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Abschlussarbeiten (Auswahl)

Kira Lorenz, Bachelorarbeit am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, April - September 2026

Meine Bachelorarbeit und die damit verbundene Zeit am Institut für Molekulare Virologie und Zellbiologie (IMVZ) waren für mich eine besondere Möglichkeit, die theoretischen Inhalte meines Studiums der Humanbiologie (Universität Greifswald) mit praktischer Arbeit zu verbinden und erste eigene Einblicke in die virologische Forschung zu gewinnen.

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit beschäftigte ich mich mit dem Matrixprotein VP40 des Ebola-Virus (EBOV) und des eng verwandten Lloviu-Virus (LLOV). Im Mittelpunkt stand die Etablierung des HiBiT-Systems zur vereinfachten Quantifizierung von Viruspartikeln im EBOV-trVLP-Assay. Hierfür führte ich zunächst Lumineszenzassays zur Untersuchung der Kompatibilität der verwendeten Luziferasen mit dem HiBiT-System durch. Anschließend untersuchte ich mithilfe von VLP- und trVLP-Assays, inwieweit ein N-terminales HiBiT-Tag die Expression, Selbstassemblierung und Partikelbildung von EBOV- und LLOV-VP40 beeinflusst und für die Quantifizierung der gebildeten Viruspartikel eingesetzt werden kann. Die Arbeit ermöglichte mir dabei die praktische Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Methoden und Fragestellungen der molekularen Virologie.

Mein besonderer Dank gilt PD Dr. Thomas Hoenen, Nina Böttcher sowie all den Mitarbeitenden des Labors für Integrative Zell- und Infektionsbiologie für die fachliche Begleitung, die umfassende Einarbeitung und die Möglichkeit, zunehmend selbstständig zu arbeiten. Besonders dankbar bin ich für das entgegengebrachte Vertrauen, die Unterstützung bei allen Fragen sowie für die herzliche Aufnahme in den Laboralltag. PD Dr. Thomas Hoenen danke ich dabei besonders für die Chance, meine Bachelorarbeit in seinem Labor anzufertigen, und Nina Böttcher für die intensive Betreuung während der praktischen Arbeiten und darüber hinaus.

Mein Dank gilt zusätzlich dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts, dessen finanzielle Unterstützung mir die Durchführung meiner praktischen Arbeiten vor Ort auf der Insel Riems ermöglicht hat.

Rückblickend nehme ich aus dieser Zeit nicht nur viele fachliche Erfahrungen, sondern auch persönliche Eindrücke und Begegnungen mit, für die ich sehr dankbar bin. Die Zeit im Labor für Integrative Zell- und Infektionsbiologie und am IMVZ wird mir daher in besonderer Erinnerung bleiben.


Lisa Rolke, Praktikum und Masterarbeit im Institut für Infektionsmedizin, 2026

Im Rahmen meines Masterstudiums der Biodiversität, Ökologie und Evolution an der Universität Greifswald hatte ich die Möglichkeit, ein Praktikum und anschließend meine Masterarbeit im Labor für Stechmücken-Monitoring bei Dr. Mandy Schäfer am Institut für Infektionsmedizin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) durchzuführen.

Im Mittelpunkt meiner Arbeit standen Untersuchungen zu Vektor-Pathogen-Wirt-Beziehungen bei Stechmücken. Dazu gehörten die Analyse von Blutmahlzeiten sowie der Nachweis aviärer Haemosporidien, weltweit verbreiteter Blutparasiten von Vögeln. Diese können die körperliche Verfassung, Gesundheit und Fortpflanzungsfähigkeit ihrer Wirte erheblich beeinträchtigen. Gleichzeitig eignen sie sich als Modellsysteme, um Pathogen-Wirt-Beziehungen und die Übertragung von Pathogenen durch Vektoren zu untersuchen.

Ein besonderer Fokus lag auf dem Vorkommen aviärer Haemosporidien in verschiedenen Stechmückenarten und deren Zusammenhang mit den jeweiligen Blutmahlzeiten. Ziel meiner Arbeit war es, weitere Erkenntnisse über die Übertragungsökologie und Verbreitungswege dieser Parasiten zu gewinnen.

Während meiner Zeit am FLI konnte ich verschiedene Labormethoden kennenlernen und umfassende praktische Erfahrungen sowohl im Labor als auch in der Feldarbeit sammeln. Dazu gehörten unter anderem das Erfassen von Stechmücken im Feld, die Extraktion von Insekten-DNA, die molekularbiologische Bestimmung von Stechmückenarten, die Analyse von Blutmahlzeiten sowie verschiedene Verfahren zum Nachweis von Haemosporidien-DNA. Ergänzend führte ich phylogenetische Analysen zur weiteren Charakterisierung der nachgewiesenen Parasiten durch.

Ich möchte mich herzlich bei Dr. Mandy Schäfer und Aileen Stoll für die umfassende Einarbeitung in den Laboralltag und ihre tatkräftige Unterstützung bedanken. Ich habe mich im Labor stets sehr wohlgefühlt und die freundliche Atmosphäre sowie die gemeinsame Zeit sehr geschätzt.

Ein besonderer Dank gilt dem Förderverein und seinen Mitgliedern, deren finanzielle Unterstützung mir die tägliche Anreise zum FLI mit dem Bus ermöglichte und damit die Durchführung meiner Masterarbeit wesentlich erleichterte.


Moana Mayer, Masterarbeit am Institut für Virusdiagnostik, Oktober 2025 – Juni 2026

Im Rahmen meines Humanbiologiestudiums an der Universität Greifswald hatte ich die Möglichkeit meine Masterarbeit im Institut für Virusdiagnostik zu absolvieren, genauer gesagt im Labor von Herrn Dr. Michael Eschbaumer, dem Referenzlabor für die Maul- und Klauenseuche.

Das Thema meiner Masterarbeit war die „Herstellung chimärer Varianten der Maul- und Klauenseuche“. Dafür stellte ich mit Hilfe PCR-basierter Methoden gentechnisch verändertes MKS-Virus her, das ich dann auf seine Eigenschaften untersuchte. Letztendlich hoffte man, dadurch ein Virus zu erhalten, das noch replikationsfähig ist, aber im Schwein attenuiert, also abgeschwächt ist und somit als Lebendimpfstoff dienen könnte.

Während meiner Zeit im Labor lernte ich viele Methoden (besser) kennen und ich durfte auch an dem ein oder anderen Tierversuch mitwirken.

Besonders faszinierend war es, in einem Hochsicherheitslabor forschen zu dürfen. Obwohl man sich schnell an die Sicherheitsbestimmungen gewöhnt hatte, wird mir das jedes Mal bewusst, wenn ich davon erzähle.

Ich danke dem ganzen Team der AG Eschbaumer, allen voran Kira Wisnewski, die mich super betreut, in Methoden eingewiesen und mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat. Außerdem danke ich Anja Landmesser-Zitzow, Anja Schulz, Dr. Paul Deutschmann, Dr. Saskia Weber, Henriette Schwotzer und Constantin Lorenz für die weitere Unterstützung im Laboralltag und bei den Tierversuchen. Außerdem danke ich Dr. Michael Eschbaumer besonders für diese Möglichkeit und vor allem auch die Betreuung in den finalen Schritten meiner Masterarbeit.

Zudem danke ich Ines Jakobi für die schnelle Ausführung organisatorischer Angelegenheiten und ich danke auch dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung während dieser Zeit.


Julie Gehlert, Bachelorarbeit am Institut für Infektionsmedizin, April - September 2026

Im Rahmen meiner Bachelorarbeit im Studiengang Humanbiologie hatte ich die Möglichkeit, die praktische Arbeit am Institut für Infektionsmedizin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) unter der Leitung von Prof. Dr. Cornelia Silaghi durchzuführen. Unter der Anleitung von Sarah Drewes konnte ich erste Einblicke in die praktische Laborarbeit gewinnen und im Laufe der drei Monate zunehmend selbstständig arbeiten. Dabei wurde ich herzlich in das Team aufgenommen und hatte die Gelegenheit, das FLI, die Mitarbeitenden und die Arbeitsabläufe im Labor kennenzulernen.

Inhaltlich knüpfte meine Arbeit an die Citizen-Science-Studie zum Monitoring von Zecken in Deutschland an. Hierbei untersuchte ich die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus), die sich seit den 1970er-Jahren zunehmend in Deutschland Richtung Norden verbreitet und aufgrund ihrer Rolle als Vektor bei der Übertragung von Babesia spp. und Rickettsia spp. zunehmend an epidemiologischer Bedeutung gewinnt. Zur Untersuchung auf die Erreger isolierte ich zunächst DNA aus den Zecken und führte anschließend eine PCR und Sequenzierung durch. Dadurch konnte ich einen Einblick in die Verbreitung der Auwaldzecke in Norddeutschland sowie in die Infektionsrate der untersuchten Zecken gewinnen.

Ich konnte in den drei Monaten am FLI viele Erfahrungen sammeln und meine Laborfertigkeiten erweitern. Ich bedanke mich beim Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die Unterstützung bei meiner Bachelorarbeit sowie bei allen Mitarbeitenden, die mich während dieser Zeit unterstützt haben.


Luisa Lengle, Masterarbeit am Institut für Infektionsmedizin, März - September 2026

Im Rahmen meines Masterstudiums Infection Biology and Immunology an der Universität Greifswald hatte ich die Möglichkeit meine Abschlussarbeit am Institut für Immunologie im Labor für mukosale Immunologie und Vakzinologie von Dr. Björn Corleis zu absolvieren. Ich habe mich für sieben Monate mit einer neuen bulkRNA Sequenzierungsmethode auseinandergesetzt und versucht, diese für ursprünglich humane Proben entwickelte Methode auch auf Schafsproben anzuwenden. Dabei hatte ich die Möglichkeit Schafsproben aus einer Vakzinierungsstudie zu verarbeiten. 

Ziel war es dabei mithilfe des bulkRNA-seq Protokolls differenziell exprimierte Gene (DEGs) zu identifizieren und aus diesen dann ein qPCR panel zu etablieren. Während meiner Zeit am FLI konnte ich viele neue Methoden kennenlernen und somit meinen Horizont erweitern. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Dr. Björn Corleis und Dr. Melina Hardt für die tolle Betreuung und Unterstützung bedanken. Ein großer Dank gilt auch Björn Zessin für die tolle und lustige Zeit im Labor.

Zuletzt möchte ich mich beim Förderverein des FLI bedanken, der mir durch seine finanzielle Unterstützung den Abschluss meiner Arbeit ermöglicht hat.


Leonie Kotschick, Bachelorarbeit am Institut für Infektionsmedizin, Februar - August 2026

Im Rahmen meines Biotechnologiestudiums an der Hochschule Mittweida (University of Applied Sciences), durfte ich dankenswerterweise ein sechsmonatiges Praktikum mit anschließender Bachelorarbeit am Institut für Infektionsmedizin in der Arbeitsgruppe Elektronenmikroskopie von Frau Dr. Kati Franzke absolvieren.

Mein Praktikum sowie meine Bachelorarbeit sind Bestandteil des Promotionsprojekts „Vergleichende Charakterisierung des Immunmetabolismus von humanen, aviären und equinen monozytären Zellen vor und nach West-Nil-Virus-Infektion“ von Frau Marie Luise Eweleit. Im ersten Teil meines Praktikums beschäftigte ich mich mit dem Nachweis des West-Nil-Virus in Nierenzellen der Grünen Meerkatze (Vero-Zellen), humanen Nierenzellen (HEK-293-Zellen), sowie Nierenzellen von Gänsen und Pferden mittels qPCR. In meiner Bachelorarbeit mit dem Titel „Species-specific gene expression in vertebrate cell lines after Orthoflavivirus infection“ wurden zusätzlich zu den Nierenzellen ausgewählte Zielgene der pro- und antiinflammatorischen Immunantwort auch in humanen monozytären Zellen (THP-1-Zellen) untersucht. Dabei konnte ich umfangreiche Erfahrungen im Design, der Testung und Etablierung einer Multiplex-qPCR sammeln.

Zudem konnte ich virologische Methoden wie Stockherstellung und Titration am Usutu-Virus kennenlernen, einem S2-Erreger und eng verwandten Virus des West-Nil-Virus. Diese Arbeit hat mein Interesse an molekularbiologischen Methoden im virologisch-immunologischen Kontext weiter vertieft.

Ich möchte mich herzlich bei Frau Dr. Kati Franzke und Frau Marie Luise Eweleit für die hervorragende Betreuung, die wertvolle Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Ebenso danke ich Frau Dr. Birke Tews für die Unterstützung bei der Primer- und Sondenerstellung. Den Kolleginnen und Kollegen danke ich für die offene und herzliche Aufnahme sowie das sehr angenehme Arbeitsklima. Besonders bedanken möchte ich mich bei Frau Kristin Vorpahl, Frau Mandy Jörn, Frau Emmi Miethe, Frau Ulrike Neumann, Frau Sarah Drewes, Frau Nihal Telli und Herrn René Grenkowitz.

Mein großer Dank gilt außerdem dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts, der mich während meiner Praktikumszeit durch die teilweise Übernahme meiner Wohnungskosten finanziell unterstützt hat. 


Emmi Miethe, Bachelorarbeit, Institut für Infektionsmedizin, März - August 2026

Im Rahmen meines Biologiestudiums an der Universität Greifswald habe ich für meine Bachelorarbeit die Möglichkeit erhalten, an das FLI zurückzukehren. Dabei habe ich das Projekt „Klonierung und Expression des Interferon‑γ aus der Gans (GoIFN-γ) als MBP‑Fusionsprotein“ fortgeführt, das ich bereits 2025 im Rahmen meines Praktikums begonnen hatte. Dazu habe ich das GoIFN-γ erfolgreich als MBP-Fusionsprotein in E. coli XL1‑Blue kloniert und anschließend die rekombinante Expression in den E. coli Stämmen BL21 pLysS und Rosetta 2 pLysS durchgeführt. Das rekombinante Protein konnte ich abschließend erfolgreich nachweisen. 

Mein größter Dank gebührt Frau Prof. Cornelia Silaghi und Frau Dr. Kati Franzke, die mich während meiner Arbeit stets unterstützt haben und mir mit Rat und Tat zur Seite standen. Auch der gesamten ELMI‑Arbeitsgruppe möchte ich herzlich danken. Die allseitige Unterstützung und die stets angenehme Atmosphäre haben die Laborarbeit wesentlich erleichtert und zu einer schönen und lehrreichen Zeit gemacht. 

Vielen Dank zudem an den Förderverein des FLIs für die finanzielle Unterstützung. 


Gregor Kammel, Bachelorarbeit am Institut für Immunologie, April – Juni 2026

Im Rahmen meines Bachelorstudiums der Humanbiologie an der Universität Greifswald hatte ich von April bis Juni 2026 die Möglichkeit, meine Abschlussarbeit am Institut für Immunologie (IFI) auf der Insel Riems zu schreiben. Ich habe meine Forschung im Labor Blohm absolviert, welches sich unter anderem mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) beschäftigt.

Mein Projekt widmete sich einem aktuellen Thema: der Evaluierung eines potenziellen Impfstoffkandidaten gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP). Der inhaltliche Schwerpunkt meiner Arbeit lag auf der immunologischen Auswertung eines Ferkelversuchs, um die zelluläre Immunantwort der Tiere nach einer Vakzinierung genauer zu verstehen. Meine Hauptaufgabe bestand in der sorgfältigen Aufarbeitung der gewonnenen Proben und der anschließenden Analyse der Immunzellen mittels Durchflusszytometrie. Durch den Einsatz dieser Methode konnte ich spezifische Zellpopulationen charakterisieren und Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten erheben.


Sebastian Reißel, Praktikum und Masterarbeit, September 2025 - Mai 20206

Nachdem ich im Jahr 2022 im Rahmen meines Bachelor Studiums der Biologie ein Berufspraktium am Friedrich-Loeffler-Institut absolvieren durfte, war ich besonders erfreut, für mein Praktikum und für meine Masterarbeit ins Labor von Frau Dr. Kore Schlottau im IVD zurückzukehren.

Im Rahmen meiner Masterarbeit habe ich mich mit der Herstellung von Pseudotypen basierend auf einem replikationsdefizientem VSV-ΔG und dem Glykoprotein (G-Protein) des Borna Disease Virus 1 beschäftigt. 
Zunächst habe ich diverse Expressionsplasmide für Glykoproteine verschiedener mammalischer Bornaviren hergestellt, mit diesen HEK-293-T Zellen transfiziert und im Anschluss mit einem VSV-ΔG*G(VSV) infiziert. Die so generierten VSV-ΔG*G(BoDV-1) Pseudotypen habe ich anschließend geerntet und austitriert. Ausgewertet wurde mittels Fluoreszenz, da das VSV-ΔG Konstrukt anstelle des VSV-G ein GFP codiert.

Dieses Projekt war sehr spannend und gleichzeitig auch sehr fordernd. Dadurch konnte ich viele neue Methoden und Techniken erlernen, welche mir auch gleichzeitig eine neue Perspektive für die molekularbiologischen Arbeiten mit Viren gegeben haben.

An dieser Stelle möchte ich mich besonders bei Emilie Stutz, Vinicius Pinho dos Reis, Franziska Sick und Gabriela Adam für die tägliche und stets lustige Unterstützung im Labor bedanken. Darüber hinaus möchte ich mich auch für die tolle Betreuung meiner Masterarbeit bei Frau Dr. Kore Schlottau bedanken. Alle standen mir stets bei jeglichem Problem, sei es noch so groß oder klein, und bei jeder noch so kleinen Frage mit Rat und Tat zur Seite. 

Weiterhin möchte ich mich bei dem Förderverein des FLIs für die finanzielle Unterstützung bei den Fahrtkosten bedanken, die es mir trotz der sehr hohen Spritpreise, mit und ohne gesetzlichem Tankrabatt, ermöglicht haben, jeden Tag auf die Insel kommen zu können.


Emilia Schmidt, Masterarbeit am Institut für Virusdiagnostik, Mai 2026

Im Rahmen meiner Masterarbeit hatte ich die Möglichkeit, meine experimentellen Arbeiten am Institut für Virusdiagnostik des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems durchzuführen. Als Studentin der Universität Greifswald war es für mich eine besondere Chance, meine Abschlussarbeit am FLI mit direktem Bezug zur virologischen Forschung und Tiergesundheit durchführen zu können.

In meiner Masterarbeit habe ich mich mit der Etablierung rekombinanter Borna disease virus 1 (BoDV-1) Systeme für die optische Detektion viraler Replikation und Ausbreitung beschäftigt. Ziel des Projekts war es, Reporter-basierte Virusvarianten zu generieren, mit denen Infektionsprozesse in Zellkultursystemen und später im Tier besser sichtbar gemacht und vergleichend untersucht werden können. Dabei standen insbesondere molekularbiologische Arbeiten wie Klonierung, PCR-basierte Strategien, Sequenzanalysen sowie zellkulturelle Arbeiten im Mittelpunkt.

Während meiner Zeit am FLI konnte ich zahlreiche Methoden praktisch anwenden und vertiefen. Dazu gehören unter anderem die Kultivierung von Zelllinien, Transfektion, Klonierungs- und Assembly- Strategien, sowie die Auswertung fluoreszenzmikroskopischer Signale. Besonders spannend war für mich, dass diese Arbeiten sowohl präzise Planung als auch viel Geduld bei der Etablierung und Optimierung der experimentellen Ansätze erfordert. Besonders motivierend war es, eigene experimentelle Fortschritte zu verfolgen und dabei wertvolle Einblicke in die virologische Forschung zu gewinnen.

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei Frau Dr. Kore Schlottau für die Möglichkeit bedanken, meine Masterarbeit in ihrer Arbeitsgruppe durchführen zu dürfen, sowie für die fachliche Betreuung und Unterstützung während des gesamten Projekts. Ebenso danke ich Emilie Stutz, Vinicius Pinho dos Reis, Franziska Sick und Gabriela Adam, die stehts ein offenes Ohr hatten und mich im Laboralltag unterstützt haben.

Abschließend gilt mein besonderer Dank dem Förderverein des FLI, der mich durch einen Fahrtkostenzuschuss unterstützt hat. Dadurch wurde mir die regelmäßige Anreise zum Institut sehr erleichtert und ich konnte meine Masterarbeit zuverlässig vor Ort durchführen.


Tim Schens, Masterarbeit am Institut für molekularbiologische Virologie und Zellbiologie, Februar - August 2026

Im Rahmen meines Masterstudiums in Infektionsbiologie und Immunologie an der Universität Greifswald hatte ich die Gelegenheit, am Institut für Molekulare Virologie und Zellbiologie auf der Insel Riems zu forschen. Unter der Betreuung von Prof. Stefan Finke beschäftigte sich meine Forschung mit dem Tollwutvirus (Rabiesvirus, RABV).

Ziel meines Projekts war es zu untersuchen, ob bestimmte Mutationen im zytoplasmatischen Anteil des RABV-Glykoproteins dessen Erkennung durch konformationsabhängige Antikörper beeinflussen, während Antikörper, die gegen andere antigenische Stellen gerichtet sind, weiterhin binden können. Im Rahmen dieses Projekts konnte ich meine praktischen Kenntnisse in einer Vielzahl von Methoden anwenden und weiter vertiefen, darunter Konfokalmikroskopie, Massenspektrometrie, Western Blot, PCR, NGS- und Sanger-Sequenzierung, Transfektion sowie Virusinfektion. Darüber hinaus hatte ich die einzigartige Gelegenheit, unter den Bedingungen der biologischen Sicherheitsstufe 3 (BSL-3) mit dem Tollwutvirus zu arbeiten.