Gregor Kammel, Bachelorarbeit am Institut für Immunologie, April – Juni 2026
Im Rahmen meines Bachelorstudiums der Humanbiologie an der Universität Greifswald hatte ich von April bis Juni 2026 die Möglichkeit, meine Abschlussarbeit am Institut für Immunologie (IFI) auf der Insel Riems zu schreiben. Ich habe meine Forschung im Labor Blohm absolviert, welches sich unter anderem mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) beschäftigt.
Mein Projekt widmete sich einem aktuellen Thema: der Evaluierung eines potenziellen Impfstoffkandidaten gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP). Der inhaltliche Schwerpunkt meiner Arbeit lag auf der immunologischen Auswertung eines Ferkelversuchs, um die zelluläre Immunantwort der Tiere nach einer Vakzinierung genauer zu verstehen. Meine Hauptaufgabe bestand in der sorgfältigen Aufarbeitung der gewonnenen Proben und der anschließenden Analyse der Immunzellen mittels Durchflusszytometrie. Durch den Einsatz dieser Methode konnte ich spezifische Zellpopulationen charakterisieren und Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten erheben.
Sebastian Reißel, Praktikum und Masterarbeit, September 2025 - Mai 20206
Nachdem ich im Jahr 2022 im Rahmen meines Bachelor Studiums der Biologie ein Berufspraktium am Friedrich-Loeffler-Institut absolvieren durfte, war ich besonders erfreut, für mein Praktikum und für meine Masterarbeit ins Labor von Frau Dr. Kore Schlottau im IVD zurückzukehren.
Im Rahmen meiner Masterarbeit habe ich mich mit der Herstellung von Pseudotypen basierend auf einem replikationsdefizientem VSV-ΔG und dem Glykoprotein (G-Protein) des Borna Disease Virus 1 beschäftigt.
Zunächst habe ich diverse Expressionsplasmide für Glykoproteine verschiedener mammalischer Bornaviren hergestellt, mit diesen HEK-293-T Zellen transfiziert und im Anschluss mit einem VSV-ΔG*G(VSV) infiziert. Die so generierten VSV-ΔG*G(BoDV-1) Pseudotypen habe ich anschließend geerntet und austitriert. Ausgewertet wurde mittels Fluoreszenz, da das VSV-ΔG Konstrukt anstelle des VSV-G ein GFP codiert.
Dieses Projekt war sehr spannend und gleichzeitig auch sehr fordernd. Dadurch konnte ich viele neue Methoden und Techniken erlernen, welche mir auch gleichzeitig eine neue Perspektive für die molekularbiologischen Arbeiten mit Viren gegeben haben.
An dieser Stelle möchte ich mich besonders bei Emilie Stutz, Vinicius Pinho dos Reis, Franziska Sick und Gabriela Adam für die tägliche und stets lustige Unterstützung im Labor bedanken. Darüber hinaus möchte ich mich auch für die tolle Betreuung meiner Masterarbeit bei Frau Dr. Kore Schlottau bedanken. Alle standen mir stets bei jeglichem Problem, sei es noch so groß oder klein, und bei jeder noch so kleinen Frage mit Rat und Tat zur Seite.
Weiterhin möchte ich mich bei dem Förderverein des FLIs für die finanzielle Unterstützung bei den Fahrtkosten bedanken, die es mir trotz der sehr hohen Spritpreise, mit und ohne gesetzlichem Tankrabatt, ermöglicht haben, jeden Tag auf die Insel kommen zu können.
Emilia Schmidt, Masterarbeit am Institut für Virusdiagnostik, Mai 2026
Im Rahmen meiner Masterarbeit hatte ich die Möglichkeit, meine experimentellen Arbeiten am Institut für Virusdiagnostik des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems durchzuführen. Als Studentin der Universität Greifswald war es für mich eine besondere Chance, meine Abschlussarbeit am FLI mit direktem Bezug zur virologischen Forschung und Tiergesundheit durchführen zu können.
In meiner Masterarbeit habe ich mich mit der Etablierung rekombinanter Borna disease virus 1 (BoDV-1) Systeme für die optische Detektion viraler Replikation und Ausbreitung beschäftigt. Ziel des Projekts war es, Reporter-basierte Virusvarianten zu generieren, mit denen Infektionsprozesse in Zellkultursystemen und später im Tier besser sichtbar gemacht und vergleichend untersucht werden können. Dabei standen insbesondere molekularbiologische Arbeiten wie Klonierung, PCR-basierte Strategien, Sequenzanalysen sowie zellkulturelle Arbeiten im Mittelpunkt.
Während meiner Zeit am FLI konnte ich zahlreiche Methoden praktisch anwenden und vertiefen. Dazu gehören unter anderem die Kultivierung von Zelllinien, Transfektion, Klonierungs- und Assembly- Strategien, sowie die Auswertung fluoreszenzmikroskopischer Signale. Besonders spannend war für mich, dass diese Arbeiten sowohl präzise Planung als auch viel Geduld bei der Etablierung und Optimierung der experimentellen Ansätze erfordert. Besonders motivierend war es, eigene experimentelle Fortschritte zu verfolgen und dabei wertvolle Einblicke in die virologische Forschung zu gewinnen.
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei Frau Dr. Kore Schlottau für die Möglichkeit bedanken, meine Masterarbeit in ihrer Arbeitsgruppe durchführen zu dürfen, sowie für die fachliche Betreuung und Unterstützung während des gesamten Projekts. Ebenso danke ich Emilie Stutz, Vinicius Pinho dos Reis, Franziska Sick und Gabriela Adam, die stehts ein offenes Ohr hatten und mich im Laboralltag unterstützt haben.
Abschließend gilt mein besonderer Dank dem Förderverein des FLI, der mich durch einen Fahrtkostenzuschuss unterstützt hat. Dadurch wurde mir die regelmäßige Anreise zum Institut sehr erleichtert und ich konnte meine Masterarbeit zuverlässig vor Ort durchführen.
Tim Schens, Masterarbeit am Institut für molekularbiologische Virologie und Zellbiologie, Februar - August 2026
Im Rahmen meines Masterstudiums in Infektionsbiologie und Immunologie an der Universität Greifswald hatte ich die Gelegenheit, am Institut für Molekulare Virologie und Zellbiologie auf der Insel Riems zu forschen. Unter der Betreuung von Prof. Stefan Finke beschäftigte sich meine Forschung mit dem Tollwutvirus (Rabiesvirus, RABV).
Ziel meines Projekts war es zu untersuchen, ob bestimmte Mutationen im zytoplasmatischen Anteil des RABV-Glykoproteins dessen Erkennung durch konformationsabhängige Antikörper beeinflussen, während Antikörper, die gegen andere antigenische Stellen gerichtet sind, weiterhin binden können. Im Rahmen dieses Projekts konnte ich meine praktischen Kenntnisse in einer Vielzahl von Methoden anwenden und weiter vertiefen, darunter Konfokalmikroskopie, Massenspektrometrie, Western Blot, PCR, NGS- und Sanger-Sequenzierung, Transfektion sowie Virusinfektion. Darüber hinaus hatte ich die einzigartige Gelegenheit, unter den Bedingungen der biologischen Sicherheitsstufe 3 (BSL-3) mit dem Tollwutvirus zu arbeiten.



