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Praktika (Auswahl)

Wahlpflichtpraktikum im Masterstudiengang Humanbiologie (Universität Greifswald), September 2019

Dank der Kooperation des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) mit der Universität Greifswald hatten 8 Studenten des Masterstudiengangs Humanbiologie die Möglichkeit, Virologie als Vertiefungsfach zu wählen und somit im September 2019 das Wahlpflichtpraktikum „Arbeitsmethoden in der Molekularen und Klinischen Virologie“ auf der Insel zu belegen.

In dem Praktikum beschäftigten wir uns dem fiktiven Problem „unserer“ Kühe sowie der Kühe „unseres Nachbarn“, welche bei der Routineuntersuchung positiv auf das Bovine virale Diarrhö-Virus (BVDV) getestet wurden. Gesamtgenomsequenzen wurden zur Verfügung gestellt und zeigten, dass bei den Rindern eines Bestandes eine Mutation im Glykoprotein Erns, welches eine RNase-Aktivität besitzt, auftrat. Um das Geschehen im Feld nun besser zu verstehen, stellten wir uns verschiedene Fragen bezüglich der Expression des Erns, dem Vergleich der RNase-Aktivität in den beiden Isolaten, dem Wachstumsverhalten der beiden Virusisolate und letztlich, nach eigener Klonierung, ob sich die Mutation in Erns bestätigen lässt und ob sich nach Einzelexpression eine unterschiedliche Aktivität zeigt.

Hiermit bedanken wir uns bei Frau Groseth, Frau Tews, Frau Diederich und Herrn Hoenen für die Betreuung des Praktikums, die lehrreichen Vorträge und dem erstmals für unseren Studiengang angebotenen Praktikum!

Des Weiteren bedanken wir uns bei dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die anteilige Übernahme der Fahrtkosten.

Die Humanbiologie-Studenten der Universität Greifswald

Phuong Thao Do, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, August/September 2019

My Master's program in Biosciences, major in Microbiology and Virology at the University of Würzburg required a practical course for both Microbiology and Molecular Virology. At the time I had finished my first practical course, I started seeking a suitable internship for the Molecular Virology part. From the very beginning, I had no idea about any Molecular Virology laboratories in Germany, therefore my supervisor already gave me some suggestions and when I tried to search for more information, I also realized that Friedrich Loeffler Institute is exactly where I wanted to head and learn from. Finally, I could receive an offer from Dr. El-Sayed M. Abd El-Whab for a 5-weeks internship in laboratory for Avian Influenza Virus.

During the period of internship, I have had a good chance to learn some basic knowledge about the Avian Influenza Virus and how it causes avian flu outbreak all over the world. Moreover, I also could approach molecular techniques to infect, determine, clone and isolate Avian Influenza Virus in laboratory. The most important thing, I received plenty of enthusiastic help and support from my supervisor and the Avian Influenza team.

From the bottom of my heart, I would like to express thanks to Dr. El-Sayed M. Abd El-Whab and all members of Avian Influenza group, who gave me chance to be here and helped me a lot improve lab skills and German as well.

Henriette Schwotzer und Marius Lauffer, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, September 2019

Durch Überschneidungen in unseren belegten Vertiefungen wurden für uns zusätzlich zwei Wochen Praktikum organisiert, welche wir im Labor Finke bestreiten durften. Ein Praktikum bei welchem man im Laboralltag mitgeführt wird, bietet unserer Meinung nach immer mehr Möglichkeiten zu lernen als ein Blockpraktikum, produziert aber natürlich auch deutlich mehr Arbeit für TAs, Doktoranden und natürlich auch für Herrn PD Dr. Finke. Deshalb wollen wir diese Gelegenheit nutzen um noch einmal unseren herzlichsten Dank für die nette und intensive Betreuung auszusprechen.

Nicht nur menschlich, sondern auch inhaltlich war das Praktikum beeindruckend für die gegebene Zeit, denn zwei Wochen sind in einem Labor nicht viel. Wir hatten jedoch das Gefühl die Zeit gut genutzt zu haben und mit einer Menge zusätzlichem theoretischen und praktischen Wissen die Insel wieder zu verlassen. Besonders beeindruckend fanden wir die Einführung in die konfokale Laserscanning Mikroskopie und die Möglichkeiten, welche sich vor allem im Bereich des 3D Imaging bieten. Auch grundlegende virologische Methoden wie Virus Anzucht und die anschließende Virustiterbestimmung wurden uns nähergebracht.

Durch unsere gesonderte Stellung unabhängig von allen anderen Praktikanten war für uns die Transportsituation natürlich etwas schwieriger. Weshalb wir gerne dem Förderverein des FLI unseren Dank aussprechen wollen, der die doch sehr hoch angesetzten Bus Preise für uns erträglicher gemacht hat.

Alles in allem hatten wir durch unsere Überschneidung wohl doch Glück und konnte ein sehr intensives Praktikum wahrnehmen.

Wir freuen uns auf unsere Rückkehr zum FLI für die Masterarbeit.

Vielen Dank und bis bald.

Henriette und Marius

Wahlpflichtfach „Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern“, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August 2019

Im August 2019 reisten wir - vier Tiermedizinstudentinnen von der LMU München - im Rahmen eines Wahlpflichtfachs an das Friedrich-Loeffler-Institut auf die Insel Riems, um einen Einblick in die Aufgaben und Tätigkeiten des Bundesforschungsinstitutes zu bekommen.
Wir wurden vom ersten Tag an sehr herzlich aufgenommen und erhielten zu Anfang viel theoretischen Input in Form von Vorträgen, anschließend folgte der Besuch eines Doktorandenseminars, sowie ein ausführlicher Rundgang über die Insel mit Herrn Prof. Dr. Beer.
Die letzten beiden Tage prägten dann vor allem die praktischen Tätigkeiten im Labor, wo wir vom Ansetzen einer PCR, über eine Transfektion, bis hin zum Stanzen von BVD-Proben aus Rinderohren, einen großen Einblick in die vielseitigen Bereiche des wissenschaftlichen Arbeitens erhielten.
Begeistert haben uns vor allem die motivierten und kompetenten Mitarbeiter des FLI, die wir kennenlernen durften, indem sie sich viel Zeit für uns genommen haben.
An dieser Stelle geht nochmal ein besonderer Dank an Herrn Prof. Dr. Beer für die Einladung, an das Laborteam um Frau Dr. Wernike für die außerordentliche Betreuung und Einbindung in die praktische Laborarbeit, an Lorenz Ulrich, der unsere vielen Fragen rund um das Thema Doktorarbeit ausgehalten hat, an Michael Eschbaumer für den interessanten Vortrag über MKS, an Frau Jakobi für die tolle Organisation und nicht zuletzt an den Förderverein des FLI für die anteilige Übernahme der Unterbringungskosten!
Wir haben sehr viel gelernt und werden so manches mit nach München nehmen, wenn nicht die ein oder andere sogar für ein Praktikum wiederkommt.

Die LMU-Studentinnen Charlotte Gerhaher, Lea Sonnenburg, Karina Schechner und Andrea Andrijasevic

Wahlflichtmodul "Virologie", Praktikum am Institut für Immunologie, Juli 2019

Sehr geehrte Damen und Herren des Vorstands des Fördervereins des FLI,

aktuell studieren wir „Biochemie“ an der Universität Tübingen, kurz vor dem Bachelor-Abschluss. Als Teil unserer Ausbildung ist die Teilnahme an vierwöchigen Wahlpflichtmodulen notwendig. Unsere Wahl fiel auf das Virologie-Modul, das einmal jährlich im Sommer am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems im Labor von Prof. Meyers stattfindet. Das Modul gliedert sich in eine Vorbereitungswoche in Tübingen, in der Literatur zum Praktikum bearbeitet wird und zudem ein Seminarvortrag über ein aktuelles Thema der molekularen Virologie vorbereitet wird, zwei Wochen Aufenthalt auf der Insel Riems und eine Woche Nachbereitung in Tübingen zur Auswertung und Anfertigung eines Protokolls.

Im Rahmen des Praktikums konnten wir erste Einblicke in klassische virologische Techniken wie Zellkulturarbeiten, Wachstumskurven, Virustitration und Immunfluoreszenz gewinnen. Zudem wurden molekularbiologische Techniken wie RT-PCR, Western Blot, DNA Sequenzierung, die Transfektion von Zellen und klassische DNA Arbeiten durchgeführt. Praktikumsbegleitend wurden in Seminaren mit Professor Meyers die theoretischen Grundlagen zu den Techniken besprochen und Grundlagen zur Funktionsweise von Viren (Lebenszyklus, Replikationsstrategien, Mechanismen der Genexpression) vorgestellt. Insgesamt haben wir in kurzer Zeit einen ersten Überblick über die Arbeit mit Viren, die aktuellen durch Viren verursachten Probleme und die wissenschaftlichen Ansätze zu ihrer möglichen Lösung bekommen. Dies wäre ohne unseren Aufenthalt auf der Insel Riems nicht möglich gewesen.

Die Zeit am FLI hat uns viele neue Erkenntnisse gebracht und wichtige Impulse für unsere weitere Ausbildung gegeben. Wir bedanken uns für die Unterstützung des Fördervereins des FLI ohne die uns die Finanzierung unseres Aufenthaltes hier sehr schwer gefallen wäre.

Mit freundlichem Gruß

Sonja Schembecker
Christina Parpoulas
Laura Leoni Gora
Vic-Fabienne Schumann

Kim Usko, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Juni/Juli 2019

Seit Beginn meines Tiermedizinstudiums in München 2014 habe ich viel darüber nachgedacht, wo es mich nach meinem Abschluss mal hin verschlagen soll. Natürlich war dabei die kurative Tätigkeit in einer Tierklinik am naheliegendsten. Da unser Studium jedoch zahlreiche Möglichkeiten bietet, war mir ein Blick über den Tellerrand sehr wichtig. Also entschied ich mich für ein 8-wöchiges Praktikum am Friedrich Loeffler-Institut

Im Labor der Arbeitsgruppe Ulrich – mit Schwerpunkt Hantaviren - wurde ich sehr herzlich und ganz selbstverständlich ins Team aufgenommen und mein Betreuer, Stephan Drewes, war sehr geduldig in seinen Anleitungen. Obwohl meine bisherigen Laborerfahrungen eher übersichtlich waren, fand ich dank des Laborteams einen guten Einstieg in wissenschaftliche Fragestellungen und den Alltag im Labor. So durfte ich gleich in der ersten Woche mit in die Sektionshalle, um dort Mäuse zu sezieren und Proben für ein Hantavirus-Screening zu nehmen. Zwar hatte ich in den universitären Obduktionshallen bereits mit Hund und Katze zu tun, aber Mäuse waren neu – spannend wie klein und trotzdem funktionstüchtig Organe sein können (wobei es natürlich noch kleiner geht). Im Rahmen des Screenings erlernte ich die Techniken des Antikörper-Nachweises durch ELISA und Virusnachweises durch PCR und anschließende Gelelektrophorese, die ich bald schon selbständig durchführen konnte. Danach durfte ich sogar ein kleineres Projekt übernehmen, in dem ich eigenständig Cytochrom B Untersuchungen und Sequenzierungen planen, durchführen und in Form von Stammbäumen auswerten durfte.

Die Arbeit in der Arbeitsgruppe hat mir viel Spaß gemacht und ich durfte einiges über die grundlegenden Methoden und das wissenschaftliche Arbeiten lernen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Laborleiter PD Dr. Rainer G. Ulrich bedanken, dass ich mein Praktikum in seiner AG absolvieren durfte. Außerdem natürlich bei Stephan für die gute Betreuung und beim Rest des Laborteams für die gute Zeit, die ich mit Euch hatte.

Natürlich geht hier auch ein großes Dankeschön an den Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung bei meiner Unterbringung auf der Insel Riems. Ohne Sie wäre mein Praktikum so sicherlich nicht möglich gewesen!

Anne Günther, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik und am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Mai - Juli 2019

Während des Studiums habe ich gemerkt, dass es mich im Bereich der Tiermedizin vor allem in das Gebiet der Forschung zieht. Nach diversen Empfehlungen und nach ersten Einblicken in das Feld der Bakteriologie, sollte es zum Praktikum auf die Insel Riems gehen!

Da mir ein recht langer Zeitraum zur Verfügung stand, habe ich die Praktikumszeit aufgeteilt und mich für die ersten 7 Wochen am Institut für Virusdiagnostik beworben.
Das Team im Labor für phylogenetische Analysen, Schwerpunkt Influenzaviren und Bornaviren stellte sich für einen absoluten Virologie-Neuling als Glücksfall heraus, da ich nach sorgfältiger Einarbeitung sofort mit eingebunden wurde und bereits nach kurzer Zeit meine Experimente selbst planen und durchführen durfte - über RNA-Isolierung bis zum Versand für die Sequenzierung. Besonders spannend war das Erlernen dieser, für mich neuen, Arbeitsmethoden (z.B. Probenaufbereitung, Virustitration, Immunfluoreszenztest), da man selbst als Praktikant immer in das aktuelle Geschehen einbezogen wurde. Dadurch lag der Fokus nicht nur auf der Arbeit im Labor und ich konnte zusätzlich in Besprechungen und Seminaren vom Austausch der Arbeitsgruppen untereinander profitieren. 
Mein Dank gilt deshalb vor allem Dr. Dennis Rubbenstroth und Kathrin Steffen für ihre geduldige Betreuung, sowie Herrn Prof. Beer und Frau Jakobi für die unkomplizierte Organisation.

Für die zweite Hälfte bin ich ans Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger gewechselt. Hier lag der Schwerpunkt darauf, die Aufgaben des Nationalen Referenzlabors für West-Nil-Virus kennenzulernen. Abgesehen vom Umgang mit Einsendungen und den Ablauf der Diagnostik vor Ort, konnte ich zusätzlich einiges über die organisatorischen Aspekte dazulernen (z.B. die Gestaltung eines Ring-Versuchs für Usutu- und West-Nil-Virus). 
Außerdem wurde mir ein eigenes kleines Projekt im Rahmen des Batai-Virus-Monitorings bei Rindern und kleinen Wiederkäuern in Sachsen-Anhalt zugeteilt, welches ich mir zeitlich selbst gestalten konnte und wo ich von RNA-Isolierung bis hin zur qRT-PCR alles selbständig durchführte. Ein weiteres spannendes Arbeitsfeld waren die Untersuchungen im Rahmen des deutschlandweiten Wildvogel-Monitorings.
Wann immer es sich einrichten ließ, bestand für mich die Möglichkeit anderen Arbeitsgruppen über die Schulter zu schauen. Dazu zählten erste Einblicke in tierexperimentelle Infektionsstudien, teils zusätzlich unter besonderen Sicherheitsbedingungen, sowie deren Auswertung im Rahmen von Sektionen, die Quarantäneeinrichtung der Versuchstierhaltungen inkl. SPF-Beständen und die Erhaltung der inseleigenen Sentinel-Enten-Anlage.
Für die vielseitige Betreuung und organisatorische Unterstützung vielen Dank vor allem Dr. Ute Ziegler und Katja Wittig, sowie Cornelia Steffen – auch für das Herstellen der zusätzlichen Kontakte.

Deshalb einen ebenso großen Dank an alle Arbeitsgruppen, die mich zwischenzeitlich „adoptiert“ hatten: 
Die Labore unter Dr. Sandra Blome, Dr. Markus Keller und Dr. Martin Eiden sowie Dr. Anja Globig und Dr. Christine Fast. Ich habe mich überall willkommen gefühlt und sehr gefreut, auf so vielfältige Weise Einblicke in die Diagnostik und Forschung am FLI zu bekommen.

Ein abschließendes Dankeschön auch an den FLI-Förderverein für die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung, besonders im Hinblick auf die Länge des Praktikums.

Marei Gebert, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, Juni 2019

Vor zwei Jahren war ich schon einmal zum Wahlpflichtfach am IVD und beschloss damals auch einen Teil meines großen kurativen Praktikums hier zu absolvieren. Gesagt, getan!
Wie auch das letzte Mal wurde ich herzlich empfangen und direkt freundlich im Laborteam um Patricia König aufgenommen. Neben den diagnostischen Proben u.a. BLV und RHD die zur Bearbeitung ans FLI eingesandt wurden,
konnte ich weitere Eindrücke von der experimentellen Virusdiagnostik von Lentiviren, genauer gesagt von CAE und MVV mitnehmen. Sehr hilfreich war die direkte und gründliche Einarbeitung von Beginn an durch das gesamte
Laborteam König, sodass ich bereits nach kurzer Zeit selbständig (PCR, ELISA, Titrationsplatten, Gelelektrophorese, Immunfloureszenzfärbung, etc.) arbeiten durfte.
Patricia hat sich sehr viel Zeit für mich genommen und die Versuchsansätze mit mir ausführlich besprochen und geduldig meine Fragen beantwortet, dadurch habe ich einen interessanten Einblick in die Virusdiagnostik
bekommen.
Der Praktikumszeitraum lag sehr günstig, denn neben hervorragendem Sommerwetter konnte ich am Betriebsausflug vom IVD und am gemeinsamen Sommerfest teilnehmen. Der Ausflug ins Kernkraftwerk war äußerst
lehrreich und auch das Sommerfest war ein Erlebnis. Denn wir, die BoddenFLIzzer (ein Team aus Doktoranden und Praktikanten) haben mit viel Freude am Inselcross teilgenommen und einen erfolgreichen 2. Platz belegt.
Die vier Wochen vergingen leider viel zu schnell…
Ein großes Dankeschön geht an den Förderverein des FLIs, denn auch diesmal wurde ein Zuschuss zu den Unterkunftskosten gewährleistet.
Zu guter Letzt möchte ich mich ganz herzlich bei Patricia, Marie, Laura, Susi und Lorenz für die lehrreiche Zeit bedanken – es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit euch zu arbeiten!

Robin Holland, Praktikum in der Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit, Juni 2019

In June of 2019, I studied pathology under the mentorship of Prof. Dr. Jens Teifke at the FLI in Riems for a four-week internship. As a senior veterinary student from the University of Illinois at Urbana-Champaign in the United States with a PhD in microbiology, it is my goal to pursue a career in animal infectious diseases. I chose to pursue an internship at the FLI due to not only the prestige of the institution and staff, but also the high level containment facilities, as the FLI studies pathogens that can rarely be studied elsewhere.

The United States is currently free of Foot-and-Mouth disease and African Swine Fever, however, due to international trade and movement between countries, the risk of transmission is always present. As a future veterinarian, I feel an obligation to be able to recognize, diagnose, and respond to major diseases that pose a threat to animal, human, and environmental health. During my time at the FLI, I saw firsthand, worked with, and performed necropsies on animals experimentally infected with the African Swine Fever and Foot-and-Mouth Disease viruses. I learned how these diseases are diagnosed, their prevalence around the world, how they are controlled, and their potential for economic impact if outbreaks were to occur in naïve populations.

For an insight into the German veterinary public health system, with official federal veterinarians, I visited a slaughterhouse in Teterow, where I observed the entire slaughtering and carcass handling process for pigs. We discussed how animals are inspected and cared for by veterinarians from “stable to table”, including measures, restrictions, and practices implemented on farms and upon arrival to the slaughterhouse, to euthanasia, and sample collection during carcass cleaning. We discussed major diseases and lesions being monitored, including Brucella and Trichinella screening, and batch processing in order to identify a point source of infection.

For pathology training, I learned how to process samples for histopathological analysis, and how to characterize and describe various lesions scientifically and succinctly. I assisted in writing case reports, especially for the case submission for the US Joint Pathology Center (AFIP) Wednesday Slide Conference training year 2019-20. This included microscopic descriptions and morphologic diagnoses, literature reviews, and case histories, on avian tuberculosis and foot-and-mouth disease.

Given my career interest to study infectious diseases, I also sought to learn more about how high level containment facilities are managed, and how biosecurity is maintained. Alongside engineers and biorisk officers, I saw the infrastructure of the FLI, including HEPA filtration of exhaust air, room decontamination by dry fogging, and carcass rendering to animal by products. I learned how the level 2-4 facilities are managed, and protocols for containment in the event of an emergency.

My experiences at the FLI were outstanding, and instrumental in my training as a veterinarian. I am grateful to every individual that I had the privilege to work with and to learn from, for their generosity and warm welcome, and to the Friends of the Friedrich Loeffler Institute for their financial support during my stay at an absolutely outstanding institution.

Annika Wichert, Praktikum am Institut für Epidemiologie, Mai/Juni 2019

Nachdem Frau Dr. Sauter-Louis in der Epidemiologie-Vorlesung im fünften Semester meines Tiermedizin-Studiums mein Interesse für diesen Bereich der (Veterinär)Medizin geweckt hatte, wollte ich gerne einen tieferen Einblick in die Tätigkeiten eines „Disease Detectives“ erhalten.
Hier am Institut für Epidemiologie des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems habe ich während meiner vierwöchigen Hospitanz im Rahmen meines großen kurativen Praktikums die Möglichkeit bekommen, Ostsee- und Forschungsluft zu schnuppern und durfte erste Erfahrungen mit  der Verarbeitung von Daten, statistischer Auswertung von Daten und ihrer Interpretation sammeln.
Zudem habe ich einen Einblick in die Erhebung von Daten bekommen. So durfte ich zum Beispiel Fr. Dr. Probst und Herrn Prof. Dr. Conraths begleiten, als sie den Fortschritt der Verwesung ausgelegter Wildschweinkadaver dokumentierten.
Ich möchte mich beim gesamten Team des Instituts für Epidemiologie für die interessante Zeit, die vielen Erklärungen und die herzliche Aufnahme ins Team bedanken; insbesondere natürlich meiner Betreuerin Frau Dr. Sauter-Louis, Frau Dr. Schulz für den freundlichen Empfang, als ich am ersten Tag meines Praktikums hier „gestrandet bin“, Frau Schell für die Unterstützung bei administrativen Belangen und dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung für die Unterkunft im FLI-Gästehaus.

Alina Leisen, Praktikum am Institut für Immunologie, April/Mai 2019

Während meines vierwöchigen Praktikums im Labor Kammerer am FLI in Riems konnte ich mir ein umfangreiches Bild von der Arbeit im Labor machen, von der man im Studium leider nur wenig erfährt. In Kooperation mit der AG Schäfer am IMED habe ich mich mit der Anzucht und Typisierung verschiedener ERIC II - Genotypen der Amerikanischen Faulbrut beschäftigt, um daraus weitere Erkenntnisse für spezifische Antikörper zu gewinnen. Besonders die Anzucht der Bakterien, das Anfertigen der verschiedenen Agars für die empfindlichen Kryokulturen und die anschließende makroskopische Beurteilung hat mir viel Spaß gemacht. Dank meines Praktikums am IfI kenne ich jetzt nicht mehr nur den theoretischen Hintergrund einer rep-PCR oder eines ELISAs, sondern kann diese auch sicher durchführen und interpretieren. Für eine tolle Abwechselung vom Labor sorgte die wöchentliche Immunisierung mit einer Alpakaherde im Quarantänestall mittels einer Gene – Gun. Aus deren Blut man später die wertvollen und besonderen Nanobodies isolieren wird, die nur in Neuweltkameliden und Haien zu finden sind und z.B. in der Tumorforschung verwendet werden. Unter PD Dr. Robert Kammerer, konnte ich so auch einen Einblick in die Haltung und das Handling von Versuchstieren gewinnen.
Großer Dank gilt Sandra Ehrenberg, die sich nicht nur sehr viel Zeit neben dem Anfertigen ihrer Doktorarbeit für mich nahm, jede Frage geduldig und ausführlich beantwortete und sich auch in ihrer Freizeit um mich kümmerte. Ich danke aber auch allen Anderen am FLI, die mich so offen und freundlich aufgenommen haben sowie dem Förderverein des Friedrich – Loeffler – Instituts für die Beteiligung an den Kosten für meinen Aufenthalt.

Fiona Schauer, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, April/Mai 2019

Leider kommt man während dem Tiermedizinstudium nur sehr peripher in Kontakt mit echter Laborarbeit, aber da mein Interesse an Molekular- und Mikrobiologie schon in Schulzeiten angefacht wurde, wollte ich die Chance im praktischen Jahr unbedingt dazu nutzen mehr Einblicke in die Möglichkeiten aus tiermedizinischer Sicht zu bekommen. Und am Ende meines Praktikums hier am FLI muss ich sagen: sehr schade, dass ich nicht mehr Zeit hatte! Mir wurde in meinen 5 Wochen am IMED wieder bestätigt, dass mir die Laborarbeit Spaß macht und mich besonders die aquatischen Thematiken ansprechen. Die Anleitungen von Dr. Dr. habil. Bergmann und den sehr geduldigen TAs Fermin Georgio Lorenzen-Schmidt und René Klein waren immer verständlich und haben es mir ermöglicht wirklich sicher in allen nötigen Handgriffen zu werden und auch zu verstehen wie und wieso alles funktioniert. Vielen Dank für die schöne Zeit!

Michael Stirm, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, April/Mai 2019

Nachdem ich bereits 2017 ein Wahlpflichtfach am FLI besucht hatte, kehrte ich nun nach über zwei Jahren zurück auf die Insel in der Ostsee.Im Rahmen meines Tiermedizinstudiums an der LMU München durfte ich im April und Mai 2019 ein vierwöchiges Praktikum am nationalen Referenzlabor für Maul- und Klauenseuche, Vesikuläre Schweinekrankheit und Vesikuläre Stomatitis bei Herrn Dr. Michael Eschbaumer absolvieren. 
Nachdem ich bereits im vorangegangenen Praktikum erste Erfahrungen im Bereich der Laborarbeit sammeln konnte, durfte ich nun das Gelernte am FLI weiter vertiefen und viel Neues sehen. Besonders interessant fand ich die Arbeit im gentechnischen Labor der Sicherheitsstufe 4, wo ich in den Bereichen Diagnostik und Forschung tätig war. So erlernte ich in den vergangenen Wochen nicht nur standardmäßige Laborverfahren, wie ELISA, PCR oder Virusanzucht, sondern auch den sicheren Umgang mit Tierseuchenerregern, sowie die genetische Modifikation dieser.

Bedanken möchte ich mich beim gesamten MKS-Labor, vor allem bei Michael und Veronika, für die tolle Betreuung und die spannende Zeit. Des weiteren möchte ich mich für die finanzielle Unterstützung für das Gästezimmer beim Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts bedanken.
Die vier Wochen sind leider viel zu schnell vergangen.

Sylvia Wagenknecht, Praktikum am Institut für Epidemiologie, März - Mai 2019

Im Rahmen meines Public Health-Studiengangs ist ein 2-monatiges Praktikum angedacht, welches ich an einer Forschungseinrichtung meiner Wahl durchführen konnte. Durch mein starkes Interesse in Infektionsepidemiologie fiel mir die Auswahl des Praktikumsortes und Teams sehr leicht. Sehr schnell habe ich mich für das FLI entschieden. Die vorbereitende Korrespondenz auf das Praktikum verlief angenehm problemlos. Vor Ort entgegnete mir vom ersten Tag an eine überraschende Mischung an starker Neugier, großartiger Unterstützung und unendlicher Freundlichkeit von allen Seiten. Auch bei der Bearbeitung meines Projektes wurde großen Wert auf meine Ideen und Ansichten gelegt, welche ich selbstständig einbringen und flexibel ausarbeiten konnte. Zu jeder Zeit hatte ich die Möglichkeit Rücksprache zu halten. Durch umfassende Besprechungen wurden eventuelle Unsicherheiten hinsichtlich des Vorgehens angesprochen und beseitigt. Somit konnte ich das Projekt gut strukturiert umsetzen. Eine weitere Komponente meines Projektes beinhaltete das Einholen verschiedener Fachauskünfte zu meinem Thema. Dafür entwickelte ich einige Fragen, welche sich auf Basis der vorangegangenen Literaturrecherche ergaben. Diese Fragen konnte ich dann im FLI-Riems einigen Wissenschaftlern mit unterschiedlichsten Forschungsinteressen im Rahmen eines kleinen Interviews stellen. Dadurch basierten meine gewonnenen Erkenntnisse nicht nur auf der Literatur, sondern erhielten einen Feinschliff durch die Einbeziehung aktueller Expertisen aus den jeweiligen Forschungsbereichen. Dafür bedanke ich mich hiermit herzlich bei den beteiligten Forschern an der unkomplizierten und bereitwilligen Teilnahme. Somit konnte ich durch dieses Projekt nicht nur mein epidemiologisches Wissen, sondern auch einige Soft Skill- Fähigkeiten (wie Kommunikation und Networking) ausbauen. Des Weiteren wurde auch auf die Erweiterung des eigenen fachlichen Horizonts im FLI großen Wert gelegt. Im kleineren Rahmen, durch regelmäßig stattfindende IfE-interne Seminare, konnte ich mir ein Bild von weiteren Projekten der einzelnen Arbeitsgruppen machen. Darüber hinaus fanden wöchentliche institutsübergreifende bzw. FLI-übergreifende wissenschaftliche Vorträge von internen bzw. externen Dozenten statt. Auf diesem Wege wurde mir die großartige Möglichkeit gegeben mein Wissen auch in anderen Bereichen der Forschung zu erweitern. Zusammenfassend habe ich einen äußerst umfassenden Rundum-Einblick in die Abläufe des IfE sowie des FLI insgesamt in der kurzen Zeit erhalten können. Diese großartige Chance wurde mir, in erster Linie, durch die hervorragende Betreuung von Dr. Klaas Dietze ermöglicht, welcher an dieser Stelle meinen größten Dank verdient! Weiterhin möchte ich mich auch ausdrücklich bei Sonja Schell für ihr Engagement in bürokratischen Angelegenheiten und beim Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung bedanken. Natürlich gilt mein herzlichster Dank auch Dr. Anja Globig. Durch sie sehe ich „gewöhnliche“ Stockenten jetzt mit anderen Augen (im besten Sinne). Abschließend danke ich auch dem restlichen IfE-Team sehr für die großartige Zeit und Unterstützung. Vielen Dank dafür, dass Ihr mich als nicht-Vet in Euer Team aufgenommen und ganz selbstverständlich mit in die einzelnen Tätigkeitsbereiche integriert habt. Ich wünsche jedem Einzelnen, dass Ihr so lustig, freundlich, offen und empathisch bleibt und dass Euer Team diese Stärken nie verliert! Ich werde Euch und die Zeit hier wirklich sehr vermissen…

Paul Deutschmann, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, April 2019

Im April 2019 durfte ich im Rahmen des praktischen Jahres meines Studiums der Veterinärmedizin in Leipzig vier Wochen am IVD in der Arbeitsgruppe von Frau Dr. Sandra Blome
verbringen.
Nachdem ich erste Laborerfahrungen am Institut für Virologie der eigenen Fakultät sammeln konnte, galt es diese auszuweiten und neue Methoden zu lernen. Im S4-Bereich mit dem aktuell so relevanten ASF-Virus arbeiten zu dürfen, klang spannend und so habe ich mich relativ unbedarft bei dieser Arbeitsgruppe beworben. Das stellte sich als richtig gute Wahl heraus!
Nach einer gründlichen Einarbeitung in alle relevanten diagnostischen Methoden im Labor in der ersten Woche, beschäftigte ich mich für die übrige Zeit unter Betreuung von Frau Dr. Jutta Pikalo mit einem mir eigens zugeteilten Projekt. Dabei wurde es mir stets ermöglicht, den Blick über den Tellerrand meiner Aufgaben zu wahren und nichts Interessantes zu verpassen. Die mir als Praktikant gebotene Arbeitsweise empfand ich als idealen Kompromiss aus gewissenhafter Betreuung und Eigenverantwortung. So habe ich nach vier Wochen nicht nur wahnsinnig viel gelernt, sondern konnte auch eigene Ergebnisse einbringen - für ein Praktikum nicht selbstverständlich.
Das sollte nicht an letzter Stelle stehen: ich habe mich mehr als willkommen gefühlt. Das gilt besonders für Sandras Arbeitsgruppe, als auch für das FLI im Allgemeinen. Vier Wochen vergingen wie im Flug und eigentlich möchte ich gar nicht gehen - das sagt im Grunde alles. Ein Riesen Dankeschön an Sandra, Jutta & alle anderen für die tolle Zeit.
Danke auch für die finanzielle Unterstützung meines Praktikums durch den Förderverein des FLIs.

Maarten Mohnke, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, April 2019

Ich habe mich von Tag 1 an sehr gut aufgehoben gefühlt. Wir wurden sowohl vom Labor selber, wie auch allen anderen Mitarbeitern herzlich begrüßt. Ob fachliche Gespräche, Tipps wo es den besten Fisch gibt, oder einfach nur Plaudern, es war eine sehr schöne Zeit. Nach einer Woche Einarbeitung in die Techniken und Arbeitsweisen im Labor, hat jeder von uns an einem Projekt mitgearbeitet. Fragen wurden jederzeit beantwortet und auch unsere Meinung gern gehört. Ob mit unserer eigenen Zellkultur experimentieren, oder PCR Ansätze vorbereiten, selbständiges Arbeiten war oft möglich und wir waren aktiv am Laborgeschehen beteiligt. Einer der interessantesten Aspekte des Praktikums waren die Seminare. Die neuesten Erkenntnisse aktueller Forschungen von den Forschenden vorgetragen und ein Raum von Experten, mit denen man jederzeit über alles reden kann. Einmal das berüchtigte “ Kuhreiten“ erleben, das Büro vom Prof. Dr. Martin Beer, von dem wir eigentlich nur eine Unterschrift brauchten, erst nach langer Diskussion über u.a. Borna-Viren und NGS verlassen, dies und viele andere Dinge haben dieses Praktikum zu etwas sehr Besonderem gemacht. Ich kann es nur jedem empfehlen, selbst wenn man nicht beabsichtigt einmal im Labor und der Forschung zu arbeiten.

Amanda Silberborth, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Februar - April 2019

In meinem Tiermedizinstudium an der TiHo Hannover nutzte ich die Möglichkeit im Rahmen des großen Praktikums abseits der kurativen Tätigkeit in die Forschung hinein zu schnuppern. Dazu verbrachte ich zehn Wochen im Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger am FLI um einen tieferen Einblick in die Virologie zu erlangen.

Während dieser Zeit wurde ich im Labor von Frau Dr. Anne Balkema-Buschmann von der Doktorandin Maren Penning betreut und habe an ihrem Projekt über Henipaviren mitgearbeitet. Nach einer guten Einarbeitung konnte ich bereits in der ersten Woche viele Aufgaben selbstständig erledigen und mein theoretisches Wissen aus dem Studium fand endlich praktische Anwendung. Meine Tätigkeiten reichten von der Zellkultur und Proteinaufreinigung, die im Western Blot und Bradford Assay bestätigt wurden, bis hin zur Durchführung des ELISA und Luminex. So konnte ich einen guten Einblick in das vielfältige Aufgabenspektrum in der Forschung erhalten und mit dem Luminex auch noch mir bisher weniger bekannte diagnostische Verfahren kennen lernen.

Abschließend möchte ich mich noch einmal ganz herzlich beim gesamten Labor Balkema-Buschmann für die schöne und lehrreiche Zeit während meines Aufenthalts bedanken. Ein großer Dank geht auch an den Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung!

Wahlpflichtfach „Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern“, April 2019

Mitte April reisten drei Tiermedizinstudierende der LMU München für ein Wahlpflichtfach an das Friedrich-Löffler-Institut auf die Insel Riems, um einen Einblick in die Aufgaben und die Tätigkeiten des Bundesforschungsinstitutes zu bekommen. Empfangen wurden wir hierbei für vier Tage am Institut für Virusdiagnostik.
Zu Beginn erfolgte eine Einführung und ein ausführlicher Rundgang über die Insel mit Herr Prof. Beer, wobei wir einen ersten Eindruck von der Größe und den Möglichkeiten des Institutes gewinnen konnten. Der Nachmittag des ersten Tages wurde gestaltet durch einen Fachvortrag zur ASP und dem Besuch des Doktorandenseminars, bei dem zwei aktuelle Projekte vorgestellt wurden.
Tags darauf starteten wir mit einem ersten Block im Labor, bei dem wir direkt mit eingebunden wurden und selbst tätig werden durften. Ziel war die Aufarbeitung von Virus-Genom zur Durchführung einer Sanger-Sequenzierung. Dabei setzten wir zunächst selbst eine PCR an, um die jeweiligen Proben zunächst zu amplifizieren. In den folgenden Tagen trennten wir unsere PCR-Produkte dann elektrophoretisch auf und extrahierten die DNA, die schließlich in der Sequenzierungs-PCR eingesetzt wurde.
Vorträge über verschiedene aktuelle Tierseuchen wie Afrikanische Schweinepest, Blauzungenkrankheit, Maul- und Klauenseuche oder Bornasche Erkrankung und eine Einführung in eine Doktorarbeit zur aviären Influenza rundeten das theoretische Programm ab. Des Weiteren übten wir uns im Labor in der Arbeit mit Zellkulturen (sichten verschiedener Zelllinien, beimpfen mit unterschiedlichen Viren und Beurteilung des CPE), dem Anfertigen von Immunfluoreszenzpräparaten und schließlich noch im Inokulieren von Hühnereiern.
Ein großer Dank geht an Herrn Prof. Beer für die Einladung, an das Laborteam um Frau Dr. König für die außerordentliche Betreuung und Einbindung in die praktische Laborarbeit, an Frau Jakobi für die Organisation, sodass alles reibungslos funktionieren konnte und wir immer gut versorgt und beschäftigt waren und nicht zuletzt an den Förderverein des FLI für die anteilige Übernahme der Unterbringungskosten!
Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass wir in der begrenzten Zeit einen sehr umfassenden Einblick bekommen haben in die Tätigkeiten und Methoden eines virologischen Labors. Hierbei konnten wir viel Hintergrundwissen zu verschiedenen Tierseuchen und Methoden durch verschiedene Arbeiten und Vorträge erarbeiten.

Die LMU-Studenten Valentina Klemt, Klement Albrecht, Selina Reimann

Eva Günther, Praktikum am Institut für Immunologie, März/April 2019

Im Rahmen meines großen Praktikums in der Tiermedizin zog es mich von München den weiten Weg an das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems, um einen Einblick in wissenschaftliches Arbeiten im Labor zu bekommen. Ich durfte 6 Wochen am Institut für Immunologie in der Arbeitsgruppe von Dr. Kammerer verbringen. Während meiner Zeit hier konnte ich viel Neues lernen, als auch mein theoretisches Wissen praktisch anwenden. Neben dem Anzüchten von Zellkulturen und dem Aufreinigen von monoklonalen Antikörpern durfte ich Methoden wie FACS-Analyse, ELISA oder PCR mit und später auch ohne Hilfe durchführen. Auch der direkte Bezug zur Tiermedizin hat nicht gefehlt, wenn wir wöchentlich die im Quarantänestall untergebrachten Alpakas im Rahmen eines Projektes immunisierten.
Das Praktikum war auf jeden Fall eine gute Erfahrung!
Besonders möchte ich mich bei Robert Kammerer für seine ausführlichen Erklärungen und seine Hilfe bei jeglichen Aufgaben bedanken und bei den restlichen Mitarbeitern der Arbeitsgruppe Kammerer.
Auch ein großes Dankeschön an den Förderverein des FLI für den Zuschuss zu dem Gästezimmer.

Wahlpflichtkurs Seuchendiagnostik Insel Riems am FLI, März 2019

Abenteuer im FLI

Im Rahmen eines Wahlpflichtkurses zur Tierseuchendiagnostik auf der Insel Riems, durften wir als Veterinärmedizinstudierende das FLI näher kennenlernen.
Der erste Tag begann mit einführenden Vorträgen über die klassische und die afrikanische Schweinepest. Hier wurden uns die Grundlagen und wesentliche Aspekte näher gebracht, um auf die nächsten Tage optimal vorbereitet zu sein. Nach einer ausführlichen Einweisung in die Sicherheitsbestimmungen und einer Geländeführung mit Betonung auf die Geschichte des FLI sowie die in den Gebäudekomplex integrierte Kunst, durften wir uns zum ersten Mal in ein S4 Labor schleusen. Hierbei wurde das Eis zwischen den Teilnehmern endgültig gebrochen. Mit den ersten praktischen Arbeiten, setzten wir einen Neutralisationstest an, um so mit der ASP/KSP-Diagnostik zu beginnen.
Der zweite Tag stand unter dem Thema ELISA- Test. Nach der theoretischen Besprechung waren wir selbst die ausführenden Kräfte. Neben indirekten und kompetitiven ELISA wurden uns aktuelle und für die Zukunft relevante Schnelltests vorgestellt. Auch in der Wartezeit kam keine Langeweile auf, da uns in dieser die Stallungen und die Haltung von Tieren für Tierversuche am FLI gezeigt wurden. Da wir hier als Gäste zählten, wurden wir an diesem Abend zu einem fakultativen Besuch auf dem umliegenden Festland eingeladen. So endete der Tag für uns mit einem Strandspaziergang, Bernsteinschatzsuche und einem netten Essen in Stralsund.
Was wir am dritten Tag gemacht haben? "Glad that you ask!", wie Taqman sagen würde. Zwischen verschieden Vorträgen zur PCR und ihrem diagnostischem Wert für Forschung und Praxis, durften wir eigenständig eine Real Time PCR umsetzen. Die Ergebnisse wurden wie an den vorherigen Tagen am Ende ausgewertet und ausführlich besprochen. Auch an diesem Abend wurden wir herzlich zu einem fröhlichen Abendessen in das beste Fischrestaurant bei Riems eingeladen.
Den letzten Tag verbrachten wir mit der endgültigen Auswertung des Neutralisatonstests. Bevor es in die letzte Mittagspause ging, stand als weiteres Verfahren die Durchführung einer Fluoreszenzfärbung an. Nach anschließender Auswertung und Diskussion war dann auch schon die letzte Zwangsdusche gekommen.

Bedanken wollen wir uns bei dem freundlichen, geduldigen und motivierten Team vom Labor 48, auch Frau Jakobi und Frau Meyhack danken wir für die Organisation. Ebenfalls einen herzlichen Dank dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts. Insbesondere gilt unser Dank Frau Dr. Sandra Blome, die uns ernährt, geführt, unterhalten und weitergebildet hat.

Wir hatten einen sehr schönen Aufenthalt. Die Zeit, die wir auf Riems verbringen konnten, war für alle Beteiligten ein einmaliger Einblick in die Arbeiten eines S4 Referenzlabors.

Tierseuchenfreunde FU Berlin

Vertiefungspraktikum im Fach Virologie der Humanbiologen der Universität Greifswald , März 2019

In der dritten und vierten Märzwoche fand im Schulungslabor des FLI zum dritten Mal das Vertiefungspraktikum im Fach Virologie der Humanbiologen der Universität Greifswald statt.
Anhand von verschiedenen Versuchen konnten die grundlegenden Techniken der Virologie erlernt werden. Unter anderem beschäftigten sich die Studierenden mit der biologischen Aktivität verschiedener Fusionsproteine; Genexpression, sowohl rekombinanter als auch von Fremdgenen, sowie deren Aufreinigung; Plaquetest zur Quantifizierung von Viren; praktischer Anwendung der reversen Genetik; Nachweis von Viren mit Hilfe einer Reversen Transkriptase Polymerase Ketten Reaktion und dem serologischen Nachweis von virusspezifischen Antikörpern.
Das Praktikum wurde mit einem Kurzvortrag jedes Studierenden zu einem der Versuche beendet.
Zwei der Studierenden werden im kommenden Sommersemester ihre Bachelorarbeit am FLI beginnen.
Freundlicherweise erstattete der Förderverein auch dieses  Jahr wieder die Fahrtkosten zur Insel Riems.

Vanessa Hofmann

Daniel Zeißler, Praktikum in der Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit, Januar/Februar 2019

Während des Tiermedizinstudiums hört man immer mal wieder vom Friedrich-Loeffler-Institut, zum Beispiel in Vorlesungen zum Thema Tierseuchenbekämpfung, Virologie oder Bakteriologie.
Besonders der Standort Insel Riems, die in den Medien auch manchmal „Die Seucheninsel“ genannt wird,  hat schon seit einiger Zeit mein Interesse geweckt.
Ich habe mich dann für ein sechswöchiges Praktikum im Rahmen des Studiums beworben und den Wunsch geäußert dieses in der ATB verbringen zu können, da ich mich besonders für die Versuchstierhaltung und die Pathologie interessiere.
Meine Betreuung hat dann netterweise Frau Dr. Schröder übernommen und dafür gesorgt, dass ich ein sehr abwechslungsreiches, spannendes Praktikum hatte.
Ich konnte in viele Arbeitsgruppen und Bereiche reinschnuppern, so war ich zum Beispiel im Referenzlabor für ASP/KSP, am Institut für Immunologie, in der Pathologie und der bakteriologischen Diagnostik, habe Zeit mit den Tierpflegern verbracht und auch einen kleinen Einblick in die technischen Anlagen, hinter den Kulissen bekommen.
Auch in der Freizeit wurde mir nicht langweilig, mit Rügen, Usedom, Stralsund und Greifswald direkt vor der Tür.
Ich hatte eine tolle Zeit auf Riems und kann ein Praktikum hier oben Jedem nur empfehlen.
Die lange Fahrt aus Gießen lohnt sich!

Vielen Dank an Charlotte Schröder und an alle, die sich an den Instituten und in der Freizeit um mich gekümmert haben und auch vielen Dank an den Förderverein des FLI für den Zuschuss zu den Kosten des Gästezimmers.

Hoffentlich bis bald!

Elena Solveigh Werner, Praktikum am Institut für Immunologie, November/Dezember 2018

Aktuell studiere ich „Life Science“ an der Universität Konstanz im dritten Mastersemester. Als Teil unserer Ausbildung ist eine zweimonatige berufspraktische Tätigkeit vorgesehen, die ich im vergangenen Oktober/November 2018 genutzt habe, um einen Einblick in die Arbeit am Friedrich-Loeffler-Institut zu bekommen. Eine naturverbundene Kindheit, die Schulzeit an einem agrarwissenschaftlichen Gymnasium, Praktika in landwirtschaftlichen Betrieben und zahlreiche Reisen durch Schwellen- und Entwicklungsländer haben mich sehr geprägt. Vielleicht bin ich deshalb schon sehr früh auf Fragestellungen aufmerksam geworden, die sich mit einer respektvollen und artgerechten Nutztierhaltung - sowohl in der konventionellen und der ökologischen Landwirtschaft als auch in der noch häufig praktizierten traditionellen "Hinterhofhaltung" - beschäftigen.   
Während des Studiums, das zu gleichen Teilen sowohl ein Chemie- als auch ein Biologiestudium ist, habe ich mich zunehmend auf Bildungsangebote im Bereich Molekularbiologie, Biochemie, Pharmakologie und Medizin konzentriert. Ein besonderes Interesse haben jedoch die Immunologie, die Zellbiologie und die Virologie geweckt.

Da ich überzeugt bin, dass die Wild- und Nutztiergesundheit und eine nachhaltige Landwirtschaft mir immer ein persönliches Anliegen sein wird, habe ich den langfristigen Wunsch, diese Motivation mit meinem Interesse an der Molekularbiologie und Immunologie beruflich zu verbinden. Deshalb habe ich mich gezielt für ein Praktikum in der Arbeitsgruppe von Herrn Professor Dr. Gregor Meyers am Friedrich-Loeffler-Institut beworben.
In seinem Labor für Immunologie und Molekularbiologie von Plusstrang RNA-Viren durfte ich mich nun zwei Monate lang zwei kleineren Projekten - rund um das pestivirale Glycoprotein ERNS - widmen. Dieses Protein zeichnet sich durch mehrere ungewöhnliche Eigenschaften aus, eine davon betrifft den Membrananker. Bei ERNS handelt es sich hierbei um eine amphipatische Helix, die vermutlich das Gleichgewicht zwischen der Membranständigkeit und der Sekretion dieses Proteins steuert.
Mein erstes Projekt war die Umklonierung von ERNS Mutanten in ein für das folgende Experiment geeigneteres Vektorkonstrukt. Die verwendeten Ausgangsplasmide enthielten Mutationen in der für ERNS codierenden DNA-Sequenz. Diese Mutationen führen letztendlich zu anderen geladenen Aminosäuren in der amphipatischen Helix von ERNS,  was ein verändertes Ladungsmuster im Membrananker dieses Proteins bewirkt. Mit den neu erzeugten Plasmidkonstrukten exprimierten wir diese ERNS Mutanten erfolgreich in transfizierten Zellen. Durch Immunfluoreszenzmikroskopie konnten wir nun herausfinden, ob sich diese gezielten Mutationen im ERNS Membrananker auf die Lokalisation des Proteins auswirken.
Parallel durfte ich in einem zweiten Teilprojekt durch QC-PCRs gezielt weitere Mutationen in ERNS-Mutanten und im Wildtyp erzeugen. In einem zweiten Schritt wurden diese neuen Mutanten in einen CSFV-Expressionsplasmid umkloniert. Das Ziel dieses Teilprojektes war es, nach einer In-vitro-Tanskription, Zellen mit der RNA dieser neuen Virusmutanten zu infizieren und sowohl deren Überlebensfähigkeit als auch deren genetische Stabilität zu untersuchen.
Das langfristige Ziel dieser Experimente ist es, attenuierte Virusmutanten zu erzeugen. Ein genetisch stabiles, durch gezielte Mutationen verändertes Virus könnte das Potenzial für einen Impfstoff gegen CSFV haben. Experimente solcher Art und mit diesem Hintergrund hätte ich an meiner Universität so nicht durchführen können. Zudem war es für mich eine wichtige Erfahrung, in einem Hochsicherheitslabor arbeiten zu können. Ich habe durch dieses Praktikum neue Labortechniken und den Umgang mit - für mich neuen - Analysesoftwares erlernt. Freude bereitete mir, dass ich sehr selbstständig arbeiten durfte. Trotzdem konnte ich jederzeit Fragen stellen und ich bekam große Unterstützung und Hilfe von allen Mitgliedern der Arbeitsgruppe.

Das Praktikum war für mich eindeutig ein klarer Wegweiser für meine berufliche Zukunft!
Besonders wertvoll war für mich auch der Einblick in eine außeruniversitäre Einrichtung. Ich habe die Betreuung und die Arbeit in einer überschaubaren, ruhigen Umgebung sehr genossen.
Die Zeit am FLI hat mich weiter in meinem Eindruck bestätigt, dass das Bundesinstitut für Tiergesundheit sowohl thematisch als auch von der Atmosphäre ein sehr attraktiver Arbeitgeber für mich wäre.

Mit freundlichem Gruß
Elena Solveigh Werner

Jan Knickmann, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Oktober - Dezember 2018

Im Rahmen meines Master-Studiums (M.Sc. Infection Biology) an der Universität zu Lübeck absolviere ich derzeit ein 12-wöchiges Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger in der AG Diederich.
Mein Praktikum dreht sich thematisch um eine serologische Untersuchung zur Rolle des Schweins in der Ebolavirus-Biologie in Nigeria. Hierbei konnte ich bereits mein theoretisch erlerntes Wissen aus den ersten zwei Semestern in der Praxis anwenden. Praktisch konnte ich bis jetzt einige Methoden festigen (Antigen-Aufreinigung, Sandwich-ELISA, Westernblot) aber auch neue in mein Repertoire aufnehmen (trVLP-Produktion/-Titration, SNT mittels trVLPs, Immunfluoreszenz). Ein Novum ist für mich auch die Arbeit im BSL3-Bereich gewesen.
Neben der praktischen Laborarbeit bekomme ich, durch wöchentliche Labor-Meetings sowie das INNT-interne Progress-Seminar, Einblicke in die Arbeitsfelder und Projekte der anderen Wissenschaftler. Da ich nach meinem Master-Studium eine Promotion anstrebe, werde ich auch die Journal Clubs nutzen um im Gespräch mit den Doktoranden mehr über die Organisation und Durchführung eigener Projekte zu erfahren.
An dieser Stelle möchte ich mich bei Sandra Diederich bedanken, die mir das Praktikum in ihrer Arbeitsgruppe ermöglicht, sowie bei Kerstin Fischer, für die freundliche und hilfreiche Betreuung. Letztlich gilt mein Dank auch dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung während meines Praktikums auf Riems.

- Jan Knickmann -

Lukas Zierke, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, Juli/August 2018

Mein Masterstudium an der Universität Greifswald im Studiengang Humanbiologie sah ein insgesamt 5-wöchiges Praktikum in meinem Hauptfach vor, welches Virologie ist. Da ich bereits während meiner Bachelorarbeit an Filoviren geforscht habe, war ich sehr froh, mein Praktikum wieder im Labor der Molekularbiologie der Filoviren von Dr. Thomas Hoenen durchführen zu dürfen. Ich konnte hier mit dem weitermachen, was ich in meiner Bachelorarbeit angefangen hatte. Dies war damals die Etablierung und war jetzt die Optimierung von Reverse Genetik Systemen für das 2011 publizierte Lloviuvirus. Methodisch konnte ich somit auch an meine vorherige Arbeit anknüpfen und die Theorie weiter vertiefen. Ich denke, dieses Praktikum war eine sehr gute Vorbereitung auf meine Masterarbeit, die ich Anfang nächsten Jahres ebenfalls bei Dr. Thomas Hoenen anfangen werde. Aufgrund meiner vorherigen Bachelorarbeit im selben Labor kannten mich die meisten noch und ich fühlte mich sehr schnell heimisch.
Das einzige Problem wieder einmal waren die Fahrtkosten. Ich besitze zwar ein Auto, jedoch reicht das Bafög, welche ich aktuell noch bekomme, nicht aus, um die kompletten Benzinkosten zu decken. Dementsprechend bedanke ich mich sehr bei dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung bei meiner Arbeit.

Lukas Zierke

Veterinärmedizinstudenten aus München und Berlin im Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, September 2018

Im Rahmen einer Wahlpflichtveranstaltung hat es uns, eine kleine Gruppe Veterinärmedizinstudenten aus Berlin und München, in den weiten Norden Deutschlands auf die Insel Riems verschlagen, bereit ein  Praktikum beim FLI zu beginnen.
Mit leckeren Keksen und einer netten Atmosphäre begannen wir die Woche zunächst mit ein paar sehr spannenden Vorträgen über aktuelle Themen (z.B  Bornaviren, ASP, West-Nile-Virus). Doch keineswegs war alles nur theoretisch, sondern wir durften auch verschiedene diagnostische Verfahren im Labor durchführen und kennenlernen, wie zum Beispiel RT-PCR, ELISA und Virusnachweis in der Zellkultur.  Dabei gab man uns allen die Möglichkeit etwas in die Welt der Forscher und Laboranten einzutauchen und ein Gebiet der Tiermedizin kennenzulernen, das bisher nur theoretisch behandelt wurde. Der Wahlpflichtkurs hat in uns allen das Interesse zur Forschung gestärkt. Bedanken wollen wir uns insbesondere  bei  Herrn Prof. Beer, für seine tollen Vorträge sowie spannende Führung über die Insel (der Digester hat bei uns allen tiefen Eindruck hinterlassen), bei Frau Dr. Wernike und Kollegen, für ihre fröhliche und geduldige Art uns durch die Arbeit im Labor zu führen. Bei Dr. Dennis Rubbenstroth und Dr. Michael Eschbaumer für ihre wirklich spannenden Vorträge, sowie Frau Jakobi und (von Seiten der FU Berlin) bei Dr. Sandra Blome.
Ein großer Dank geht auch an den Förderverein des FLI, für die finanzielle Unterstützung.

Franziska R., Juliane L. Henny L., Alexandra L., Joanne M., Alicia P., Marten 
 

Lisa Neubrand, Praktikum am Institut für Epidemiologie, August/September 2018

Im Rahmen des Veterinärmedizin - Studiums hat man die Möglichkeit, innerhalb des „Praktischen Jahres“, welches an der Freien Universität Berlin, an der ich studiere, den Zeitraum des 9. und 10. Semesters beschreibt, durch die TAppV vorgeschriebene Praktika einen Einblick in alle möglichen Institutionen der Veterinärmedizin zu erfahren. Da es sich hierbei um ein sehr breit gefächertes Spektrum handelt, ist die Auswahl an Möglichkeiten sehr groß. Trotzdem beschränkten sich meine Praktika zunächst alle auf die kurative Tätigkeit der Rindermedizin. Im Laufe des Praktischen Jahres wurde mir allerdings bewusst, dass diese Zeit nicht nur der Erfahrungssammlung für praktisches Können dienen sollte, sondern auch als Orientierungshilfe für anschließende, berufliche Perspektiven nützlich sein kann, weshalb ich mich kurzfristig dazu entschieden hatte, ein Praktikum im wissenschaftlichen Bereich ergänzend zu wählen. Die Wahl ist demnach schnell gefallen, mich am Bundesforschungsinstitut zu bewerben.
Die im Fach Tierseuchenbekämpfung gewonnenen ersten Einblicke während des Studiums empfand ich damals schon als sehr interessant. Diese wurden aber, aufgrund der Dynamik des Studiums und mit Abschluss des Faches durch die abgelegte Prüfung, zügig wieder in den Hintergrund gerückt. Trotzdem musste ich bei der Auswahl des Themenbereichs nicht lange überlegen, um von dem Aufgabengebiet der Arbeitsgruppe „Internationale Tiergesundheit“ der Fachgruppe Epidemiologie überzeugt zu sein, und mich dort für ein 3-wöchiges Praktikum zu bewerben, welches mir Dr. Klaus Depner dankbarerweise so spontan auch zusagte. Da das Studium zwar die allgemeinen Tätigkeiten der Tierseuchenbekämpfung anspricht, dabei aber nicht tiefgründiger auf die Aufgaben eines Wissenschaftlers eingegangen wird, war ich sehr neugierig, was mich erwartet.
Am ersten Tag empfing mich ein sehr freundliches Team, dessen Aufgabe es unter anderem ist, sich mit den aktuellen Geschehnissen der Afrikanischen Schweinepest zu befassen. Passend dazu, habe ich meine persönliche Aufgabe, die ich innerhalb der drei Wochen bearbeiten sollte, bekommen. Aufgrund der hohen Dynamik dieser Erkrankung während meiner Praktikumszeit, in der sich die Ereignisse allmählich überschlugen, stellte sich schnell heraus, dass ich täglich mit neuen Aufgaben beschäftigt war, und den Arbeitsalltag eines Wissenschaftlers im Seuchengeschehen hautnah miterleben konnte, wodurch die eigentliche persönliche Aufgabe keine Rolle mehr spielte. Insgesamt war das Praktikum sehr lehrreich, was zum einen, speziell die Afrikanische Schweinepest betrifft, zum anderen zu erfahren, wie sich die alltägliche wissenschaftliche Arbeit gestaltet: Ich durfte an internationalen Skype-Konferenzen teilnehmen, war bei der Zusammenfassung und Auswertung wichtiger Daten nach der Erhebung von einem betroffenen Betrieb beteiligt, und natürlich bei noch bei Vielem mehr.
Alles in Allem war es leider eine viel zu kurze, aber sehr interessante Zeit, in der ich viel erlebt habe, die mir viel Freude an der Forschung bereitet hat und die ich daher nicht missen möchte. Vielen Dank an Klaus Depner, Carola Sauter-Louis, Laura Zani, Klaas Dietze, Anja Globig für diese tolle Erfahrung und an den Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung.

Kathrin Thiel, Praktikum am Institut für Epidemiologie, Juli/August 2018

Die Justus-Liebig Universität ermöglicht den Tiermedizinstudenten im letzten praktischen Jahr des Tiermedizinstudiums die Selbstgestaltung der Praktika außerhalb der Universität. Da ich mich zum Großteil der Praktikumszeit im kurativen Arbeiten geübt hatte, stellte das Friedrich-Loeffler-Institut eine hervorragende Möglichkeit dar, um einen Eindruck davon zu bekommen, was es heißt, als Tiermedizinerin in der Forschung tätig zu sein.
Am ersten Arbeitstag wurde ich ganz herzlich von den Mitarbeitern des Instituts für Epidemiologie aufgenommen und mit den verschiedenen Arbeitsbereichen des Instituts vertraut gemacht. Im Laufe des Praktikums wurde ich in mehrere Projekte integriert und konnte selbstständig an der Auswertung von Forschungsergebnissen mitwirken. Besonders interessant war dabei, dass alle Projekte aktuelle Fragestellungen des derzeitigen Tierseuchengeschehens in Deutschland und Europa behandelten, aber dennoch von ganz unterschiedlicher Thematik waren. In meinem eigenen kleinen Projekt habe ich den Verwesungsprozess von Wild- und Hausschweinen beschrieben, vor allem unter dem Gesichtspunkt der forensischen Entomologie. Zielsetzung des Experiments stellte dabei die Erforschung des Ablaufs der Verwesung bei Wildschweinen dar. Dieser ist im Falle eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in einer Wildschweinpopulation wichtig, um den möglichen Eintragszeitpunkt der Tierseuche in die Region sowie deren Ausbreitung abschätzen zu können. Von besonderer Bedeutung war hierbei die fotografische Dokumentation der an den Kadavern vorherrschenden Insektenstadien.
Rückblickend bin ich sehr froh darüber, die lange Reise auf die Insel Riems angetreten zu haben. Ich habe viele Eindrücke über die vielfältigen Einsatzbereiche im Institut sammeln können. Außerdem hat mir das selbstständige Arbeiten an wissenschaftlichen Fragestellungen sowie die Planung eigener Projekte einen Eindruck davon vermittelt, wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert, was mir für eine mögliche spätere Dissertation zu Gute kommen kann.
An dieser Stelle möchte ich im Besonderen Frau Dr. Probst und Frau Dr. Sauter-Louis für ihre unterstützende Betreuung während der Praktikumszeit danken. Nicht nur das Arbeiten an meinen Projekten, sondern auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen am IfE hat mir sehr viel Freude bereitet. Außerdem möchte ich dem Förderverein des FLI für die Teilerstattung der Wohnkosten meinen Dank aussprechen.

4 Studenten aus Tübingen, Praktikum am Institut für Immunologie, Juli/August 2018

Wir möchten dem Förderverein für die Finanzierung des zweiwöchigen Praktikums, vom 23. Juli bis 4. August 2018, im Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems danken. Dadurch wurde uns ein Einblick in die faszinierende Welt der Viren, in den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. G. Meyers und Dr. C. Luttermann, ermöglicht. Wir haben in dieser Zeit viel Neues über Viren im Allgemeinen und das Arbeiten mit Viren im Laboralltag gelernt. Für junge Studierende, in unserem Fall kurz vor dem Bachelorabschluss, ist es sehr wichtig möglichst viele Bereiche kennenzulernen und so auch die eignen Interessen zu erforschen. Durch Ihre Unterstützung wurde uns dies am Hauptstandort des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit ermöglicht.
Vielen Dank und freundliche Grüße,

Malina John, Ronja Burggraf, Hannes Wierig, Andreas Witzemann

Daniela List, Praktikum am IVD, Juli 2018

Da das Tätigkeitsspektrum eines Tierarztes sehr breit gefächert ist, habe ich während meines „großen Praktikums“ im Studium die Chance genutzt, abseits von Praxis oder Klinik, am FLI einen Einblick in den Bereich der Forschung zu bekommen.
Bereits vor zwei Jahren hatte ich während eines Wahlpflichtfachs von Professor Beer die Möglichkeit ein wenig Laborluft zu schnuppern und mein Interesse für Virologie wurde geweckt. In den letzten vier Wochen arbeitete ich zusammen mit Frau Dr. Köthe mit molekularbiologischen Methoden an der rekombinanten Herstellung zweier Influenza-Viren.
Dass aus den acht einzelnen DNA-Plasmiden, die wir selbst herstellten, ein infektionsfähiges Virus werden sollte, war im ersten Moment unvorstellbar und sehr faszinierend. Doch unsere Versuche in der Zellkultur zeigten schließlich, dass wir erfolgreich waren, die Zellen waren infiziert.
Es hat Spaß gemacht, Teil eines solchen Projektes zu sein und ich hoffe, dass die Arbeit weiterhin gelingt, sodass diese Viren auch bald im Tierversuch eingesetzt werden können.

Ich möchte mich sehr herzlich bei Dr. Susanne Köthe bedanken, die mir alles sehr geduldig und freundlich erklärt und gezeigt hat, mich dann aber auch schnell selbstständig arbeiten ließ.
Vielen herzlichen Dank richte ich ebenfalls an das gesamte Labor von Frau Dr. König, in dem immer ein angenehmes, herzliches Klima herrschte.
Zudem gilt mein Dank dem Förderverein des FLI, der meinen Aufenthalt auf Riems finanziell unterstützt hat.

Katharina Zaade, Praktikum am Institut für Epidemiologie, Juli 2018

Als Tiermedizinstudentin der LMU fand ich mich im 5. Semester in der Epidemiologie-Vorlesung von Frau Dr. Sauter-Louis wieder. Die Verknüpfung von Tiermedizin und Mathematik hat mich sofort interessiert. Um eine bessere Vorstellung von der wirklichen Arbeit eines Epidemiologen zu bekommen, zog es mich im Rahmen des „großen kurativen Praktikums“ für einen Monat auf die Insel Riems. Gleich am ersten Tag wurde ich sehr freundlich von den Mitarbeitern aufgenommen und jeder hat mir einen guten Einblick in die verschiedenen Arbeitsschwerpunkte gegeben.
Das Projekt, in das ich für die Zeit des Praktikums eingebunden wurde, beschäftigte sich mit der Ausbreitung der ASP in Europa – ein spannendes und wichtiges Thema. Nach einer Einführungsphase wurden mir bald Aufgaben zur selbständigen Erarbeitung übertragen. Dabei konnte ich mich intensiv mit der Analyse von Ausbruchsdaten unter verschiedenen Gesichtspunkten beschäftigen und meine Ergebnisse mit den zuständigen Mitarbeitern diskutieren.
Der gesamte Monat, den ich am FLI verbracht habe, war geprägt von einem sehr angenehmen Umgang miteinander. Die Arbeit war sehr interessant und es war besonders schön, als Praktikantin so gut in den Alltag am Institut allgemein sowie in das Projekt im Speziellen integriert zu werden. Auch für die weitere Betreuung „drum herum“, beginnend bei der Vermittlung eines Gästezimmers bis hin zum Bahnhofstransfer am letzten Praktikumstag, gab es freundliche Ansprechpartner, die für alle Fragen ein offenes Ohr hatten und hilfsbereit zur Seite standen.
Dafür danke ich dem kompletten Epi-Team, besonders Frau Dr. Sauter-Louis, Frau Dr. Schulz, Frau Schell und Herrn Dr. Staubach.
Mein weiterer Dank geht an den Förderverein, der meinen Aufenthalt am FLI finanziell unterstützt hat.

Lukas Möck, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, Februar - Juli 2018

Das Friedrich-Loeffler-Institut wurde mir, während meines Biotechnologiestudiums, in einer Mikrobiologievorlesung vorgestellt. Diese handelte von der Maul- und Klauenseuche, die anfänglich im Institut untersucht wurde. Zu diesem Zeitpunkt hörte ich erstmals auch von dem einzigartigen Standort. Es schien mir unmöglich, dass ich jemals dort arbeiten könnte. Als ich herausfand, dass eine Kommilitonin bereits ihr Praxissemester am FLI absolvierte, wusste ich wo ich mich bewerben werde. Im Sommersemester 2018 absolvierte ich am Institut für Infektionsmedizin mein 6-monatiges Praxissemester. 

Während dieser Zeit beschäftigte ich mich hauptsächlich mit der Diagnostik des Koi-Herpesvirus via PCR, qPCR, ELISA oder durch Zellkulturen. Als eigenes Projekt entwickelte ich eine Methode zur Chromosomenpräparation aus CCB-Zellen.

Im Nachhinein kann ich kann ich sagen, dass meine Erwartungen bei weitem übertroffen wurden und ich mein Praxissemester jederzeit erneut am FLI ablegen würde. Neben vielen Methoden, die ich bis dato nur aus der Theorie kannte, lernte ich zudem ein eigenes Projekt zu planen und zu bearbeiten. 

Ich möchte Sven Bergmann, Sandro Klafack und Yeon-HwaJin meinen besonderen Dank aussprechen, die mich freundlich in Ihr Laborteam aufnahmen und mich während des Praktikums bestens betreut und unterstütz haben. Ebenso möchte ich dem Förderverein danken, der mich finanziell unterstützte.

Lukas Möck

Christina Muggenthaler, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, Mai/Juni 2018

Für insgesamt 4 Wochen meines großen tiermedizinischen Praktikums zog es mich von der LMU München auf die Insel Riems. Vom ersten Moment an nahmen mich Frau Dr. König und ihr Team mit absoluter Freundlichkeit unter ihre Fittiche, erklärten ausführlich und beantworteten mir allerlei Fragen rund um die Laborarbeit in der Virusdiagnostik. Nach dem anfänglichen Über-die-Schulter-Schauen wurden mir bald schon die ersten eigenen Aufgaben anvertraut. Somit hatte ich die Möglichkeit, mir neben theoretischem Wissen auch etwas praktisches Können zu erarbeiten. So bekam ich unter anderem Einblicke in die Welt der Zellkulturen, Virusanzucht, konventionellen PCR, RT-PCR, nested PCR, Gelelektrophorese, ELISA und IFT – von der Vorbereitung über die Ausführung bis hin zur Auswertung der erlangten Ergebnisse.
Insbesondere möchte ich mich bei Frau Dr. König für ihr immer offenes Ohr, ihre scheinbar endlose Geduld beim Erklären und die vielen hilfreichen Erläuterungen bedanken. Auch für die großartige Zusammenarbeit und Atmosphäre im Team sage ich Danke an Laura Richter, Lars Janzen und Dr. Susanne Köthe. Es waren sehr schöne und lehrreiche Wochen am FLI, an die ich gerne zurückdenken werde.
Weiterhin gilt mein Dank dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Institut, der mein Praktikum finanziell unterstützt hat!

Virologiepraktikum für Humanbiologiestudenten der Universität Greifswald, März 2018

Vom 19. – 29. März 2018 fand zum zweiten Mal das Virologiepraktikum für Humanbiologiestudenten der Universität Greifswald im Schulungslabor des FLI statt. Die Studierenden konnten sich während des Praktikums mit grundlegenden Techniken der virologischen Forschung auseinandersetzen. In kleinen Gruppen beschäftigten sich die Studierenden mit der Quantifizierung von Viren mittels Plaquetest, dem Nachweis von Viren mittels Polymerasekettenreaktion und serologischer Testverfahren, der Herstellung rekombinanter Virusproteine unter Verwendung verschiedener Expressionssysteme und der Untersuchung der Wirkung antiviraler Substanzen. Zum Abschluss des Praktikums musste jeder Studierende einen Kurzvortrag zu einem der durchgeführten Experimente vorbereiten.
Drei der Studierenden werden zukünftig eine Bachelorarbeit am FLI anfertigen. Freundlicherweise wurden die Fahrtkosten zur Insel Riems erneut durch den Förderverein erstattet.

4 Studenten der TiHo Hannover, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Februar 2018

„Darf man das vortexen?“ – Unser Praktikum am FLI auf der Insel Riems (20.02-23.02.2018)

Früh morgens machten wir uns auf  von Hannover nach Greifswald. Als  das Navi dann die letzten zehn Minuten zum eingegebenen Ziel anzeigte, wunderten wir uns, dass eine so große und bedeutsame Einrichtung so abgeschieden liegen sollte. Auf der doch recht abenteuerlichen Zufahrtstraße näherten wir uns dem Gebäudekomplex. Die Sicherheitseinrichtungen und Türsysteme waren ungewohnt, was am ersten Tag noch für ein wenig Verwirrung sorgen sollte.
An der Wache wurden wir dann von Anne Balkema-Buschmann abgeholt. Nach dem Unterzeichnen der nötigen Papiere zeigte sie uns die Insel und erklärte die Aufteilung der Gebäude. Besonders interessant war hier die Geschichte des Instituts, die dann auch eine Erklärung für die Insellage lieferte.  Bei dem guten Wetter waren die Wildschweine draußen und so  konnten wir diese bestaunen. Nach einem kurzen Abstecher in die Wäscheausgabe, ging es auch schon gut ausgerüstet in das Labor. Dort lernten wir weitere Menschen des INNT kennen, die uns bei Fragen immer halfen und auch gerne von ihrer Arbeit erzählten. 

Faszinierend ist, dass ausgesprochen viele Tierärzte in dem Institut arbeiten. Einige von uns hatten bereits in anderen Instituten Erfahrungen sammeln können und waren dort eher auf Biologen gestoßen. So nutzten wir die Chance und stellten in den Inkubationszeiten viele Fragen.  Auch konnte wir ihnen bei ihren Arbeit über die Schulter schauen und viel darüber erfahren, was sehr interessant war, da man ein Bild davon bekam, wie etablierte Labormethodik standardisiert eingesetzt wird.
In den vier Tagen führten wir anhand von Protokollen verschiedenste Versuche durch. Die Methoden waren teilweise im Ansatz bekannt, teilweise aber auch völlig neu. Anne stand uns dabei immer für Fragen zur Verfügung, leitete in den ersten Tagen noch viel an und beantwortete unsere doch zugegeben recht häufige Frage „Kann man das vortexen?“ mit viel Geduld. Der Vortexer wurde im Laufe des Praktikums nämlich zu unserem Lieblingsgerät. Aber auch andere Geräte wie der „PipettBoy“ oder die „Wippe“ sorgten für Faszination.
 Als wir dann allmählich sicherer wurden, arbeiteten wir immer selbstständiger. Die Arbeit im Team hat sehr viel Spaß gemacht und einige Diskussionen angeregt, z.B. wie gewisse Formulierungen zu deuten wären. Nachdem die ein oder andere Kopfrechenaufgabe gelöst worden war, warteten wir gespannt auf die jeweiligen Auswertungen. Reagierten die Reagenzien? Hatten die Färbungen funktioniert? Wir hatten sowohl Erfolgserlebnisse, als auch Misserfolge, so sahen wir die fluoreszierende Kernfärbung bei der IF und erzielten aussagekräftige Ergebnisse beim ELISA, aber stellten auch fest, dass unlogische Reaktionen und fehlgeschlagene Experimente dazugehören und die Ergebnislage auch sehr von der Einstellung der jeweiligen Geräte abhängt. Wir bekamen langsam einen Eindruck, wie der Alltag in der Forschung aussähe.
Am Donnerstagmorgen nahm uns die Doktorandin, mit der wir schon zusammen gearbeitet hatten, mit zu einem „Progress“, wo Doktoranden ihre Projekte vorstellten und Tipps aus dem Auditorium bekamen. Die Veranstaltung war sehr interessant, überraschen gut zu verstehen und hat ein wenig gezeigt, was einen selbst bei einer Doktorarbeit erwarten könnte.
Ein großes Highlight für uns angehende Tiermediziner war der Besuch bei den Flughunden mit deren Proben wir zuvor größtenteils gearbeitet hatten. Hier erfolgte die Verknüpfung Tier und Eppi, die die Arbeit im Labor ganz anders veranschaulicht.
Zusammengefasst haben wir in den vier Tagen am FLI sehr viel gelernt und viele Eindrücke gesammelt. Diese Möglichkeit die Laborarbeit in diesem Umfang einmal kennenzulernen kommt im Studium meist zu kurz und so sind wir sehr froh, dass das FLI dies anbietet und dem Mysterium „Forschung“ ein Bild gibt.
Wir möchten uns auch für die verständnisvolle Anleitung, die immer wieder zu Selbständigkeit ermutigte, bedanken. Die Zeit hat uns sehr viel Spaß gemacht und u.a. nehmen wir mit, dass man außer Zellen und Micellen eigentlich fast alles vortexen darf.

Antonia Dyroff, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, Februar 2018

Die LMU bietet 2 Wahlpflichtfächer für Tiermediziner auf der Insel Riems an. Da es zeitlich leider nicht geklappt hat, beschloss ich ein Praktikum am Friedrich-Loeffler-Institut zu machen. Ich wurde freundlich am IVD von Frau Dr. König und ihren Mitarbeitern empfangen. In den 4 Wochen durfte ich einmalige Einblicke in Diagnostik und Forschung erhalten. Von ELISA über die nested PCR bis hin zu Immunofluoreszenz und Zellkulturen anlegen war alles dabei.
Es war ein tolles Praktikum und ich kann es wirklich jedem empfehlen!
Abschließend möchte ich mich ganz herzlich bei Frau Dr. König und Frau Dr. Köthe und allen Mitarbeitern sowie dem Förderverein bedanken.

Sophie Aurich, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Oktober/November 2017

Während der Rotation im letzten Jahr meines Tiermedizinstudiums wird uns die Möglichkeit gegeben, uns die unterschiedlichen Arbeitsfelder eines Tierarztes anzuschauen.
Um also den Bereich Forschung genauer kennen zu lernen habe ich mich zur Insel Riems begeben und sechs Wochen im Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger verbracht.

Hier wurde ich in den ersten beiden Wochen von Dr. Keller betreut. So konnte ich den Arbeitsalltag eines Forschers aber auch den täglichen Ablauf an einem so großen Institut wie dem Friedrich-Loeffler-Institut kennen lernen.
Durch mein eigenes kleines Projekt habe ich nicht nur viele unterschiedliche labordiagnostische Methoden kennen gelernt, sondern auch wie Forschung im Hinblick auf eine ganz bestimmte Fragestellung funktioniert.
Außerdem habe ich mit Dr. Keller den SPF-Bereich besucht, in welchem ich bei der Betreuung transgener Mäuse geholfen habe.

Danach bin ich in die Arbeitsgruppe von Dr. Balkema-Buschmann gewechselt und wurde dort in den restlichen vier Wochen von Arian Köhler betreut, welcher mich im Rahmen seiner Doktorarbeit in seine Projekte eingebunden hat. Da ich selber gerne promovieren möchte, war es sehr hilfreich das Doktorandenleben am FLI mitzuerleben und einen Einblick in Organisation und Durchführung eigener Projekte zu bekommen.

Ich hatte eine wunderbare und vor allem lehrreiche Zeit hier, besonders da ich von allen so freundlich aufgenommen und direkt in das Arbeitsleben hier integriert wurde.

Franziska Sick, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Juli/August 2017

Ich habe im Rahmen meines Tiermedizinstudiums an der LMU München 8 Wochen des großen Praktikums am FLI am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger verbracht. Für meinen späteren beruflichen Werdegang habe ich schon länger Forschung und Laborarbeit in Betracht gezogen, darum war dieses Praktikum eine tolle Gelegenheit, einen tieferen Einblick in dieses Fachgebiet zu erlangen.
Für die 8 Wochen war ich im Labor von Frau Dr. Anne Balkema-Buschmann dem Doktoranden Arian Köhler zugeteilt und habe in seinem Projekt über Astroviren bei heimischen Fledermäusen mitgearbeitet.
Nach einer guten Einarbeitung konnte ich schon in der ersten Woche viele Aufgaben selbstständig erledigen und mein theoretisches Wissen aus dem Studium endlich auch praktisch anwenden. Von konventioneller PCR bis hin zur Etablierung einer multiplex real time PCR, Sequenzierungen und Zellkultur war die Arbeit vielseitig und interessant.
Ich möchte mich noch mal ganz herzlich bei Arian und Anne für dieses tolle Praktikum bedanken, ich hatte eine sehr schöne Zeit am FLI und habe einiges gelernt.  Auch vielen Dank an den Förderverein für die finanzielle Unterstützung!

Lea Tölken, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, August/September 2017

Im Rahmen des Berufspraktikums während meines Biochemiestudiums an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald habe ich zwei Monate am FLI am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger verbracht.

Während des Praktikums hatte ich die Chance, Methoden, die ich bisher nur theoretisch aus Vorlesungen kannte, endlich einmal praktisch anzuwenden. Dies geschah zuerst unter Anleitung, später aber auch selbstständig. In einem eigenen kleinen Projekt habe ich mich dann mit der Expression und Reinigung eines Proteins des Puumala-Hantavirus beschäftigt. Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Praktikum sehr viel Spaß gemacht hat und ich in den zwei Monaten eine Menge über die praktische Laborarbeit und die wissenschaftliche Forschung gelernt habe.

An dieser Stelle noch einmal vielen lieben Dank an Rainer Ulrich, für die Möglichkeit mein Praktikum in seiner Arbeitsgruppe zu machen, und an Florian Binder für die tolle Betreuung während des Praktikums. Vielen Dank außerdem an die gesamte AG Ulrich für das spannende Praktikum und den Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung.

Lea Tölken

Sina Nippert & Marei Gerbert, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August 2017

1-wöchiges Wahlpflichtfach am Institut für Virusdiagnostik

Wir, zwei Tiermedizinstudentinnen der LMU in München, haben Ende August 2017 den Weg nach Riems angetreten, um am Friedrich-Loeffler-Institut am Wahlpflichtfach "Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern" teilzunehmen.

Vor Ort wurden wir herzlichst von Herrn Prof. Dr. Beer und dem Laborteam von Frau Dr. Wernike empfangen und aufgenommen.
Es ging direkt ins Labor und wir untersuchten SBV- und BVD-Proben aus dem offiziellen Ringtest mittels ELISA und RT-PCR. Außerdem durften wir Zellkulturen umsetzen und uns wurden weitere diagnostische Verfahren wie SNT und NGS erklärt.
Zu jederzeit war das Laborteam unseren löchernden Fragen ausgesetzt; vielen Dank für eure Ausdauer und die Zeit, die ihr euch für uns genommen habt - wir haben sehr viel gelernt!
Äußerst interessant war auch die Vortragsreihe, an der wir teilnehmen durften. So haben wir aktuellste Informationen zu Infektionskrankheiten (u. a. AI und Usutu) erhalten. Zudem hat Herr Prof. Dr. Beer sich unserer angenommen und uns ausführliche Informationen zu bedeutenden Seuchen wie BVD, MKS und einigen mehr zukommen lassen.

Die Einblicke zu den hier wohldurchdacht durchgeführten Tierversuchen sowie den Besuch im Versuchstierstall bei den Kälbern werden wir nicht vergessen.

An dieser Stelle möchten wir uns noch mal recht herzlich für die intensive Betreuung am Institut für Virusdiagnostik sowie die Unterstützung des Fördervereins bedanken!
Wir kommen wieder zum Praktikum, soviel können wir jetzt schon sagen :)

Sina und Marei

 

Raijana Schiemann, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, August/September 2017

Das Biologie-Studium an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald bietet im 6. Semester innerhalb eines Spezialmoduls die Möglichkeit, seine Fähigkeiten und Kompetenzen in einem selbst gewählten Bereich zu erweitern. Unter anderem steht ein Berufspraktikum zur Auswahl.

Grade im universitärem Alltag ist die Förderung der praktischen Arbeit von großer Wichtigkeit. Daher hat es mich besonders gefreut, dass ich meine praktischen Fähigkeiten in vier Wochen am FLI erweitern konnte. Aufgrund meiner Ausbildung zur BTA waren mir schon viele Methoden und Abläufe bekannt, aber durch das selbstständige Arbeiten wurden meine Fertigkeiten auf dem molekularbiologischen, serologischen und virologischen Gebiet aufgefrischt, geübt und erweitert. Besonders ELISA, DNA-Extraktion, real-time PCR und Zellkultur-Methoden wurden verinnerlicht.

Doch nicht nur die Methoden im Labor wurden mir nähergebracht. Ich habe einen guten Einblick in die Struktur und den Ablauf der Forschung bekommen. Angefangen vom Aufbau eines Forschungsprojekts, z. B. im Rahmen einer Promotionsarbeit, über die Tätigkeiten einer/eines TA im Labor, bis hin zur großen Organisation des gesamten Instituts.

Vielen Dank an Sandro Klafack für die gute Betreuung im Labor und an den Förderverein des FLI für die Unterstützung durch Fahrtkosten.

Raijana Schiemann

Anja Glatter, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Juli/August 2017

Im Rahmen meiner Ausbildung, die ich an einer höheren Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt für chemische Industrie absolviere, verbrachte ich zwei Monate am FLI am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger.
Im Laufe der Ausbildung wurde in mir das Interesse an molekularbiologischen und biochemischen Methoden geweckt, weshalb ich mich um einen Praktikumsplatz hier beworben habe.
Primär wurde ich von der Doktorandin Kathrin Jeske betreut. Die Zusammenarbeit mit ihr gab mir einen guten Einblick, wie man in der Forschung tätig ist. Was mich besonders erfreute, war die Tatsache, dass ich im Labor nach sehr kurzer Zeit eigenständig arbeiten durfte.

Zusammenfassend war die Zeit am FLI für mich sehr interessant, es hat viel Spaß gemacht und ich bin nach den 2 Monaten um einige Erfahrungen reicher.

Ein großes Dankeschön geht an PD Dr. Rainer G. Ulrich, der das Ganze möglich gemacht hat. Vielen Dank an Kathrin für die gute Betreuung während meines Praktikums und an den Förderverein für die finanzielle Unterstützung.

Anja Glatter

Jana Legler, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, März - August 2017

Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie im Rahmen des Bachelorstudiums Biotechnologie an der HS-Esslingen

Für mein 6-monatiges Pflichtpraktikum nahm ich die lange Reise vom Süden an die Ostsee auf mich und ich muss sagen, es hat sich gelohnt! 
Während des Praktikums hatte ich die Chance im Labor für Molekularbiologie der Rhabdoviren und anderer negativ Strang RNA Viren, im IMVZ zu arbeiten. Mein Projekt beschäftigte sich mit der Zellkulturadaptierung von Rabies Viren. Dabei konnte ich das Arbeiten mit Viren, sowie zellkulturtechnische und molekularbiologische Techniken verinnerlichen. Der Leiter der AG, Dr. Stefan Finke, und die anderen Mitarbeiter der Gruppe gaben mir die Chance eigenständig zu arbeiten, standen mir bei Fragen allerdings stets zur Seite und waren hilfsbereit. Generell gefiel mir die Arbeit und Atmosphäre am FLI sehr gut, weswegen ich mir gut vorstellen kann für spätere Arbeiten zurückzukehren.

An dieser Stelle möchte ich Herrn Finke und der gesamten Arbeitsgruppe für das spannende Praktikum und die Unterstützung danken. Vielen Dank auch an den Förderverein für die Unterkunftsbeihilfe.

Jana Legler

Esther Evers, Praktikum am Institut für Epidemiologie, Juni/Juli 2017

Während meines Tiermedizinstudiums an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover habe ich gemerkt, welche vielfältigen Perspektiven mein Studiengang eigentlich bietet. Da mich sowohl Nutztiere als auch die tiermedizinische Forschung interessieren, stellt die Praktikumszeit im 9./10. Semester für mich eine gute Gelegenheit dar, unterschiedliche Berufsfelder kennen zu lernen. Und da das FLI die erste Adresse für tiermedizinische Forschung ist, stand für mich schnell fest, dass ich mich hier für ein Praktikum bewerben werde.
Daher habe ich den Juni/Juli 2017 im Institut für Epidemiologie verbracht. Dort habe ich mich mit Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen beschäftigt. Mein Schwerpunkt lag auf dem Verhalten von Wildschweinen gegenüber potentiell mit ASPV kontaminierten Böden und möglichen Folgen für eine Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest. Dabei konnte ich sehr eigenständig ein kleines Projekt erarbeiten und habe auf diese Weise einen guten Einblick bekommen, wie der Alltag als Wissenschaftler aussehen kann. Die Praktikumszeit hat mir sehr viel Spaß gemacht und durch die vielfältigen Forschungsschwerpunkte am FLI habe ich viele neue und interessante Eindrücke gewonnen.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz besonders beim Team der Epidemiologie für die herzliche Aufnahme und beim Förderverein des FLI für die Unterstützung bedanken.

Julia Hartlaub, Praktikum an Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger im Mai 2017

Im Rahmen des großen Praktikums im 10. Semester meines Tiermedizinstudiums an der LMU in München verbringe ich einen Monat hier am FLI am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger.
Im Laufe der Semester hat sich bei mir herausgestellt, dass ich eher nicht als praktischer Tierarzt tätig werden will, sondern mich vor allem für den Bereich Forschung interessiere. In München war ich schon am Helmholtz Zentrum und im Genzentrum, aber natürlich ist das FLI die erste Adresse für tiermedizinische Forschung, weswegen schnell klar war, dass ich mich um einen Praktikumsplatz hier bewerben will.
Ich arbeite in der Forschungsgruppe von Herrn Dr. Keller, primär werde ich von der Doktorandin Rebecca König betreut. Das gibt mir auch gleich einen sehr guten Einblick, wie das Doktorandenleben am FLI aussieht und wie man als Nachwuchswissenschaftler seine Projekte organisiert und durchführt. Bereits eine Stunde nach Betreten des FLI am ersten Tag war ich mit einem kostenlosen Leihfahrrad ausgestattet und hatte alle relevanten Einweisungen erhalten. Das ist wirklich eine super Organisation! Im Labor darf ich sehr viel eigenständig arbeiten, von PCR über Western Blot bis hin zu Klonierungen. Das freut mich wirklich, da man nur allzu oft bei Praktika sich auf das reine Zuschauen beschränken muss. Insgesamt gefällt es mir sehr gut hier, weswegen ich mir eine spätere Dissertation auch gut vorstellen kann.

Vielen Dank an Rebecca und Markus für die gute Betreuung während meines Praktikums und an den Förderverein für die finanzielle Unterstützung für die Unterkunft am FLI.

Julia Hartlaub

Lorenz Ulrich, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, April/Mai 2017

Im Sommersemester 2016 nahm ich an dem von Herrn Prof. Beer für Münchner Tiermedizinstudenten angebotenen Wahlpflichtfach Diagnostik von Tierseuchenerregern teil.
Die Woche in den Labors und Ställen des FLI war sehr interessant. Ich habe mich daher sehr gefreut, einen Teil meines großen kurativen Praktikums am Institut für Virusdiagnostik im Labor Dr. König zu verbringen.
Während des Praktikums arbeitete ich an einem Forschungsprojekt zur Erstellung eines DIVA – Markerimpfstoffes mit. Ich durfte verschiedene molekular- und mikrobiologische Methoden selber anwenden, die ich bis dahin nur theoretisch kannte. Andererseits konnte ich die Arbeit eines Referenzlabors mit seinen verschiedenen Aufgaben kennenlernen. Ich denke, dass das Praktikum die einmalige Chance ist, während des Studiums, unter fachkundiger, ausgesprochen engagierter und geduldiger Anleitung praktisch in einem Labor und aktiv in der Forschung zu arbeiten.

Ich möchte mich an dieser Stelle insbesondere bei dem Laborteam Dr. König, vor allem Frau Dr. Köthe, und auch Herrn Prof. Beer für ein wunderbares Praktikum bedanken. Außerdem ein herzlicher Dank dem Förderverein des FLI für die Unterstützung.

Lorenz Ulrich

Praktikum "Tierseuchendiagnostik" am Institut für Virusdiagnostik im April 2017

Sehr geehrte Mitglieder des Fördervereins,

Im Herbst 2012 hatte ich das erste Mal die Möglichkeit ein Praktikum im IVD des Friedrich-Löffler-Institutes auf dem Riems zu absolvieren. Für mich als Agrarstudent eröffnete sich dadurch eine völlig neue Dimension der Tierseuchenforschung und -bekämpfung. Mein vierwöchiger Aufenthalt auf der Insel und die überaus freundliche Aufnahme in das Schmallenberg Virus Labor führten dazu, dass ich mich 2014 dazu entschloss mich für ein Zweitstudium der Veterinärmedizin zu bewerben um später besser im Bereich Tierseuchenforschung arbeiten zu können. Während des Studiums in Berlin stellte ich fest, dass nur wenige meiner Kommilitonen Näheres von dem Standort Riems und der Arbeit des dortigen FLIs wussten. Die Vermittlung des Lehrstoffes zur Diagnostik und Bekämpfung von viralen Tierseuchen in frontalen Vorlesungen ist für viele Studenten ohne praktische Laborerfahrung trocken, theorielastig und wenig begeisternd. Auf Grund der durch die Studienordnung vorgeschriebenen Pflichtpraktika und Prüfungszeiten ist es nur wenigen Studenten möglich, freiwillige Praktika vor dem Rotationsjahr zu absolvieren. Eine Vielzahl der angebotenen Wahlpflichtveranstaltungen finden während des Semesters auf dem Berliner Campus statt. Eine der wenigen Ausnahmen bildet der von Frau Dr. Blome angebotene, auf Riems stattfindende Kurs „Tierseuchendiagnostik“, an welchem ich in diesem Frühjahr teilnehmen konnte. Frau Dr. Blome und ihre Mitarbeiter ermöglichten meinen Kommilitonen und mir die Mithilfe bei der Durchführung von laufenden Tierversuchen und selbständige Laborarbeiten auf S3*- Niveau. Obwohl ich im Gegensatz zu meinen Kommilitonen wusste, was auf mich zukam, war der einwöchige Wahlpflichtkurs eine unheimlich beeindruckende Erfahrung. Frau Dr. Blome und ihre Mitarbeiter nahmen sich viel Zeit uns neben der aktuellen Seuchenlage von ASP und KSP auch die Prinzipien, Einsatzmöglichkeiten und Limitationen verschiedener Diagnostiksysteme zu erläutern. In vielen Gesprächen war es uns möglich, die Relevanz von und die ethische Verantwortung bei Tierversuchen zu diskutieren. Mich persönlich hat die Teilnahme an diesem Kurs wieder darin bestätigt, an meinem Plan einer Karriere in der Tierseuchenforschung festzuhalten. Da meine Praktika auf dem Riems einen starken Einfluss auf meinen beruflichen Werdegang hatten und weiterhin haben, möchte Ich Ihnen vielmals für die finanzielle Unterstützung die Sie mir und anderen Praktikanten des FLIs haben zukommen lassen danken.

Mit freundlichen Grüßen

Georg Beythien

15 Studentinnen und Studenten der Universität Greifswald im Schulungslabor des Friedrich-Loeffler-Instituts

Vom 13.03. bis 24.03.2017 kamen 15 Studentinnen und Studenten aus dem Studiengang "Humanbiologie" der Greifswalder Universität ins Schulungslabor des Friedrich-Loeffler-Instituts. Dort lernten sie unter der Anleitung von erfahrenen Wissenschaftlern des FLIs vielfältige Methoden und Techniken aus der Virusforschung kennen und probierten diese in Experimenten auch gleich selbst aus. So versuchte sich der wissenschaftliche Nachwuchs unter anderem in der Zellkultur und an der Isolation viraler Protein, aber auch am Western Blot und in der Virustitration.

3 Tiermedizinstudenten aus Hannover, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger im Februar 2017

Vom 06.02. bis zum 10.02.2017 absolvierten waren wir im FLI auf der Insel Riems tätig. Wir das sind 3 Tiermedizinstudenten aus Hannover. In dem Praktikum sollte es um serologische Nachweißmethoden von Infektionserregern gehen.

Im Hinblick auf die Fächer der Mikrobiologie und der Virologie im Studiengang der Veterinärmedizin erhofften wir uns praktische Einblicke in die Thematik. Persönlich motivierte mich die Teilnahme an diesem Praktikum weil das FLI einer der wenigen Arbeitgeber auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Forschung in meiner gebürtigen Heimat ist. Schon mein Opa wurde durch die Präsenz des FLI zum Studium der Tiermedizin motiviert, obgleich er später als praktischer Tierarzt tätig war.
Der Tagesablauf während unseres Aufenthaltes am FLI gab uns einen guten Einblick in die Labortätigkeit. Zum Beispiel das es selbstverständlich ist sich Geräte und Arbeitsplätze mit anderen Wissenschaftlern zeitgleich zu teilen. Gegenseitige Rücksichtnahme und insbesondere sauberes Arbeiten klingen in der Theorie banaler als es die Praxis zeigte.
Immunfluoreszenz, PCR oder ELISA... alles schon mal gehört doch viel mehr als gefährliches Halbwissen war bei mir nicht vorhanden. Wieso versetzte ich die Zellkulturen mit bestimmten Lösungen? Warum dauert diese Nachweißmethode eigentlich solange ? Mit all diesen Fragen wandten wir uns an unsere Betreuerin, Frau Dr. Balkema-Buschmann. Weiter wurden wir von einer äußerst fachkompetenten Technischen Assistentin in unseren praktischen Fertigkeiten geschult.
Ob ich später einmal in diesem Bereich der Forschung arbeiten möchte kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten. Dafür sind die Berufsmöglichkeiten eines Tierarztes zu vielfältig und meine Ausbildung noch relativ am Anfang.
Zusammenfassend kann ich sagen das ich einen tiefgreifenden Einblick in die forschende Tätigkeit eines Tierarztes bekommen habe. Ich denke für diesen Bereich ist das FLI als Bundesbehörde eine verlockende Adresse für eine evtl. Doktorarbeit.
Ich hoffe die Vorlesungsreihe der Virologie im nächsten Semester wird mein Interesse im Fachgebiet weiter verstärken.

Mit freundlichen Grüßen
Felix Kerlikowsky

Ich heiße Jennifer Janina Hofmann und studiere Tiermedizin im 5. Semester an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover. Im Rahmen eines 1-wöchigen Praktikums zum Thema „Serologische und immunologische Nachweisverfahren für Virusinfektionenen“ hatte ich die Gelegenheit das FLI und die Insel Riems kennenzulernen. Meine Neugier an dem Thema wurde bei mir dadurch geweckt, da meine Interessengebiete im Bereich Mikrobiologie, Virologie, Parasitologie und kleine Klauentiere liegen.
Für mich war das Praktikum eine schöne Gelegenheit um herauszufinden, ob ich mich grundsätzlich für die Labortätigkeit begeistere. Außerdem empfand ich es als eine Bereicherung die Methoden Western Blot, indirekter Anti-Körper-ELISA und Immunfluoreszenz selbst durchzuführen, um so diese Verfahren besser verstehen zu können. Am meisten beeindruckt hat mich die Immunfluoreszenz, da hier der Gegensatz zwischen Abbildungen in Lehrbüchern und Praxis am größten ist, denn die Schönheit der fluoreszierenden Zellen geht auf Abbildungen leider verloren.
Mit viel Herzlichkeit und Begeisterung wurden uns die jeweiligen Arbeitsschritte erklärt und auch viele nütziche Tipps gegeben. Außerdem erhielten wir auch einen Einblick in laufende Forschungsprojekte.
Insgesamt eine sehr interessante und lehrreiche Woche, die mir noch sehr lange positiv in Erinnerung bleiben wird.

4 Studierende aus München, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik im Februar 2017

Romano Strobelt, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie im November 2016

Praktikumsbericht

Mein Name ist Romano Strobelt und ich studiere an der Ernst-Moritz-Arndt Universität in Greifswald Humanbiologie im Master. Zurzeit befinde ich mich in einen 4 wöchigen Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie im Labor von PD Dr. Finke. Die Lehre des Fachs Virologie wird in Greifswald von den Dozenten der Insel Riems bewerkstelligt. Gerade diese enge Verknüpfung zwischen Bundesforschungsinstitut und Universität finde ich sehr spannend, wodurch ich mich schon früh für die Virologie und die Forschungsgruppen des FLI begeistert habe. So schrieb ich hier bereits meine Bachelorarbeit und absolvierte diverse universitäre Praktika. Ich komme gerne auf die Insel, da ich den engen Kontakt zwischen den Professoren und den Studenten sehr schätze. Ich fühle mich hier gut betreut und lerne viele verschiedene Einblicke und Methoden in der Virologie kennen, sodass ich mich am FLI für meine spätere Karriere sehr gut vorbereitet fühle.

Anne Dittrich, Praktikantin am Institut für Immunologie im November 2016

Im Rahmen meines Master-Studiums (M. Sc. Humanbiologie) an der Universität Greifswald absolviere ich im Institut für Immunologie des FLI ein 3-wöchiges Pflichtpraktikum.
Während dieses Praktikums erlerne ich wissenschaftliche Methoden und Techniken (wie z.B. RNA-Isolierung, PCR, Zellkulturarbeiten und FACS), die für meine weitere Ausbildung von großem praktischen Nutzen sind.
Ich möchte mich auf diesem Wege beim Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung bedanken, die mir die täglichen Fahrten zur Insel Riems und zurück nach Greifswald ermöglicht.

Mit freundlichen Grüßen,
Anne Dittrich