Jonas George, Praktikum am Institut für Immunologie, Juni 2026
Als Teil meines Masterstudiums im Bereich Infection Biologie and Immunology (M. Sc.) der Universität Greifswald habe ich für vier Wochen in dem Labor von Herr PD Dr. Knittler am Institut für Immunologie des FLI mitgearbeitet. Während dieses Praktikums habe ich in Vorbereitung zu meiner Masterarbeit Experimente an einer immortalisierten Schafmakrophagen-Zelllinie durchgeführt. Die Makrophagen-Zelllinie wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Coxiellen-Infektion von Schafen über stabile Transfektion des Large T-Antigens mit Hilfe des Vektors pRSV-Ag1 etabliert. Sie soll in zukünftigen Studien die Analysen zur Coxiellen-Infektion oviner Makrophagen erleichtern, da aufwendige Aufreinigungen primärer Makrophagen hierdurch entfallen. Derzeit finden vielversprechende immunologische, genetische und zellbiologische Arbeiten zur detaillierten Charakterisierung der neuen Makrophagen-Zelllinie statt. Diese immortalisierte ovine Makrophagenzelllinie bietet gegenüber primären Schafsmakrophagen wesentliche Vorteile, insbesondere durch ihre unbegrenzte Proliferationsfähigkeit und langfristige Stabilität in Kultur, was eine hohe Reproduzierbarkeit experimenteller Ergebnisse ermöglicht. Im Gegensatz dazu unterliegen primäre Makrophagen einer begrenzten Lebensdauer, die die Vergleichbarkeit von Studien erschwert. Zelllinien stellen zudem eine homogene und standardisierte Zellpopulation dar, wodurch experimentelle Bedingungen besser kontrolliert werden können. Schließlich eignen sich immortalisierte Schafzelllinien besonders gut für genetische Manipulationen, was ihre Anwendung in Untersuchungen zu ovinen Makrophagen-Coxiellen-Interaktion zusätzlich erleichtert.
Im Rahmen meines vierwöchigen Laborpraktikums habe ich experimentell untersucht, ob die neu etablierte immortalisierte Schafzelllinie durch Coxiella burnetii infizierbar ist. Darüber hinaus habe ich verschiedene Methoden wie Immunfluoreszenzmikroskopie und qPCR-Analysen zur morphologischen und funktionellen Charakterisierung immortalisierter Makrophagen-Zelllinien aus Wiederkäuern angewendet und für zukünftige Studien ausgetestet.
Ich möchte mich herzlich bei der Arbeitsgruppe von Herrn PD Dr. Knittler für die vier Wochen bedanken, die wie im Flug vergangen sind. Ein besonderer Dank gilt Herrn Knittler dafür, dass er mich in seine Arbeitsgruppe aufgenommen und betreut hat, sowie Rico Jahnke, der mir während dieser Zeit die einzelnen Versuche und deren Feinheiten geduldig vermittelt hat.
Ebenso danke ich dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung meiner Reisekosten, die mir dieses Praktikum erleichtert hat.
Wahlpflichtpraktikum am Institut für Virusdiagnostik, Juni 2026
Wir freuen uns, im Rahmen des Wahlpflichtfaches „Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern“ der Ludwig-Maximilians-Universität einen Einblick in die Arbeit des Instituts für Virusdiagnostik am Friedrich-Loeffler-Institut bekommen zu haben. Nach einer Begrüßung und einem Rundgang über die Insel Riems mit Prof. Dr. Martin Beer sind wir direkt in den Laboralltag gestartet. In den vier folgenden Tagen hatten wir die Möglichkeit, in der Abteilung von Dr. Patricia König im S2-Labor unsere theoretischen Kenntnisse zur Virusdiagnostik in die Praxis umzusetzen. Unterwegs auf den Spuren von Friedrich Loeffler haben wir uns intensiv mit der BVD-Diagnostik beschäftigt. So durften wir selbst Zellen passagieren und sie mit Hilfe von Immun-Fluoreszenz auf das Vorhandensein von BVD testen.
Außerdem haben wir kommerziell erhältliche Test-Kits auf ihre Sensitivität überprüft und eigenständig ELISAs angelegt und ausgewertet. Neben unseren Labortätigkeiten haben auch die Vorträge von Experten des FLIs viel Abwechslung gebracht. Unser besonderer Dank gilt Dr. Anne Pohlmann, Prof. Dr. Timm Harder und Dr. Anne Günther, die sich die Zeit genommen haben, um uns aus erster Hand die neusten Erkenntnisse und molekularen Grundlagen über das allzeit aktuelle aviäre Influenza-A-Virus zu berichten. Über den spannenden Diskurs haben wir uns sehr gefreut. Des Weiteren bedanken wir uns bei PD Dr. Christian Grund für seine Präsentation des Newcastle-Disease-Virus, das derzeit durch gehäufte Fälle im Umkreis München auch ganz aktuell für uns ist. Ein Highlight unseres Aufenthalts war die Teilnahme an der jährlichen „Loeffler-Lecture“ in Greifswald. Dort hat Prof. Johan Neyts uns die neusten Entwicklungen der Forschung an „Small Molecular Anti Viral Drugs“ präsentiert.
Wir haben uns am FLI sehr willkommen gefühlt, was wir vor allem der tollen Betreuung durch Prof. Martin Beer, Dr. Patricia König, Maria Justiniano Suarez und Ines Jakobi zu verdanken haben. Dank ihres Einsatzes konnten wir uns in der kurzen Zeit einen guten Eindruck von den verschiedenen Facetten der FLI-Arbeit verschaffen. Insbesondere wollen wir hier auch den Förderverein des FLIs hervorheben, der dieses Wahlpflichtfach seit 2001 unterstützt und ohne den unser Aufenthalt gar nicht möglich gewesen wäre. Die Zeit ist viel zu schnell vergangen und wir hoffen, dass sich unsere Wege in naher Zukunft wieder kreuzen. Prof. Dr. Martin Beer und Dr. Lorenz Ulrich haben mit ihrer Begeisterung für Promotion einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen und wir hoffen, dass wir diese auch an unsere KommilitonInnen weitergeben können.
Anna Clara Sturm, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, Mai 2026
Während meines praktischen Jahres im Tiermedizinstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München wollte ich neben der Arbeit mit Tieren im Klinik- und Praxisalltag auch die Möglichkeit nutzen, einen Einblick in die Forschungsarbeit zu gewinnen. Bereits letztes Jahr war ich auf der Insel Riems für ein viertägiges Wahlpflichtfach. Da mir dies besonders gut gefallen hat, entschied ich mich ein vierwöchiges Praktikum im Institut für Virusdiagnostik für Maul- und Klauenseuche beim Team von Herrn Dr. Michael Eschbaumer zu absolvieren.
Während dieser Zeit konnte ich vielfältige Einblicke in die Arbeit der virologischen Forschung gewinnen, die Arbeit mit Versuchstieren (Schweinen) kennenlernen und aktiv im Labor mitarbeiten. Besonders gut gefallen hat mir, dass ich nicht nur zuschauen durfte, sondern stets in die täglichen Arbeitsabläufe eingebunden wurde. Dadurch konnte ich viele praktische Erfahrungen sammeln in der Diagnostik wie PCR, ELISA und Gel-Elektrophorese.
Zum Zeitpunkt meines Praktikums wurden drei verschiedene Lebendimpfstoffe gegen die Maul- und Klauenseuche untersucht. Somit hatte ich die Möglichkeit direkte Einblicke in die Versuchsarbeit mitzuerleben. Von der Probenentnahme bis hin zur diagnostischen Auswertung dieser durfte ich dabei sein. In jede Arbeit wurde ich sorgfältig eingearbeitet, mir wurde jederzeit geholfen und bei Fragen gab es immer einen Ansprechpartner.
Besonders positiv in Erinnerung bleibt mir die angenehme Arbeitsatmosphäre im Team. Ich wurde von Beginn an sehr freundlich aufgenommen und jederzeit hervorragend betreut. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an das gesamte Team für die liebe Aufnahme und Betreuung in dieser Zeit. Durch die freundliche und kollegiale Atmosphäre habe ich mich während meines gesamten Praktikums sehr wohlgefühlt. Mein besonderer Dank gilt auch an Michael Eschbaumer für das reibungslose Praktikum, wodurch ich wertvolle Erfahrungen sammeln konnte und an den Förderverein für die Unterstützung.
Durch das Praktikum am FLI konnte ich meine praktischen Fertigkeiten verbessern und Einblicke in Tierversuche bekommen. Ich bin euch allen sehr dankbar für die lehrreiche Zeit.
Alexandra Barnickel, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, April - Mai 2026
Nachdem ich letztes Jahr bereits im Rahmen eines Wahlpflichtfaches vier Tage am FLI verbrachte, kehrte ich nun im Rahmen meines Rotationsjahres im Tiermedizin Studium an der LMU München zurück auf die Insel Riems ans Institut für Virusdiagnostik.
Sechs Wochen lang konnte ich im Labor von Frau Dr. Patricia König den Alltag in einem Diagnostiklabor kennenlernen und auch selber die Pipette schwingen. Ich lernte die Nukleinsäuren-Extraktion aus Geweben und anschließende RT-/ PCR von zum Nachweis von Virusgenom beispielsweise RHDV, BHV oder CAE/ MVV durchzuführen, ELISA-Tests zu bearbeiten und Agarosegele auszuwerten, wobei wir mit Proben und Anfragen aus verschiedensten Ländern arbeiteten.
Besonders begeistert hat mich die Chance, den kompletten Weg vom Kaninchen zum fertig sequenzierten Myxomatose Virus-Genom, beginnend im Labor König, über Dr. Sten Calvelage (Labor für NGS-basierte Pathogencharakterisierung und Tierseuchendiagnostik) und Dr. Florian Pfaff (Labor für angewandte Bioinformatik und Sequenzierung viraler Genome und Transkriptome) begleiten zu können. Auch im Tierstall mit laufendem Versuch zur ASP-Impfung, sowie in der Sektionshalle zur anschließenden Sektion der Sauen durfte ich unter der Obhut von PD Dr. Sandra Blome (NRL für Afrikanische Schweinepest) einige Tage verbringen.
Außerdem bekam ich die Möglichkeit, an verschiedenen Vorträgen und Seminaren zu aktuellen Themen und Entwicklungen aus der Forschung teilzunehmen und meinen Horizont in viele Richtungen zu erweitern.
Meine Zeit hier am FLI hat mir gezeigt, wie vielfältig der Alltag in der Wissenschaft bzw. im Labor sein kann, mir geholfen, erste praktische Fähigkeiten zu erlangen und mich definitiv darin bestärkt, eine berufliche Laufbahn anzustreben, die mich auch später wieder ins Labor führen wird.
Mein herzlichster Dank gilt Frau Dr. König und Maria Justiniano Suarez als TA, die immer ein offenes Ohr für mich hatten, mich geduldig durch mein Praktikum geleitet haben und ihr besten taten, die Zeit für mich so spannend und lehrreich wie möglich zu gestalten. Ebenso auch allen anderen Mitarbeitenden des FLI, die sich bereitwillig Zeit für mich und meine Fragen genommen haben und denen ich über die Schulter schauen durfte.
Abschließend möchte ich Frau Ines Jakobi für die gesamte Organisation danken und natürlich dem Förderverein des FLI, ohne dessen finanzielle Unterstützung mein Praktikum in dieser Form nicht möglich gewesen wäre.
Nikolai van Velthuizen, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, Januar – Februar 2026
Im Endspurt meines Bioinformatik-Studiums durfte ich am Institut für Virusdiagnostik des Friedrich-Loeffler-Instituts im Labor von Florian Pfaff mein Praktikum vom 06.01. bis zum 13.02. absolvieren.
Meine Aufgabe bestand darin, eine De-novo-Assembly des Bovinen-Alphaherpesvirus-1 zu erstellen und abschließend eine phylogenetische Analyse zu tätigen. Die Kernherausforderung war es, verschiedene Anzahlen von Reads und unterschiedliche Einstellungen der Assembler zu testen, um möglichst sinnvolle Mappings zu erhalten, welche möglichst wenig und möglichst lange Contigs aufwiesen. Dafür nutzte ich ein Bash-Script. Sobald ich diese Tests abgeschlossen hatte, wandelte ich dieses Skript in einen reproduzierbaren Snakemake-Workflow um.
Das Labor von Florian Pfaff ist ein Sequenzierungslabor; somit konnte ich einen umfangreichen Überblick der Sequenzierung gewinnen, von der Präparation von Proben im Labor bis zur abschließenden Datenauswertung. Insbesondere die Zeit im Labor war für mich besonders interessant, weil ich in meinem Studium kaum Berührungspunkte damit hatte und dadurch eine Sensibilisierung für die dortigen praktischen Herausforderungen erlangte.
Ich möchte mich ganz herzlich für die lehrreiche und gesellige Zeit am FLI bedanken: Bei Patricia König und Leoni Lemm für ihre Betreuung und ausführliche und geduldige Erklärungen. Bei Florian Pfaff für die herzliche Aufnahme und Betreuung. Mein besonderer Dank gilt dem Förderverein des FLI für die großzügige Unterstützung und den Zuschuss zu meinen Unterkunftskosten während des Praktikums im Januar.
Malin Zylka, Praktikum am Institut für Immunologie, Februar - März 2026
Ich durfte im Februar und März 2026 acht Wochen in der Arbeitsgruppe von Dr. Ulrike Blohm lernen und mitarbeiten. Das Praktikum stand im Rahmen meines Tiermedizinstudiums. Bereits hier wurde meine Begeisterung für die Komplexität des Immunsystems und Wirt-Erreger-Interaktionen geweckt. Dementsprechend habe ich mich gefreut in den acht Wochen meines Praktikums zum Thema „Immunevasionsmechanismen des ASPV und verschiedener Impfstämme“ zu arbeiten.
Im Rahmen meines eigenen Projektes konnte ich grundlegende Labormethoden erlernen. Begonnen wurde damit spezifische Immunzellen magnetisch zu isolieren. Diese wurden im Anschluss kultiviert und infiziert. Mittels spektraler Durchflusszytometrie konnten Daten über die Oberflächenexpression verschiedener Moleküle erhoben werden. Um zu überprüfen, ob die infizierten Zellen Membranproteine in den Kulturüberstand abgeben, wurden die Überstände mittels Western Blot untersucht. Mir wurde weitgehend selbstständiges Arbeiten ermöglicht. So konnte ich über das Üben praktischer Fertigkeiten hinaus auch kritisches Denken trainieren. Ich wurde ermutigt, meine Ergebnisse stets selber zu interpretieren, zu hinterfragen und den nächsten Versuch darauf aufzubauen. Darüber hinaus wurde ich von Dr. Sandra Blome in die laufenden Tierversuche zur Immunisierung gegen Afrikanische Schweinepest inkludiert. Ich durfte die tierärztliche Betreuung im Stall, sowie die Blutentnahme und Sektion von Tieren miterleben. Damit ist mir die Relevanz der tierärztlichen Tätigkeit im Tierversuch deutlich geworden.
In acht Wochen konnte ich wissenschaftliches Arbeiten grundlegend erlernen und die Tätigkeiten von Tiermediziner*innen in der Forschung kennenlernen und verstehen.
Besonderen Dank möchte ich Ulrike Blohm aussprechen für die hervorragende Betreuung meines Praktikums. Auch Dr. Isabella Hrabal und Dr. Sandra Blome möchte ich danken, dass sie mir als Tierärztinnen in der Forschung ihre Rolle und damit auch meine Möglichkeiten als zukünftige Kollegin im Labor und im Stall gelehrt haben. Weiterhin möchte ich mich bei Stefanie Knöfel, sowie bei allen anderen der AG Blohm und AG Blome für die praktische Unterstützung im Labor bedanken. Mein letzter Dank gilt dem Förderverein des Friedrich-Loeffler-Instituts für die finanzielle Unterstützung. Diese ermöglicht mir und vielen anderen Praktikant*innen, ersten wissenschaftlichen Erfahrungen zu sammeln.
Julia Beier, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, März 2026
Im Rahmen meines Praktischen Jahres im Tiermedizinstudium absolvierte ich ein dreiwöchiges Praktikum im Institut für Virusdiagnostik im Labor von Dr. Kore Schlottau. Nachdem ich im vergangenen Jahr bereits während eines Wahlpflichtfaches erste kurze Erfahrungen am FLI sammeln konnte, freute ich mich nun, hier etwas mehr Zeit verbringen zu dürfen. Damals hatte ein Vortrag von Dr. Schlottau über Organoide mein Interesse geweckt, sodass ich mich gezielt in ihrem Labor bewarb. Da dort der Forschungsschwerpunkt auf neurotropen Viren liegt, wird insbesondere mit zerebralen Organoiden gearbeitet. Vor allem in den ersten zwei Wochen hatte ich die Möglichkeit, viel über diese faszinierenden, aber auch empfindlichen Zellkultursysteme zu lernen, Fragen zu stellen und die Reifung einiger Organoide zu begleiten.

Parallel dazu führte ich einen eigenen Versuch zur vergleichenden Wachstumskinetik der eng verwandten Shuni- und Schmallenbergviren durch. Beide gehören zu den sogenannten Arboviren, sie werden also von Vektoren wie Insekten übertragen. Infektionen während der Trächtigkeit können bei Wiederkäuern zu Aborten und schweren Missbildungen bei den Feten führen. Während das Schmallenbergvirus nicht humanpathogen ist, hat es beim Shunivirus bereits Übertragungen auf den Menschen gegeben, die meist eine Enzephalitis nach sich zogen. Im Rahmen meines Versuches infizierte ich jeweils verschiedene Zellkulturen mit den beiden Viren und entnahm dann Proben für eine Wachstumskinetik. Dazu titrierte ich alle Proben in der folgenden Woche aus. In meiner dritten Woche konnte ich schließlich das Wachstum der beiden Viren anhand ihrer zytopathischen Effekte mikroskopisch auswerten und damit berechnen, bei welcher Verdünnung 50 % der Zellkulturen infiziert (TCID50) waren. Dies erlaubt Rückschlüsse darauf, wie gut sich das Virus auf der jeweiligen Zellkultur vermehren konnte. Zusätzlich fertigte ich exemplarisch für eine Platte eine Kristallviolettfärbung an, durch die man auch makroskopisch den zytopathischen Effekt beurteilen kann. Im Verlaufe dieses Projektes konnte ich nicht nur meine theoretischen Kenntnisse aus dem Studium anwenden und vertiefen, sondern auch praktische Fertigkeiten im Umgang mit Zellkulturen und virologischen Methoden ausbauen.
Darüber hinaus hatte ich die Gelegenheit, an zahlreichen spannenden Vorträgen teilzunehmen, Einblicke in die Projekte meiner Laborkolleginnen und -kollegen zu gewinnen und dabei auch selbst einige Arbeiten zu übernehmen, sowie ausgewählte Versuchstierhaltungen und den Quarantänestall zu besichtigen.
Für dieses lehrreiche und spannende Praktikum möchte ich mich vor allem bei Laborleiterin Dr. Kore Schlottau bedanken sowie bei Vinicius, Franziska, Sebastian, Emilia, Emilie und Sophie für die herzliche Aufnahme ins Laborteam, die Einblicke in ihre Arbeit und die geduldige Beantwortung meiner Fragen. Ein herzliches Dankeschön gilt auch dem Förderverein für die finanzielle Unterstützung.
Die drei Wochen Praktikum waren für mich äußerst bereichernd und haben sowohl meine fachlichen Kenntnisse als auch meine praktischen Fähigkeiten deutlich erweitert – ich würde mich freuen, bald wiederkommen zu dürfen.
Jakob Krinn, Praktikum am Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie, Januar - Februar 2026
Im Rahmen meines praktischen Jahres des Tiermedizinstudiums an der Universität Leipzig, habe ich ein 6-wöchiges Praktikum in der Arbeitsgruppe von PD Dr. Allison Groseth absolviert. Während dieser Zeit, habe ich mit Marine-Noél Klamke an ihrem Projekt zur Untersuchung der Linker-Region des Nukleoproteins vom Lymphozytären-Choriomeningits-Virus gearbeitet. Ziel dieses Projekt war es, die Funktion der Phosphorylierung des Linkers und der damit einhergehenden strukturellen Veränderung des Proteins herauszufinden. Dafür habe ich Mutanten dieses Proteins kloniert, deren kritische Aminosäuren-Stellen zwingend nicht phosphoryliert sind, und welche, die eine zwingende Phosphorylierung simulieren. Mit diesen Mutanten wurden dann verschiedene Zelllinien transfiziert, um die Expression, die Bildung von Inklusionskörperchen und die Rolle in der Bindung und Transkription der RNA zu untersuchen. Dafür wurden Western Blots, Immunfluoreszenz-Assays und Minigenom-Assays durchgeführt.
Dadurch hatte ich die Möglichkeit, innerhalb eines Projektes unterschiedliche molekularbiologische Methoden kennen zu lernen, sowie die Theorie dahinter zu vertiefen. Des Weiteren bot dieses Praktikum einen guten Einblick in die molekularbiologische und virologische Forschungs- und Laborarbeit.
Mein Dank gilt an dieser Stelle besonders Marine-Noél Klamke und PD Dr. Allison Groseth, aber auch allen anderen Mitarbeiterinnen des Labors, von denen ich sehr gut aufgenommen wurde. Ebenfalls möchte ich mich beim Förderverein des FLI bedanken, der mir durch eine Teilfinanzierung der Unterkunft das Praktikum deutlich erleichterte.
Marlene Böhm und Christoph Timmer, Praktikum am Institut für neue und neuartige Tierseuchen, Februar 2026
Im Rahmen des Tiermedizinstudiums lernt man schnell und früh etwas über die Aufgaben einer Tierärztin, die klinische Arbeit steht dabei im Vordergrund. Auch wenn man es genießt, dass der Schwerpunkt auf der praktischen Arbeit einer Tierärztin liegt, findet der spannende Bereich der Forschung zu wenig Beachtung. Bei dem Wahlpflichtkurs „Serologische und molekulare Nachweisverfahren für Virusinfektionen“ wurden wir also hellhörig, eine solche Möglichkeit bekommt man nicht zu oft und da wir schon immer intensiver in den Bereich der Laborarbeit und Diagnostik eintauchen wollten, war die Entscheidung schnell getroffen: Für einen fünftägigen Workshop sollte es an das Friedrich-Loeffler-Institut an seinen Hauptsitz auf die Insel Riems bei Greifswald gehen. Im Rahmen des Studiums hört man viel über die Arbeit des FLIs und dementsprechend neugierig waren wir auf eine Woche intensives Lernen.
Der Hauptsitz des Friedrich-Loeffler-Instituts liegt in Greifswald, auf der Insel Riems – knapp 4,5 Stunden Autofahrt von Hannover entfernt. Auf der knapp 1 km langen, schmalen Insel liegt das 1910 gegründete Forschungsinstitut. Es ist eines der fünf Standorte des FLIs, gilt weltweit zu den ältesten Virusforschungsinstituten und erforscht vornehmlich die Infektionskrankheiten von landwirtschaftlichen Nutztierarten und angrenzende Wissenschaften wie die Molekularbiologie, Virusdiagnostik, Immunologie und Epidemiologie. Am Standort Riems sind auch Hochsicherheitslabore der Biologischen Schutzstufe 4 entstanden, damit auch an für den Menschen hochansteckende Viren geforscht werden kann.
Primär im Fokus standen im Praktikum serologische und molekulare Nachweisverfahren bei Henipa-Virusinfektionen. Wir, Christoph und Marlene, wurden am ersten Tag in Hygiene- und Sicherheitsregeln eingewiesen und uns wurde ein Überblick über die für uns wichtigen Bereiche gegeben. Von da an hieß es: Jeden Tag zwischen 8:00 Uhr und 9:00 Uhr anfangen und einen eng getakteten Wochenplan erleben, der die verschiedensten Methoden für Nachweisverfahren behandelt hat.
Angefangen haben wir dabei mit einigen theoretischen Grundlagen über Henipaviren, den Hochsicherheitsbereichen und Influenzaviren, die uns von unserer sehr netten und geduldigen Laborleiterin PD Dr. Anne Balkema-Buschmann mitgegeben wurden. Anschließend haben wir zusammen mit den technischen AssistentInnen Julia Neumeister und Dan Balkema jeweils ein Western Blot vorbereitet und Zellkulturen angezüchtet, die wir in den darauffolgenden Tagen mit einem rekombinanten Cedar-Virus infiziert und anschließend unter einem Fluoreszenzmikroskop betrachtet haben.
Zwischen den verschiedenen Laborerfahrungen durften wir an Seminaren und Präsentationen teilnehmen, sodass wir auch diverse Einblicke in das weite Tätigkeitsfeld des FLI erhalten konnten. Selbstverständlich wurde uns auch regelmäßig die aktuelle Arbeit unserer Arbeitsgruppe an Henipaviren erläutert. Aber auch andere DoktorantInnen, z.B. aus der Pathologie oder der Immunologie haben uns ihre Arbeit vorgestellt und wir durften nach Möglichkeit mitarbeiten. Um 17:00 Uhr war dann meistens Feierabend und wir sind mit vielen neuen Eindrücken zurück in unsere Gästewohnung, welche praktischerweise nur 200m entfernt vom Institut lag. Wir konnten nun unserem theoretischen Wissen über die ganzen Nachweisverfahren endlich ein Bild geben und diese unter enger Begleitung der technischen Assistenten selbstständig durchführen. Wir haben schnell bemerkt, wie aufwendig viele Nachweisverfahren sind und dass es viel Übung bedarf, wenn man Fehler vermeiden möchte. Auch haben wir einen Einblick in die Welt der Forschung bekommen, kamen in Gespräche mit WissenschaftlerInnen und haben wichtige labordiagnostische Techniken gelernt und vertieft.
Um weitere Methoden der Labordiagnostik zu erlernen, durften wir in unserer Zeit auf Riems ebenfalls von inaktivierten Proben SARS-CoV-2 infizierter Zellen RNA extrahieren und einen selbst gecoateten ELISA sowie eine RT-PCR von Anfang bis Ende durchführen. Darüber hinaus konnten wir praktische Erfahrungen in der Einfärbung von Immunzellen machen, welche wir anschließend mit modernster Labortechnik auswerten durften. Aber dabei sollte es nicht bleiben: Uns wurden gleich zwei Verfahren zur Proteinbestimmung gezeigt – zum einen die Proteinbestimmung nach Bradford, welche von uns sehr genaues Pipettieren der Verdünnungsreihe erforderte und zum anderen die schnellere Annäherung über ein NanoDrop-Spektrophotometer. Am letzten Tag wurden wir dann noch in das Luminex-Gerät eingewiesen, welches die simultane Messung von bis zu 500 Protein- oder RNA-Targets aus einer einzigen, sehr kleinen Probe ermöglicht, was Zeit, Material und Kosten gegenüber klassischen ELISA-Verfahren spart. Das Zusammenspiel von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und modernsten Laborgeräten hat uns sehr beeindruckt!
Wir möchten uns ganz herzlich für das Vertrauen und die enge Betreuung durch PD Dr. Anne Balkema-Buschmann, Julia Neumeister, Dan Balkema und Dr. David Scheibner bedanken – zu jedem Punkt im Praktikum haben wir uns sehr gut betreut und mit viel Geduld angeleitet gefühlt. Ebenso gilt unser Dank natürlich auch dem Förderverein des FLI, der uns mit seiner finanziellen Unterstützung sehr geholfen hat.
Thaddäus Ebinger und Frank Fischer, Praktikum am Institut für Virusdiagnostik, Februar 2026
Im Rahmen unseres praktischen Jahres im Veterinärmedizinstudium hatten wir die Möglichkeit, vier Wochen bei Frau PD Dr. Blome im Institut für Virusdiagnostik mitzuwirken und aktiv an einem Projekt zur Testung eines möglichen Impfstoffs gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) beteiligt zu sein. Der Einblick in die angewandte Forschung machte uns deutlich, wie vielfältig und verantwortungsvoll die Arbeit in der Virologie und Impfstoffentwicklung ist.
Während des Praktikums konnten wir in verschiedene Arbeitsbereiche hineinschnuppern und praktische Erfahrungen sammeln. Dazu zählte die Extraktion von DNA, die Durchführung von qPCRs, ELISAs und IPTs sowie die vor und nach Bereitung von Blut und Umweltproben. Darüber hinaus begleiteten wir Teile der Projektplanung und Datenauswertung, wodurch wir ein besseres Verständnis für ein wissenschaftliches Arbeiten und die Bedeutung sorgfältiger Dokumentation gewannen.
Ein wichtiger Bestandteil war auch die Arbeit im Stall und der damit einhergehende Kontakt zu den Tieren, der uns die ethischen Aspekte von Versuchen mit Tierbeteiligung nähergebracht hat. Besonders wertvoll war die enge Betreuung durch die Mitarbeitenden des Instituts, die uns fachlich anleiteten und gleichzeitig Raum für eigenständiges Arbeiten ließen.
Das Praktikum hat unsere praktischen Fertigkeiten gestärkt, unser Verständnis für die Komplexität von Impfstoffforschung vertieft und uns motiviert, eine wissenschaftliche Laufbahn in der Tiergesundheit weiter zu verfolgen. Wir danken dem gesamten Team des Instituts für Virusdiagnostik für die herzliche Aufnahme, die geduldige Anleitung und die vielen lehrreichen Gespräche. Unser besonderer Dank gilt außerdem dem Förderverein des FLI für die finanzielle Unterstützung, die diesen Aufenthalt ermöglicht hat.
Mohadeseh Dehghani, Internship at the Institute of Infectology, January 2026
During my stay at the Friedrich Loeffler Institute on the island of Riems, I had the opportunity to carry out my academic work in a highly professional and stimulating scientific environment. As part of my master’s studies, I investigated retention signals in West Nile Virus (WNV) E protein and was able to gain valuable practical experience and deepen my understanding of experimental research through daily work in the Birke Tews's laboratory.
I like to sincerely thank the FLI’s support association for their generosity. The contribution toward my rent on Riems Island significantly eased my living situation. This support played a key role in making my stay at the institute possible and productive. I would also like to express my appreciation to the Friedrich Loeffler Institute and my colleagues for their supervision, support, and the welcoming working atmosphere, which made my time on Riems both scientifically enriching and personally rewarding.

Wahlpflichtpraktikum am Institut für Virusdiagnostik, Januar 2026
Vier Tage lang durften wir im Rahmen unseres Wahlpflichtfaches „Biologie und Diagnostik von Tierseuchenerregern“ in die Arbeit des Instituts für Virusdiagnostik am Friedrich-Loeffler-Institut eintauchen. Unter der fachkundigen Betreuung von Frau Dr. Patricia König, ihrer Arbeitsgruppe sowie von Herrn Prof. Dr. Martin Beer konnten wir wertvolle praktische Erfahrungen im Labor sammeln und die damit verbundene Forschungsarbeit hautnah miterleben.
Der Aufenthalt bot uns weit mehr als nur reine Laborpraxis. Wir konnten Einblicke in die aktuellen Forschungsprojekte der Abteilungen gewinnen, besonders wertvoll waren dabei die interessanten Vorträge zur aktuellen Lage der Maul- und Klauenseuche sowie der Aviären Influenza. Diese enge Verknüpfung von Theorie und Praxis hat uns geholfen, die Inhalte aus dem Studium noch einmal ganz neu zu durchdringen und fachlich zu festigen.
Diese Erfahrung hat uns neue Perspektiven für unsere persönliche und berufliche Zukunft eröffnet. Es war beeindruckend zu sehen, wie hochmoderne Diagnostik und Forschung Hand in Hand Gehen, um Tierseuchen effektiv zu bekämpfen.
Im Namen der gesamten Gruppe möchten wir uns bei allen bedanken, die dieses Wahlpflichtfach in dieser Form ermöglicht haben.
Ein besonderer Dank gilt zudem dem Förderverein des FLI, dessen finanzielle Unterstützung diese Reise und die wertvollen Erfahrungen auf der Insel Riems erst möglich gemacht hat.












