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Praktika (Auswahl)

Negar Karimi, Praktikum am Institut für Immunologie, Dezember 2025

Während meines Praktikums am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems konnte ich wertvolle Einblicke in die wissenschaftliche Forschung in den Bereichen Immunologie und Vakzinologie gewinnen. Ich wurde sehr freundlich in das Team aufgenommen und jederzeit gut betreut. Besonders positiv waren die angenehme Arbeitsatmosphäre sowie die hilfsbereite Unterstützung durch meine Betreuerin und die Kolleginnen und Kollegen im Labor. Ich konnte viele praktische Laborerfahrungen sammeln, neue Methoden erlernen und mein theoretisches Wissen aus dem Studium anwenden und vertiefen. Zudem habe ich an dem Projekt „mRNA in Schaf-T-Zellen“ mitgearbeitet, wodurch ich einen vertieften Einblick in aktuelle Forschungsansätze der mRNA-basierten Immunologie erhalten habe. Außerdem hatte ich die Möglichkeit, an Journal Clubs und wissenschaftlichen Diskussionen teilzunehmen, was meinen Blick auf Forschung und wissenschaftliches Arbeiten deutlich erweitert hat. Das Praktikum war für mich fachlich und persönlich sehr bereichernd, und ich kann es Studierenden mit großem Interesse an Forschung und Immunologie sehr empfehlen.


Florentin Lara Ressel, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, November - Dezember 2025

Im Rahmen meines Tiermedizinstudiums an der LMU München habe ich die Möglichkeit wahrgenommen, einen Teil meines großen kurativen Praktikums am Friedrich-Loeffler Institut in der AG Rubbenstroth im Institut für Virusdiagnostik zu absolvieren.  Das Labor von Dr. Dennis Rubbenstroth beschäftigt sich mit dem Borna-Virus, dem Rustrela-Virus und einigen Virusgruppen, welche in der Vogelwelt als Pathogen erscheinen, wie zum Beispiel einem Rota- oder Pocken-Virus. Ich bekam die Möglichkeit, vielen interessanten Vorträgen zuzuhören und erhielt einen Einblick in die Laborarbeit. Neben den verschiedenen Prinzipien der PCR, der qPCR, der Gelelektrophorese, Arbeiten mit Zellkulturen und Sanger Sequenzierung die mir nähergebracht wurden, bekam ich außerdem ein kleines, eigenes Projekt:  Dieses umfasste die Untersuchung diverser Blutproben von Stadttauben aus ganz Deutschland, welche mittels Immunfluoreszenz auf ein neuartiges Tauben-Rotavirus getestet wurden, sowie die Sektion einiger Singvögel, um diese anschließend einer PCR zu unterziehen. Des Weiteren konnte ich Lea Lenhard (PostDoc) bei ihrer Arbeit im Stall mit den Mäusen für die Borna-Virus-Forschung unterstützen, was mir viel Spaß gemacht hat.

Bedanken möchte ich mir hier nochmal besonders bei Lea Lenhard, Ole Pietsch, Kathrin Steffen, David und Dr. Dennis Rubbenstroth für die Mühe, Geduld und das Engagement, mich in den Laboralltag zu integrieren und dem Förderverein des FLIs für die finanzielle Unterstützung während meines Praktikums.


Carolin Ritter, Praktikum und Bachelorarbeit am Institut für Infektionsmedizin, April - Dezember 2025

Im Rahmen meines Studiengangs B. Sc. Humanbiologie war es mir möglich meine Bachelorarbeit in der Vertiefungsrichtung Parasitologie in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Silaghi am Institut für Infektionsmedizin zu schreiben. Das Thema war dabei aufbauend auf vorherigen Untersuchungen, die Verbreitung von Zecken und deren Infektionsraten mit Borrelien und Anaplasma im Stadtpark Greifswald zu untersuchen. Teil dieser Arbeit war sowohl Feld- als auch Laborarbeit, was es mir ermöglicht hat spannende neue Methoden zu erarbeiten, sowie bereits bekannte Methoden zu vertiefen. Dazu gehörte das Sammeln (Flaggen) der Zecken im Stadtpark und die Identifizierung der Zeckenspezies am Mikroskop und per Sequenzierung. Die Ermittlung der Infektionsraten fand mittels PCR und qPCR statt. Dadurch war es mir möglich mit vielen verschiedenen Methoden zu arbeiten und das Arbeiten im Laboralltag erstmals kennenzulernen.

Aktiv unterstützt und begleitet wurde ich dabei von Prof. Dr. Silaghi sowie Sarah Drewes. Zu großem Teil ermöglicht wurde diese Arbeit zudem vom Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts, dem ich hiermit meinen Dank ausdrücken möchte.


Luise Weitkemper, Praktikum am Institut für Internationale Tiergesundheit/ One Health, Oktober - November 2025

Im Rahmen meines Praktischen Jahres im Studium der Veterinärmedizin an der Tierärztlichen Hochschule Hannover absolvierte ich ein achtwöchiges Praktikum am Friedrich-Loeffler-Institut. Während des Studiums bin ich auf das One-Health-Konzept gestoßen; die enge Verknüpfung von Tier-, Human- und Umweltmedizin in Kombination mit angewandter Forschung fand ich besonders spannend. Umso dankbarer war ich, einen Platz in der Arbeitsgruppe Knauf zu erhalten und Einblick in aktuelle Forschungsprojekte zu bekommen.

Während meines achtwöchigen Praktikums arbeitete ich schwerpunktmäßig im Rahmen des EU-Projekts BEPREP, das sich mit der Prävention von Epidemien und Pandemien beschäftigt, die häufig durch zoonotische oder vektorübertragene Erkrankungen verursacht werden. Das Projekt untersucht in verschiedenen europäischen und tropischen Fallstudien, wie Biodiversität und naturbasierte Maßnahmen dazu beitragen können, Infektionsdynamiken zu beeinflussen und Übertragungswege zu unterbrechen. In diesem Kontext waren meine Tätigen eine gute Mischung aus praktischer Laborarbeit und analytischen Aufgaben am Computer, was mir einen umfassenden Einblick in den Forschungsalltag der AG Knauf ermöglichte.

Im Labor arbeitete ich vor allem mit grundlegenden molekularbiologischen Methoden. Dazu gehörten die DNA- und RNA-Extraktion, gefolgt von PCR- und qPCR-Analysen zur Amplifikation und Quantifizierung spezifischer Sequenzen.

Zudem führte ich Gelextraktionen durch, um die Proben für nachfolgende Sequenzierungen vorzubereiten. Nach einer kurzen Einarbeitung konnte ich diese Arbeitsabläufe weitgehend eigenständig durchführen und in den Projektkontext einordnen.

Ein weiterer Schwerpunkt meines Praktikums lag in der Datenanalyse. Hier wertete ich empfangene Sequenzdaten mithilfe verschiedener Programme aus und recherchierte zum Beispiel die notwendigen Metadaten zur Erstellung phylogenetischer Bäume. Dies umfasste insbesondere Hintergrundinformationen zu Puumalaviren und Haemophilus ducreyi. Die Kombination aus Laborarbeit und Datenanalyse vermittelte mir einen guten Einblick in die Forschungsabläufe der AG und zeigte mir, wie molekulare Daten zur Bewertung von Infektionsdynamiken genutzt werden.

Abschließend kann ich sagen, dass mir das Praktikum am FLI in Riems ausgesprochen viel Spaß gemacht hat. Besonders faszinierend war für mich die Erfahrung, wie mit vergleichsweise einfachen und klar strukturierten Methoden bedeutende Erkenntnisse über Erreger und Infektionsprozesse gewonnen werden können. Gleichzeitig wurde ich vom gesamten Team außerordentlich freundlich aufgenommen, eingebunden und unterstützt, sodass ich mich vom ersten Tag an wohlgefühlt habe. Die Zeit am Institut war für mich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich sehr bereichernd und hat mein Interesse an der Forschung weiter bestärkt.

Ich bedanke mich recht herzlich bei dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung.


Dominik Günther, Praktikum am Institut für Immunologie, April - Oktober 2025

Im Rahmen meines Masterstudiums Pharmazeutische Biotechnologie an der Hochschule Zittau/ Görlitz habe ich am Friedrich-Loeffler-Institut ein 6-monatiges Praktikum im Labor für antivirale Immunität bei Frau Dr. Christine Luttermann absolviert. Ihre Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Interferenz von Viren mit dem angeborenen Immunsystem. Ziel des Praktikums war es, den praktischen sowie theoretischen Grundstein für meine Masterarbeit zu legen. 

Während meiner Zeit führte ich ein kleines, weiterführendes Projekt durch, welches sich mit dem PA-X Protein von Influenza A Viren, einem der wohl bekanntesten Krankheitserreger weltweit, beschäftigte. Die Viren gehören zur Familie der Orthomyxoviridae und können schwere Grippewellen oder gelegentlich auch Pandemien verursachen. Sie sind nicht nur für Tiere, sondern auch für den Menschen eine ständige Gefahr. Ein Hauptgrund dafür ist deren PA-X Protein, welches in den Wirtszellen den sogenannten „Protein-shut-off“ bewirkt. Durch diese Fähigkeit hemmen die Viren die angeborene Immunantwort von dem Wirt.  Die Erforschung solcher Viren ist daher ein wichtiger Schritt, um ein besseres Verständnis für solche Krankheitserreger zu erlangen und sie dadurch zukünftig gezielter bekämpfen zu können. 

Meine Arbeit bestand darin, unterschiedliche Varianten des Proteins, von einem hoch bzw. niedrig pathogenen Influenza A Stamm, mittels Co-Transfektionen in verschiedenen Zellkulturen zu untersuchen. Interessant daran ist, das sich die beiden PA-X Proteine nur in wenigen Aminosäuren unterscheiden und dass das PA-X Protein das Ergebnis eines +1offenen Leserahmens eines anderen wichtigen Proteins, dem PA Protein, ist. Ziel war es den unterschiedlichen Einfluss des „Protein shut-off“ und der IFN-I Inhibierung zu analysieren. Neben der Transfektion nutzte ich weitere Methoden, wie z.B. Luziferase Assays, Western Blot Analysen und verschiedene Klonierungsmethoden, um den Einfluss des Protein zu analysieren oder neue Proteinvarianten herzustellen, welche durch mich ebenfalls untersucht wurden. Neben meiner Laborarbeit konnte ich in wöchentlichen Arbeitsgruppenbesprechungen und Institutsmeetings Einblicke in andere Forschungsbereiche erlangen, meine Ergebnisse präsentieren und mich mit anderen Kollegen und Kolleginnen über unsere Ergebnisse austauschen und darüber diskutieren.  

Ein besonderer Dank geht an meine Betreuerin Frau Dr. Christine Luttermann, die es mir ermöglicht hat, Einblicke in ihren Forschungsbereich zu bekommen. Bei ihr, Frau Wiebke Lange und Herr Kai Othmer möchte ich mich für die tolle, interessante und lehrreiche Zeit, für die großartige Unterstützung  und Beantwortung all meiner Fragen während meiner Zeit am FLI, recht herzlich bedanken. Dank Ihnen konnte ich mein Wissen und meine Fähigkeiten in einem für mich neuen Forschungsbereich festigen, vertiefen und erweitern. 

Auch dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts möchte ich für die finanzielle Unterstützung in Form von monatlichen Fahrt- oder Mietkostenzuschüssen ein herzliches Dankeschön aussprechen. Mein Praktikum auf der Insel Riems am FLI werde ich insgesamt in schöner Erinnerung behalten. 


Emmi Miethe, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, August 2025

Im Rahmen meines Biologie-Studiums an der Universität Greifswald habe ich die Möglichkeit erhalten, ein vierwöchiges Praktikum am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems zu absolvieren. Dabei habe ich spannende Einblicke in die Virusforschung und den allgemeinen Laboralltag erhalten. Zudem konnte ich Verfahren, welche zuvor in Vorlesungen erläutert wurden, nun anwenden. Als Hauptaufgabe konnte ich selbst an der Optimierung der Genexpression des Gänse Interferon-γ (GoIFN-γ) in E.coli arbeiten. Einen weiteren interessanten Einblick habe ich im Insektarium bei den Zecken, Gnitzen und Mücken erhalten. Dabei durfte ich Puppen picken und Mücken absaugen. Des Weiteren habe ich zum ersten Mal ein Elektronenmikroskop gesehen und konnte mir Herpes-Viren durch dieses anschauen.

Für die Möglichkeit dieser Einblicke und Erfahrungen bedanke ich mich recht herzlich beim FLI. Großer Dank gebührt Dr. Kati Franzke, die mich unterstützte und jede Frage beantwortet hat. Ebenso danke ich der gesamten Arbeitsgruppe um Marie Luise Eweleit, Kristin Vorpahl, Mandy Jörn und Ulrike Neumann. Zudem vielen Dank an den Förderverein des FLIs für die finanzielle Unterstützung.


Codjia Risch, Praktikum in der Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit, Juli – August 2025

Das Praktikum im Labor für Pathologie in der Abteilung für Experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit am Friedrich-Loeffler-Institut wurde mir von einer Tierärztin empfohlen, die selbst früher ein Praktikum an diesem Institut absolviert hatte. Im Rahmen des Rotationsjahres meines Tiermedizinstudiums an der Justus-Liebig-Universität Gießen konnte ich ein zweimonatiges Wahlpraktikum in der Arbeitsgruppe von Frau Dr. Breithaupt am FLI absolvieren.

Während dieser Zeit war ich in ein Forschungsprojekt zum MERS-Coronavirus eingebunden. Ich unterstützte unter anderem bei der Aufbereitung und Auswertung zahlreicher Organproben und Gewebeschnitte. Dabei lernte ich verschiedene histologische Techniken kennen – darunter das Zuschneiden formalinfixierter Organproben, die Einbettung, das Schneiden der Gewebe am Mikrotom sowie die HE-Färbung und immunhistochemische Untersuchungen. Mit der Unterstützung meines Praktikumsbetreuers Tobias Britzke und des Technischen Assistenten Robin Brandt konnte ich diese Arbeitsschritte zunächst unter Anleitung und schon nach etwa einer Woche eigenständig durchführen.

Ein weiterer zentraler Bestandteil meines Praktikums war die Auswertung der Färbungen – eine Herausforderung, da dieser Bereich im Studium bisher kaum behandelt wurde. Dank der umfangreichen Materialien und Literatur, die mir zur Verfügung gestellt wurden, konnte ich mich jedoch gut einarbeiten und gleichzeitig meine Fähigkeiten in der Literaturrecherche und im Umgang mit englischsprachigen Fachtexten verbessern.

Besonders gefallen hat mir die abwechslungsreiche und praxisnahe Arbeit: Es gab immer etwas zu tun, und ich hatte nie das Gefühl, untätig zu sein. Sobald ich mit den Abläufen vertraut war, konnte ich meine Arbeitszeiten flexibel gestalten. Außerdem war jederzeit eine Ansprechperson für Fragen und Unterstützung vor Ort.

Durch das Praktikum konnte ich einen umfassenden Einblick in die vielseitigen Aspekte der Forschung gewinnen und habe nun eine deutlich konkretere Vorstellung davon, wie dieses Arbeitsfeld aussieht.

Ich möchte Frau Dr. Breithaupt und dem gesamten Team herzlich danken. Mein besonderer Dank gilt Tobias Britzke, der sich trotz seiner vielen Aufgaben stets Zeit für meine Fragen genommen hat. Ebenso danke ich Maxi Hertel für die hilfreichen Tipps und die angenehmen Gespräche sowie Robin Brandt für seine tatkräftige Unterstützung.

Abschließend möchte ich mich auch sehr herzlich beim Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung bedanken.


Roxana Bán, Julia Berger, Sebastian Haker und Berenike Kröck, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, August 2025

Vier hallensische Studierende wagten sich auf die Insel Riems - eine der sichersten und gleichzeitig gefährlichsten Orte Deutschlands. Der Grund: Nicht etwa eine Mutprobe, sondern ein fünftägiges Praktikum im Rahmen des Masterstudiengangs Agrarwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Das Modul „Tierseuchen und deren Bekämpfung“ gab uns zum einen spannende Einblicke in die Geschichte von und um Friedrich Loeffler sowie in die Entstehung des Instituts auf der Insel. Zum anderen wurden wir in die Grundlagen der Virologie eingeführt und lernten verschiedene Methoden der Labordiagnostik kennen, besonders im Zusammenhang mit BVD (Bovine Virusdiarrhoe) und dem Schmallenberg-Virus (SBV). Unter der fachlichen Anleitung und den wachsamen Augen von Frau PD Dr. Wernike und Frau Hillmann konnten wir unsere praktischen Kompetenzen im Labor austesten und erweitern - manchmal mit mehr und manchmal mit weniger Erfolg. Denn: Beim Pipettieren und beim Vorbereiten und Durchführen u. a. von ELISA- und PCR-Tests zeigten sich schnell die Herausforderungen und Feinheiten dieser diagnostischen Verfahren. Ein weiteres Highlight war die Führung durch Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Thomas C. Mettenleiter, der viele Jahre Präsident des FLIs war und dieses entscheidend geprägt hat. Er gab uns einen beeindruckenden Einblick in die faszinierende Welt der Viren und erklärte, wie bedeutend deren Erforschung für die Bekämpfung von Tierseuchen ist.

Das Praktikum war eine unglaublich lehrreiche Erfahrung, die uns auch einen tollen Blick hinter die Kulissen eines weltweit führenden Instituts ermöglichte. Schade, das er schon vorbei ist, unser Besuch des „Alcatraz der Viren“ :) Einen herzlichen Dank an den Förderverein für die Ermöglichung der Teilnahme an diesem abwechslungsreichen und außergewöhnlichen Praktikum!


Lea Steinle, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Juli – August 2025

Im Rahmen meines Veterinärmedizin-Studiums an der Justus-Liebig-Universität Gießen hatte ich die Gelegenheit, acht Wochen meines praktischen Jahres am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems zu absolvieren. Ich konnte im Labor von Frau Dr. habil. Ute Ziegler in die Welt der Forschung eintauchen. Der Fokus ihrer Arbeitsgruppe liegt in der Forschung zu West-Nil- und Usutu-Virus sowie der Verbreitung dieser Flaviviren in Deutschland. Weiterhin ist dort das Nationale Referenzlabor für West-Nil-Virus Infektionen bei Vogel und Pferd angesiedelt, wo jährlich viele Einsendungen bearbeitet werden. Es waren sehr vielseitige zwei Monate, in denen ich sowohl unter Anleitung als auch eigenverantwortlich Einblicke in den vielfältigen Laboralltag gewinnen, an Sektionen teilnehmen, histologische Schnitte färben und anschließend mikroskopisch betrachten durfte.

Obwohl meine bisherigen praktischen Laborerfahrungen begrenzt waren, fand ich dank des Laborteams einen sehr guten Einstieg in wissenschaftliche Fragestellungen und die Arbeit im Labor. Dadurch konnte ich Grundlagen aus meinen Kursen vertiefen und Methoden wie Probenbearbeitung, ELISA-Tests, RNA-Extraktion und RNA-RT-qPCR praktisch anwenden und festigen.

Durch mein Praktikum habe ich einen abwechslungsreichen und tiefen Einblick in die aktuelle wissenschaftliche Forschung mit ihren zahlreichen Facetten erhalten. Ich durfte während meiner acht Wochen auch ein eigenes kleines Projekt durchführen und meine Ergebnisse auswerten. Dafür habe Ich Wildschweinblutproben, die in Berlin-Brandenburg bereits auf Flavivirus-Antikörper voruntersucht worden waren, am FLI mit zwei verschiedenen ELISAs spezifisch auf West-Nil-, Usutu- und FSME-Virus-Antikörper getestet, um die Genauigkeit der Erstbefunde zu überprüfen und mögliche regionale Unterschiede in der Verbreitung der Viren aufzuzeigen.

Während meines Praktikums wurde ich geduldig in alle wichtigen Arbeitsprozesse eingearbeitet und hatte stets eine ausgesprochen nette und hilfsbereite Unterstützung an meiner Seite. Es wurde außerdem großen Wert darauf gelegt, dass ich auch außerhalb meines Projektes weiteres Wissen und praktische Fähigkeiten erwerben durfte. Vielen lieben Dank an Dr. Ute Ziegler, Franziska Schopf, Anne Schwarzer, Anna Schmitz, Katja Wittig und Cornelia Steffen. Auch allen weiteren Personen des INNT, insbesondere Martin Eiden, Lydia Kasper, Isabella Hrabal und Birke Lange, die mir jederzeit mit Rat und Tat zur Seite standen, möchte ich herzlich danken.

Außerdem bedanke ich mich beim Förderverein des FLI für die Unterstützung meines Praktikums.


Josefine Tecklenburg, Praktikum am Institut für internationale Tiergesundheit/ One Health, Februar - Juli 2025

Im Rahmen des internationalen Masterstudiengang „Infectious Diseases and One Health“ hatte ich das Privileg das sechs Monatige Pflichtpraktikum bei Prof Sascha Knauf, PhD habil am Institut für internationale Tiergesundheit/One Health (IITG) zu absolvieren.

Ich arbeitete an der Konzeption und Durchführung eines Scoping Reviews zum Thema One Health und skin NTDs, diese sind von der Weltgesundheitsorganisation fokussierte vernachlässigte tropische Infektionskrankheiten, die die Haut betreffen. Viele dieser Krankheiten sind zoonotisch, so dass Wissen über die Pathogene in Tieren als auch der Umwelt essenziell für deren Prävention und Bekämpfung bei Menschen ist. Der Review ist Teil der Kooperationsarbeit der WHO skind-NTD Arbeitsgruppe One Health, welche die Ziele zur Reduktion der skin NTDs der WHO im Rahmen des One Health Konzeptes unterstützt. Um gezielter Forschung und Projekte zu fördern, ist eine „Gap Analyse“ nötig und der Review bildet eine Grundlage dafür. Ich erarbeitete die Kernfragen des Reviews, die booleschen Suchbegriffe, sowie die Protokolle für die Inklusion und Datenextraktion der Fachliteratur. Hierfür suchte ich auch nach KI-Software: letztendlich nutzten wir ASReview für die erste Selektionsrunde. Dieses Programm erleichtert die Durchsicht von Titeln und Abstrakte durch kontinuierliches sortieren nach Relevanz durch aktives maschinelles Lernen. Zusammen mit den jeweiligen Experten der WHO Arbeitsgruppe wurden die Artikel selektiert und die Daten extrahiert. Für meine Masterarbeit „Disease ecology of skin NTDs: a One Health scoping review for selected diseases“ fokussierte ich mich auf die Auswertung für drei der elf Krankheiten: Buruli-Ulkus, Frambösie und Tungiasis. Hierbei zeigte sich zum Beispiel, dass Reservoirsysteme für Mycobacterium ulcerans, den Buruli-Ulkus Erreger, nicht in allen endemischen Ländern erforscht werden, obwohl es signifikante Unterschiede geben kann.

Während des Praktikums lernte ich viel über systematische Wissenschaftssynthese und durfte viele Erfahrungen mit internationaler und multidisziplinärer Zusammenarbeit machen. Die Organisation eines so weitreichenden internationalen Projekts war herausfordernd, spannend und hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es freut mich auch nach dem Ende des Praktikums, weiter mit Prof Knauf an dem Projekt arbeiten zu dürfen.

Ein großer Dank gilt selbstverständlich allen Projektbeteiligten. Ich möchte mich aber auch beim gesamten Team des IITG recht herzlich bedanken. Ich wurde sehr freundlich aufgenommen und schätze die Einblicke in die verschiedenen Forschungsprojekte. Als Humanmedizinerin mit vorwiegend praktischer Arbeitserfahrung konnte ich viel Neues lernen: von Biodiversitätsprojekten über nicht-invasiver/Umwelt-Beprobung für Surveillance zur Tierseuchenbekämpfung. Auch die mittäglichen Gespräche Rund um das One Health Konzept und Umweltethik möchte ich nicht missen.

Zudem möchte ich mich hiermit beim Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung bedanken.


Wahlpflichtpraktikum am Institut für Virusdiagnostik, Juli 2025

Vom Hörsaal ins Labor - vier Tage lang durften fünf Tiermedizinstudenten der LMU München das Friedrich-Loeffler Institut kennenlernen. Neben zahlreichen informativen und spannenden Vorträgen zu virologischer Forschung und aktuellen Tierseuchengeschehen wie Afrikanische Schweinepest und MKS, durften wir auch selbst grundlegende Labormethoden ausprobieren. Dazu gehörten neben PCR und ELISA auch Nukleinsäureextraktion, Virustitration und Einblicke in die Arbeit mit dem Fluoreszenzmikroskop. Dabei konnten wir unsere in der Uni theoretisch erworbenen Kenntnisse praktisch anwenden und mit aktuellen Fällen verknüpfen.

Auf einem ausgiebigen Rundgang über das Institutsgelände gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Beer erhielten wir spannende Hintergrundinformationen über die Geschichte und Entwicklung des FLI sowie einen kleinen Überblick über die Arbeit im Hochsicherheitslabor.

Wir möchten uns herzlich für die interessante Woche und das geduldige Beantworten all unserer Fragen bedanken! Ein großer Dank geht außerdem an den Förderverein für die finanzielle Unterstützung der Reise.


Charlotte Strauß, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, Juni - Juli 2025

Als Tiermedizinstudentin aus München habe ich mich sehr über die Möglichkeit gefreut, im Rahmen meines großen kurativen Praktikums vier Wochen am Institut für Virusdiagnostik des Friedrich-Loeffler-Instituts zu absolvieren, nachdem ich dieses im Vorjahr bereits innerhalb eines Wahlpflichtfachs kennenlernen durfte. 

Im Labor unter der Leitung von Dr. Patricia König konnte ich einen tieferen Einblick in vielfältige Diagnostikmethoden gewinnen, welche von Virusanzucht über ELISA bis hin zur PCR reichten und die ich unter Anleitung eigenständig durchführen durfte. Probenaufbereitung von verschiedenen Organmaterialien und anschließende DNA- oder RNA-Extraktion, Chargenprüfungen von kommerziellen Test-Kits sowie das Subkultivieren von Zellkulturen gehörten dabei routinemäßig zu meinen Aufgaben. Auch an der Etablierung eines Verfahrens zur Myxomatose-Diagnostik mittels indirektem ELISA durfte ich mitwirken. 

Zudem konnte ich an zahlreichen fachlichen Vorträgen und Seminaren teilnehmen, mich mit einigen Doktoranden und PostDocs über ihre Projekte austauschen und mich so über eine Perspektive außerhalb der kurativen Tierarztpraxis informieren. Dank der guten Organisation meiner Laborleiterin hatte ich außerdem die Gelegenheit, gemeinsam mit Dr. Sandra Blome die Vorbereitungen eines geplanten Tierversuchs mit einer Wildschweinbache und deren Frischlingen sowie eine Sektion mit Organprobenentnahme mitzuerleben. 

Insgesamt war die Zeit von interessanten Forschungsarbeiten und einem breiten Spektrum labortechnischer Arbeitsmethoden geprägt, wofür ich ein großes Dankeschön an das Labor König aussprechen möchte und insbesondere an Maria Justiniano Suarez, die mich in den laufenden diagnostischen Labortätigkeiten bestens angeleitet hat und mir jederzeit bei Fragen zur Seite stand. So konnte ich vor allem meine praktischen Laborfertigkeiten erweitern.

Zusätzlich möchte ich mich noch beim Förderverein des FLI für den finanziellen Zuschuss meiner Unterkunft auf der Insel Riems bedanken.


Pratik Kiju, Internship at the Institute of International Animal Health/ One Health, January - July 2025

I am Pratik Kiju, a veterinarian and Erasmus scholar pursuing a joint master's degree in Infectious Disease and One Health (MSc IDOH). As part of the MSc IDOH, I had the incredible opportunity to undertake my final semester thesis at the Institute of International Animal Health/One Health (IITG), Friedrich Loeffler Institute. I conducted a proof-of-concept study using wheat-supplemented water samples to screen for zoonotic pathogens non-invasively in wild mammals on Riems Island, and also monitored the activity of these mammals using wildlife cameras. I carried out the thesis under the close supervision of Dr. Anja Globig and Sylvia Dreyer, PhD. Their role has been instrumental in shaping the research work.

The internship here at IITG has been an enriching experience, from learning laboratory skills, attending seminars and meeting many scientific experts. We aimed to detect antimicrobial resistance (AMR) in bacterial pathogens and Betacoronaviruses present in wild mammals from two locations: the sentinel cage and the forest site, while also monitoring wildlife activity using cameras. From going out in the field twice a week to collect samples and conduct laboratory analysis, I learned various techniques, including virus concentration, RNA/DNA extraction, PCR, RT-PCR, bacterial isolation, and AMR detection. I acquired a fundamental understanding of Sanger sequencing and whole-genome sequencing, which has been one of the notable aspects of my internship. I am grateful to Simone Lueert, Lab technician at IITG, for all the help and guidance in the lab. I acknowledge the vast scope of learning that lies ahead and remain eager to engage in future opportunities to deepen my understanding and skills. My utmost gratitude to all the team members and staff of IITG, FLI, who have been like a family to me. I would like to emphasise that the weekly PhD seminars and team discussions at IITG have been crucial in shaping this internship, ultimately fitting together like the final pieces of a beautiful puzzle. Finally, these non-invasive approaches are of One Health significance because they are easier to implement, and more importantly, do not disturb the wildlife. Therefore, our findings suggest that non-invasive techniques, such as wheat-supplemented water sampling, could be valuable for research in the One Health framework.

Thank you, Friends of the Friedrich Loeffler Institute, for providing me with financial support during my internship, which I greatly appreciate. Overall, this support has made my stay in Greifswald a pleasant experience.


Souhaib Haouache, Internship at the Institute of Diagnostic Virology, July 2025

I completed a 7-month internship as part of my Bachelor's degree in Applied Science – Biomedical Route at Zuyd University of Applied Sciences in Heerlen. My internship took place within the Institute of Diagnostic Virology at the Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), in the laboratory of PD Dr. Dennis Rubbenstroth.

During my internship, my task was to develop and improve serological methods for the detection of antibodies against the  rustrela virus (RusV). RusV, a relative of the human rubella virus, has only recently been discovered and was shown to cause fatal neurologic diseases in a broad range of mammals.

Over the course of my internship, I gained in-depth experience with serological techniques, molecular tools and cell culture. I also had the opportunity to observe and learn from a variety of other research projects conducted by my colleagues at the FLI, further broadening my scientific perspective.

I would like to express my sincere gratitude to the colleagues at the FLI for their invaluable support, mentorship, and guidance throughout my stay. I would also like to thank all other members of the institute who contributed to making this an unforgettable and enriching experience.

Finally, I am deeply thankful to the Society of Friends of the Friedrich-Loeffler-Institut for their financial support, which made this internship possible.


Fareeha Ahmad, Praktikum in der Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit, Juli 2025

Im Rahmen meines Rotationsjahres entschied ich mich bewusst für ein vierwöchiges Praktikum am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), um mein Interesse an der Pathologie zu vertiefen und fundierte Einblicke in die veterinärmedizinische Forschung zu gewinnen. Bereits im Verlauf verschiedener Vorlesungen an der Universität Gießen war ich mehrfach auf das FLI aufmerksam geworden. Die dort betriebene Forschung weckte in mir den Wunsch, aktiv an wissenschaftlichen Fragestellungen mitzuwirken und mein Wissen in der Pathologie praxisnah zu erweitern.

Mein Praktikum absolvierte ich in der Abteilung „Experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit – Pathologie“ unter der Leitung von Frau Dr. Breithaupt. Von Beginn an wurde ich herzlich in das Team aufgenommen und erhielt die Möglichkeit, eigenständig an einem Forschungsprojekt mitzuarbeiten. Im Rahmen einer Studie zur Aviären Influenza untersuchte ich pathologische Veränderungen bei geimpften und ungeimpfte Tieren. Ziel des Projekts war es, anhand histologischer (HE) und immunhistochemischer (IHC) Färbungen zu untersuchen, ob und inwieweit die verabreichten Impfstoffe eine Wirkung bei den Versuchstieren gezeigt haben. Dabei wurden die Gewebeproben sowohl geimpfter als auch ungeimpfter Tiere ausgewertet, um pathologische Veränderungen in verschiedenen Organen systematisch zu vergleichen. Die Mitarbeit an diesem praxisrelevanten Projekt war für mich nicht nur fachlich bereichernd, sondern auch persönlich sehr motivierend.

Ein besonderer Schwerpunkt meiner Tätigkeit lag auf der praktischen Durchführung histologischer Arbeitsschritte: vom Einbetten frischer Proben in Paraffin über das Schneiden am Mikrotom und das Aufziehen der Schnitte bis hin zur Durchführung und Auswertung von HE- und IHC-Färbungen. Die intensive Beschäftigung mit histologischen Präparaten ermöglichte es mir, mein Wissen in Histologie zu festigen und ein tieferes Verständnis für pathologische Prozesse zu entwickeln. Darüber hinaus hielt ich im Verlauf des Praktikums zwei Präsentationen – eine über eine spezielle Färbemethode, die andere über die vorliegende Impfstudie –, was meine Fähigkeit zur wissenschaftlichen Aufbereitung und Kommunikation weiter schärfte.

Während meiner Praktikumszeit am Friedrich-Loeffler-Institut durfte ich wertvolle praktische Erfahrungen sammeln. Mein besonderer Dank gilt Frau Dr. Breithaupt für die herzliche Aufnahme und die fachkundige Betreuung, die mir von Beginn an das Gefühl gab, willkommen zu sein. Ein besonderer Dank geht auch an Herrn Tobias Britzke, dessen sorgfältige und gewissenhafte Begleitung mir fachlich eine große Unterstützung war. Herrn Robin Brandt danke ich für die praxisnahe und geduldige Einführung in die technischen Abläufe der Pathologie, die mir wichtige Einblicke in das tägliche Arbeiten in diesem Fachbereich ermöglicht hat. Die Zeit am Friedrich-Loeffler-Institut hat meinen Entschluss gefestigt, meine berufliche Laufbahn in der Pathologie weiterzuverfolgen. Die im Rahmen dieses Praktikums gesammelten Erfahrungen bilden eine wertvolle Grundlage für meinen weiteren Weg. Es war mir eine große Freude und Ehre, Teil dieses wissenschaftlichen Umfelds zu sein. Mein herzlicher Dank gilt zudem dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts, der durch seine finanzielle Unterstützung meine Praktikumszeit maßgeblich ermöglicht und erleichtert hat.


Maren Epting, Praktikum am Institut für internationale Tiergesundheit und One Health, April - Mai 2025

Im Rahmen des Rotationsjahres meines Tiermedizinstudiums an der Justus-Liebig-Universität in Gießen hatte ich die Möglichkeit in der Arbeitsgruppe von Prof. Sascha Knauf PhD. habil. in dem Institut für internationale Tiergesundheit und One Health am FLI ein achtwöchiges Praktikum zu absolvieren.
Ich bin während meines Studiums über Wahlpflichtveranstaltungen mit dem „One-Health-Konzept“ und der Arbeit des IITGs in Berührung gekommen und ich war sofort begeistert von der Idee (tier)medizinische Probleme nicht getrennt nach den Sektoren Mensch, Tier und Umwelt zu betrachten, sondern intersektionale, nachhaltige Lösungen auf Augenhöhe mit den Menschen vor Ort zu entwickeln.

In meinem Praktikum konnte ich in viele unterschiedliche Arbeitsbereiche einen Einblick erhalten. Hauptsächlich arbeitete ich an einem EU-Projekt mit, das den Einfluss von Biodiversität auf die Prävalenz zoonotischer Erreger untersucht. Das bedeutete für mich, dass ich viel selbstständig im Labor arbeiten durfte und Routine in verschiedenen Verfahren wie DNA-/RNA-Extraktionen, sowie konventionelle PCRs, aber auch qPCRs erlangen konnte. Hauptsächlich testeten wir verschiedene Proben von Nagetieren auf Krankheitserreger.
Zudem war ich parallel noch für ein anderes Projekt an der Datenextraktion aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu vernachlässigten Tropenkrankheiten wie Tungiasis und Buruli ulcer beteiligt.

Für einzelne Tage durfte ich außerdem noch in die Aviäre-Influenza-Forschung der Arbeitsgruppe von Dr. Anja Globig hineinschnuppern, was mir gute Einblicke in die Feldforschung ermöglichte.
Das Praktikum hat mir gezeigt, wie vielfältig wissenschaftliches Arbeiten in der Tiermedizin sein kann und ich konnte spannende Einblicke in unterschiedliche Bereiche von internationaler Tiergesundheit und dem One Health Ansatz bekommen. Neben den vielen praktischen Fertigkeiten im Labor, konnte ich mir auch einiges an theoretisches Wissen aneignen. Besonders interessant und hilfreich fand ich das IITG PhD-Meeting jeden Mittwoch, bei dem die Ergebnisse bzw. Fortschritte der unterschiedlichen Projekte der Doktorand*innen präsentiert und diskutiert wurden. Somit konnte ich auch gute Einblicke in die Arbeit als Doktorand*in bekommen und worauf bei wissenschaftlichem Arbeiten zu achten ist. 

In meiner Zeit am FLI wurde ich vom Team des Instituts herzlich aufgenommen und sehr einfühlsam betreut, was das Lernen und Arbeiten sehr angenehm machte.
Ein besonderer Dank gilt Prof. Sascha Knauf PhD. habil., sowie Alina Anton und der technischen Assistenz Simone Lüert für die großartige fachliche Betreuung. Zum Abschluss möchte ich mich zudem beim Förderverein des FLIs für die finanzielle Unterstützung bedanken.
 

Lena Franke-Heidenreich, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, April - Mai 2025

Bereits im vergangenen Jahr konnte ich im Rahmen eines Kurzpraktikums das Institut für Virusdiagnostik kennenlernen. In den vergangenen sechs Wochen hatte ich nun die Möglichkeit, im Rahmen des praktischen Jahres meines Tiermedizinstudiums ein Forschungspraktikum in der MKS-Arbeitsgruppe von Dr. Michael Eschbaumer am Institut für Virusdiagnostik des Friedrich-Loeffler-Instituts zu absolvieren. Ich freue mich sehr, nun einen tieferen Einblick in die Arbeit hier gewinnen zu können.

Für mich war es eine sehr vielseitige Zeit. Ich konnte sowohl bei Vorträgen lauschen, im Labor mitarbeiten als auch an Tierversuchen teilnehmen. Ich kann ehrlich sagen, dass mir nie langweilig wurde, was natürlich auch an dem tollen Team, das mich so herzlich aufgenommen hat, liegt.

Im Labor konnte ich die Basics, die ich bereits im Studium kennengelernt habe, vertiefen und auch meine praktischen Fähigkeiten verbessern. Dazu gehören zum Beispiel PCR, Extraktion von RNA, das Arbeiten mit Zellkulturen, Plaque-Tests und Titrationen. Wir beschäftigten uns mit der Herstellung von chimären Viren als Impfstoffkandidaten. 
Im Rahmen dieses Projekts wurde auch ein Tierversuch betreut, sodass ich einen Teil meiner Zeit im Stall verbringen konnte. Sowohl Probenentnahmen als auch deren Bearbeitung gehörten dabei zu meinem Alltag. 

Mein Dank gilt an dieser Stelle auch den Tierpflegern, die sich so gewissenhaft um die Rinder und Schweine kümmern und stets für Fragen offen waren. Der Aufwand, der in die Planung und Durchführung solcher Versuche fließt, ist mir hier erst richtig bewusst geworden. Besonderes bedanken möchte ich mich bei der AG MKS dafür, dass sie mich so freundlich aufgenommen haben und dem Förderverein für die finanzielle Unterstützung.
 


Isabell Telaar, Praktikum in der Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit, April - Mai 2025

Im Rahmen meines Rotationsjahres als Teil des Tiermedizinstudiums an der Justus-Liebig- Universität Gießen habe ich ein vierwöchiges Praktikum in der Arbeitsgruppe von Fr. Dr. Breithaupt in der Abteilung für experimentelle Tierhaltung und Biosicherheit am FLI absolviert. 

Meine Tätigkeiten während des Praktikums waren weit gestreut: von der Sektion eines Frettchens mit anschließender Diagnosestellung, Zuschneiden der Formalin-fixierten Organproben über das Einbetten dieser in Paraffin bis zum Anfertigen der Gewebeschnitte am Mikrotom mit anschließender Übersichtsfärbung. Zusätzlich durfte ich den Doktoranden der Arbeitsgruppe oftmals bei ihren Arbeiten über die Schulter schauen. Besonders gefallen hat mir, dass ich mein eigenes Projekt bearbeiten durfte: die Antikörper-Etablierung des Markers Synaptophysin, der für immunhistochemische Untersuchungen verwendet werden soll. Sehr hilfreich für eine die Arbeit im wissenschaftlichen Bereich war außerdem das Seminar zur Literaturrecherche unter der Leitung von Fr. Naß in der hauseigenen Bibliothek, an dem ich teilnehmen durfte.  In allen Bereichen des Instituts wurde ich fachlich sehr gut und menschlich einfühlsam betreut, auch eine lockere Unterhaltung war jederzeit möglich und der Spaß an der Arbeit waren stets im gesamten Team spürbar.
Durch das Praktikum habe ich einen vielseitigen und tiefen Einblick in die Forschung bekommen, wodurch ich meine berufliche Ausrichtung und Ambitionen bezüglich einer Doktorarbeit vertiefen kann.

Ein großer Dank gilt Herrn Prof. Teifke, Frau Dr. Breithaupt, meinem Betreuer Dr. Mathias Michaely sowie den Doktoranden der Arbeitsgruppe, besonders Maxi Hertel und der technischen Assistenz Robin Brandt, der durch sein Wissen und seine tatkräftige Unterstützung jede Arbeit im Labor angenehm machte. Abschließend möchte ich mich ebenfalls herzlich beim Förderverein des FLI für seine finanzielle Unterstützung bedanken.

 


Hanna Schuster, Praktikum am Institut für Epidemiologie, April - Mai 2025


Ich hatte den Wunsch, im Rahmen meines Tiermedizinstudiums an der LMU München einen Teil meines großen kurativen Praktikums in der Forschung zu absolvieren. Daher habe ich mich sehr über die Möglichkeit gefreut, während eines Zeitraumes von sechs Wochen detaillierte Einblicke im Institut für Epidemiologie sammeln zu dürfen.
Einen großen Teil meiner Zeit habe ich der Aufarbeitung von Daten der letzten Seuchenausbrüche der Afrikanischen Schweinepest 2024 in Deutschland gewidmet.
Dabei wurde ich mit der Programmiersprache R vor neue Herausforderungen gestellt. 
Mit Excel und RStudio habe ich PCR- und ELISA-Ergebnisse von Tuper-, Blut- und Serumproben von Schweinen betroffener Betriebe in verschiedenen Diagrammen veranschaulicht und ausgewertet. Zudem habe ich mich mit der Sensitivität und Spezifität der Tupferproben beschäftigt. 

Stomoxis calcitrans (ein potentieller Überträger) wurde ebenfalls beprobt und auch diese Ergebnisse flossen mit in die Auswertung ein.
Außerdem hatte ich immer wieder die Gelegenheit, bei interessanten Seminaren und Vorträgen rund um die Themen der Epidemiologie dabei sein zu können.
In den sechs Wochen konnte ich daher nicht nur ein sehr detailliertes Verständnis über das Seuchengeschehen der Afrikanischen Schweinepest entwickeln, auch mein statistisches und informatisches Wissen haben deutlich von diesem Praktikum profitiert.

Ich möchte mich ganz herzlich bei der Leiterin des Institutes und meiner zuständigen Betreuerin Frau Prof. Dr. Sauter-Louis bedanken, die mich nicht nur fachlich durch dieses Praktikum begleitet, sondern auch sichergestellt hat, dass ich einen sehr angenehmen Aufenthalt auf der Insel Riems hatte. Zudem danke ich herzlich dem gesamten Team des Institutes für Epidemiologie, die mich mit viel Offenheit und Freundlichkeit für die sechs Wochen aufgenommen haben. Mein besonderer Dank geht hiermit auch an alle Mitglieder des Fördervereines, die mich bei den Mietkosten finanziell sehr unterstützt haben.
 


Nishita Ashraf, Internship at the Insitute of Epidemiology, March 2025

I am Nishitha, from Kerala, India. I am pursuing my MSc in Epidemiology at the Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie (IBE), Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), Munich. When I applied for the internship at the Institute of Epidemiology (IfE), Friederich-Loeffler-Institut (FLI) Riems, I had many apprehensions—the usual ones expected from someone for whom everything is new: academic milieu, country, culture, people, seasons, lifestyle, and food. But then, fingers crossed, one proceeds with courage. And I am glad I did because the 18 weeks of internship at IfE have been the best one so far in my career.

Under the mentorship of Dr. Dr. Hannes Bergmann, I worked on a systematic review of potential risk factors of Lumpy Skin Disease in cattles. My tasks included executing customized search strings in various literature databases, extracting metadata in different formats from search results, using R for de-duplication of data, conducting title and abstract screening, utilizing R to analyze risk factors from screened data, generating histograms, RAKE (Rapid Automatic Keyword Extraction) scores, co-occurrence networks, and timeline graphs.

All these might sound very basic to a reader who is established in research. For me, these were all new. And as such, it takes another level of patience for an established researcher like Dr. Bergmann to come down to the level of a newbie like me and show me the ropes. I am deeply grateful for the time, patience, empathy, and support he has given consistently throughout the internship. And also for being very mindful in creating non-hierarchical, safe spaces, and always ensuring a culture of belonging. A big shout-out to the IfE head, Prof. Dr. Carola Sauter-Louis, for setting the tone of the work culture at IfE.

I am indebted to the FLI-Förderverein for the monthly financial assistance granted for housing. It was a huge blessing and relief, and made a lot of difference in the monthly budgeting of expenses. I hope to pay it forward someday.

A mighty big thank you to Bianca Bußmann, Heidrun Knittler and Daniela Kienscherf who always made time to respond to my numerous emails about the internship, accommodation, and immigration paperwork. And a heartfelt thank you to Beate Meyheck for ensuring a comfortable stay at the guest house accommodation.


Messaouda Bouchra Chaguetmi, Praktikum in der Arbeitsgruppe "Labor für Impfstoffe und Impfstoffsicherheit (StIkoVet)", November 2024 - April 2025


From this beautiful view at the Laboratory of Vaccines and Vaccine Safety (see picture on the right), I had the opportunity to write my master’s thesis. As a veterinarian and master’s student in Biotechnology at the Berliner Hochschule für Technik, the Friedrich-Loeffler-Institute (FLI) was the ideal place to carry out my research, where animal health and research come together.
I had the chance to work in the laboratory of Dr. Max Bastian, under his supervision, which was an incredible experience. I learned a lot and participated in several ongoing projects within the lab. My thesis focused on the development and establishment of an in vitro analytical approach to assess the composition of the three commercial vaccines used in Germany against Bluetongue Virus serotype 3: BulTaVo 3, BLUEVAC-3, and Syvazul.


This project addressed the re-emergence of Bluetongue disease in Europe and the urgent need for rapid vaccination programs, where time limitations often do not allow for thorough evaluation in in-vivo studies. To overcome this, I applied and adapted a quantification method based on immunoblotting. The technique had originally been developed for antigen-quantification in aluminium hydroxide–adjuvanted rabies vaccines. The study also involved mass spectrometry and serum neutralization assays to evaluate vaccine composition and test the reactivity of animal-derived sera and antibodies against the viral antigens. Light microscopy was used to visualize aluminium hydroxide particles, and a sedimentation assay was performed to measure adjuvant content, with results compared to the manufacturers' declared values. The overarching goal was to establish a cost-effective, time-efficient in vitro framework for rapid vaccine evaluation.

My experience at the FLI was truly exceptional. It is a fantastic place for any student eager to engage in meaningful research and be inspired by talented scientists. I learned so much about teamwork, had the opportunity to explore ideas, conduct meaningful experiments, and felt genuinely supported as a young master’s student preparing for the next step of my career.

I would like to thank the people who made this experience so special: My supervisor, Dr. Max Bastian, for generously sharing his knowledge and guiding me throughout the project.
My colleagues:  Josephine Friedrich, for patiently answering all my questions and always being kind and ready to help and Dr. Zaida Rentería, with whom I had many interesting and enjoyable discussions about science. I am also grateful to the team at the Institute of Immunology, especially the head of the institute, Prof. Anca Dorhoi, for the inspiring scientific events and discussions.


Finally, I extend my thanks to all the staff members at the FLI who made my arrival and stay smooth and welcoming. A special and sincere thanks goes to the FLI Förderverein for their financial support, which made it possible for me to come to Greifswald and successfully complete this internship.
 


Jonas Westerteicher, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, März - April 2025

Im Rahmen meines Biologiestudiums (6. Semester an der FU Berlin) absolvierte ich ein neunwöchiges Praktikum am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems, im Labor für Stechmücken-Monitoring, unter der Leitung von Dr. Mandy Schäfer. Ziel war es, einen Einblick in die angewandte Forschung außerhalb des universitären Kontexts zu erhalten.

Mein Praktikum war vielfältig: Ich lernte die Zucht von Stechmücken, Gnitzen und Zecken kennen und arbeitete an Infektionsversuchen mit Usutu-, Sindbis- und Schmallenberg-Viren. Diese Viren gehören zu den Arboviren, die durch Arthropoden übertragen werden und sowohl für Tiere als auch Menschen gesundheitliche Risiken darstellen können. 
Dabei infizierten wir Stechmückenlarven mit virusbelastetem Futter (Vero-Zellen) und adulte Stechmücken über künstliche Blutmahlzeiten. Die Ausscheidungen der Stechmücken sowie ihre Speichelsekrete (gewonnen via "Salivation Assay", bei dem die Tiere in Pufferlösung „abspeicheln“) wurden anschließend auf Virus untersucht. Dafür führten wir molekularbiologische Methoden wie DNA-Extraktionen, PCR und RT-qPCR durch. Ein weiteres Highlight war die Feldarbeit mit Patrick Gutjahr, bei der wir Stechmückenfallen in der Region Peenetal aufstellten.
Diese Forschung finde ich nicht nur spannend, sondern auch besonders relevant, da sie dazu beiträgt, besser zu verstehen, wie Zoonosen durch Insekten übertragen werden können und wie sich Infektionsrisiken gezielt minimieren lassen - ein zentraler Aspekt des „One Health“-Ansatzes, der die enge Verbindung zwischen Umwelt, Tier und Mensch betont. Danke an das FLI und den Förderverein für das Ermöglichen dieses spannenden Praktikums. 

Vertiefend möchte mich herzlich bei Mandy Schäfer für die Chance, Teil ihrer AG zu sein, bedanken. Besonders auch bei Christin Körsten für die Möglichkeit sie durch ihren Alltag zu begleiten und jede Frage stellen zu können. Auch Aileen Stoll danke ich für ihre hilfreichen Tipps im Labor und Ulrike Neumann für die interessanten Einblicke in die Arthropodenzucht.
 


Chiara Möbus, Praktikum am Institut für Immunologie, März - April 2025

Während des praktischen Jahres des Veterinärmedizin Studiums ist es möglich ein Wahlpraktikum im Bereich Forschung zu machen. Für mich war es eine große Ehre, dieses am Friedrich-Loeffler-Institut absolvieren zu können, von dem ich im Laufe meines Studiums im Rahmen von Infoveranstaltungen, Vorträgen und Wahlkursen natürlich schon viel gehört hatte.

Betreut wurde ich während der zwei Monate von Dr. Gang Pei und durfte dabei sogar mein eigenes kleines Projekt durchführen, wofür ich sehr dankbar bin.
Dabei habe ich mich mit der Interferon Antwort von Ägyptischen Nilflughunden beschäftigt, die ein natürliches Reservoir von vielen zoonotischen Viren wie Marburg und Sosuga darstellen und somit ein sehr relevantes Forschungsthema sind. Für mich war dies besonders interessant, da ich zum Beispiel viel über die durch andere Flughunde übertragene Zoonosen Hendra und Nipah gelernt habe, da diese Krankheiten natürlich besonders relevant für die Tiermedizin sind und den Alltag von Tierärzt_innen beeinflussen. Ich habe mich mit Interferon Beta (IFN-ß) beschäftigt, dass zur Gruppe der Typ I Interferone zählt. Dies kann unter anderem eine potente antivirale Immunantwort, zum Beispiel gegen oben genannte Krankheiten, auslösen. Denn es aktiviert über eine intrazelluläre Signalkaskade die Transkription von Interferon stimulierenden Genen, welche wiederum verschiedene Abwehrmechanismen gegen Viren vermitteln.

Im Praktikum war es nun für mich sehr bereichernd, dass ich auch mehr praktische Laborerfahrung sammeln konnte. Meine Aufgabe war es Flughund IFN-ß im Zellkultur-Überstand einer humanen Zelllinie nachzuweisen und aufzureinigen. Hierfür wurden bereits zwei verschiedene IFN-ß produzierenden Gene in Zellen stabil integriert, die kontinuierlich IFN-ß in den Überstand abgeben. Meine Aufgabe war es diese Proteinexpression zu vergleichen. Hierbei konnte ich verschiedene Labormethoden kennenlernen und dank der guten Betreuung durch Lisa Loerzer im Laufe meines Praktikums selbstständig durchführen. So konnte ich zuerst IFN-ß mittels Western Blot nachweisen, eine Methode, die ich im Studium in der Theorie kennengelernt hatte, jedoch jetzt am FLI im Labor durchführen durfte. Des Weiteren konnte ich verschiedene Methoden zur Proteinaufreinigung des IFN-ß kennenlernen und deren Effektivität im Western Blot und Coomassie Gel vergleichen. Schließlich konnte ich mit diesem IFN-ß Ägyptische Nilflughund-Zellen stimulieren und dessen Auswirkung mittels real-time quantitative PCR ermitteln. Dieses Projekt hat mir persönlich sehr viel geholfen, Erfahrung in den oben genannten Methoden und in Zellkultur-Abläufen zu sammeln und diese darüber hinaus noch in einen Zusammenhang zu bringen, was mich sehr für die Forschung begeistert hat. Des Weiteren konnte ich viel über Klonierung von Lisa Loerzer lernen, was für mich auch sehr interessant war.

Besonders herzlich bedanken möchte ich mich für die tolle und hilfsbereite Betreuung durch Dr. Gang Pei und Lisa Loerzer. Ich konnte in meinem Praktikum sehr viel Neues lernen und durch das angenehme Arbeitsklima, hatte ich sehr viel Spaß und konnte diese Zeit meines Abschlussjahres bestmöglich nutzen. Ebenso gilt mein Dank auch an den Förderverein, der mir mit seiner finanziellen Unterstützung sehr geholfen hat.

Vielen Dank an alle, die mir diese lehrreiche Zeit am Institut für Immunologie ermöglicht haben!
 


Rebecca Stuhrmann, Praktikum am Institut für Immunologie, April 2025

Im Rahmen meines praktischen Jahres während des Tiermedizinstudiums an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover habe ich ein vierwöchiges Praktikum im Labor von PD Dr. Knittler am Institut für Immunologie absolviert.

Während meines Praktikums konnte ich bei aktuellen Projekten mitwirken und insbesondere mit PD Dr. Bauer an einem neuen Impfstoff gegen Coxiellose bei Wiederkäuern forschen. Hervorgerufen wird die Krankheit durch das Gram-negative intrazelluläre Bakterium Coxiella burnetii, welches ein hohes zoonotisches Potential besitzt und beim Menschen Q-Fieber auslöst. Der aktuell kommerziell verfügbare Impfstoff für Wiederkäuer kann insbesondere bei Rindern und Ziegen zu Nebenwirkungen führen, wie beispielsweise Schwellungen an der Injektionsstelle und Milchrückgang. 
Um diese Nachteile zu überwinden wird im Rahmen des Cox-Save-Projekts ein neuer Impfstoffkandidat entwickelt. Bevor der Impfstoffkandidat im Tier zum Einsatz kommt, wird seine immunologische Wirksamkeit in primären Immunzellen charakterisiert. Zu diesen Arbeiten habe ich in meinem vierwöchigen Praktikum beigetragen. Dies beinhaltet die Aufreinigung von primären Immunzellen und die Durchführung von Zellkulturen. Nach Ausdifferenzierung der Zellen in Kultur wurden diese vergleichend mit lebenden und inaktivierten Coxiellen infiziert. Anschließend konnte ich mittels Durchflusszytometrie die Infektionsrate und die Intensität der Antigenpräsentation bestimmen. Eine Immunantwort wurde sowohl mit lebenden als auch fixierten Coxiellen detektiert.

Ich möchte mich ganz herzlich bei der gesamten Arbeitsgruppe für die sehr interessanten und lehrreichen vier Wochen bedanken. Besonders möchte ich mich bei Michael und Ben für die exzellente Betreuung und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Ich habe mich bei euch im Team sehr wohl gefühlt und es war immer eine freundliche Atmosphäre im Labor. Mein Dank gilt auch dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung der Unterkunft.
 


Linda Fotso, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, März - April 2025

My name is L.R. L FOTSO Azamo Temgoua, a Cameroonian master student currently studying Molecular Biology and Physiology at the University of Greifswald. Since a young age, I have developed a fascination with viruses because I was quite enthusiastic about studying the different mechanisms they use to replicate and weaken the host organism. During my studies, I came across the FLI Institute, which is renowned for its research in virology. I would like to take this opportunity to thank Dr. Kore Schlottau for giving me the opportunity to work in her laboratory.

My research project focused on the Rubella and Rustrela viruses, which belong to genus Rubivirus within the family Matonaviridae. The first one is responsible for the German measles disease observed in children or the congenital rubella syndrome. The second one, Rustrela virus was first described in 2020 and was discovered in various zoo animals following encephalitis. A causal link to staggering disease in cats was later also established. The reservoir for the virus is presumably the wood mouse.

My task was to produce pseudoviruses for the two viruses using different plasmid constructs and two different protocols using the replication incompetent Vesiculas stomatitis virus (VSV) system and to compare the resulting virus titers with each other. For this, I first performed a retransformation of the plasmid constructs and then confirmed their identity using sequencing. I also produced a new VSV Delta G virus stock. Mammalian cells were transfected with the plasmids and subsequently overinfected with the VSV Delta G virus stock. This was followed by a neutralization step and the resulting virus particles were titrated on different cell lines for evaluation.

A special thank you to Dr. K. Schlottau, who has shown great attentiveness and provided invaluable guidance during my initial steps in virus characterization, particularly with the help of pseudoviruses.

I would also like to express my gratitude to my laboratory partners: the kind Dr. V. Reis, who was especially very open to all my questions regarding plasmid constructs." Dr. F. Sick, MSc. S. Weinert, as well as the T.A.s G. Adam who was so kind, supportive and an excellent supervisor and E. Stutz; who have been of tremendous help throughout this work. Lastly, I cannot forget the warm welcome of Dr. L. Ulrich, whose kindness made this experience even more enriching.

A big thank you also to the FLI for its support, and see you very soon!
 


Jonathan Merz, Praktikum am Institut für Infektionsmedizin, Februar - März 2025

Im Rahmen meines Biochemie-Studiums an der Universität Greifswald hatte ich die Gelegenheit, mein 6-wöchiges Praktikum am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems zu absolvieren. Dort konnte ich ein kleines Projekt in der Arbeitsgruppe von Kati Franzke durchführen.

Meine Aufgabe war es, die Expression von Interferon γ aus Gänsen in E. coli zu optimieren. Dabei konnte ich mein Wissen in den Bereichen PCR, der Transformation von DNA in Bakterien und dem allgemeinen Umgang mit DNA vertiefen.

Neben meinem Hauptprojekt, das mich die gesamten 6 Wochen begleitete, bekam ich auch Einblicke in weitere spannende Forschungsaspekte am FLI. So durfte ich bei einer Elektronenmikroskopie dabei sein und zum ersten Mal ein Viruspartikel mit eigenen Augen sehen. Zudem hatte ich die Möglichkeit, bei der Zucht von Mücken, Gnitzen und Zecken zu helfen. Auch wenn der ein oder andere Insektenstich nicht zu vermeiden war, fand ich es äußerst spannend, mehr über diese eher ungewöhnliche Tierzucht zu erfahren und wie sie organisiert wird.

Das Praktikum hat mir sehr viel Freude bereitet und mir viele neue Eindrücke vermittelt. Für diese großartige Möglichkeit und die stets freundliche Unterstützung bei all meinen Fragen möchte ich mich bei Kati Franzke und der gesamten Arbeitsgruppe ELMI bedanken. Außerdem danke ich allen anderen Mitarbeitenden des FLI, die immer hilfsbereit und offen waren. Ein herzliches Dankeschön geht auch an den Förderverein, dessen finanzielle Unterstützung dieses Praktikum erst ermöglicht hat.
 


Maya Weißgerber, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, Januar 2025

Während meines Praktikums im Labor für klassische und afrikanische Schweinepest unter der herzlichen Leitung von Frau Dr. Sandra Blome hatte ich die wunderbare Gelegenheit, aktiv im Labor zu arbeiten. Ich durfte sowohl unter Anleitung als auch eigenverantwortlich verschiedene Laborarbeiten durchführen. Zu meinen Aufgaben gehörte unter anderem die Extraktion von Virus-DNA, die Durchführung von PCRs sowie die Durchführung von ELISA-Tests, was mir wertvolle praktische Erfahrungen im Umgang mit molekularbiologischen Methoden vermittelte.

Darüber hinaus hatte ich die Möglichkeit, aktiv mit Wildschweinen zu arbeiten und selber eine Ultraschalluntersuchung durchzuführen, was mir einen spannenden Einblick in die praktische Tiermedizin gab. Auch bei der Entnahme von Proben in der Sektionshalle durfte ich dabei sein, dass einen wichtigen Bestandteil der Arbeit in der Forschung darstellt. Im Rahmen meines Projekts habe ich eine Schnelltestmethode für die Afrikanische Schweinepest (ASP) überprüft, die auf isothermaler Amplifizierung basiert. Bisher ist eine solche Methode noch nicht auf dem Markt verfügbar. Es war eine großartige Erfahrung, diesen Test zu prüfen und aktiv an seiner Etablierung mitzuwirken. Zusätzlich hatte ich das Vergnügen, an spannenden Vorträgen teilzunehmen, die mein Wissen und Verständnis für die aktuellen Entwicklungen in der Forschung weiter vertieft haben.

Durch all diese Erlebnisse konnte ich nicht nur meine praktischen Fähigkeiten erweitern, sondern auch wertvolle Einblicke in die Anwendung wissenschaftlicher Methoden und die Bedeutung der Forschung im Bereich der Afrikanischen Schweinepest gewinnen. Ich bin zuversichtlich, dass ich das Erlernte in meiner weiteren akademischen und beruflichen Laufbahn gut nutzen kann.

Ein herzliches Dankeschön für das Vertrauen und die wertvolle Unterstützung, die ich während meines Praktikums erfahren durfte. Ich freue mich darauf, auch in Zukunft in Kontakt zu bleiben.

Ein besonderer Dank gilt auch Ines Jakobi für die hervorragende Organisation sowie dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung meiner Unterbringung, ohne die dieses Praktikum nicht möglich gewesen wäre.
 


Wahlpflichtveranstaltung „Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern” am Institut für Virusdiagnostik, Januar 2025

Die Münchner im hohen Norden: Vier Tage durften wir im Rahmen unseres Wahlpflichtfaches „Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern“ am Institut für Virusdiagnostik am Friedrich-Loeffler-Institut viele Erfahrungen sammeln. Unter Betreuung von Dr. Patricia König, ihrer Arbeitsgruppe und Prof. Dr. Martin Beer konnten wir viele verschiedene Eindrücke im Labor und der damit verbundenen Forschungsarbeit gewinnen. Neben der Arbeit im Labor haben wir Einblicke in die verschiedenen Projekte der Abteilungen bekommen. Auch die aktuelle MKS-Situation in Deutschland wurde thematisiert und mit uns aufgearbeitet. 

Dieser Aufenthalt eröffnete uns neue Perspektiven und Möglichkeiten für unsere persönliche und berufliche Zukunft. Außerdem konnten wir die im Studium erlernten theoretischen Grundlagen in der Praxis durchführen und vertiefen.

Im Namen der ganzen Gruppe wollen wir uns herzlich bei allen, die das Wahlpflichtfach in dieser Form möglich gemacht haben, bedanken. Trotz der aktuellen Seuchenlage in Deutschland haben sich die Mitarbeiter am FLI für uns zeitgenommen und einen reibungslosen Ablauf ermöglicht. Zudem gilt unser Dank auch dem Förderverein des FLI, der uns mit finanzieller Unterstützung den Aufenthalt hier ermöglicht hat.
 


Anda-Maria Ionică, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Januar 2025

Ich bin Anda-Maria Ionică, Tiermedizinstudentin an der Stiftung Tierärztlichen Hochschule Hannover, aktuell im 7. Semester. Im Januar 2025 habe ich ein Praktikum im Rahmen der Wahlpflichtveranstaltung „Serologische und molekulare Nachweisverfahren für Virusinfektionen“ im Friedrich-Loeffler-Institut abgeleistet. Hiermit berichte ich über meine lehrreiche Erfahrung auf der Insel Riems.

Am Montag hatten wir das Vergnügen, das Team der Arbeitsgruppe Balkema-Buschmann kennenzulernen und die Insel zu erkunden. Wir durften zahlreiche Fragen an die wissenschaftlichen Mitarbeiten stellen und wertvolle Einblicke in ihren Forschungskarrieren gewinnen – vor nicht allzu langer Zeit saßen sie wie wir eben in den Kursräumen einer tierärztlichen Hochschule. Uns wurde es außerdem erklärt, wofür jedes einziges Gebäude genutzt wird, wie die Tiere gehalten werden, über welche Ausstattung das Institut verfügt und welche wichtigen Projekte im Gange waren. Im Anschluss durften wir uns eine Präsentation zu einer laufenden Forschungsarbeit anhören – ein sehr interessantes Beispiel dafür, dass die in Vitro Versuchen in Vivo oft total unterschiedliche Resultate ergeben. Am Dienstag fing unser Tag mit einem Western Blot an. Darauffolgend haben wir uns mit Zellkulturen beschäftigt. Am Mittwoch haben wir Titrationsreihen geübt und RNA für die spätere PCR extrahiert. Am Donnerstag haben wir parallel ELISA und Luminex durchgeführt. Wo wir sehr stolz auf die Ergebnisse vom Luminex sein durften, hat der Ausgang der ELISA unseren Erwartungen nicht entsprochen, wodurch wir aber sehr viel lernen konnten: worauf man während eines virologischen Diagnostikverfahrens unbedingt aufpassen muss, was man tun kann, um Kontaminierungen möglichst zu vermeiden, wie wichtig ist es, eine sehr genaue Menge zu pipettieren. Am Freitag haben wir unsere Arbeitszeit einer RT-PCR gewidmet. Im Anschluss hatten wir ein sehr spannendes Gespräch mit Frau PD Dr. Balkema-Buschmann geführt, wodurch wir die herausfordernde und oft täuschende Welt der Forschung weiter explorieren durften: Projekte, infolge deren bedeutsamen Infektionsprozesse enthüllt werden konnten, aber auch welche, deren Ergebnisse sich nicht erklären lassen konnten und viel Frustration mit sich brachten.

Das Besondere an diesem Praktikum war es aber, dass wir die Gelegenheit hatten, mit zahlreichen Wissenschaftlern zu vernetzen, zu denen wir aufblicken: die meisten ebenfalls Tiermediziner, manche aber mit einem komplett unterschiedlichen Hintergrund. Somit durften wir uns ihre eigenen Erfahrungsberichte anhören: wie sie sich für ihren Karriereweg entschieden hatten, wie sie auf die Insel Riems gekommen sind, auf was für einzigartige Erlebnisse sie gestoßen sind, aber auch was ihre größten Misserfolge waren und wie sie damit umgegangen sind. Somit war es nicht nur ein jegliches virologische Praktikum, sondern eben ein Praktikum auf der Insel Riems. Demzufolge war diese Erfahrung einzigartig und sie hat uns äußerst motiviert, uns zu erarbeiten, eines Tages die Forscher zu werden, zu denen die Folgegenerationen aufblicken werden.

Als Virologie begeisterte Studentin habe ich nach der Gelegenheit, hinter die Kulissen einer beeindruckenden Forschungseinrichtung wie des Friedrich-Loeffler-Instituts zu blicken, seit langem verlangt. Dass mir nun diese Gelegenheit angeboten wurde, bin ich äußerst dankbar.


Letizia Penczek, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Januar 2025

Durch das Wahlpflichtprogramm „Serologische und molekulare Nachweisverfahren für Virusinfektionen“ bin ich auf das Praktikum beim FLI aufmerksam geworden. Meine Erwartung war es, sowohl mehr über Forschung und Labortätigkeit zu erfahren als auch das FLI als Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit kennenzulernen.

Besonders hat mir an dem Praktikum gefallen, dass wir selber so viel praktisch durchführen durften.
Wir haben Zellen gesplittet und unter dem Mikroskop untersucht, einen Western Blot von Henipa-Oberflächenmolekülen angefertigt, Henipa-Antigen mit indirektem ELISA untersucht, eine Proteinbestimmung mit Roti-Nanoquant durchgeführt, mithilfe von Luminex-Proben auf Henipa-Antigen geprüft und eine RT-PCR von Cedar Nukleoprotein erstellt. Durch die verschiedenen Untersuchungen habe ich sehr viel über die Arbeit und den Ablauf im Labor gelernt. Daher möchte ich mich hier nochmal bei Frau Balkema-Buschmann und ihrem Team für die tolle Anleitung während des Praktikums bedanken.

Es hat mich sehr gefreut, viele tolle Einblicke in die Projekte der Arbeitsgruppe zu erhalten. Ich konnte viel aus dem Praktikum mitnehmen und würde es daher gerne an Mitstudierenden mit Interesse an Labor und Forschung weiterempfehlen.