

Mit Doktor Pei wurde mir ein hervorragender Lehrmeister zur Seite gestellt. Unter ihm kreierte ich Zelllinien mit einem Knockout verschiedener Stresskinasen (z.B. GCN2), um zu untersuchen, welche Einwirkung das Fehlen der jeweiligen Kinase auf eine Entzündungreaktion hat, unter verschiedenen Stressantworten und bei verschiedenen Infektionen. Zudem untersuche ich, ob die pathogen recognition receptors NOD1 bzw. 2 in einer stressinduzierten Entzündung beteiligt sind. Doch ich lernte nicht nur die Arbeitsweisen im Labor durch ihn kennen, sondern erfuhr noch einiges über die Welt der Wissenschaft und wie diese funktioniert, wodurch ich nun deutlich besser informiert meine Zukunft in der Wissenschaft planen kann.

Neben Herrn Pei möchte ich insbesondere Frau Zedler und Frau Borkute danken, welche mir stets mit Rat und Tat zur Seite standen, und mir halfen mich an dem Institut zurecht zu finden, sowie dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts, ohne die das Praktikum nur schwer durchzuführen gewesen wäre.

Wahlpflichtpraktikum im Masterstudiengang Humanbiologie (Universität Greifswald), September 2019

Dank der Kooperation des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) mit der Universität Greifswald hatten 8 Studenten des Masterstudiengangs Humanbiologie die Möglichkeit, Virologie als Vertiefungsfach zu wählen und somit im September 2019 das Wahlpflichtpraktikum „Arbeitsmethoden in der Molekularen und Klinischen Virologie“ auf der Insel zu belegen.

In dem Praktikum beschäftigten wir uns dem fiktiven Problem „unserer“ Kühe sowie der Kühe „unseres Nachbarn“, welche bei der Routineuntersuchung positiv auf das Bovine virale Diarrhö-Virus (BVDV) getestet wurden. Gesamtgenomsequenzen wurden zur Verfügung gestellt und zeigten, dass bei den Rindern eines Bestandes eine Mutation im Glykoprotein Erns, welches eine RNase-Aktivität besitzt, auftrat. Um das Geschehen im Feld nun besser zu verstehen, stellten wir uns verschiedene Fragen bezüglich der Expression des Erns, dem Vergleich der RNase-Aktivität in den beiden Isolaten, dem Wachstumsverhalten der beiden Virusisolate und letztlich, nach eigener Klonierung, ob sich die Mutation in Erns bestätigen lässt und ob sich nach Einzelexpression eine unterschiedliche Aktivität zeigt.

Hiermit bedanken wir uns bei Frau Groseth, Frau Tews, Frau Diederich und Herrn Hoenen für die Betreuung des Praktikums, die lehrreichen Vorträge und dem erstmals für unseren Studiengang angebotenen Praktikum!

Des Weiteren bedanken wir uns bei dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die anteilige Übernahme der Fahrtkosten.

Die Humanbiologie-Studenten der Universität Greifswald

Phuong Thao Do, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, August/September 2019

My Master's program in Biosciences, major in Microbiology and Virology at the University of Würzburg required a practical course for both Microbiology and Molecular Virology. At the time I had finished my first practical course, I started seeking a suitable internship for the Molecular Virology part. From the very beginning, I had no idea about any Molecular Virology laboratories in Germany, therefore my supervisor already gave me some suggestions and when I tried to search for more information, I also realized that Friedrich Loeffler Institute is exactly where I wanted to head and learn from. Finally, I could receive an offer from Dr. El-Sayed M. Abd El-Whab for a 5-weeks internship in laboratory for Avian Influenza Virus.

During the period of internship, I have had a good chance to learn some basic knowledge about the Avian Influenza Virus and how it causes avian flu outbreak all over the world. Moreover, I also could approach molecular techniques to infect, determine, clone and isolate Avian Influenza Virus in laboratory. The most important thing, I received plenty of enthusiastic help and support from my supervisor and the Avian Influenza team.

From the bottom of my heart, I would like to express thanks to Dr. El-Sayed M. Abd El-Whab and all members of Avian Influenza group, who gave me chance to be here and helped me a lot improve lab skills and German as well.

Henriette Schwotzer und Marius Lauffer, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, September 2019

Durch Überschneidungen in unseren belegten Vertiefungen wurden für uns zusätzlich zwei Wochen Praktikum organisiert, welche wir im Labor Finke bestreiten durften. Ein Praktikum bei welchem man im Laboralltag mitgeführt wird, bietet unserer Meinung nach immer mehr Möglichkeiten zu lernen als ein Blockpraktikum, produziert aber natürlich auch deutlich mehr Arbeit für TAs, Doktoranden und natürlich auch für Herrn PD Dr. Finke. Deshalb wollen wir diese Gelegenheit nutzen um noch einmal unseren herzlichsten Dank für die nette und intensive Betreuung auszusprechen.

Nicht nur menschlich, sondern auch inhaltlich war das Praktikum beeindruckend für die gegebene Zeit, denn zwei Wochen sind in einem Labor nicht viel. Wir hatten jedoch das Gefühl die Zeit gut genutzt zu haben und mit einer Menge zusätzlichem theoretischen und praktischen Wissen die Insel wieder zu verlassen. Besonders beeindruckend fanden wir die Einführung in die konfokale Laserscanning Mikroskopie und die Möglichkeiten, welche sich vor allem im Bereich des 3D Imaging bieten. Auch grundlegende virologische Methoden wie Virus Anzucht und die anschließende Virustiterbestimmung wurden uns nähergebracht.

Durch unsere gesonderte Stellung unabhängig von allen anderen Praktikanten war für uns die Transportsituation natürlich etwas schwieriger. Weshalb wir gerne dem Förderverein des FLI unseren Dank aussprechen wollen, der die doch sehr hoch angesetzten Bus Preise für uns erträglicher gemacht hat.

Alles in allem hatten wir durch unsere Überschneidung wohl doch Glück und konnte ein sehr intensives Praktikum wahrnehmen.

Wir freuen uns auf unsere Rückkehr zum FLI für die Masterarbeit.

Vielen Dank und bis bald.

Henriette und Marius

Wahlpflichtfach „Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern“, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August 2019

Im August 2019 reisten wir - vier Tiermedizinstudentinnen von der LMU München - im Rahmen eines Wahlpflichtfachs an das Friedrich-Loeffler-Institut auf die Insel Riems, um einen Einblick in die Aufgaben und Tätigkeiten des Bundesforschungsinstitutes zu bekommen.
Wir wurden vom ersten Tag an sehr herzlich aufgenommen und erhielten zu Anfang viel theoretischen Input in Form von Vorträgen, anschließend folgte der Besuch eines Doktorandenseminars, sowie ein ausführlicher Rundgang über die Insel mit Herrn Prof. Dr. Beer.
Die letzten beiden Tage prägten dann vor allem die praktischen Tätigkeiten im Labor, wo wir vom Ansetzen einer PCR, über eine Transfektion, bis hin zum Stanzen von BVD-Proben aus Rinderohren, einen großen Einblick in die vielseitigen Bereiche des wissenschaftlichen Arbeitens erhielten.
Begeistert haben uns vor allem die motivierten und kompetenten Mitarbeiter des FLI, die wir kennenlernen durften, indem sie sich viel Zeit für uns genommen haben.
An dieser Stelle geht nochmal ein besonderer Dank an Herrn Prof. Dr. Beer für die Einladung, an das Laborteam um Frau Dr. Wernike für die außerordentliche Betreuung und Einbindung in die praktische Laborarbeit, an Lorenz Ulrich, der unsere vielen Fragen rund um das Thema Doktorarbeit ausgehalten hat, an Michael Eschbaumer für den interessanten Vortrag über MKS, an Frau Jakobi für die tolle Organisation und nicht zuletzt an den Förderverein des FLI für die anteilige Übernahme der Unterbringungskosten!
Wir haben sehr viel gelernt und werden so manches mit nach München nehmen, wenn nicht die ein oder andere sogar für ein Praktikum wiederkommt.

Die LMU-Studentinnen Charlotte Gerhaher, Lea Sonnenburg, Karina Schechner und Andrea Andrijasevic

Wahlflichtmodul "Virologie", Praktikum am Institut für Immunologie, Juli 2019

Sehr geehrte Damen und Herren des Vorstands des Fördervereins des FLI,

aktuell studieren wir „Biochemie“ an der Universität Tübingen, kurz vor dem Bachelor-Abschluss. Als Teil unserer Ausbildung ist die Teilnahme an vierwöchigen Wahlpflichtmodulen notwendig. Unsere Wahl fiel auf das Virologie-Modul, das einmal jährlich im Sommer am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems im Labor von Prof. Meyers stattfindet. Das Modul gliedert sich in eine Vorbereitungswoche in Tübingen, in der Literatur zum Praktikum bearbeitet wird und zudem ein Seminarvortrag über ein aktuelles Thema der molekularen Virologie vorbereitet wird, zwei Wochen Aufenthalt auf der Insel Riems und eine Woche Nachbereitung in Tübingen zur Auswertung und Anfertigung eines Protokolls.

Im Rahmen des Praktikums konnten wir erste Einblicke in klassische virologische Techniken wie Zellkulturarbeiten, Wachstumskurven, Virustitration und Immunfluoreszenz gewinnen. Zudem wurden molekularbiologische Techniken wie RT-PCR, Western Blot, DNA Sequenzierung, die Transfektion von Zellen und klassische DNA Arbeiten durchgeführt. Praktikumsbegleitend wurden in Seminaren mit Professor Meyers die theoretischen Grundlagen zu den Techniken besprochen und Grundlagen zur Funktionsweise von Viren (Lebenszyklus, Replikationsstrategien, Mechanismen der Genexpression) vorgestellt. Insgesamt haben wir in kurzer Zeit einen ersten Überblick über die Arbeit mit Viren, die aktuellen durch Viren verursachten Probleme und die wissenschaftlichen Ansätze zu ihrer möglichen Lösung bekommen. Dies wäre ohne unseren Aufenthalt auf der Insel Riems nicht möglich gewesen.

Die Zeit am FLI hat uns viele neue Erkenntnisse gebracht und wichtige Impulse für unsere weitere Ausbildung gegeben. Wir bedanken uns für die Unterstützung des Fördervereins des FLI ohne die uns die Finanzierung unseres Aufenthaltes hier sehr schwer gefallen wäre.

Mit freundlichem Gruß

Sonja Schembecker
Christina Parpoulas
Laura Leoni Gora
Vic-Fabienne Schumann

Kim Usko, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Juni/Juli 2019

Seit Beginn meines Tiermedizinstudiums in München 2014 habe ich viel darüber nachgedacht, wo es mich nach meinem Abschluss mal hin verschlagen soll. Natürlich war dabei die kurative Tätigkeit in einer Tierklinik am naheliegendsten. Da unser Studium jedoch zahlreiche Möglichkeiten bietet, war mir ein Blick über den Tellerrand sehr wichtig. Also entschied ich mich für ein 8-wöchiges Praktikum am Friedrich Loeffler-Institut

Im Labor der Arbeitsgruppe Ulrich – mit Schwerpunkt Hantaviren - wurde ich sehr herzlich und ganz selbstverständlich ins Team aufgenommen und mein Betreuer, Stephan Drewes, war sehr geduldig in seinen Anleitungen. Obwohl meine bisherigen Laborerfahrungen eher übersichtlich waren, fand ich dank des Laborteams einen guten Einstieg in wissenschaftliche Fragestellungen und den Alltag im Labor. So durfte ich gleich in der ersten Woche mit in die Sektionshalle, um dort Mäuse zu sezieren und Proben für ein Hantavirus-Screening zu nehmen. Zwar hatte ich in den universitären Obduktionshallen bereits mit Hund und Katze zu tun, aber Mäuse waren neu – spannend wie klein und trotzdem funktionstüchtig Organe sein können (wobei es natürlich noch kleiner geht). Im Rahmen des Screenings erlernte ich die Techniken des Antikörper-Nachweises durch ELISA und Virusnachweises durch PCR und anschließende Gelelektrophorese, die ich bald schon selbständig durchführen konnte. Danach durfte ich sogar ein kleineres Projekt übernehmen, in dem ich eigenständig Cytochrom B Untersuchungen und Sequenzierungen planen, durchführen und in Form von Stammbäumen auswerten durfte.

Die Arbeit in der Arbeitsgruppe hat mir viel Spaß gemacht und ich durfte einiges über die grundlegenden Methoden und das wissenschaftliche Arbeiten lernen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Laborleiter PD Dr. Rainer G. Ulrich bedanken, dass ich mein Praktikum in seiner AG absolvieren durfte. Außerdem natürlich bei Stephan für die gute Betreuung und beim Rest des Laborteams für die gute Zeit, die ich mit Euch hatte.

Natürlich geht hier auch ein großes Dankeschön an den Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung bei meiner Unterbringung auf der Insel Riems. Ohne Sie wäre mein Praktikum so sicherlich nicht möglich gewesen!

Anne Günther, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik und am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Mai - Juli 2019

Während des Studiums habe ich gemerkt, dass es mich im Bereich der Tiermedizin vor allem in das Gebiet der Forschung zieht. Nach diversen Empfehlungen und nach ersten Einblicken in das Feld der Bakteriologie, sollte es zum Praktikum auf die Insel Riems gehen!

Da mir ein recht langer Zeitraum zur Verfügung stand, habe ich die Praktikumszeit aufgeteilt und mich für die ersten 7 Wochen am Institut für Virusdiagnostik beworben.
Das Team im Labor für phylogenetische Analysen, Schwerpunkt Influenzaviren und Bornaviren stellte sich für einen absoluten Virologie-Neuling als Glücksfall heraus, da ich nach sorgfältiger Einarbeitung sofort mit eingebunden wurde und bereits nach kurzer Zeit meine Experimente selbst planen und durchführen durfte - über RNA-Isolierung bis zum Versand für die Sequenzierung. Besonders spannend war das Erlernen dieser, für mich neuen, Arbeitsmethoden (z.B. Probenaufbereitung, Virustitration, Immunfluoreszenztest), da man selbst als Praktikant immer in das aktuelle Geschehen einbezogen wurde. Dadurch lag der Fokus nicht nur auf der Arbeit im Labor und ich konnte zusätzlich in Besprechungen und Seminaren vom Austausch der Arbeitsgruppen untereinander profitieren. 
Mein Dank gilt deshalb vor allem Dr. Dennis Rubbenstroth und Kathrin Steffen für ihre geduldige Betreuung, sowie Herrn Prof. Beer und Frau Jakobi für die unkomplizierte Organisation.

Für die zweite Hälfte bin ich ans Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger gewechselt. Hier lag der Schwerpunkt darauf, die Aufgaben des Nationalen Referenzlabors für West-Nil-Virus kennenzulernen. Abgesehen vom Umgang mit Einsendungen und den Ablauf der Diagnostik vor Ort, konnte ich zusätzlich einiges über die organisatorischen Aspekte dazulernen (z.B. die Gestaltung eines Ring-Versuchs für Usutu- und West-Nil-Virus). 
Außerdem wurde mir ein eigenes kleines Projekt im Rahmen des Batai-Virus-Monitorings bei Rindern und kleinen Wiederkäuern in Sachsen-Anhalt zugeteilt, welches ich mir zeitlich selbst gestalten konnte und wo ich von RNA-Isolierung bis hin zur qRT-PCR alles selbständig durchführte. Ein weiteres spannendes Arbeitsfeld waren die Untersuchungen im Rahmen des deutschlandweiten Wildvogel-Monitorings.
Wann immer es sich einrichten ließ, bestand für mich die Möglichkeit anderen Arbeitsgruppen über die Schulter zu schauen. Dazu zählten erste Einblicke in tierexperimentelle Infektionsstudien, teils zusätzlich unter besonderen Sicherheitsbedingungen, sowie deren Auswertung im Rahmen von Sektionen, die Quarantäneeinrichtung der Versuchstierhaltungen inkl. SPF-Beständen und die Erhaltung der inseleigenen Sentinel-Enten-Anlage.
Für die vielseitige Betreuung und organisatorische Unterstützung vielen Dank vor allem Dr. Ute Ziegler und Katja Wittig, sowie Cornelia Steffen – auch für das Herstellen der zusätzlichen Kontakte.

Deshalb einen ebenso großen Dank an alle Arbeitsgruppen, die mich zwischenzeitlich „adoptiert“ hatten: 
Die Labore unter Dr. Sandra Blome, Dr. Markus Keller und Dr. Martin Eiden sowie Dr. Anja Globig und Dr. Christine Fast. Ich habe mich überall willkommen gefühlt und sehr gefreut, auf so vielfältige Weise Einblicke in die Diagnostik und Forschung am FLI zu bekommen.

Ein abschließendes Dankeschön auch an den FLI-Förderverein für die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung, besonders im Hinblick auf die Länge des Praktikums.

Marei Gebert, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, Juni 2019

Vor zwei Jahren war ich schon einmal zum Wahlpflichtfach am IVD und beschloss damals auch einen Teil meines großen kurativen Praktikums hier zu absolvieren. Gesagt, getan!
Wie auch das letzte Mal wurde ich herzlich empfangen und direkt freundlich im Laborteam um Patricia König aufgenommen. Neben den diagnostischen Proben u.a. BLV und RHD die zur Bearbeitung ans FLI eingesandt wurden,
konnte ich weitere Eindrücke von der experimentellen Virusdiagnostik von Lentiviren, genauer gesagt von CAE und MVV mitnehmen. Sehr hilfreich war die direkte und gründliche Einarbeitung von Beginn an durch das gesamte
Laborteam König, sodass ich bereits nach kurzer Zeit selbständig (PCR, ELISA, Titrationsplatten, Gelelektrophorese, Immunfloureszenzfärbung, etc.) arbeiten durfte.
Patricia hat sich sehr viel Zeit für mich genommen und die Versuchsansätze mit mir ausführlich besprochen und geduldig meine Fragen beantwortet, dadurch habe ich einen interessanten Einblick in die Virusdiagnostik
bekommen.
Der Praktikumszeitraum lag sehr günstig, denn neben hervorragendem Sommerwetter konnte ich am Betriebsausflug vom IVD und am gemeinsamen Sommerfest teilnehmen. Der Ausflug ins Kernkraftwerk war äußerst
lehrreich und auch das Sommerfest war ein Erlebnis. Denn wir, die BoddenFLIzzer (ein Team aus Doktoranden und Praktikanten) haben mit viel Freude am Inselcross teilgenommen und einen erfolgreichen 2. Platz belegt.
Die vier Wochen vergingen leider viel zu schnell…
Ein großes Dankeschön geht an den Förderverein des FLIs, denn auch diesmal wurde ein Zuschuss zu den Unterkunftskosten gewährleistet.
Zu guter Letzt möchte ich mich ganz herzlich bei Patricia, Marie, Laura, Susi und Lorenz für die lehrreiche Zeit bedanken – es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit euch zu arbeiten!

Robin Holland, Praktikum in der Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit, Juni 2019

In June of 2019, I studied pathology under the mentorship of Prof. Dr. Jens Teifke at the FLI in Riems for a four-week internship. As a senior veterinary student from the University of Illinois at Urbana-Champaign in the United States with a PhD in microbiology, it is my goal to pursue a career in animal infectious diseases. I chose to pursue an internship at the FLI due to not only the prestige of the institution and staff, but also the high level containment facilities, as the FLI studies pathogens that can rarely be studied elsewhere.

The United States is currently free of Foot-and-Mouth disease and African Swine Fever, however, due to international trade and movement between countries, the risk of transmission is always present. As a future veterinarian, I feel an obligation to be able to recognize, diagnose, and respond to major diseases that pose a threat to animal, human, and environmental health. During my time at the FLI, I saw firsthand, worked with, and performed necropsies on animals experimentally infected with the African Swine Fever and Foot-and-Mouth Disease viruses. I learned how these diseases are diagnosed, their prevalence around the world, how they are controlled, and their potential for economic impact if outbreaks were to occur in naïve populations.

For an insight into the German veterinary public health system, with official federal veterinarians, I visited a slaughterhouse in Teterow, where I observed the entire slaughtering and carcass handling process for pigs. We discussed how animals are inspected and cared for by veterinarians from “stable to table”, including measures, restrictions, and practices implemented on farms and upon arrival to the slaughterhouse, to euthanasia, and sample collection during carcass cleaning. We discussed major diseases and lesions being monitored, including Brucella and Trichinella screening, and batch processing in order to identify a point source of infection.

For pathology training, I learned how to process samples for histopathological analysis, and how to characterize and describe various lesions scientifically and succinctly. I assisted in writing case reports, especially for the case submission for the US Joint Pathology Center (AFIP) Wednesday Slide Conference training year 2019-20. This included microscopic descriptions and morphologic diagnoses, literature reviews, and case histories, on avian tuberculosis and foot-and-mouth disease.

Given my career interest to study infectious diseases, I also sought to learn more about how high level containment facilities are managed, and how biosecurity is maintained. Alongside engineers and biorisk officers, I saw the infrastructure of the FLI, including HEPA filtration of exhaust air, room decontamination by dry fogging, and carcass rendering to animal by products. I learned how the level 2-4 facilities are managed, and protocols for containment in the event of an emergency.

My experiences at the FLI were outstanding, and instrumental in my training as a veterinarian. I am grateful to every individual that I had the privilege to work with and to learn from, for their generosity and warm welcome, and to the Friends of the Friedrich Loeffler Institute for their financial support during my stay at an absolutely outstanding institution.

Annika Wichert, Praktikum am Institut für Epidemiologie, Mai/Juni 2019

Nachdem Frau Dr. Sauter-Louis in der Epidemiologie-Vorlesung im fünften Semester meines Tiermedizin-Studiums mein Interesse für diesen Bereich der (Veterinär)Medizin geweckt hatte, wollte ich gerne einen tieferen Einblick in die Tätigkeiten eines „Disease Detectives“ erhalten.
Hier am Institut für Epidemiologie des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems habe ich während meiner vierwöchigen Hospitanz im Rahmen meines großen kurativen Praktikums die Möglichkeit bekommen, Ostsee- und Forschungsluft zu schnuppern und durfte erste Erfahrungen mit  der Verarbeitung von Daten, statistischer Auswertung von Daten und ihrer Interpretation sammeln.
Zudem habe ich einen Einblick in die Erhebung von Daten bekommen. So durfte ich zum Beispiel Fr. Dr. Probst und Herrn Prof. Dr. Conraths begleiten, als sie den Fortschritt der Verwesung ausgelegter Wildschweinkadaver dokumentierten.
Ich möchte mich beim gesamten Team des Instituts für Epidemiologie für die interessante Zeit, die vielen Erklärungen und die herzliche Aufnahme ins Team bedanken; insbesondere natürlich meiner Betreuerin Frau Dr. Sauter-Louis, Frau Dr. Schulz für den freundlichen Empfang, als ich am ersten Tag meines Praktikums hier „gestrandet bin“, Frau Schell für die Unterstützung bei administrativen Belangen und dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung für die Unterkunft im FLI-Gästehaus.

Alina Leisen, Praktikum am Institut für Immunologie, April/Mai 2019

Während meines vierwöchigen Praktikums im Labor Kammerer am FLI in Riems konnte ich mir ein umfangreiches Bild von der Arbeit im Labor machen, von der man im Studium leider nur wenig erfährt. In Kooperation mit der AG Schäfer am IMED habe ich mich mit der Anzucht und Typisierung verschiedener ERIC II - Genotypen der Amerikanischen Faulbrut beschäftigt, um daraus weitere Erkenntnisse für spezifische Antikörper zu gewinnen. Besonders die Anzucht der Bakterien, das Anfertigen der verschiedenen Agars für die empfindlichen Kryokulturen und die anschließende makroskopische Beurteilung hat mir viel Spaß gemacht. Dank meines Praktikums am IfI kenne ich jetzt nicht mehr nur den theoretischen Hintergrund einer rep-PCR oder eines ELISAs, sondern kann diese auch sicher durchführen und interpretieren. Für eine tolle Abwechselung vom Labor sorgte die wöchentliche Immunisierung mit einer Alpakaherde im Quarantänestall mittels einer Gene – Gun. Aus deren Blut man später die wertvollen und besonderen Nanobodies isolieren wird, die nur in Neuweltkameliden und Haien zu finden sind und z.B. in der Tumorforschung verwendet werden. Unter PD Dr. Robert Kammerer, konnte ich so auch einen Einblick in die Haltung und das Handling von Versuchstieren gewinnen.
Großer Dank gilt Sandra Ehrenberg, die sich nicht nur sehr viel Zeit neben dem Anfertigen ihrer Doktorarbeit für mich nahm, jede Frage geduldig und ausführlich beantwortete und sich auch in ihrer Freizeit um mich kümmerte. Ich danke aber auch allen Anderen am FLI, die mich so offen und freundlich aufgenommen haben sowie dem Förderverein des Friedrich – Loeffler – Instituts für die Beteiligung an den Kosten für meinen Aufenthalt.

Fiona Schauer, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, April/Mai 2019

Leider kommt man während dem Tiermedizinstudium nur sehr peripher in Kontakt mit echter Laborarbeit, aber da mein Interesse an Molekular- und Mikrobiologie schon in Schulzeiten angefacht wurde, wollte ich die Chance im praktischen Jahr unbedingt dazu nutzen mehr Einblicke in die Möglichkeiten aus tiermedizinischer Sicht zu bekommen. Und am Ende meines Praktikums hier am FLI muss ich sagen: sehr schade, dass ich nicht mehr Zeit hatte! Mir wurde in meinen 5 Wochen am IMED wieder bestätigt, dass mir die Laborarbeit Spaß macht und mich besonders die aquatischen Thematiken ansprechen. Die Anleitungen von Dr. Dr. habil. Bergmann und den sehr geduldigen TAs Fermin Georgio Lorenzen-Schmidt und René Klein waren immer verständlich und haben es mir ermöglicht wirklich sicher in allen nötigen Handgriffen zu werden und auch zu verstehen wie und wieso alles funktioniert. Vielen Dank für die schöne Zeit!

Michael Stirm, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, April/Mai 2019

Nachdem ich bereits 2017 ein Wahlpflichtfach am FLI besucht hatte, kehrte ich nun nach über zwei Jahren zurück auf die Insel in der Ostsee.Im Rahmen meines Tiermedizinstudiums an der LMU München durfte ich im April und Mai 2019 ein vierwöchiges Praktikum am nationalen Referenzlabor für Maul- und Klauenseuche, Vesikuläre Schweinekrankheit und Vesikuläre Stomatitis bei Herrn Dr. Michael Eschbaumer absolvieren. 
Nachdem ich bereits im vorangegangenen Praktikum erste Erfahrungen im Bereich der Laborarbeit sammeln konnte, durfte ich nun das Gelernte am FLI weiter vertiefen und viel Neues sehen. Besonders interessant fand ich die Arbeit im gentechnischen Labor der Sicherheitsstufe 4, wo ich in den Bereichen Diagnostik und Forschung tätig war. So erlernte ich in den vergangenen Wochen nicht nur standardmäßige Laborverfahren, wie ELISA, PCR oder Virusanzucht, sondern auch den sicheren Umgang mit Tierseuchenerregern, sowie die genetische Modifikation dieser.

Bedanken möchte ich mich beim gesamten MKS-Labor, vor allem bei Michael und Veronika, für die tolle Betreuung und die spannende Zeit. Des weiteren möchte ich mich für die finanzielle Unterstützung für das Gästezimmer beim Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts bedanken.
Die vier Wochen sind leider viel zu schnell vergangen.

Sylvia Wagenknecht, Praktikum am Institut für Epidemiologie, März - Mai 2019

Im Rahmen meines Public Health-Studiengangs ist ein 2-monatiges Praktikum angedacht, welches ich an einer Forschungseinrichtung meiner Wahl durchführen konnte. Durch mein starkes Interesse in Infektionsepidemiologie fiel mir die Auswahl des Praktikumsortes und Teams sehr leicht. Sehr schnell habe ich mich für das FLI entschieden. Die vorbereitende Korrespondenz auf das Praktikum verlief angenehm problemlos. Vor Ort entgegnete mir vom ersten Tag an eine überraschende Mischung an starker Neugier, großartiger Unterstützung und unendlicher Freundlichkeit von allen Seiten. Auch bei der Bearbeitung meines Projektes wurde großen Wert auf meine Ideen und Ansichten gelegt, welche ich selbstständig einbringen und flexibel ausarbeiten konnte. Zu jeder Zeit hatte ich die Möglichkeit Rücksprache zu halten. Durch umfassende Besprechungen wurden eventuelle Unsicherheiten hinsichtlich des Vorgehens angesprochen und beseitigt. Somit konnte ich das Projekt gut strukturiert umsetzen. Eine weitere Komponente meines Projektes beinhaltete das Einholen verschiedener Fachauskünfte zu meinem Thema. Dafür entwickelte ich einige Fragen, welche sich auf Basis der vorangegangenen Literaturrecherche ergaben. Diese Fragen konnte ich dann im FLI-Riems einigen Wissenschaftlern mit unterschiedlichsten Forschungsinteressen im Rahmen eines kleinen Interviews stellen. Dadurch basierten meine gewonnenen Erkenntnisse nicht nur auf der Literatur, sondern erhielten einen Feinschliff durch die Einbeziehung aktueller Expertisen aus den jeweiligen Forschungsbereichen. Dafür bedanke ich mich hiermit herzlich bei den beteiligten Forschern an der unkomplizierten und bereitwilligen Teilnahme. Somit konnte ich durch dieses Projekt nicht nur mein epidemiologisches Wissen, sondern auch einige Soft Skill- Fähigkeiten (wie Kommunikation und Networking) ausbauen. Des Weiteren wurde auch auf die Erweiterung des eigenen fachlichen Horizonts im FLI großen Wert gelegt. Im kleineren Rahmen, durch regelmäßig stattfindende IfE-interne Seminare, konnte ich mir ein Bild von weiteren Projekten der einzelnen Arbeitsgruppen machen. Darüber hinaus fanden wöchentliche institutsübergreifende bzw. FLI-übergreifende wissenschaftliche Vorträge von internen bzw. externen Dozenten statt. Auf diesem Wege wurde mir die großartige Möglichkeit gegeben mein Wissen auch in anderen Bereichen der Forschung zu erweitern. Zusammenfassend habe ich einen äußerst umfassenden Rundum-Einblick in die Abläufe des IfE sowie des FLI insgesamt in der kurzen Zeit erhalten können. Diese großartige Chance wurde mir, in erster Linie, durch die hervorragende Betreuung von Dr. Klaas Dietze ermöglicht, welcher an dieser Stelle meinen größten Dank verdient! Weiterhin möchte ich mich auch ausdrücklich bei Sonja Schell für ihr Engagement in bürokratischen Angelegenheiten und beim Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung bedanken. Natürlich gilt mein herzlichster Dank auch Dr. Anja Globig. Durch sie sehe ich „gewöhnliche“ Stockenten jetzt mit anderen Augen (im besten Sinne). Abschließend danke ich auch dem restlichen IfE-Team sehr für die großartige Zeit und Unterstützung. Vielen Dank dafür, dass Ihr mich als nicht-Vet in Euer Team aufgenommen und ganz selbstverständlich mit in die einzelnen Tätigkeitsbereiche integriert habt. Ich wünsche jedem Einzelnen, dass Ihr so lustig, freundlich, offen und empathisch bleibt und dass Euer Team diese Stärken nie verliert! Ich werde Euch und die Zeit hier wirklich sehr vermissen…

Paul Deutschmann, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, April 2019

Im April 2019 durfte ich im Rahmen des praktischen Jahres meines Studiums der Veterinärmedizin in Leipzig vier Wochen am IVD in der Arbeitsgruppe von Frau Dr. Sandra Blome
verbringen.
Nachdem ich erste Laborerfahrungen am Institut für Virologie der eigenen Fakultät sammeln konnte, galt es diese auszuweiten und neue Methoden zu lernen. Im S4-Bereich mit dem aktuell so relevanten ASF-Virus arbeiten zu dürfen, klang spannend und so habe ich mich relativ unbedarft bei dieser Arbeitsgruppe beworben. Das stellte sich als richtig gute Wahl heraus!
Nach einer gründlichen Einarbeitung in alle relevanten diagnostischen Methoden im Labor in der ersten Woche, beschäftigte ich mich für die übrige Zeit unter Betreuung von Frau Dr. Jutta Pikalo mit einem mir eigens zugeteilten Projekt. Dabei wurde es mir stets ermöglicht, den Blick über den Tellerrand meiner Aufgaben zu wahren und nichts Interessantes zu verpassen. Die mir als Praktikant gebotene Arbeitsweise empfand ich als idealen Kompromiss aus gewissenhafter Betreuung und Eigenverantwortung. So habe ich nach vier Wochen nicht nur wahnsinnig viel gelernt, sondern konnte auch eigene Ergebnisse einbringen - für ein Praktikum nicht selbstverständlich.
Das sollte nicht an letzter Stelle stehen: ich habe mich mehr als willkommen gefühlt. Das gilt besonders für Sandras Arbeitsgruppe, als auch für das FLI im Allgemeinen. Vier Wochen vergingen wie im Flug und eigentlich möchte ich gar nicht gehen - das sagt im Grunde alles. Ein Riesen Dankeschön an Sandra, Jutta & alle anderen für die tolle Zeit.
Danke auch für die finanzielle Unterstützung meines Praktikums durch den Förderverein des FLIs.

Maarten Mohnke, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, April 2019

Ich habe mich von Tag 1 an sehr gut aufgehoben gefühlt. Wir wurden sowohl vom Labor selber, wie auch allen anderen Mitarbeitern herzlich begrüßt. Ob fachliche Gespräche, Tipps wo es den besten Fisch gibt, oder einfach nur Plaudern, es war eine sehr schöne Zeit. Nach einer Woche Einarbeitung in die Techniken und Arbeitsweisen im Labor, hat jeder von uns an einem Projekt mitgearbeitet. Fragen wurden jederzeit beantwortet und auch unsere Meinung gern gehört. Ob mit unserer eigenen Zellkultur experimentieren, oder PCR Ansätze vorbereiten, selbständiges Arbeiten war oft möglich und wir waren aktiv am Laborgeschehen beteiligt. Einer der interessantesten Aspekte des Praktikums waren die Seminare. Die neuesten Erkenntnisse aktueller Forschungen von den Forschenden vorgetragen und ein Raum von Experten, mit denen man jederzeit über alles reden kann. Einmal das berüchtigte “ Kuhreiten“ erleben, das Büro vom Prof. Dr. Martin Beer, von dem wir eigentlich nur eine Unterschrift brauchten, erst nach langer Diskussion über u.a. Borna-Viren und NGS verlassen, dies und viele andere Dinge haben dieses Praktikum zu etwas sehr Besonderem gemacht. Ich kann es nur jedem empfehlen, selbst wenn man nicht beabsichtigt einmal im Labor und der Forschung zu arbeiten.

Amanda Silberborth, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Februar - April 2019

In meinem Tiermedizinstudium an der TiHo Hannover nutzte ich die Möglichkeit im Rahmen des großen Praktikums abseits der kurativen Tätigkeit in die Forschung hinein zu schnuppern. Dazu verbrachte ich zehn Wochen im Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger am FLI um einen tieferen Einblick in die Virologie zu erlangen.

Während dieser Zeit wurde ich im Labor von Frau Dr. Anne Balkema-Buschmann von der Doktorandin Maren Penning betreut und habe an ihrem Projekt über Henipaviren mitgearbeitet. Nach einer guten Einarbeitung konnte ich bereits in der ersten Woche viele Aufgaben selbstständig erledigen und mein theoretisches Wissen aus dem Studium fand endlich praktische Anwendung. Meine Tätigkeiten reichten von der Zellkultur und Proteinaufreinigung, die im Western Blot und Bradford Assay bestätigt wurden, bis hin zur Durchführung des ELISA und Luminex. So konnte ich einen guten Einblick in das vielfältige Aufgabenspektrum in der Forschung erhalten und mit dem Luminex auch noch mir bisher weniger bekannte diagnostische Verfahren kennen lernen.

Abschließend möchte ich mich noch einmal ganz herzlich beim gesamten Labor Balkema-Buschmann für die schöne und lehrreiche Zeit während meines Aufenthalts bedanken. Ein großer Dank geht auch an den Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung!

Wahlpflichtfach „Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern“, April 2019

Mitte April reisten drei Tiermedizinstudierende der LMU München für ein Wahlpflichtfach an das Friedrich-Löffler-Institut auf die Insel Riems, um einen Einblick in die Aufgaben und die Tätigkeiten des Bundesforschungsinstitutes zu bekommen. Empfangen wurden wir hierbei für vier Tage am Institut für Virusdiagnostik.
Zu Beginn erfolgte eine Einführung und ein ausführlicher Rundgang über die Insel mit Herr Prof. Beer, wobei wir einen ersten Eindruck von der Größe und den Möglichkeiten des Institutes gewinnen konnten. Der Nachmittag des ersten Tages wurde gestaltet durch einen Fachvortrag zur ASP und dem Besuch des Doktorandenseminars, bei dem zwei aktuelle Projekte vorgestellt wurden.
Tags darauf starteten wir mit einem ersten Block im Labor, bei dem wir direkt mit eingebunden wurden und selbst tätig werden durften. Ziel war die Aufarbeitung von Virus-Genom zur Durchführung einer Sanger-Sequenzierung. Dabei setzten wir zunächst selbst eine PCR an, um die jeweiligen Proben zunächst zu amplifizieren. In den folgenden Tagen trennten wir unsere PCR-Produkte dann elektrophoretisch auf und extrahierten die DNA, die schließlich in der Sequenzierungs-PCR eingesetzt wurde.
Vorträge über verschiedene aktuelle Tierseuchen wie Afrikanische Schweinepest, Blauzungenkrankheit, Maul- und Klauenseuche oder Bornasche Erkrankung und eine Einführung in eine Doktorarbeit zur aviären Influenza rundeten das theoretische Programm ab. Des Weiteren übten wir uns im Labor in der Arbeit mit Zellkulturen (sichten verschiedener Zelllinien, beimpfen mit unterschiedlichen Viren und Beurteilung des CPE), dem Anfertigen von Immunfluoreszenzpräparaten und schließlich noch im Inokulieren von Hühnereiern.
Ein großer Dank geht an Herrn Prof. Beer für die Einladung, an das Laborteam um Frau Dr. König für die außerordentliche Betreuung und Einbindung in die praktische Laborarbeit, an Frau Jakobi für die Organisation, sodass alles reibungslos funktionieren konnte und wir immer gut versorgt und beschäftigt waren und nicht zuletzt an den Förderverein des FLI für die anteilige Übernahme der Unterbringungskosten!
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass wir in der begrenzten Zeit einen sehr umfassenden Einblick bekommen haben in die Tätigkeiten und Methoden eines virologischen Labors. Hierbei konnten wir viel Hintergrundwissen zu verschiedenen Tierseuchen und Methoden durch verschiedene Arbeiten und Vorträge erarbeiten.

Die LMU-Studenten Valentina Klemt, Klement Albrecht, Selina Reimann

Eva Günther, Praktikum am Institut für Immunologie, März/April 2019

Im Rahmen meines großen Praktikums in der Tiermedizin zog es mich von München den weiten Weg an das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems, um einen Einblick in wissenschaftliches Arbeiten im Labor zu bekommen. Ich durfte 6 Wochen am Institut für Immunologie in der Arbeitsgruppe von Dr. Kammerer verbringen. Während meiner Zeit hier konnte ich viel Neues lernen, als auch mein theoretisches Wissen praktisch anwenden. Neben dem Anzüchten von Zellkulturen und dem Aufreinigen von monoklonalen Antikörpern durfte ich Methoden wie FACS-Analyse, ELISA oder PCR mit und später auch ohne Hilfe durchführen. Auch der direkte Bezug zur Tiermedizin hat nicht gefehlt, wenn wir wöchentlich die im Quarantänestall untergebrachten Alpakas im Rahmen eines Projektes immunisierten.
Das Praktikum war auf jeden Fall eine gute Erfahrung!
Besonders möchte ich mich bei Robert Kammerer für seine ausführlichen Erklärungen und seine Hilfe bei jeglichen Aufgaben bedanken und bei den restlichen Mitarbeitern der Arbeitsgruppe Kammerer.
Auch ein großes Dankeschön an den Förderverein des FLI für den Zuschuss zu dem Gästezimmer.

Wahlpflichtkurs Seuchendiagnostik Insel Riems am FLI, März 2019

Abenteuer im FLI

Im Rahmen eines Wahlpflichtkurses zur Tierseuchendiagnostik auf der Insel Riems, durften wir als Veterinärmedizinstudierende das FLI näher kennenlernen.
Der erste Tag begann mit einführenden Vorträgen über die klassische und die afrikanische Schweinepest. Hier wurden uns die Grundlagen und wesentliche Aspekte näher gebracht, um auf die nächsten Tage optimal vorbereitet zu sein. Nach einer ausführlichen Einweisung in die Sicherheitsbestimmungen und einer Geländeführung mit Betonung auf die Geschichte des FLI sowie die in den Gebäudekomplex integrierte Kunst, durften wir uns zum ersten Mal in ein S4 Labor schleusen. Hierbei wurde das Eis zwischen den Teilnehmern endgültig gebrochen. Mit den ersten praktischen Arbeiten, setzten wir einen Neutralisationstest an, um so mit der ASP/KSP-Diagnostik zu beginnen.
Der zweite Tag stand unter dem Thema ELISA- Test. Nach der theoretischen Besprechung waren wir selbst die ausführenden Kräfte. Neben indirekten und kompetitiven ELISA wurden uns aktuelle und für die Zukunft relevante Schnelltests vorgestellt. Auch in der Wartezeit kam keine Langeweile auf, da uns in dieser die Stallungen und die Haltung von Tieren für Tierversuche am FLI gezeigt wurden. Da wir hier als Gäste zählten, wurden wir an diesem Abend zu einem fakultativen Besuch auf dem umliegenden Festland eingeladen. So endete der Tag für uns mit einem Strandspaziergang, Bernsteinschatzsuche und einem netten Essen in Stralsund.
Was wir am dritten Tag gemacht haben? "Glad that you ask!", wie Taqman sagen würde. Zwischen verschieden Vorträgen zur PCR und ihrem diagnostischem Wert für Forschung und Praxis, durften wir eigenständig eine Real Time PCR umsetzen. Die Ergebnisse wurden wie an den vorherigen Tagen am Ende ausgewertet und ausführlich besprochen. Auch an diesem Abend wurden wir herzlich zu einem fröhlichen Abendessen in das beste Fischrestaurant bei Riems eingeladen.
Den letzten Tag verbrachten wir mit der endgültigen Auswertung des Neutralisatonstests. Bevor es in die letzte Mittagspause ging, stand als weiteres Verfahren die Durchführung einer Fluoreszenzfärbung an. Nach anschließender Auswertung und Diskussion war dann auch schon die letzte Zwangsdusche gekommen.

Bedanken wollen wir uns bei dem freundlichen, geduldigen und motivierten Team vom Labor 48, auch Frau Jakobi und Frau Meyhack danken wir für die Organisation. Ebenfalls einen herzlichen Dank dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts. Insbesondere gilt unser Dank Frau Dr. Sandra Blome, die uns ernährt, geführt, unterhalten und weitergebildet hat.

Wir hatten einen sehr schönen Aufenthalt. Die Zeit, die wir auf Riems verbringen konnten, war für alle Beteiligten ein einmaliger Einblick in die Arbeiten eines S4 Referenzlabors.

Tierseuchenfreunde FU Berlin

Vertiefungspraktikum im Fach Virologie der Humanbiologen der Universität Greifswald , März 2019

In der dritten und vierten Märzwoche fand im Schulungslabor des FLI zum dritten Mal das Vertiefungspraktikum im Fach Virologie der Humanbiologen der Universität Greifswald statt.
Anhand von verschiedenen Versuchen konnten die grundlegenden Techniken der Virologie erlernt werden. Unter anderem beschäftigten sich die Studierenden mit der biologischen Aktivität verschiedener Fusionsproteine; Genexpression, sowohl rekombinanter als auch von Fremdgenen, sowie deren Aufreinigung; Plaquetest zur Quantifizierung von Viren; praktischer Anwendung der reversen Genetik; Nachweis von Viren mit Hilfe einer Reversen Transkriptase Polymerase Ketten Reaktion und dem serologischen Nachweis von virusspezifischen Antikörpern.
Das Praktikum wurde mit einem Kurzvortrag jedes Studierenden zu einem der Versuche beendet.
Zwei der Studierenden werden im kommenden Sommersemester ihre Bachelorarbeit am FLI beginnen.
Freundlicherweise erstattete der Förderverein auch dieses  Jahr wieder die Fahrtkosten zur Insel Riems.

Vanessa Hofmann

Daniel Zeißler, Praktikum in der Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit, Januar/Februar 2019

Während des Tiermedizinstudiums hört man immer mal wieder vom Friedrich-Loeffler-Institut, zum Beispiel in Vorlesungen zum Thema Tierseuchenbekämpfung, Virologie oder Bakteriologie.
Besonders der Standort Insel Riems, die in den Medien auch manchmal „Die Seucheninsel“ genannt wird,  hat schon seit einiger Zeit mein Interesse geweckt.
Ich habe mich dann für ein sechswöchiges Praktikum im Rahmen des Studiums beworben und den Wunsch geäußert dieses in der ATB verbringen zu können, da ich mich besonders für die Versuchstierhaltung und die Pathologie interessiere.
Meine Betreuung hat dann netterweise Frau Dr. Schröder übernommen und dafür gesorgt, dass ich ein sehr abwechslungsreiches, spannendes Praktikum hatte.
Ich konnte in viele Arbeitsgruppen und Bereiche reinschnuppern, so war ich zum Beispiel im Referenzlabor für ASP/KSP, am Institut für Immunologie, in der Pathologie und der bakteriologischen Diagnostik, habe Zeit mit den Tierpflegern verbracht und auch einen kleinen Einblick in die technischen Anlagen, hinter den Kulissen bekommen.
Auch in der Freizeit wurde mir nicht langweilig, mit Rügen, Usedom, Stralsund und Greifswald direkt vor der Tür.
Ich hatte eine tolle Zeit auf Riems und kann ein Praktikum hier oben Jedem nur empfehlen.
Die lange Fahrt aus Gießen lohnt sich!

Vielen Dank an Charlotte Schröder und an alle, die sich an den Instituten und in der Freizeit um mich gekümmert haben und auch vielen Dank an den Förderverein des FLI für den Zuschuss zu den Kosten des Gästezimmers.

Hoffentlich bis bald!

Elena Solveigh Werner, Praktikum am Institut für Immunologie, November/Dezember 2018

Aktuell studiere ich „Life Science“ an der Universität Konstanz im dritten Mastersemester. Als Teil unserer Ausbildung ist eine zweimonatige berufspraktische Tätigkeit vorgesehen, die ich im vergangenen Oktober/November 2018 genutzt habe, um einen Einblick in die Arbeit am Friedrich-Loeffler-Institut zu bekommen. Eine naturverbundene Kindheit, die Schulzeit an einem agrarwissenschaftlichen Gymnasium, Praktika in landwirtschaftlichen Betrieben und zahlreiche Reisen durch Schwellen- und Entwicklungsländer haben mich sehr geprägt. Vielleicht bin ich deshalb schon sehr früh auf Fragestellungen aufmerksam geworden, die sich mit einer respektvollen und artgerechten Nutztierhaltung - sowohl in der konventionellen und der ökologischen Landwirtschaft als auch in der noch häufig praktizierten traditionellen "Hinterhofhaltung" - beschäftigen.   
Während des Studiums, das zu gleichen Teilen sowohl ein Chemie- als auch ein Biologiestudium ist, habe ich mich zunehmend auf Bildungsangebote im Bereich Molekularbiologie, Biochemie, Pharmakologie und Medizin konzentriert. Ein besonderes Interesse haben jedoch die Immunologie, die Zellbiologie und die Virologie geweckt.

Da ich überzeugt bin, dass die Wild- und Nutztiergesundheit und eine nachhaltige Landwirtschaft mir immer ein persönliches Anliegen sein wird, habe ich den langfristigen Wunsch, diese Motivation mit meinem Interesse an der Molekularbiologie und Immunologie beruflich zu verbinden. Deshalb habe ich mich gezielt für ein Praktikum in der Arbeitsgruppe von Herrn Professor Dr. Gregor Meyers am Friedrich-Loeffler-Institut beworben.
In seinem Labor für Immunologie und Molekularbiologie von Plusstrang RNA-Viren durfte ich mich nun zwei Monate lang zwei kleineren Projekten - rund um das pestivirale Glycoprotein ERNS - widmen. Dieses Protein zeichnet sich durch mehrere ungewöhnliche Eigenschaften aus, eine davon betrifft den Membrananker. Bei ERNS handelt es sich hierbei um eine amphipatische Helix, die vermutlich das Gleichgewicht zwischen der Membranständigkeit und der Sekretion dieses Proteins steuert.
Mein erstes Projekt war die Umklonierung von ERNS Mutanten in ein für das folgende Experiment geeigneteres Vektorkonstrukt. Die verwendeten Ausgangsplasmide enthielten Mutationen in der für ERNS codierenden DNA-Sequenz. Diese Mutationen führen letztendlich zu anderen geladenen Aminosäuren in der amphipatischen Helix von ERNS,  was ein verändertes Ladungsmuster im Membrananker dieses Proteins bewirkt. Mit den neu erzeugten Plasmidkonstrukten exprimierten wir diese ERNS Mutanten erfolgreich in transfizierten Zellen. Durch Immunfluoreszenzmikroskopie konnten wir nun herausfinden, ob sich diese gezielten Mutationen im ERNS Membrananker auf die Lokalisation des Proteins auswirken.
Parallel durfte ich in einem zweiten Teilprojekt durch QC-PCRs gezielt weitere Mutationen in ERNS-Mutanten und im Wildtyp erzeugen. In einem zweiten Schritt wurden diese neuen Mutanten in einen CSFV-Expressionsplasmid umkloniert. Das Ziel dieses Teilprojektes war es, nach einer In-vitro-Tanskription, Zellen mit der RNA dieser neuen Virusmutanten zu infizieren und sowohl deren Überlebensfähigkeit als auch deren genetische Stabilität zu untersuchen.
Das langfristige Ziel dieser Experimente ist es, attenuierte Virusmutanten zu erzeugen. Ein genetisch stabiles, durch gezielte Mutationen verändertes Virus könnte das Potenzial für einen Impfstoff gegen CSFV haben. Experimente solcher Art und mit diesem Hintergrund hätte ich an meiner Universität so nicht durchführen können. Zudem war es für mich eine wichtige Erfahrung, in einem Hochsicherheitslabor arbeiten zu können. Ich habe durch dieses Praktikum neue Labortechniken und den Umgang mit - für mich neuen - Analysesoftwares erlernt. Freude bereitete mir, dass ich sehr selbstständig arbeiten durfte. Trotzdem konnte ich jederzeit Fragen stellen und ich bekam große Unterstützung und Hilfe von allen Mitgliedern der Arbeitsgruppe.

Das Praktikum war für mich eindeutig ein klarer Wegweiser für meine berufliche Zukunft!
Besonders wertvoll war für mich auch der Einblick in eine außeruniversitäre Einrichtung. Ich habe die Betreuung und die Arbeit in einer überschaubaren, ruhigen Umgebung sehr genossen.
Die Zeit am FLI hat mich weiter in meinem Eindruck bestätigt, dass das Bundesinstitut für Tiergesundheit sowohl thematisch als auch von der Atmosphäre ein sehr attraktiver Arbeitgeber für mich wäre.

Mit freundlichem Gruß
Elena Solveigh Werner

Jan Knickmann, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Oktober - Dezember 2018

Im Rahmen meines Master-Studiums (M.Sc. Infection Biology) an der Universität zu Lübeck absolviere ich derzeit ein 12-wöchiges Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger in der AG Diederich.
Mein Praktikum dreht sich thematisch um eine serologische Untersuchung zur Rolle des Schweins in der Ebolavirus-Biologie in Nigeria. Hierbei konnte ich bereits mein theoretisch erlerntes Wissen aus den ersten zwei Semestern in der Praxis anwenden. Praktisch konnte ich bis jetzt einige Methoden festigen (Antigen-Aufreinigung, Sandwich-ELISA, Westernblot) aber auch neue in mein Repertoire aufnehmen (trVLP-Produktion/-Titration, SNT mittels trVLPs, Immunfluoreszenz). Ein Novum ist für mich auch die Arbeit im BSL3-Bereich gewesen.
Neben der praktischen Laborarbeit bekomme ich, durch wöchentliche Labor-Meetings sowie das INNT-interne Progress-Seminar, Einblicke in die Arbeitsfelder und Projekte der anderen Wissenschaftler. Da ich nach meinem Master-Studium eine Promotion anstrebe, werde ich auch die Journal Clubs nutzen um im Gespräch mit den Doktoranden mehr über die Organisation und Durchführung eigener Projekte zu erfahren.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Sandra Diederich bedanken, die mir das Praktikum in ihrer Arbeitsgruppe ermöglicht, sowie bei Kerstin Fischer, für die freundliche und hilfreiche Betreuung. Letztlich gilt mein Dank auch dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung während meines Praktikums auf Riems.

- Jan Knickmann -

Lukas Zierke, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, Juli/August 2018

Mein Masterstudium an der Universität Greifswald im Studiengang Humanbiologie sah ein insgesamt 5-wöchiges Praktikum in meinem Hauptfach vor, welches Virologie ist. Da ich bereits während meiner Bachelorarbeit an Filoviren geforscht habe, war ich sehr froh, mein Praktikum wieder im Labor der Molekularbiologie der Filoviren von Dr. Thomas Hoenen durchführen zu dürfen. Ich konnte hier mit dem weitermachen, was ich in meiner Bachelorarbeit angefangen hatte. Dies war damals die Etablierung und war jetzt die Optimierung von Reverse Genetik Systemen für das 2011 publizierte Lloviuvirus. Methodisch konnte ich somit auch an meine vorherige Arbeit anknüpfen und die Theorie weiter vertiefen. Ich denke, dieses Praktikum war eine sehr gute Vorbereitung auf meine Masterarbeit, die ich Anfang nächsten Jahres ebenfalls bei Dr. Thomas Hoenen anfangen werde. Aufgrund meiner vorherigen Bachelorarbeit im selben Labor kannten mich die meisten noch und ich fühlte mich sehr schnell heimisch.
Das einzige Problem wieder einmal waren die Fahrtkosten. Ich besitze zwar ein Auto, jedoch reicht das Bafög, welche ich aktuell noch bekomme, nicht aus, um die kompletten Benzinkosten zu decken. Dementsprechend bedanke ich mich sehr bei dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung bei meiner Arbeit.

Lukas Zierke

Veterinärmedizinstudenten aus München und Berlin im Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, September 2018

Im Rahmen einer Wahlpflichtveranstaltung hat es uns, eine kleine Gruppe Veterinärmedizinstudenten aus Berlin und München, in den weiten Norden Deutschlands auf die Insel Riems verschlagen, bereit ein  Praktikum beim FLI zu beginnen.
Mit leckeren Keksen und einer netten Atmosphäre begannen wir die Woche zunächst mit ein paar sehr spannenden Vorträgen über aktuelle Themen (z.B  Bornaviren, ASP, West-Nile-Virus). Doch keineswegs war alles nur theoretisch, sondern wir durften auch verschiedene diagnostische Verfahren im Labor durchführen und kennenlernen, wie zum Beispiel RT-PCR, ELISA und Virusnachweis in der Zellkultur.  Dabei gab man uns allen die Möglichkeit etwas in die Welt der Forscher und Laboranten einzutauchen und ein Gebiet der Tiermedizin kennenzulernen, das bisher nur theoretisch behandelt wurde. Der Wahlpflichtkurs hat in uns allen das Interesse zur Forschung gestärkt. Bedanken wollen wir uns insbesondere  bei  Herrn Prof. Beer, für seine tollen Vorträge sowie spannende Führung über die Insel (der Digester hat bei uns allen tiefen Eindruck hinterlassen), bei Frau Dr. Wernike und Kollegen, für ihre fröhliche und geduldige Art uns durch die Arbeit im Labor zu führen. Bei Dr. Dennis Rubbenstroth und Dr. Michael Eschbaumer für ihre wirklich spannenden Vorträge, sowie Frau Jakobi und (von Seiten der FU Berlin) bei Dr. Sandra Blome.
Ein großer Dank geht auch an den Förderverein des FLI, für die finanzielle Unterstützung.

Franziska R., Juliane L. Henny L., Alexandra L., Joanne M., Alicia P., Marten 
 

Lisa Neubrand, Praktikum am Institut für Epidemiologie, August/September 2018

Im Rahmen des Veterinärmedizin - Studiums hat man die Möglichkeit, innerhalb des „Praktischen Jahres“, welches an der Freien Universität Berlin, an der ich studiere, den Zeitraum des 9. und 10. Semesters beschreibt, durch die TAppV vorgeschriebene Praktika einen Einblick in alle möglichen Institutionen der Veterinärmedizin zu erfahren. Da es sich hierbei um ein sehr breit gefächertes Spektrum handelt, ist die Auswahl an Möglichkeiten sehr groß. Trotzdem beschränkten sich meine Praktika zunächst alle auf die kurative Tätigkeit der Rindermedizin. Im Laufe des Praktischen Jahres wurde mir allerdings bewusst, dass diese Zeit nicht nur der Erfahrungssammlung für praktisches Können dienen sollte, sondern auch als Orientierungshilfe für anschließende, berufliche Perspektiven nützlich sein kann, weshalb ich mich kurzfristig dazu entschieden hatte, ein Praktikum im wissenschaftlichen Bereich ergänzend zu wählen. Die Wahl ist demnach schnell gefallen, mich am Bundesforschungsinstitut zu bewerben.
Die im Fach Tierseuchenbekämpfung gewonnenen ersten Einblicke während des Studiums empfand ich damals schon als sehr interessant. Diese wurden aber, aufgrund der Dynamik des Studiums und mit Abschluss des Faches durch die abgelegte Prüfung, zügig wieder in den Hintergrund gerückt. Trotzdem musste ich bei der Auswahl des Themenbereichs nicht lange überlegen, um von dem Aufgabengebiet der Arbeitsgruppe „Internationale Tiergesundheit“ der Fachgruppe Epidemiologie überzeugt zu sein, und mich dort für ein 3-wöchiges Praktikum zu bewerben, welches mir Dr. Klaus Depner dankbarerweise so spontan auch zusagte. Da das Studium zwar die allgemeinen Tätigkeiten der Tierseuchenbekämpfung anspricht, dabei aber nicht tiefgründiger auf die Aufgaben eines Wissenschaftlers eingegangen wird, war ich sehr neugierig, was mich erwartet.
Am ersten Tag empfing mich ein sehr freundliches Team, dessen Aufgabe es unter anderem ist, sich mit den aktuellen Geschehnissen der Afrikanischen Schweinepest zu befassen. Passend dazu, habe ich meine persönliche Aufgabe, die ich innerhalb der drei Wochen bearbeiten sollte, bekommen. Aufgrund der hohen Dynamik dieser Erkrankung während meiner Praktikumszeit, in der sich die Ereignisse allmählich überschlugen, stellte sich schnell heraus, dass ich täglich mit neuen Aufgaben beschäftigt war, und den Arbeitsalltag eines Wissenschaftlers im Seuchengeschehen hautnah miterleben konnte, wodurch die eigentliche persönliche Aufgabe keine Rolle mehr spielte. Insgesamt war das Praktikum sehr lehrreich, was zum einen, speziell die Afrikanische Schweinepest betrifft, zum anderen zu erfahren, wie sich die alltägliche wissenschaftliche Arbeit gestaltet: Ich durfte an internationalen Skype-Konferenzen teilnehmen, war bei der Zusammenfassung und Auswertung wichtiger Daten nach der Erhebung von einem betroffenen Betrieb beteiligt, und natürlich bei noch bei Vielem mehr.
Alles in Allem war es leider eine viel zu kurze, aber sehr interessante Zeit, in der ich viel erlebt habe, die mir viel Freude an der Forschung bereitet hat und die ich daher nicht missen möchte. Vielen Dank an Klaus Depner, Carola Sauter-Louis, Laura Zani, Klaas Dietze, Anja Globig für diese tolle Erfahrung und an den Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung.

Kathrin Thiel, Praktikum am Institut für Epidemiologie, Juli/August 2018

Die Justus-Liebig Universität ermöglicht den Tiermedizinstudenten im letzten praktischen Jahr des Tiermedizinstudiums die Selbstgestaltung der Praktika außerhalb der Universität. Da ich mich zum Großteil der Praktikumszeit im kurativen Arbeiten geübt hatte, stellte das Friedrich-Loeffler-Institut eine hervorragende Möglichkeit dar, um einen Eindruck davon zu bekommen, was es heißt, als Tiermedizinerin in der Forschung tätig zu sein.
Am ersten Arbeitstag wurde ich ganz herzlich von den Mitarbeitern des Instituts für Epidemiologie aufgenommen und mit den verschiedenen Arbeitsbereichen des Instituts vertraut gemacht. Im Laufe des Praktikums wurde ich in mehrere Projekte integriert und konnte selbstständig an der Auswertung von Forschungsergebnissen mitwirken. Besonders interessant war dabei, dass alle Projekte aktuelle Fragestellungen des derzeitigen Tierseuchengeschehens in Deutschland und Europa behandelten, aber dennoch von ganz unterschiedlicher Thematik waren. In meinem eigenen kleinen Projekt habe ich den Verwesungsprozess von Wild- und Hausschweinen beschrieben, vor allem unter dem Gesichtspunkt der forensischen Entomologie. Zielsetzung des Experiments stellte dabei die Erforschung des Ablaufs der Verwesung bei Wildschweinen dar. Dieser ist im Falle eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in einer Wildschweinpopulation wichtig, um den möglichen Eintragszeitpunkt der Tierseuche in die Region sowie deren Ausbreitung abschätzen zu können. Von besonderer Bedeutung war hierbei die fotografische Dokumentation der an den Kadavern vorherrschenden Insektenstadien.
Rückblickend bin ich sehr froh darüber, die lange Reise auf die Insel Riems angetreten zu haben. Ich habe viele Eindrücke über die vielfältigen Einsatzbereiche im Institut sammeln können. Außerdem hat mir das selbstständige Arbeiten an wissenschaftlichen Fragestellungen sowie die Planung eigener Projekte einen Eindruck davon vermittelt, wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert, was mir für eine mögliche spätere Dissertation zu Gute kommen kann.
An dieser Stelle möchte ich im Besonderen Frau Dr. Probst und Frau Dr. Sauter-Louis für ihre unterstützende Betreuung während der Praktikumszeit danken. Nicht nur das Arbeiten an meinen Projekten, sondern auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen am IfE hat mir sehr viel Freude bereitet. Außerdem möchte ich dem Förderverein des FLI für die Teilerstattung der Wohnkosten meinen Dank aussprechen.

4 Studenten aus Tübingen, Praktikum am Institut für Immunologie, Juli/August 2018

Wir möchten dem Förderverein für die Finanzierung des zweiwöchigen Praktikums, vom 23. Juli bis 4. August 2018, im Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems danken. Dadurch wurde uns ein Einblick in die faszinierende Welt der Viren, in den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. G. Meyers und Dr. C. Luttermann, ermöglicht. Wir haben in dieser Zeit viel Neues über Viren im Allgemeinen und das Arbeiten mit Viren im Laboralltag gelernt. Für junge Studierende, in unserem Fall kurz vor dem Bachelorabschluss, ist es sehr wichtig möglichst viele Bereiche kennenzulernen und so auch die eignen Interessen zu erforschen. Durch Ihre Unterstützung wurde uns dies am Hauptstandort des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit ermöglicht.
Vielen Dank und freundliche Grüße,

Malina John, Ronja Burggraf, Hannes Wierig, Andreas Witzemann

Daniela List, Praktikum am IVD, Juli 2018

Da das Tätigkeitsspektrum eines Tierarztes sehr breit gefächert ist, habe ich während meines „großen Praktikums“ im Studium die Chance genutzt, abseits von Praxis oder Klinik, am FLI einen Einblick in den Bereich der Forschung zu bekommen.
Bereits vor zwei Jahren hatte ich während eines Wahlpflichtfachs von Professor Beer die Möglichkeit ein wenig Laborluft zu schnuppern und mein Interesse für Virologie wurde geweckt. In den letzten vier Wochen arbeitete ich zusammen mit Frau Dr. Köthe mit molekularbiologischen Methoden an der rekombinanten Herstellung zweier Influenza-Viren.
Dass aus den acht einzelnen DNA-Plasmiden, die wir selbst herstellten, ein infektionsfähiges Virus werden sollte, war im ersten Moment unvorstellbar und sehr faszinierend. Doch unsere Versuche in der Zellkultur zeigten schließlich, dass wir erfolgreich waren, die Zellen waren infiziert.
Es hat Spaß gemacht, Teil eines solchen Projektes zu sein und ich hoffe, dass die Arbeit weiterhin gelingt, sodass diese Viren auch bald im Tierversuch eingesetzt werden können.

Ich möchte mich sehr herzlich bei Dr. Susanne Köthe bedanken, die mir alles sehr geduldig und freundlich erklärt und gezeigt hat, mich dann aber auch schnell selbstständig arbeiten ließ.
Vielen herzlichen Dank richte ich ebenfalls an das gesamte Labor von Frau Dr. König, in dem immer ein angenehmes, herzliches Klima herrschte.
Zudem gilt mein Dank dem Förderverein des FLI, der meinen Aufenthalt auf Riems finanziell unterstützt hat.

Katharina Zaade, Praktikum am Institut für Epidemiologie, Juli 2018

Als Tiermedizinstudentin der LMU fand ich mich im 5. Semester in der Epidemiologie-Vorlesung von Frau Dr. Sauter-Louis wieder. Die Verknüpfung von Tiermedizin und Mathematik hat mich sofort interessiert. Um eine bessere Vorstellung von der wirklichen Arbeit eines Epidemiologen zu bekommen, zog es mich im Rahmen des „großen kurativen Praktikums“ für einen Monat auf die Insel Riems. Gleich am ersten Tag wurde ich sehr freundlich von den Mitarbeitern aufgenommen und jeder hat mir einen guten Einblick in die verschiedenen Arbeitsschwerpunkte gegeben.
Das Projekt, in das ich für die Zeit des Praktikums eingebunden wurde, beschäftigte sich mit der Ausbreitung der ASP in Europa – ein spannendes und wichtiges Thema. Nach einer Einführungsphase wurden mir bald Aufgaben zur selbständigen Erarbeitung übertragen. Dabei konnte ich mich intensiv mit der Analyse von Ausbruchsdaten unter verschiedenen Gesichtspunkten beschäftigen und meine Ergebnisse mit den zuständigen Mitarbeitern diskutieren.
Der gesamte Monat, den ich am FLI verbracht habe, war geprägt von einem sehr angenehmen Umgang miteinander. Die Arbeit war sehr interessant und es war besonders schön, als Praktikantin so gut in den Alltag am Institut allgemein sowie in das Projekt im Speziellen integriert zu werden. Auch für die weitere Betreuung „drum herum“, beginnend bei der Vermittlung eines Gästezimmers bis hin zum Bahnhofstransfer am letzten Praktikumstag, gab es freundliche Ansprechpartner, die für alle Fragen ein offenes Ohr hatten und hilfsbereit zur Seite standen.
Dafür danke ich dem kompletten Epi-Team, besonders Frau Dr. Sauter-Louis, Frau Dr. Schulz, Frau Schell und Herrn Dr. Staubach.
Mein weiterer Dank geht an den Förderverein, der meinen Aufenthalt am FLI finanziell unterstützt hat.

Lukas Möck, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, Februar - Juli 2018

Das Friedrich-Loeffler-Institut wurde mir, während meines Biotechnologiestudiums, in einer Mikrobiologievorlesung vorgestellt. Diese handelte von der Maul- und Klauenseuche, die anfänglich im Institut untersucht wurde. Zu diesem Zeitpunkt hörte ich erstmals auch von dem einzigartigen Standort. Es schien mir unmöglich, dass ich jemals dort arbeiten könnte. Als ich herausfand, dass eine Kommilitonin bereits ihr Praxissemester am FLI absolvierte, wusste ich wo ich mich bewerben werde. Im Sommersemester 2018 absolvierte ich am Institut für Infektionsmedizin mein 6-monatiges Praxissemester. 

Während dieser Zeit beschäftigte ich mich hauptsächlich mit der Diagnostik des Koi-Herpesvirus via PCR, qPCR, ELISA oder durch Zellkulturen. Als eigenes Projekt entwickelte ich eine Methode zur Chromosomenpräparation aus CCB-Zellen.

Im Nachhinein kann ich kann ich sagen, dass meine Erwartungen bei weitem übertroffen wurden und ich mein Praxissemester jederzeit erneut am FLI ablegen würde. Neben vielen Methoden, die ich bis dato nur aus der Theorie kannte, lernte ich zudem ein eigenes Projekt zu planen und zu bearbeiten. 

Ich möchte Sven Bergmann, Sandro Klafack und Yeon-HwaJin meinen besonderen Dank aussprechen, die mich freundlich in Ihr Laborteam aufnahmen und mich während des Praktikums bestens betreut und unterstütz haben. Ebenso möchte ich dem Förderverein danken, der mich finanziell unterstützte.

Lukas Möck

Christina Muggenthaler, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, Mai/Juni 2018

Für insgesamt 4 Wochen meines großen tiermedizinischen Praktikums zog es mich von der LMU München auf die Insel Riems. Vom ersten Moment an nahmen mich Frau Dr. König und ihr Team mit absoluter Freundlichkeit unter ihre Fittiche, erklärten ausführlich und beantworteten mir allerlei Fragen rund um die Laborarbeit in der Virusdiagnostik. Nach dem anfänglichen Über-die-Schulter-Schauen wurden mir bald schon die ersten eigenen Aufgaben anvertraut. Somit hatte ich die Möglichkeit, mir neben theoretischem Wissen auch etwas praktisches Können zu erarbeiten. So bekam ich unter anderem Einblicke in die Welt der Zellkulturen, Virusanzucht, konventionellen PCR, RT-PCR, nested PCR, Gelelektrophorese, ELISA und IFT – von der Vorbereitung über die Ausführung bis hin zur Auswertung der erlangten Ergebnisse.
Insbesondere möchte ich mich bei Frau Dr. König für ihr immer offenes Ohr, ihre scheinbar endlose Geduld beim Erklären und die vielen hilfreichen Erläuterungen bedanken. Auch für die großartige Zusammenarbeit und Atmosphäre im Team sage ich Danke an Laura Richter, Lars Janzen und Dr. Susanne Köthe. Es waren sehr schöne und lehrreiche Wochen am FLI, an die ich gerne zurückdenken werde.
Weiterhin gilt mein Dank dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Institut, der mein Praktikum finanziell unterstützt hat!

Virologiepraktikum für Humanbiologiestudenten der Universität Greifswald, März 2018

Vom 19. – 29. März 2018 fand zum zweiten Mal das Virologiepraktikum für Humanbiologiestudenten der Universität Greifswald im Schulungslabor des FLI statt. Die Studierenden konnten sich während des Praktikums mit grundlegenden Techniken der virologischen Forschung auseinandersetzen. In kleinen Gruppen beschäftigten sich die Studierenden mit der Quantifizierung von Viren mittels Plaquetest, dem Nachweis von Viren mittels Polymerasekettenreaktion und serologischer Testverfahren, der Herstellung rekombinanter Virusproteine unter Verwendung verschiedener Expressionssysteme und der Untersuchung der Wirkung antiviraler Substanzen. Zum Abschluss des Praktikums musste jeder Studierende einen Kurzvortrag zu einem der durchgeführten Experimente vorbereiten.
Drei der Studierenden werden zukünftig eine Bachelorarbeit am FLI anfertigen. Freundlicherweise wurden die Fahrtkosten zur Insel Riems erneut durch den Förderverein erstattet.

4 Studenten der TiHo Hannover, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Februar 2018

„Darf man das vortexen?“ – Unser Praktikum am FLI auf der Insel Riems (20.02-23.02.2018)

Früh morgens machten wir uns auf  von Hannover nach Greifswald. Als  das Navi dann die letzten zehn Minuten zum eingegebenen Ziel anzeigte, wunderten wir uns, dass eine so große und bedeutsame Einrichtung so abgeschieden liegen sollte. Auf der doch recht abenteuerlichen Zufahrtstraße näherten wir uns dem Gebäudekomplex. Die Sicherheitseinrichtungen und Türsysteme waren ungewohnt, was am ersten Tag noch für ein wenig Verwirrung sorgen sollte.
An der Wache wurden wir dann von Anne Balkema-Buschmann abgeholt. Nach dem Unterzeichnen der nötigen Papiere zeigte sie uns die Insel und erklärte die Aufteilung der Gebäude. Besonders interessant war hier die Geschichte des Instituts, die dann auch eine Erklärung für die Insellage lieferte.  Bei dem guten Wetter waren die Wildschweine draußen und so  konnten wir diese bestaunen. Nach einem kurzen Abstecher in die Wäscheausgabe, ging es auch schon gut ausgerüstet in das Labor. Dort lernten wir weitere Menschen des INNT kennen, die uns bei Fragen immer halfen und auch gerne von ihrer Arbeit erzählten. 

Faszinierend ist, dass ausgesprochen viele Tierärzte in dem Institut arbeiten. Einige von uns hatten bereits in anderen Instituten Erfahrungen sammeln können und waren dort eher auf Biologen gestoßen. So nutzten wir die Chance und stellten in den Inkubationszeiten viele Fragen.  Auch konnte wir ihnen bei ihren Arbeit über die Schulter schauen und viel darüber erfahren, was sehr interessant war, da man ein Bild davon bekam, wie etablierte Labormethodik standardisiert eingesetzt wird.
In den vier Tagen führten wir anhand von Protokollen verschiedenste Versuche durch. Die Methoden waren teilweise im Ansatz bekannt, teilweise aber auch völlig neu. Anne stand uns dabei immer für Fragen zur Verfügung, leitete in den ersten Tagen noch viel an und beantwortete unsere doch zugegeben recht häufige Frage „Kann man das vortexen?“ mit viel Geduld. Der Vortexer wurde im Laufe des Praktikums nämlich zu unserem Lieblingsgerät. Aber auch andere Geräte wie der „PipettBoy“ oder die „Wippe“ sorgten für Faszination.
 Als wir dann allmählich sicherer wurden, arbeiteten wir immer selbstständiger. Die Arbeit im Team hat sehr viel Spaß gemacht und einige Diskussionen angeregt, z.B. wie gewisse Formulierungen zu deuten wären. Nachdem die ein oder andere Kopfrechenaufgabe gelöst worden war, warteten wir gespannt auf die jeweiligen Auswertungen. Reagierten die Reagenzien? Hatten die Färbungen funktioniert? Wir hatten sowohl Erfolgserlebnisse, als auch Misserfolge, so sahen wir die fluoreszierende Kernfärbung bei der IF und erzielten aussagekräftige Ergebnisse beim ELISA, aber stellten auch fest, dass unlogische Reaktionen und fehlgeschlagene Experimente dazugehören und die Ergebnislage auch sehr von der Einstellung der jeweiligen Geräte abhängt. Wir bekamen langsam einen Eindruck, wie der Alltag in der Forschung aussähe.
Am Donnerstagmorgen nahm uns die Doktorandin, mit der wir schon zusammen gearbeitet hatten, mit zu einem „Progress“, wo Doktoranden ihre Projekte vorstellten und Tipps aus dem Auditorium bekamen. Die Veranstaltung war sehr interessant, überraschen gut zu verstehen und hat ein wenig gezeigt, was einen selbst bei einer Doktorarbeit erwarten könnte.
Ein großes Highlight für uns angehende Tiermediziner war der Besuch bei den Flughunden mit deren Proben wir zuvor größtenteils gearbeitet hatten. Hier erfolgte die Verknüpfung Tier und Eppi, die die Arbeit im Labor ganz anders veranschaulicht.
Zusammengefasst haben wir in den vier Tagen am FLI sehr viel gelernt und viele Eindrücke gesammelt. Diese Möglichkeit die Laborarbeit in diesem Umfang einmal kennenzulernen kommt im Studium meist zu kurz und so sind wir sehr froh, dass das FLI dies anbietet und dem Mysterium „Forschung“ ein Bild gibt.
Wir möchten uns auch für die verständnisvolle Anleitung, die immer wieder zu Selbständigkeit ermutigte, bedanken. Die Zeit hat uns sehr viel Spaß gemacht und u.a. nehmen wir mit, dass man außer Zellen und Micellen eigentlich fast alles vortexen darf.

Antonia Dyroff, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, Februar 2018

Die LMU bietet 2 Wahlpflichtfächer für Tiermediziner auf der Insel Riems an. Da es zeitlich leider nicht geklappt hat, beschloss ich ein Praktikum am Friedrich-Loeffler-Institut zu machen. Ich wurde freundlich am IVD von Frau Dr. König und ihren Mitarbeitern empfangen. In den 4 Wochen durfte ich einmalige Einblicke in Diagnostik und Forschung erhalten. Von ELISA über die nested PCR bis hin zu Immunofluoreszenz und Zellkulturen anlegen war alles dabei.
Es war ein tolles Praktikum und ich kann es wirklich jedem empfehlen!
Abschließend möchte ich mich ganz herzlich bei Frau Dr. König und Frau Dr. Köthe und allen Mitarbeitern sowie dem Förderverein bedanken.

Sophie Aurich, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Oktober/November 2017

Während der Rotation im letzten Jahr meines Tiermedizinstudiums wird uns die Möglichkeit gegeben, uns die unterschiedlichen Arbeitsfelder eines Tierarztes anzuschauen.
Um also den Bereich Forschung genauer kennen zu lernen habe ich mich zur Insel Riems begeben und sechs Wochen im Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger verbracht.

Hier wurde ich in den ersten beiden Wochen von Dr. Keller betreut. So konnte ich den Arbeitsalltag eines Forschers aber auch den täglichen Ablauf an einem so großen Institut wie dem Friedrich-Loeffler-Institut kennen lernen.
Durch mein eigenes kleines Projekt habe ich nicht nur viele unterschiedliche labordiagnostische Methoden kennen gelernt, sondern auch wie Forschung im Hinblick auf eine ganz bestimmte Fragestellung funktioniert.
Außerdem habe ich mit Dr. Keller den SPF-Bereich besucht, in welchem ich bei der Betreuung transgener Mäuse geholfen habe.

Danach bin ich in die Arbeitsgruppe von Dr. Balkema-Buschmann gewechselt und wurde dort in den restlichen vier Wochen von Arian Köhler betreut, welcher mich im Rahmen seiner Doktorarbeit in seine Projekte eingebunden hat. Da ich selber gerne promovieren möchte, war es sehr hilfreich das Doktorandenleben am FLI mitzuerleben und einen Einblick in Organisation und Durchführung eigener Projekte zu bekommen.

Ich hatte eine wunderbare und vor allem lehrreiche Zeit hier, besonders da ich von allen so freundlich aufgenommen und direkt in das Arbeitsleben hier integriert wurde.

Franziska Sick, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Juli/August 2017

Ich habe im Rahmen meines Tiermedizinstudiums an der LMU München 8 Wochen des großen Praktikums am FLI am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger verbracht. Für meinen späteren beruflichen Werdegang habe ich schon länger Forschung und Laborarbeit in Betracht gezogen, darum war dieses Praktikum eine tolle Gelegenheit, einen tieferen Einblick in dieses Fachgebiet zu erlangen.
Für die 8 Wochen war ich im Labor von Frau Dr. Anne Balkema-Buschmann dem Doktoranden Arian Köhler zugeteilt und habe in seinem Projekt über Astroviren bei heimischen Fledermäusen mitgearbeitet.
Nach einer guten Einarbeitung konnte ich schon in der ersten Woche viele Aufgaben selbstständig erledigen und mein theoretisches Wissen aus dem Studium endlich auch praktisch anwenden. Von konventioneller PCR bis hin zur Etablierung einer multiplex real time PCR, Sequenzierungen und Zellkultur war die Arbeit vielseitig und interessant.
Ich möchte mich noch mal ganz herzlich bei Arian und Anne für dieses tolle Praktikum bedanken, ich hatte eine sehr schöne Zeit am FLI und habe einiges gelernt.  Auch vielen Dank an den Förderverein für die finanzielle Unterstützung!

Lea Tölken, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, August/September 2017

Im Rahmen des Berufspraktikums während meines Biochemiestudiums an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald habe ich zwei Monate am FLI am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger verbracht.

Während des Praktikums hatte ich die Chance, Methoden, die ich bisher nur theoretisch aus Vorlesungen kannte, endlich einmal praktisch anzuwenden. Dies geschah zuerst unter Anleitung, später aber auch selbstständig. In einem eigenen kleinen Projekt habe ich mich dann mit der Expression und Reinigung eines Proteins des Puumala-Hantavirus beschäftigt. Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Praktikum sehr viel Spaß gemacht hat und ich in den zwei Monaten eine Menge über die praktische Laborarbeit und die wissenschaftliche Forschung gelernt habe.

An dieser Stelle noch einmal vielen lieben Dank an Rainer Ulrich, für die Möglichkeit mein Praktikum in seiner Arbeitsgruppe zu machen, und an Florian Binder für die tolle Betreuung während des Praktikums. Vielen Dank außerdem an die gesamte AG Ulrich für das spannende Praktikum und den Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung.

Lea Tölken

Sina Nippert & Marei Gerbert, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August 2017

1-wöchiges Wahlpflichtfach am Institut für Virusdiagnostik

Wir, zwei Tiermedizinstudentinnen der LMU in München, haben Ende August 2017 den Weg nach Riems angetreten, um am Friedrich-Loeffler-Institut am Wahlpflichtfach "Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern" teilzunehmen.

Vor Ort wurden wir herzlichst von Herrn Prof. Dr. Beer und dem Laborteam von Frau Dr. Wernike empfangen und aufgenommen.
Es ging direkt ins Labor und wir untersuchten SBV- und BVD-Proben aus dem offiziellen Ringtest mittels ELISA und RT-PCR. Außerdem durften wir Zellkulturen umsetzen und uns wurden weitere diagnostische Verfahren wie SNT und NGS erklärt.
Zu jederzeit war das Laborteam unseren löchernden Fragen ausgesetzt; vielen Dank für eure Ausdauer und die Zeit, die ihr euch für uns genommen habt - wir haben sehr viel gelernt!
Äußerst interessant war auch die Vortragsreihe, an der wir teilnehmen durften. So haben wir aktuellste Informationen zu Infektionskrankheiten (u. a. AI und Usutu) erhalten. Zudem hat Herr Prof. Dr. Beer sich unserer angenommen und uns ausführliche Informationen zu bedeutenden Seuchen wie BVD, MKS und einigen mehr zukommen lassen.

Die Einblicke zu den hier wohldurchdacht durchgeführten Tierversuchen sowie den Besuch im Versuchstierstall bei den Kälbern werden wir nicht vergessen.

An dieser Stelle möchten wir uns noch mal recht herzlich für die intensive Betreuung am Institut für Virusdiagnostik sowie die Unterstützung des Fördervereins bedanken!
Wir kommen wieder zum Praktikum, soviel können wir jetzt schon sagen :)

Sina und Marei

 

Raijana Schiemann, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, August/September 2017

Das Biologie-Studium an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald bietet im 6. Semester innerhalb eines Spezialmoduls die Möglichkeit, seine Fähigkeiten und Kompetenzen in einem selbst gewählten Bereich zu erweitern. Unter anderem steht ein Berufspraktikum zur Auswahl.

Grade im universitärem Alltag ist die Förderung der praktischen Arbeit von großer Wichtigkeit. Daher hat es mich besonders gefreut, dass ich meine praktischen Fähigkeiten in vier Wochen am FLI erweitern konnte. Aufgrund meiner Ausbildung zur BTA waren mir schon viele Methoden und Abläufe bekannt, aber durch das selbstständige Arbeiten wurden meine Fertigkeiten auf dem molekularbiologischen, serologischen und virologischen Gebiet aufgefrischt, geübt und erweitert. Besonders ELISA, DNA-Extraktion, real-time PCR und Zellkultur-Methoden wurden verinnerlicht.

Doch nicht nur die Methoden im Labor wurden mir nähergebracht. Ich habe einen guten Einblick in die Struktur und den Ablauf der Forschung bekommen. Angefangen vom Aufbau eines Forschungsprojekts, z. B. im Rahmen einer Promotionsarbeit, über die Tätigkeiten einer/eines TA im Labor, bis hin zur großen Organisation des gesamten Instituts.

Vielen Dank an Sandro Klafack für die gute Betreuung im Labor und an den Förderverein des FLI für die Unterstützung durch Fahrtkosten.

Raijana Schiemann

Anja Glatter, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Juli/August 2017

Im Rahmen meiner Ausbildung, die ich an einer höheren Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt für chemische Industrie absolviere, verbrachte ich zwei Monate am FLI am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger.
Im Laufe der Ausbildung wurde in mir das Interesse an molekularbiologischen und biochemischen Methoden geweckt, weshalb ich mich um einen Praktikumsplatz hier beworben habe.
Primär wurde ich von der Doktorandin Kathrin Jeske betreut. Die Zusammenarbeit mit ihr gab mir einen guten Einblick, wie man in der Forschung tätig ist. Was mich besonders erfreute, war die Tatsache, dass ich im Labor nach sehr kurzer Zeit eigenständig arbeiten durfte.

Zusammenfassend war die Zeit am FLI für mich sehr interessant, es hat viel Spaß gemacht und ich bin nach den 2 Monaten um einige Erfahrungen reicher.

Ein großes Dankeschön geht an PD Dr. Rainer G. Ulrich, der das Ganze möglich gemacht hat. Vielen Dank an Kathrin für die gute Betreuung während meines Praktikums und an den Förderverein für die finanzielle Unterstützung.

Anja Glatter

Jana Legler, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, März - August 2017

Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie im Rahmen des Bachelorstudiums Biotechnologie an der HS-Esslingen

Für mein 6-monatiges Pflichtpraktikum nahm ich die lange Reise vom Süden an die Ostsee auf mich und ich muss sagen, es hat sich gelohnt! 
Während des Praktikums hatte ich die Chance im Labor für Molekularbiologie der Rhabdoviren und anderer negativ Strang RNA Viren, im IMVZ zu arbeiten. Mein Projekt beschäftigte sich mit der Zellkulturadaptierung von Rabies Viren. Dabei konnte ich das Arbeiten mit Viren, sowie zellkulturtechnische und molekularbiologische Techniken verinnerlichen. Der Leiter der AG, Dr. Stefan Finke, und die anderen Mitarbeiter der Gruppe gaben mir die Chance eigenständig zu arbeiten, standen mir bei Fragen allerdings stets zur Seite und waren hilfsbereit. Generell gefiel mir die Arbeit und Atmosphäre am FLI sehr gut, weswegen ich mir gut vorstellen kann für spätere Arbeiten zurückzukehren.

An dieser Stelle möchte ich Herrn Finke und der gesamten Arbeitsgruppe für das spannende Praktikum und die Unterstützung danken. Vielen Dank auch an den Förderverein für die Unterkunftsbeihilfe.

Jana Legler

Esther Evers, Praktikum am Institut für Epidemiologie, Juni/Juli 2017

Während meines Tiermedizinstudiums an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover habe ich gemerkt, welche vielfältigen Perspektiven mein Studiengang eigentlich bietet. Da mich sowohl Nutztiere als auch die tiermedizinische Forschung interessieren, stellt die Praktikumszeit im 9./10. Semester für mich eine gute Gelegenheit dar, unterschiedliche Berufsfelder kennen zu lernen. Und da das FLI die erste Adresse für tiermedizinische Forschung ist, stand für mich schnell fest, dass ich mich hier für ein Praktikum bewerben werde.
Daher habe ich den Juni/Juli 2017 im Institut für Epidemiologie verbracht. Dort habe ich mich mit Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen beschäftigt. Mein Schwerpunkt lag auf dem Verhalten von Wildschweinen gegenüber potentiell mit ASPV kontaminierten Böden und möglichen Folgen für eine Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest. Dabei konnte ich sehr eigenständig ein kleines Projekt erarbeiten und habe auf diese Weise einen guten Einblick bekommen, wie der Alltag als Wissenschaftler aussehen kann. Die Praktikumszeit hat mir sehr viel Spaß gemacht und durch die vielfältigen Forschungsschwerpunkte am FLI habe ich viele neue und interessante Eindrücke gewonnen.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz besonders beim Team der Epidemiologie für die herzliche Aufnahme und beim Förderverein des FLI für die Unterstützung bedanken.

Julia Hartlaub, Praktikum an Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger im Mai 2017

Im Rahmen des großen Praktikums im 10. Semester meines Tiermedizinstudiums an der LMU in München verbringe ich einen Monat hier am FLI am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger.
Im Laufe der Semester hat sich bei mir herausgestellt, dass ich eher nicht als praktischer Tierarzt tätig werden will, sondern mich vor allem für den Bereich Forschung interessiere. In München war ich schon am Helmholtz Zentrum und im Genzentrum, aber natürlich ist das FLI die erste Adresse für tiermedizinische Forschung, weswegen schnell klar war, dass ich mich um einen Praktikumsplatz hier bewerben will.
Ich arbeite in der Forschungsgruppe von Herrn Dr. Keller, primär werde ich von der Doktorandin Rebecca König betreut. Das gibt mir auch gleich einen sehr guten Einblick, wie das Doktorandenleben am FLI aussieht und wie man als Nachwuchswissenschaftler seine Projekte organisiert und durchführt. Bereits eine Stunde nach Betreten des FLI am ersten Tag war ich mit einem kostenlosen Leihfahrrad ausgestattet und hatte alle relevanten Einweisungen erhalten. Das ist wirklich eine super Organisation! Im Labor darf ich sehr viel eigenständig arbeiten, von PCR über Western Blot bis hin zu Klonierungen. Das freut mich wirklich, da man nur allzu oft bei Praktika sich auf das reine Zuschauen beschränken muss. Insgesamt gefällt es mir sehr gut hier, weswegen ich mir eine spätere Dissertation auch gut vorstellen kann.

Vielen Dank an Rebecca und Markus für die gute Betreuung während meines Praktikums und an den Förderverein für die finanzielle Unterstützung für die Unterkunft am FLI.

Julia Hartlaub

Lorenz Ulrich, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, April/Mai 2017

Im Sommersemester 2016 nahm ich an dem von Herrn Prof. Beer für Münchner Tiermedizinstudenten angebotenen Wahlpflichtfach Diagnostik von Tierseuchenerregern teil.
Die Woche in den Labors und Ställen des FLI war sehr interessant. Ich habe mich daher sehr gefreut, einen Teil meines großen kurativen Praktikums am Institut für Virusdiagnostik im Labor Dr. König zu verbringen.
Während des Praktikums arbeitete ich an einem Forschungsprojekt zur Erstellung eines DIVA – Markerimpfstoffes mit. Ich durfte verschiedene molekular- und mikrobiologische Methoden selber anwenden, die ich bis dahin nur theoretisch kannte. Andererseits konnte ich die Arbeit eines Referenzlabors mit seinen verschiedenen Aufgaben kennenlernen. Ich denke, dass das Praktikum die einmalige Chance ist, während des Studiums, unter fachkundiger, ausgesprochen engagierter und geduldiger Anleitung praktisch in einem Labor und aktiv in der Forschung zu arbeiten.

Ich möchte mich an dieser Stelle insbesondere bei dem Laborteam Dr. König, vor allem Frau Dr. Köthe, und auch Herrn Prof. Beer für ein wunderbares Praktikum bedanken. Außerdem ein herzlicher Dank dem Förderverein des FLI für die Unterstützung.

Lorenz Ulrich

Praktikum "Tierseuchendiagnostik" am Institut für Virusdiagnostik im April 2017

Sehr geehrte Mitglieder des Fördervereins,

Im Herbst 2012 hatte ich das erste Mal die Möglichkeit ein Praktikum im IVD des Friedrich-Löffler-Institutes auf dem Riems zu absolvieren. Für mich als Agrarstudent eröffnete sich dadurch eine völlig neue Dimension der Tierseuchenforschung und -bekämpfung. Mein vierwöchiger Aufenthalt auf der Insel und die überaus freundliche Aufnahme in das Schmallenberg Virus Labor führten dazu, dass ich mich 2014 dazu entschloss mich für ein Zweitstudium der Veterinärmedizin zu bewerben um später besser im Bereich Tierseuchenforschung arbeiten zu können. Während des Studiums in Berlin stellte ich fest, dass nur wenige meiner Kommilitonen Näheres von dem Standort Riems und der Arbeit des dortigen FLIs wussten. Die Vermittlung des Lehrstoffes zur Diagnostik und Bekämpfung von viralen Tierseuchen in frontalen Vorlesungen ist für viele Studenten ohne praktische Laborerfahrung trocken, theorielastig und wenig begeisternd. Auf Grund der durch die Studienordnung vorgeschriebenen Pflichtpraktika und Prüfungszeiten ist es nur wenigen Studenten möglich, freiwillige Praktika vor dem Rotationsjahr zu absolvieren. Eine Vielzahl der angebotenen Wahlpflichtveranstaltungen finden während des Semesters auf dem Berliner Campus statt. Eine der wenigen Ausnahmen bildet der von Frau Dr. Blome angebotene, auf Riems stattfindende Kurs „Tierseuchendiagnostik“, an welchem ich in diesem Frühjahr teilnehmen konnte. Frau Dr. Blome und ihre Mitarbeiter ermöglichten meinen Kommilitonen und mir die Mithilfe bei der Durchführung von laufenden Tierversuchen und selbständige Laborarbeiten auf S3*- Niveau. Obwohl ich im Gegensatz zu meinen Kommilitonen wusste, was auf mich zukam, war der einwöchige Wahlpflichtkurs eine unheimlich beeindruckende Erfahrung. Frau Dr. Blome und ihre Mitarbeiter nahmen sich viel Zeit uns neben der aktuellen Seuchenlage von ASP und KSP auch die Prinzipien, Einsatzmöglichkeiten und Limitationen verschiedener Diagnostiksysteme zu erläutern. In vielen Gesprächen war es uns möglich, die Relevanz von und die ethische Verantwortung bei Tierversuchen zu diskutieren. Mich persönlich hat die Teilnahme an diesem Kurs wieder darin bestätigt, an meinem Plan einer Karriere in der Tierseuchenforschung festzuhalten. Da meine Praktika auf dem Riems einen starken Einfluss auf meinen beruflichen Werdegang hatten und weiterhin haben, möchte Ich Ihnen vielmals für die finanzielle Unterstützung die Sie mir und anderen Praktikanten des FLIs haben zukommen lassen danken.

Mit freundlichen Grüßen

Georg Beythien

15 Studentinnen und Studenten der Universität Greifswald im Schulungslabor des Friedrich-Loeffler-Instituts

Vom 13.03. bis 24.03.2017 kamen 15 Studentinnen und Studenten aus dem Studiengang "Humanbiologie" der Greifswalder Universität ins Schulungslabor des Friedrich-Loeffler-Instituts. Dort lernten sie unter der Anleitung von erfahrenen Wissenschaftlern des FLIs vielfältige Methoden und Techniken aus der Virusforschung kennen und probierten diese in Experimenten auch gleich selbst aus. So versuchte sich der wissenschaftliche Nachwuchs unter anderem in der Zellkultur und an der Isolation viraler Protein, aber auch am Western Blot und in der Virustitration.

3 Tiermedizinstudenten aus Hannover, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger im Februar 2017

Vom 06.02. bis zum 10.02.2017 absolvierten waren wir im FLI auf der Insel Riems tätig. Wir das sind 3 Tiermedizinstudenten aus Hannover. In dem Praktikum sollte es um serologische Nachweißmethoden von Infektionserregern gehen.

Im Hinblick auf die Fächer der Mikrobiologie und der Virologie im Studiengang der Veterinärmedizin erhofften wir uns praktische Einblicke in die Thematik. Persönlich motivierte mich die Teilnahme an diesem Praktikum weil das FLI einer der wenigen Arbeitgeber auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Forschung in meiner gebürtigen Heimat ist. Schon mein Opa wurde durch die Präsenz des FLI zum Studium der Tiermedizin motiviert, obgleich er später als praktischer Tierarzt tätig war.
Der Tagesablauf während unseres Aufenthaltes am FLI gab uns einen guten Einblick in die Labortätigkeit. Zum Beispiel das es selbstverständlich ist sich Geräte und Arbeitsplätze mit anderen Wissenschaftlern zeitgleich zu teilen. Gegenseitige Rücksichtnahme und insbesondere sauberes Arbeiten klingen in der Theorie banaler als es die Praxis zeigte.
Immunfluoreszenz, PCR oder ELISA... alles schon mal gehört doch viel mehr als gefährliches Halbwissen war bei mir nicht vorhanden. Wieso versetzte ich die Zellkulturen mit bestimmten Lösungen? Warum dauert diese Nachweißmethode eigentlich solange ? Mit all diesen Fragen wandten wir uns an unsere Betreuerin, Frau Dr. Balkema-Buschmann. Weiter wurden wir von einer äußerst fachkompetenten Technischen Assistentin in unseren praktischen Fertigkeiten geschult.
Ob ich später einmal in diesem Bereich der Forschung arbeiten möchte kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten. Dafür sind die Berufsmöglichkeiten eines Tierarztes zu vielfältig und meine Ausbildung noch relativ am Anfang.
Zusammenfassend kann ich sagen das ich einen tiefgreifenden Einblick in die forschende Tätigkeit eines Tierarztes bekommen habe. Ich denke für diesen Bereich ist das FLI als Bundesbehörde eine verlockende Adresse für eine evtl. Doktorarbeit.
Ich hoffe die Vorlesungsreihe der Virologie im nächsten Semester wird mein Interesse im Fachgebiet weiter verstärken.

Mit freundlichen Grüßen
Felix Kerlikowsky

Ich heiße Jennifer Janina Hofmann und studiere Tiermedizin im 5. Semester an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover. Im Rahmen eines 1-wöchigen Praktikums zum Thema „Serologische und immunologische Nachweisverfahren für Virusinfektionenen“ hatte ich die Gelegenheit das FLI und die Insel Riems kennenzulernen. Meine Neugier an dem Thema wurde bei mir dadurch geweckt, da meine Interessengebiete im Bereich Mikrobiologie, Virologie, Parasitologie und kleine Klauentiere liegen.
Für mich war das Praktikum eine schöne Gelegenheit um herauszufinden, ob ich mich grundsätzlich für die Labortätigkeit begeistere. Außerdem empfand ich es als eine Bereicherung die Methoden Western Blot, indirekter Anti-Körper-ELISA und Immunfluoreszenz selbst durchzuführen, um so diese Verfahren besser verstehen zu können. Am meisten beeindruckt hat mich die Immunfluoreszenz, da hier der Gegensatz zwischen Abbildungen in Lehrbüchern und Praxis am größten ist, denn die Schönheit der fluoreszierenden Zellen geht auf Abbildungen leider verloren.
Mit viel Herzlichkeit und Begeisterung wurden uns die jeweiligen Arbeitsschritte erklärt und auch viele nütziche Tipps gegeben. Außerdem erhielten wir auch einen Einblick in laufende Forschungsprojekte.
Insgesamt eine sehr interessante und lehrreiche Woche, die mir noch sehr lange positiv in Erinnerung bleiben wird.

4 Studierende aus München, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik im Februar 2017

Romano Strobelt, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie im November 2016

Praktikumsbericht

Mein Name ist Romano Strobelt und ich studiere an der Ernst-Moritz-Arndt Universität in Greifswald Humanbiologie im Master. Zurzeit befinde ich mich in einen 4 wöchigen Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie im Labor von PD Dr. Finke. Die Lehre des Fachs Virologie wird in Greifswald von den Dozenten der Insel Riems bewerkstelligt. Gerade diese enge Verknüpfung zwischen Bundesforschungsinstitut und Universität finde ich sehr spannend, wodurch ich mich schon früh für die Virologie und die Forschungsgruppen des FLI begeistert habe. So schrieb ich hier bereits meine Bachelorarbeit und absolvierte diverse universitäre Praktika. Ich komme gerne auf die Insel, da ich den engen Kontakt zwischen den Professoren und den Studenten sehr schätze. Ich fühle mich hier gut betreut und lerne viele verschiedene Einblicke und Methoden in der Virologie kennen, sodass ich mich am FLI für meine spätere Karriere sehr gut vorbereitet fühle.

Anne Dittrich, Praktikantin am Institut für Immunologie im November 2016

Im Rahmen meines Master-Studiums (M. Sc. Humanbiologie) an der Universität Greifswald absolviere ich im Institut für Immunologie des FLI ein 3-wöchiges Pflichtpraktikum.
Während dieses Praktikums erlerne ich wissenschaftliche Methoden und Techniken (wie z.B. RNA-Isolierung, PCR, Zellkulturarbeiten und FACS), die für meine weitere Ausbildung von großem praktischen Nutzen sind.
Ich möchte mich auf diesem Wege beim Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung bedanken, die mir die täglichen Fahrten zur Insel Riems und zurück nach Greifswald ermöglicht.

Mit freundlichen Grüßen,
Anne Dittrich